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Seit 50 Jahren unterstützt der Sozial- und Beratungsdienst der Pfarrei St. Martin in Baar Menschen in Notsituationen und bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Stefan Horvath, Leiter der Institution, gibt Ein- und Ausblicke in seine Arbeit.

Stefan Horvath, weshalb leistet die Kirche überhaupt Sozialarbeit?
Die Diakonie gehört neben der Liturgie und der Verkündigung zu den drei Grundvollzügen der katholischen Kirche. Sie beinhaltet das soziale Engagement sowohl für Einzelpersonen, Gruppen wie auch für die Gesellschaft aus einer christlichen Grundhaltung heraus. Tragende Grundwerte sind Solidarität, Anteilnahme und Wertschätzung. Im Blickwinkel sind körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden der Menschen.

In welchen Bereichen ist der Sozialdienst St. Martin tätig?
Die Sozialberatung unterstützt in komplexen und schwierigen Lebenssituationen, bei Budget-, Sucht-, Beziehungs- und psychischen Problemen. Hier klärt der Sozialdienst St. Martin vorgängig ab, welche Leistungen benötigt werden und wer entsprechend helfen kann. Ein wichtiger Bereich ist die Vernetzung mit anderen sozialen Organisationen, beispielsweise dem Sozialdienst der Gemeinde Baar, der Schuldenberatung von Triangel, der Pro Senectute, der Pro Infirmis usw.
Bei der Passanten- oder Nothilfe geht es darum, sofort und unbürokratisch Lösungen zu finden. Das kann mit Lebensmittelgutscheinen für den Caritas Laden sein, oder auch mit der Suche nach einer kurzfristigen Notunterkunft. Zusätzlich sind wir in der Lage, eine Notwohnung für drei bis maximal 6 Monate günstig zur Verfügung stellen zu können.

Was ist das Besondere an kirchlicher Sozialarbeit?
Die kirchliche Sozialarbeit kann unbürokratisch, schnell und innovativ auf aktuell entstehende soziale Nöte eingehen. Unsere Anlaufstelle arbeitet niederschwellig und ist für verschiedenste Anliegen offen. Die Beratungen sind kostenlos und werden von der katholischen Kirchgemeinde finanziert. Alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, politischer Gesinnung und Weltanschauung, dürfen bei uns anklopfen. Wir hören zu, nehmen wahr, suchen, handeln, vermitteln und vernetzen. Staatliche Institutionen haben den Auftrag, zu versorgen. Die Kirche hingegen leitet ihren Auftrag von der aktiven Nächstenliebe ab. Wir fühlen uns verpflichtet, Menschen in erschwerten Lebenssituationen beiseitezustehen. Eine unserer Stärken sind die vielen und in verschiedenen Bereichen tätigen Freiwilligen. Sie unterstützen und übernehmen zahlreiche Aufgaben. Ohne sie wäre das heutige umfassende Angebot niemals möglich.

Mit welchen Anliegen kommen derzeit Menschen zur Sozialberatung?
Einsamkeit, Isolation, finanzielle Sorgen, Orientierungslosigkeit und Verunsicherung sind aktuell wichtige Themen. Mit Corona hat sich einiges noch zugespitzt. Diese erschwerten Lebensumstände entstehen zum Teil aus dem Spardruck bei den Sozialversicherungen, durch Langzeitarbeitslosigkeit und nicht zuletzt durch die Schwierigkeit, in unserer Gegend zahlbaren Wohnraum zu finden. Unsere Kirchgemeinde engagiert sich auf verschiedenen Ebenen, um dieser Problematik entgegen zu wirken.

Nach welchen Prinzipien arbeitet der Sozialdienst St. Martin?
Wir halten uns an die Berufsethik der sozialen Arbeit in der Schweiz von AvenirSozial. Dazu zählen insbesondere die Einhaltung der Schweigepflicht, reflektiertes und professionelles Handeln sowie die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips. Dabei geht es nicht ausschliesslich darum, an uns herangetragene Erwartungen zu erfüllen, sondern die Anliegen in einem grösseren Kontext zu sehen. Wichtig ist uns auch, dass die Person, die beraten wird, in die Lösungsfindung miteinbezogen wird. Idealerweise entdeckt sie im Gespräch selbst mögliche Wege. Es geht also um Hilfe zur Selbsthilfe.
Die ökumenische Zusammenarbeit ist bei uns in Baar ein weiteres wichtiges Prinzip. Das gemeinsame Wirken mit Bruno Baumgartner, dem Sozialdiakon der reformierten Kirche Baar funktioniert sehr gut.

Gibt es auch eine Zusammenarbeit mit den anderen beiden kirchlichen Sozialdiensten im Kanton, dem Zuger Leuchtturm und dem Sozialdienst Cham-Hünenberg?

Im Rahmen der SoHo (Sozialtätigenhöck) tauschen wir uns regelmässig aus. Im Sechswochen- Rhythmus finden gemeinsame Sitzungen statt. Jährlich am Diakoniesonntag im November sammeln wir gemeinsam für ein soziales Projekt im Kanton Zug Geld. Dieses Jahr ist die Diakoniesonntagskollekte für die „Herberge für Frauen“ in Zug vorgesehen.
Auch der interne Austausch im Pfarreiteam ist mir sehr wichtig. Der Diakonie nach innen und einer transparenten Kommunikation messe ich grosse Bedeutung zu. Zu wissen, woran andere arbeiten fördert das Gemeinschaftsgefühl, und wir können einander wertvolle Inputs geben.

Der Sozialdienst ist ein Ein-Mann-Betrieb. Reichen die Kapazitäten aus?
Unser Sozialdienst wurde immer durch viele Freiwillige aus der Pfarrei mitunterstützt. Die Leitung und Koordination nahm ich mit einem Pensum von 100 Prozent wahr. Um der erhöhten Nachfrage nach unseren Leistungen gerecht zu werden, hat der Kirchenrat nun eine Stellenprozenterhöhung bewilligt. Seit dem 1. August 2021 verstärkt Christine Vonarburg mit 70 Stellenprozent unser Team. Sie engagiert sich primär in Projekten der Altersarbeit, der Freiwilligenkoordination und auch in der Sozialberatung.

Was ist für die Zukunft geplant?
Diakonie ist für uns der Blick aufs Ganze. Ich möchte im Rahmen der Gemeinwesenarbeit mehr Orte für Begegnung schaffen. Unsere Kirche soll dort präsent sein, wo die Menschen sind und ihre Sorgen, Ängste, Nöte und Freuden wahrnehmen. An Dorffesten, beispielsweise mit einer eigenen Beiz, oder in Quartieren. Beim Brunnen vor dem Pfarreiheim sollen einladende Tische und Stühle stehen, bei schönem Wetter zusätzlich ein Sonnenschirm und eine Kaffeemaschine.
Darüber hinaus soll die Betreuung, Förderung und das Coaching der vielen Freiwilligen intensiviert werden. Auch der Netzwerkarbeit möchte ich noch mehr Gewicht geben.

 

Interview: Bernadette Thalmann

 

Sozialdienst St. Martin feiert 50-Jahre-Jubiläum:

Samstag, 28. August
Präsenz mit einem Stand am Baarer Wochenmarkt

Sonntag, 29. August, 10.45 Uhr
Schuleröffnungsgottesdienst mit anschliessendem Pflanzen und Einweihen des Jubiläum-Apfelbaumes und einem Fest für die Bevölkerung.

Freitag, 22. Oktober
Netzwerkanlass mit anderen Fachstellen, Partnern und Politik

Details finden Sie auf www.pfarrei-baar.ch

 

Nach 12 Jahren Einsatz für die Missione Cattolica Italiana im Kanton Zug wechselt Giuseppe Manfreda nun Ende August in den Kanton Solothurn und übernimmt auf Wunsch des Bistums Basel die Betreuung der dortigen Gemeinschaften. Sein Nachfolger wird Domenico («Mimmo») Basile.

Es ist ein ungeschriebenes Gesetz im Bistum Basel, dass Leitungspersonen in der Seelsorge nach 8 bis 12 Jahren den Arbeitsort wechseln. Dies, um Routine zu vermeiden und wieder neue Chancen zu nutzen.

«Gottes Vorsehung»

Für Don Giuseppe ist dies der erste Stellenwechsel seit er in der Schweiz lebt. Vor 12 Jahren zog er von Crotone (Calabrien) nach Luzern. Bereits während der letzten Jahre seines Theologiestudiums begann er, sich als Leiter der Missione Cattolica Italiana für die italienische Gemeinschaft im Kanton Zug einzusetzen.
In den vergangenen 12 Jahren hat er zahlreiche Menschen durch Zeiten der Freude, Trauer und Angst begleitet. Er vermählte Paare, half ihnen durch Krisen, taufte deren Kinder, begleitete diese zur ersten Kommunion und Firmung und war stets für alle zum persönlichen Gespräch bereit. Es entstanden viele Beziehungen und Freundschaften, mit ihm und durch ihn. Die Missione wurde zu einer Gemeinschaft, die den Mitgliedern, auch Don Giuseppe, ein Stück Heimat bot. Dennoch bringt der Wechsel ihn innerlich nicht aus der Ruhe: «Es ist Gottes Vorsehung, mein Leben wird von Gott geleitet. Als Priester bin ich unterwegs, um das Evangelium zu verkünden», sagt er. 

Mit Herzblut unterwegs

«Jede Begegnung mit Giuseppe war mit einem Lachen und der kurzen Frage «wie geht’s?» verbunden. So wird mir Giuseppe in Erinnerung bleiben», sagt Markus Burri, Gesamtleiter Fachstellen bei der Katholischen Kirche Zug im Auftrag des Präsidiums zum Abschied. «Giuseppe betreute «seine Missione» mit spürbarem Herzblut und grossem Engagement. Entsprechend waren auch seine Dienste sehr gefragt. War Giuseppe im Haus der Katholischen Kirche Zug, herrschte stets ein Kommen und Gehen, denn seine seelsorgerliche Gesprächsbereitschaft wurde rege benutzt. Die unter seinem unermüdlichen Einsatz entstandenen Aktivitäten trugen dazu bei, dass die «Missione Cattolica Italiana» zu einer starken Gemeinschaft zusammenwuchs. Entsprechend ungern lassen wir ihn weiterziehen. Da bleibt mir nur zu sagen: Vergelt’s Gott! Dio ti benedica!»

Den neuen Leiter der Missione Cattolica Italiana, Don Mimmo, heisst Markus Burri herzlich willkommen.

Siehe auch Artikel «Don Mimmo» wird neuer Leiter der Zuger Missione Cattolica Italiana

 

Bernadette Thalmann

«Mir wend zäme ha und zäme stah!» Dies war der Leitspruch der 35 Teilnehmenden am diesjährigen Sommerlager von seelsam, der ökumenischen Seelsorge für Menschen mit Beeinträchtigung. Viele Erfahrungen wurden gemacht, manche persönliche Begrenzung wurde überwunden.

Unzählige sonnige Momente bei Spiel, Gesang, Malen, Ausflügen und spontanem Feiern erwärmen und beglücken das Herz. Manche persönliche Begrenzung wurde überwunden, neue Erfahrungen wurden möglich. Einmal ohne Rollstuhl durch den Wald gleiten, eine Wanderung zur höchsten Burgkirche im Goms, mit dem eigenen Mut-Spruch: «Ich schaffe das», mit einem Schlag ins Minigolf-Loch treffen oder das Brot für den Gottesdienst selber backen.

Beziehungen pflegen

Das Besondere dieser Ferienwoche ist, dass sich Menschen immer wieder begegnen und daraus wertvolle Beziehungen wachsen, die gepflegt werden. Wenn aus dieser Kraft heraus Gottesdienst gefeiert wird, entfacht sich aus der Glut ein loderndes Feuer! Füreinander da sein, gute Gedanken schenken und bei jeder Fürbitte ein Holzscheit ins Feuer legen: So mehrt sich das Strahlen des Feuers fast wie beim Pfingstfeuer. Viele Stunden verbringen die Feriengäste am warmen Feuer. Dabei haben auch mal Spannungen und kleinere Konflikte Platz.

Walliser Bräuche rund ums Brot

Walliser Frauen teilen ihr Brot mit der Lagergemeinschaft und zeigen die grosse Bedeutung unseres Brotes: » Wer Brot hat, soll es mit anderen teilen. Denn geteiltes Brot schafft Gemeinschaft und Frieden!» Im Wallis gibt es unzählige Bräuche rund ums Brot. So wird z.B. auf jedes Brot das Kreuzzeichen gemacht. Gemäss einer Walliser Sage darf das Brot nicht auf dem Kopf liegen, sonst tanzt der Teufel darauf. Das bedeutet, dass mit Lebensmitteln sorgfältig umgegangen werden soll.

Verständigung auch ohne Worte

Im Charlie Chaplin Museum in Vevey gibt es viele Parallelen zum Leben mit einem Handicap. Der grosse Künstler verständigte sich ohne Worte und wurde dennoch verstanden. So drücken sich auch die Menschen mit kognitiven und körperlichen Einschränkungen weit mehr als nur mit Worten aus! So manche spontane Umarmung, ein Applaus oder ein verschenktes, präzise ausgemaltes Mandala, erntet Freude und Dankbarkeit.

 

Andrea Koster Stadler, katholische Co-Leiterin seelsam

 

 

 

Mitten in der Stadt Zug, in der Bauhütte nahe der St.-Oswald-Kirche, eröffnet anfangs September ein Seelsorgecafé als Ort der Begegnung und Beratung. Jeder und jede ist willkommen und es besteht kein Konsumationszwang.

Da das Café kein Gastrobetrieb ist, gibt es in der Bauhütte nur kleine Snacks und Kuchen. Dazu serviert das ehrenamtlich tätige Cafeteria-Team ein feines Getränk. Beliebt sind die Kaffeemischungen und das Teesortiment. Als Gäste sind alle willkommen, unabhängig von Alter, Beruf, Interessen oder Religion. Im Café treffen sich Menschen, um zu plaudern, sich auszuruhen, im idyllischen Garten ein Buch zu lesen oder auch einfach, um nicht allein zu sein.

Fachperson aus dem Seelsorgeteam anwesend

Wer gerne ein persönliches Anliegen besprechen möchte, kann sich an die anwesende Fachperson aus dem ökumenischen Seelsorgeteam wenden. Das Gespräch ist kostenlos und anonym. Es kann spontan, also ohne Voranmeldung, oder auch zu einem vereinbarten Zeitpunkt stattfinden. Themen aller Art können besprochen werden. Für vertrauliche Gespräche steht ein separater Raum zur Verfügung und das Seesorgeteam untersteht der beruflichen Schweigepflicht. Bei Bedarf können auch mehrere Gespräche stattfinden. Nicht möglich in diesem Rahmen ist jedoch eine Langzeitberatung oder -therapie. Das Seelsorgeteam kann aber eine längerfristige Begleitung vermitteln.

Ein motiviertes Freiwilligenteam

Bereits steht der Bauhütte ein motiviertes Team zur Verfügung. Die 20 Mitglieder des Cafeteria-Teams engagieren sich in der Regel einen halben Tag pro Woche ehrenamtlich als Gastgeberin oder Gastgeber. Interessierte melden sich bitte bei: michèle.bowley@kath-zug.ch.
«D’Bauhütte – das Café für Begegnung und Beratung» ist ein Angebot der katholischen Kirchgemeinde Stadt Zug, der reformierten Kirche Kanton Zug und der CityKircheZug. Mitg./bth

Mehr Informationen auf www.cafe-bauhuette.ch oder www.facebook.com/cafebauhuette

 

seelsam – die ökumenische Seelsorge für Menschen mit Einschränkungen – feiert in diesem Jahr das 20-Jahre-Jubiläum mit verschiedenen Anlässen, an denen die Bevölkerung teilnehmen kann. Einer davon wird am 28. August vom Fernseh- und Radiomoderator Nik Hartmann bestritten. 

Der prominente Zuger Nik Hartmann engagiert sich am letzten Augustwochenende einen ganzen Tag für seelsam. Der Tag startet zu Wasser, mit einer Schiffsfahrt auf dem Zugersee. Weiter geht’s dann zu Land mit einem Gartenfest an der Landhausstrasse 15 in Baar, dem Haus der Katholischen Kirche Zug. Dort wartet ein offerierter Grillplausch auf alle, die mitmachen wollen (Programm und Anmeldung siehe Box).
«Menschen zusammenbringen, mit ihnen lachen, feiern und Freude haben. Das tut allen Seelen gut», sagt Nik Hartmann zu seinem Engagement für seelsam. «Als Vater eines Sohnes mit Beeinträchtigung erlebe ich zudem täglich mit grosser Demut, wie lebenswert jedes Leben ist.»

Auf Angebot aufmerksam machen

«Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten will seelsam möglichst viele Menschen auf das spezifische Angebot der Kirchen aufmerksam machen», sagt Andrea Koster Stadler, katholische Co-Leiterin von seelsam. Zusammen mit dem reformierten Co-Leiter Ruedi Hofer unterstützt sie Menschen mit Einschränkungen spirituell und weit darüber hinaus. Zum Angebot gehören ökumenische Gottesdienste, Trauerfeiern, Besinnungstage, Sommerlager, Vorbereitungen und Feiern für Erstkommunion oder Firmung, persönliche Gespräche und regelmässige spirituelle Anregungen. Seit der Coronakrise produziert sie beispielsweise Videos auf youtube.

Andrea Koster Stadler: Sowohl individuelle Betreuung wie auch Inklusion sind wichtig | © Thomas Müller

Individuelle Betreuung und Eingliederung

«Eine einfühlsame Betreuung, die sich spezifisch auf die individuellen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Talente unserer Mitglieder ausrichtet, ist uns sehr wichtig», betont Andrea Koster Stadler. Ebenso am Herzen liegt ihr aber die Inklusion, die Eingliederung von Menschen mit Einschränkungen in unsere Gesellschaft, insbesondere auch in die Pfarreien. Leuchtendes Beispiel ist für sie Jesus: «Jesus hat sich ganz besonders um Menschen am Rand der Gesellschaft gekümmert. Und er war absolut barrierefrei».

Kampagne für Barrierefreiheit

Für die Barrierefreiheit in unserem Alltag soll eine spezielle Aktion ab Mitte August sensibilisieren. Zu diesem Zweck wurden 30 Tetraeder von seelsam-Mitgliedern selbst hergestellt. In leuchtendem Orange und ähnlich aussehend wie Feuerwehrdreiecke werden sie an verschiedenen Orten im Kanton platziert und nicht zu übersehen sein.

Für die seelsam-Kampagne im August wurden 30 Tetraeder hergestellt | © seelsam

Unterwegs mit Nik Hartmann am 28. August

9.30 Uhr
Treffpunkt am Schiffsteg Zug
Gemütliche Schiffsfahrt
Nik Hartmann erzählt, Austausch, Autogramme und Selfies

11.52 Uhr
Rückkehr

12.15 Uhr
Grillplausch (offeriert) in Baar
Haus der Katholischen Kirche Zug
Landhausstrasse 15, im Park

13.15 Uhr
Abschluss mit «Glacé-Plausch»

Anmeldungen bis 24. August 2021 auf www.seelsam.ch

 

Bernadette Thalmann

 

Lesen Sie auch das Interview Spannende Pläne für das seelsam-Jubiläumsjahr mit den beiden Leitungspersonen von seelsam

oder den Artikel seelsam-Ferienwoche mit wertvollen Begegnungen

 

 

 

Die Pfarrei St. Johannes der Täufer in Walchwil hat mit Benjamin Meier einen neuen Gemeindeleiter. Am ersten August nimmt er als Nachfolger von Ralf Binder seine Tätigkeit auf. Anlässlich des Bergfestes vom 15. August 2021 findet seine Einsetzung statt.

Benjamin Meier «freut sich ausserordentlich» auf seine neue Tätigkeit, wie er auf punkt-walchwil.ch bekannt gibt. Aufgewachsen in einer Grossfamilie erlebte er in Bützberg (Kanton Bern) eine unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit. Der Glaube und der sonntägliche Kirchgang prägten ihn stark. Nach einer Lehre als Konstrukteur und der absolvierten Berufsmatura arbeitete er als technischer Supporter in seiner Lehrfirma. Bald jedoch spürte er, dass es «noch etwas anderes in meinem Leben gab, dem ich bis dahin zu wenig Beachtung schenkte». Und so zog es ihn nach Chur, an die Theologische Fakultät. Seine ersten pastoralen Lehrjahre verbrachte er im Luzerner Seetal, die letzten beiden Jahre im Aargauer Limmattal.

«Ich hoffe, dass ich mit meiner offenen und unkomplizierten Art zu einem lebendigen Pfarreileben und einem guten Miteinander im Pastoralraum beitragen kann», sagt Benjamin Meier. Mit seiner Frau Jacqueline wohnt er seit Juli im Pfarrhaus an der Kirchgasse in Walchwil und freut sich nun darauf, die Pfarreimitglieder kennen zu lernen.

Der Pfarreirat heisst den neuen Gemeindeleiter herzlich willkommen und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Einsetzungsfeier am Bergfest vom 15. August

Die Einsetzungsfeier für Benjamin Meier findet anlässlich des Gottesdienstes zum Bergfest vom 15. August statt.

Festtagsgottesdienst bei schönem Wetter
10.30h       Buschenkappeli

Festtagsgottesdienst bei schlechtem Wetter

10.00h       Pfarrkirche

Der Gottesdienst wird vom Jodelklub Edelweiss beim Buschenkappeli oder in der Pfarrkirche musikalisch mitgestaltet.

Über den Ort der Durchführung wird einige Tage vorher auf der Pfarreiwebsite oder im Aushang informiert.

 

Bernadette Thalmann

 

 

Eine ökumenische Aktion ruft am diesjährigen Nationalfeiertag und 50-jährigen Jubiläum des Frauenstimmrechts dazu auf, dass Frauen die Sonntagspredigt halten. Eine der Frauen, die predigen werden, ist die Seelsorgerin Ingeborg Prigl aus Steinhausen.

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Seit dem 1. Juli ist mit religion.ch eine neue Internetplattform online, die mit Sachwissen und Meinungsaustausch gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen wie religiösem Analphabetismus, Intoleranz und Rassismus entgegenwirken will.

religion.ch hat sich zum Ziel gesetzt, der breiten Öffentlichkeit ein lebendiges und vielfältiges Abbild der schweizerischen Religionslandschaft zu präsentieren, die sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat. Zugewanderte Religionsgemeinschaften haben dazu geführt, dass sie pluralistischer geworden ist und von neuen Akteuren mitgestaltet wird. Dabei werden künftig insbesondere islamische Traditionen an Gewicht gewinnen. Gleichzeitig verlieren die Landeskirchen zunehmend Mitglieder – und damit auch an Bedeutung. Die Zahl der Konfessionslosen und der religiös distanzierten Menschen wächst, ebenso die zugewanderten Gemeinschaften. Diese Entwicklungen werden das multireligiöse Zusammenleben in der Schweiz vor grosse Herausforderungen stellen.

Ängste abbauen

«Umso wichtiger ist es, die Bedeutung religiöser Traditionen in breiten Kreisen ins Gespräch zu bringen mit dem Ziel, Ängste abzubauen, Verständnis zu fördern und den Weg zu gegenseitigem Respekt und friedlichem Zusammenarbeiten der Religionsgemeinschaften zu ebnen», erklärt Katja Joho, Geschäftsführerin von IRAS COTIS. Die interreligiöse Arbeitsgemeinschaft ist ein nationales Netzwerk, das sich seit bald 30 Jahren für den Austausch, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Menschen mit unterschiedlichem religiösem und kulturellem Hintergrund engagiert.

Mit religion.ch soll genau dies bezweckt werden: «Wir möchten stereotypen Vorstellungen von Religion und religiösen Menschen entgegenwirken und zu einem guten und friedlichen Zusammenleben von Menschen mit verschiedenen Weltanschauungen beitragen», sagt Rafaela Estermann, Redaktionsleiterin von religion.ch.

Multireligiös

Die Mitgliedschaft in religiösen Gemeinschaften im Allgemeinen ist rückläufig, wobei viele Menschen nach wie vor auf der Suche sind nach religiösen und spirituellen Erfahrungen. Das heisst jedoch nicht, dass nicht viele Vorurteile gegenüber Religion, beispielsweise dem Islam, im Umlauf sind. «In der multireligiösen Schweiz ist der Bedarf an Sachwissen und direkter Begegnung grösser denn je», da sind sich Joho und Estermann einig.

religion.ch versteht sich als Austauschplattform, in welcher Autoren und Autorinnen aus dem Netzwerk von IRAS COTIS aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und vertiefen. Darunter befinden sich nicht nur Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Religionsgemeinschaften, sondern auch Religionskritiker und Fachpersonen aus der Wissenschaft. / Mitg./bth

 

In der aktuellen Stabilisierungsphase der Coronakrise erlaubt weitere Öffnungsschritte. Der Aufwand für die Umsetzung der Schutzkonzepte wird etwas kleiner. Begegnungen mit anderen Menschen und Kulturveranstaltungen sind wieder leichter möglich.

Hier eine Zusammenfassung der Schutzmassnahmen des Bistums Basel. Einiges bleibt, verschiedenes darf gelockert werden:

  • Nach wie vor werden Distanzhalten und Maskentragen empfohlen.
  • Im Innenbereich bleibt die generelle Maskentragpflicht.
  • Für Einrichtungen, die den Zugang auf Personen mit einem Covid-Zertifikat beschränken, gelten keine Einschränkungen mehr.
    Ein Schutzkonzept muss aber festhalten, wie der Zugang kontrolliert wird.
  • Für religiöse Feiern ist der Zertifikatseinsatz nicht erlaubt.
  • Religiöse Feiern dürfen mit bis zu 1000 Personen durchgeführt werden (allerdings beschränkt auf zwei Drittel der Kapazität), mit Sitzpflicht für die Gottesdienstbesucher/-innen (der Kommuniongang ist zulässig). Bei Prozessionen in Innenräumen dürfen max. 250 Besucher/-innen, im Freien 500 Personen anwesend sein. Es gilt in Innenbereichen eine Maskentragpflicht (Ausnahme: wer vorliest, vorbetet).
  • Die Gottesdienstbesucher/-innen verteilen sich in der Kirche so, dass der Abstand von anderthalb Metern eingehalten wird (jede zweite Bankreihe); davon ausgenommen sind Familien oder Personen, die im gleichen Haushalt leben.
  • An Stelle der markierten Sitzplätze reicht neu eine Information beim Eingang, die auf die Abstandsregeln und die Maskentragpflicht hinweist.
  • Mit Maske kann weiterhin im Gottesdienst gesungen werden. Chöre können wieder im Gottesdienst singen.
  • Die Kontaktdaten der anwesenden Personen müssen erhoben werden, wenn es während mehr als 15 Minuten zu einer Unterschreitung des erforderlichen Abstands ohne Schutzmassnahmen kommt. Weil das in den Gottesdiensten nicht gegeben ist, müssen keine Kontaktdaten aufgenommen werden.
  • Private Treffen im Familien- und Freundeskreis, die nicht in öffentlich zugänglichen Innenräumen stattfinden, sind mit max. 30 Personen (inkl. Kinder) erlaubt. Trifft man sich draussen im Familien- und Freundeskreis, sind max. 50 Personen erlaubt (inkl. Kinder).
  • Für Kulturveranstaltungen (auch Erwachsenenbildung) mit Sitzpflicht sind max. 1000 Personen zugelassen. Ohne Sitzpflicht sind draussen höchstens 500 und in einem Innenbereich höchstens 250 Zuschauer/-innen zulässig. Die Einrichtungen dürfen bis max. zwei Drittel der Kapazität besetzt werden. Es gilt Maskentragen, und zwischen den Besucher/-innen muss im Rahmen des Möglichen der Abstand von anderthalb Metern eingehalten werden. Davon ausgenommen sind Familien oder Personen, die im gleichen Haushalt leben. Für die Konsumation gelten die Gastronomieregeln.
  • Konzerte mit Chor sind in diesem Rahmen wieder möglich.
  • Für Personen, die sportliche oder kulturelle Aktivitäten ausüben, gibt es in Aussenbereichen keine Einschränkungen mehr. Bei Aktivitäten in Innenräumen müssen die Kontaktdaten erhoben werden. Die Maskenpflicht, die Pflicht zur Einhaltung des Abstands sowie die Kapazitätsbeschränkungen werden aufgehoben.
  • Tanzveranstaltungen sind verboten, ausser der Zutritt ist auf Personen mit einem Covid-19-Zertifikat eingeschränkt.

Details zu den verbleibenden Schutzmassnahmen des Bistums Basel finden Sie jederzeit auf der Corona-Seite der Bistums-Webpages.

 

Die Zuger Messe findet leider auch in diesem Jahr wegen Corona nicht statt. Auf ihren Auftritt mit der fahrbaren Kapelle bei der Bevölkerung will die Katholische Kirche Zug jedoch nicht verzichten. Deshalb wird ein anderer Plan realisiert.

Zu begeistert war das Projektteam Zuger Messe von der Idee, mit der fahrenden Kapelle, die im Zentrum ihres Messeauftritts gestanden hätte, auf die Zuger Bevölkerung zuzugehen. So suchte die Gruppe nach Alternativen – und wurde fündig.

«Die Kirche geht zu den Menschen»

«Die Kirche geht zu den Menschen, wenn die Menschen nicht zu ihr kommen können» sagt Franz Lustenberger, Leiter der Projektgruppe und Präsident des Seelsorgerats. Er hat Grünlicht für eine alternative Umsetzung erhalten: Vom 23. bis zum 31. Oktober, also während der Zeit, in der die Zuger Messe stattgefunden hätte, wird die Kapelle auf Tournee im ganzen Kanton gehen. «Ziel ist, mitten unter den Menschen aufzutreten, also auf Plätzen mit hoher Publikumsfrequenz, jeden Tag an einem anderen Ort.» Dort will die Kirche dem interessierten Publikum Raum zum Verweilen anbieten und die Gelegenheit, die Ausstrahlung der Kapelle als kleines Wohnzimmer Gottes zu erleben. «Besonders freuen wir uns darauf, mit den Menschen Kontakt aufzunehmen und über Themen zu sprechen, die sie beschäftigen», betont Franz Lustenberger.

Freiwillige willkommen!

Freiwillige, welche die Besucherinnen und Besucher der Kapelle betreuen, sind auch bei dieser Aktion herzlich willkommen. Als Volunteer helfen Sie mit, die Kirche sichtbar und erlebbar zu machen.
Anmeldungen unter zugermesse@zg.kath.ch

 

Bernadette Thalmann

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