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Selten waren die Möglichkeiten, Advent und Weihnachten zu feiern, so vielfältig wie in diesem Jahr. In den Pfarreien des Pastoralraums Zug Walchwil nutzten zahlreiche Kinder und Erwachsene dankbar die verschiedenen Angebote.

Kleinkinder lauschten gebannt der kurzen Weihnachtsgeschichte in Gut Hirt. Die grösseren Kinder erlebten die Weihnachtsgeschichte an verschiedenen Stationen zwischen St. Oswald und St. Michael mit einem interaktiven Krippenspiel. In der Pfarrei Bruder Klaus waren viele Familien den Impulsen der Adventskerze 2020 gefolgt und feierten als Pfarreigemeinschaft in einer besonders weihnachtlich geschmückten Kirche. In Walchwil sang der Kirchenchor das zuvor eingespielte Stille Nacht fünfstimmig und schaffte eine zauberhafte Atmosphäre. Und in St. Johannes Zug nutzten vor allem Familien (vom Baby bis zur 85-Jährigen) die Möglichkeit, zeitunabhängig in das Geheimnis von Weihnachten einzutauchen. Eindrücklich die Gedanken, die sich Kinder der vierten Klassen zur Weihnachtsgeschichte machten, so zum Beispiel: «Maria und Josef, passt gut auf euch auf, die Menschen sind nicht so nett zu Fremden. Sie werden euch wegjagen, ihr seht nicht so aus, als ob ihr viel Geld hättet.» Oder: «Es ist doch immer dasselbe: Auch damals gab es arme Leute, die flüchten mussten. Und heute gibt es diese immer noch.» Oder: «Halten wir an Weihnachten den Platz in unseren Herzen frei für Menschen, denen es nicht so gut geht.»

Erstmals wurden die Weihnachtsgottesdienste von St. Michael nach St. Oswald und via Internet nach Hause übertragen. Bereits am Mittwoch waren sämtliche 50 Plätze im Mitternachtsgottesdienst ausgebucht. «So konnte es auch für mich Weihnachten werden», drückte es eine ältere Frau aus, die den Gottesdienst am Bildschirm mitverfolgte. Ein Ehepaar, das den Gottesdienst in St. Oswald mitfeierte, dankte für die schönen, hoffnungsvollen Worte: «In dieser schwierigen Zeit ist das Balsam auf unsere Seele.»

Neue digitale Medien erweitern die Reichweite. Die zeitliche Unabhängigkeit vieler Angebote entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Der Kern der Weihnachtsbotschaft aber ist geblieben. Gott kommt in die Welt und geht mit den Menschen durchs Leben. Es war damals keine heile Welt und sie ist es auch heute nicht. Weihnachten ist und bleibt ein Hoffnungszeichen: Wir sind nicht allein − gemeinsam können wir auch schwierige Zeiten meistern.

 

Gaby Wiss, Leitungsassistentin Pastoralraum Zug Walchwil

Die Beilage des Pfarreiblatts lädt dazu ein, die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu gestalten. Dies mit Vorschlägen der Hoffnung, der Kreativität, des Hinausgehens. Entdeckend, spielerisch, manchmal nachdenklich.

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Im Vorgarten der Kirche der Pfarrei Gut Hirt steht eine imposante Buche. Diese muss gefällt werden, weil sie geschwächt ist und ein Sicherheitsrisiko für Passantinnen und Passanten sowie andere Verkehrsteilnehmer darstellt.

Der Baum ist 27 Meter hoch und gehört zum Bild der Pfarrei. Von einem Pilz angegriffen, ist er mit der Zeit instabil und zum Sicherheitsrisiko geworden.
Die Kirchgemeinde Zug hat einen Baumpflegespezialisten aufgeboten. Er empfiehlt nach eingehender Analyse, den Baum dringend, möglichst noch im Winterhalbjahr 2020/21, zu entfernen. Es besteht keine Möglichkeit, den Baum zu retten.
Die Fällarbeiten sind für den 15. Januar 2021 geplant.

 

Medienmitteilung der Kirchgemeinde Zug vom 18. Dezember 2020

 

Weil die gemeinschaftlichen Anlässe rund um die kleine Kapelle auf Rädern abgesagt werden mussten, wird nun an jedem Adentssonntag ein Podcast ausgestrahlt. Junge Erwachsene diskutieren über Lebenssinn und -Unsinn.

Seit Pfingsten ist die Kapelle in den Berggemeinden unterwegs. Das fahrbare Gotteshaus, von 25 jungen Menschen aus dem Pastoralraum Zug Berg gegründet, dient als Ort der Begegnung, der Ruhe und Besinnung.
Die Begegnungen mussten wegen Corona leider drastisch eingeschränkt werden. Daraus entstanden ist die Idee eines Podcasts: Svenja, Rebecca und Dominic unterhalten sich über die Zeit vor Weihnachten, die Adventszeit. Ein Gespräch junger Erwachsener und Gästen über diese spezielle Zeit, in einer speziellen Zeit.
Die Episoden sind hier zu hören. /Bth

 

Standorte der Kapelle im Advent
2. – 9. Dezember
Morgarten, Parkplatz Denkmal
9. – 16. Dezember
Oberägeri, Verzweigung Hauptstrasse / Poststrasse
16. – 23. Dezember
Alosen, Gyreggstrasse
die.kapelle ist in dieser Zeit ein Teil der Aktion «Lichtblick» der Pfarrei Oberägeri

Der WhatsApp-Gottesdienst ist ein Weg, um gemeinsam Gottesdienst du feiern ohne Platzbeschränkungen in der Kirche oder Ansteckungsgefahr durch Corona. Die Pfarrei Baar hat positive Erfahrungen damit gemacht.

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Ende Oktober 2020 wurde die E-Plattform auf der Homepage der Fachstelle BKM aufgeschaltet. Sie dient der Schulung von Religionslehrpersonen, wenn persönliche Kontakte nicht möglich sind. Bereits wurden diverse Weiterbildungen erfolgreich durchgeführt.

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Bei der Advents- und Weihnachtsgestaltung sind die Pfarreien in diesem Jahr besonders kreativ. Was sich Christof Arnold, Gemeindeleiter der Pfarreien Menzingen und Neuheim, zusammen mit seinem Seelsorgeteam ausgedacht hat, erfahren Sie im folgenden Interview.

War Ihr Team schon mal direkt betroffen von Corona?

Christof Arnold: Krank war zum Glück noch niemand. Aber eine Person musste in Quarantäne.

Was fordert Sie besonders heraus in der jetzigen Corona-Situation?

Als Gemeindeleiter muss ich langfristig planen, aber kurzfristig immer wieder Anpassungen machen. Das bedeutet, ich habe stets zwei bis drei Szenarien vor Augen.

Sehen Sie auch Chancen in all diesen ungewohnten Rahmenbedingen?

Ich würde weniger von Chancen sprechen, eher von Möglichkeiten. Mit Corona kommt sicher mehr Ruhe in den Advent.

Wie geht es den Mitgliedern der Pfarreien Menzingen und Neuheim?

Es leben viele ältere Menschen hier. Ich erlebe die Mitglieder unserer Gemeinschaft derzeit als zurückhaltender. Einige kommen nicht mehr in die Kirche, andere wiederum sind froh, dass sie − anders als im Frühling − trotzdem noch Gottesdienste besuchen können.

Wie stark sind die Kirchen Menzingen und Neuheim von der 50-Personen-Beschränkung für Gottesdienste betroffen? Werden zusätzliche Gottesdienste angeboten?

Für Menzingen, wo vor der zweiten Corona-Welle zwischen 80 und 100 Menschen den Sonntags-Gottesdienst besuchten, machen wir zusätzlich einen Samstagabend-Gottesdienst. Für Neuheim ist die Beschränkung kein Problem.

Welche Aktivitäten laufen im Advent?

Auch in diesem Jahr finden sowohl in Menzingen als auch in Neuheim die traditionellen Rorate- und Vorabendgottesdienste statt. Jede Woche liegen in beiden Kirchen ein Familienbrief und ein Impulsbrief auf. Im ersten gibt es Geschichten und Bastelanleitungen für Eltern mit Kindern, im zweiten spirituelle Anregungen. Sie sind auch auf der Homepage zu finden.
Etwas Besonderes ist in diesem Jahr die ökumenische Aktion «Haltepunkte» in Menzingen. Im ganzen Dorf sind Plakate mit verschiedenen Impulsen aufgestellt, die zum Einhalten anregen. Über einen QR-Code lässt sich das Thema vertiefen, beispielsweise mit Musik oder der Weihnachtsgeschichte.

Was haben Sie und Ihr Team für Weihnachten geplant?

An Heiligabend gibt es in beiden Pfarreien am Nachmittag drei kurze Familiengottesdienste von je einer halben Stunde und einen Mitternachtsgottesdienst. An Weihnachten findet in Menzingen zusätzlich zu den morgendlichen Festgottesdiensten ein ökumenischer Gottesdienst um 17 Uhr statt. Ich hoffe, dass sich die Pfarreiangehörigen an Weihnachten für die Gottesdienste anmelden. Dann können wir bei Bedarf einen zusätzlichen Gottesdienst anbieten.
Ab dem 24. Dezember bis Neujahr steht Eltern und Kindern ausserdem ein «Weihnachtsweg» in der Neuheimer und Menzinger Kirche zur Verfügung, auf dem sie quasi ihren eigenen Gottesdienst gestalten können. An verschiedenen Stationen haben sie die Möglichkeit, beispielsweise um den Segen zu bitten, die Krippe mit dem Kind anzusehen, die Weihnachtsgeschichte anzuhören oder das Friedenslicht abzuholen.

Wie würde das Szenario aussehen, wenn keine Gottesdienste möglich wären?

Dann würde die Kirche am 24. Dezember hell beleuchtet sein, es würde Musik gespielt und das Seelsorgeteam wäre vor Ort, um die Menschen zu begrüssen und sie auf den Weihnachtsweg einzuladen.

Gibt es in diesem Jahr vielleicht mal wirklich «Stille Nacht»?
Ich weiss nicht, ob es eine stille Nacht wird. Ich hoffe, es wird eine heilige Nacht.

 

www.pfarrei-menzingen.ch / www.pfarrei-neuheim.ch

 

Interview: Bernadette Thalmann

 

Der für die Kirchgemeindeversammlung der Katholischen Kirchgemeinde Baar vom 7. Dezember 2020 traktandierte Kauf der Liegenschaft Freihof kommt nicht zustande. Die Immobilie wurde an einen anderen Interessenten verkauft.

Gemäss einer Medienmitteilung der Kirchgemeinde Baar gab Präsident Thomas Inglin eingangs der Versammlung bekannt, dass der Eigentümer Olaf Marks die Liegenschaft trotz Zusage an die Kirchgemeinde einem anderen Interessenten verkauft hatte. Die Nachricht habe den Kirchenrat kurz vor der Sitzung erreicht. «Damit geht der Kirchgemeinde nicht nur ein Investitionsobjekt verloren. Vielmehr hätte der Kirchenrat gerne die denkmalgeschützte Liegenschaft gepflegt und der Baarer Dorfgemeinschaft das traditionsreiche Gasthaus erhalten», bedauerte Inglin die Streichung des Geschäfts von der Traktandenliste.

Weitere Informationen erteilt Stefan Doppmann, Kirchenschreiber, Telefon 079 716 71 63, stefan.doppmann@kath-baar.ch

Die hitzige und scharf geführte Debatte um die Konzernverantwortungsinitiative hat auf allen Seiten zu Verletzungen geführt. Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und die Römisch-Katholische Zentralkonferenz (RKZ) wollen daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen.

Besonders getroffen und zu Recht empört hat viele ein auf dem Portal kath.ch publizierter historischer Rückgriff auf das Verhalten der Schweiz gegenüber Nazi-Deutschland, der die Ablehnung der Initiative mit dem Holocaust in Verbindung brachte. Die SBK und RKZ als Auftraggeberinnen des Medienzentrums von kath.ch bedauern diese Äusserung zutiefst, distanzieren sich entschieden davon und bitten um Entschuldigung.

Gleichzeitig, ohne jedoch damit die gemeinsame Verantwortung zu relativieren, halten wir fest, dass das von der SBK und der RKZ erlassene Rahmen- und Redaktionsstatut den Medienzentren im Rahmen ihres Grundauftrags redaktionelle Unabhängigkeit garantieren. Diese findet freilich ihre Grenzen dort, wo die Werte, für die die Kirche eintritt, durch die Kommunikationsarbeit selbst verletzt werden.

Die SBK und die RKZ stehen dafür ein, dass die Kirchen als gesellschaftliche Akteure auch in Zukunft ihre Kernanliegen öffentlich formulieren und in die politischen Debatten einbringen dürfen. Gleichzeitig betonen sie, dass in der Diskussion von kontroversen gesellschaftlichen und kirchlichen Fragen stets der nötige Anstand und gegenseitige Respekt zu wahren sind.

Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz

Renata Asal-Steger, Präsidentin der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz

 

Der Vorstand des Vereins Katholisches Medienzentrum hat die gemeinsame Erklärung von SBK und RKZ zur Kenntnis genommen. Die Stellungnahme finden Sie hier.

Spitalpatientinnen und -Patienten möchten in diesen Zeiten vermehrt über spirituelle Themen reden, auch mit dem Pflegepersonal. Die beiden Spitalseelsorger an der Klinik Zugersee haben deshalb einen regelmässigen Erfahrungsaustausch mit Pflegerinnen und Pflegern organisiert.

Corona veranlasst viele Menschen, sich vermehrt spirituellen Themen zuzuwenden. Für Spitäler trifft dies in besonderem Masse zu. «Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht in der Spiritualität eine wertvolle und wichtige Ressource», sagt Alois Metz. «Wir wollen sie daher hier in der Klinik Zugersee nicht nur seitens der Seelsorge, sondern auch seitens der Pflege stärker ins Blickfeld nehmen.» Er und sein reformierter Kollege Thomas Habegger haben zu diesem Zweck einen regelmässigen Austausch mit Pflegerinnen und Pflegern der psychiatrischen Klinik institutionalisiert. Seit Oktober 2020 findet dieser einmal pro Monat statt.

Spirituelle «Peer Group»

Bei diesen Meetings handelt es sich erklärtermassen nicht um einen klassischen Lehrauftrag. «Wir funktionieren als Diskussionsrunde, in die jeder und jede die eigenen Erfahrungen einbringt», erklärt Alois Metz. «Modern formuliert ist es eine Art Spiritual Peer Group.» Es werden konkrete Fallbeispiele diskutiert. Thematisch kann es um Schuld und Vergebung, um Sinn, Leiden und Tod gehen. Aber auch Themen wie Verletzbarkeit, Ohnmacht und Vertrauen werden angesprochen. Einmal im Jahr findet ein ganztägiger Workshop statt, vorbereitet von den beiden Seelsorgern. Die Kosten für sämtliche Meetings werden dem Pflegepersonal vonseiten der Klinik bezahlt.

Sensibilisieren und Sicherheit verschaffen

Der Dialog will auf der Station vermehrt für spirituelle Fragen sensibilisieren und einen niederschwelligen Austausch mit den Patientinnen und Patienten ermöglichen. Über den Erfahrungsaustausch kann jedes Gruppenmitglied seine eigenen Fähigkeiten ausbauen. Die Lerneffekte verschaffen Sicherheit und Ruhe im Umgang mit den Patienten. Dies wiederum hilft den Patienten, Vertrauen aufbauen, was den Heilungsprozess unterstützt. Wo in Patientengesprächen eine Vertiefung von angesprochenen Themen erwünscht ist, kann das Pflegepersonal die Seelsorger hinzuziehen.

 

Bernadette Thalmann

 

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