Nun ist der Pastoralraum Zug Berg in neuen Händen. Die Übergabe der Leitung von Diakon Markus Burri an Diakon Urs Stierli fand anlässlich des Pastoralraumgottesdienstes vom vergangenen Samstag in Oberägeri statt.
Christof Arnold, Gemeindeleiter der Pfarreien Menzingen und Neuheim, eröffnete die Zeremonie der Amtsübergabe. Den Stab in der Hand erinnerte er an die Stunden im Lassalle-Haus anno 2010, als Diakon Markus Burri nach langem Ringen bei der Suche nach einem Pastoralraumleiter plötzlich den Stab nahm und damit loslief. Die anschliessende Ausarbeitung eines Konzeptes für das Zusammenwirken im Pastoralraum sei wirklich hart gewesen, die Stimmung aber nie schlecht. Er dankte Markus Burri für das Wohlwollen und die Grosszügigkeit, die sein Wirken geprägt hätten. «Kirchenarbeit ist kein Sololauf, sondern ein Staffellauf, und irgendwann muss der Stab weitergegeben werden», schloss er und übergab diesen Stab an Markus Burri.
Seine Aufgabe sei «eine schöne Sache» gewesen, sagte Markus Burri. Dank dem positiven Mitwirken seiner Mitarbeitenden sei der Pastoralraum heute gut aufgestellt. So überreiche er den Stab mit Stolz weiter. Margith Mühlebach, Regionalverantwortliche Bischofsvikariat St. Viktor, übernahm ihn, dankte ihrerseits im Namen des Bischofs und schloss die Zeremonie mit der Übergabe des Stabs und damit der «Missio Canonica» an Diakon Urs Stierli. Bezugnehmend auf ihre vorangehende Predigt wünschte sie dem neuen Leiter des Pastoralraums Grosszügigkeit, Gelassenheit, konsequentes Handeln und den unterstützenden Geist Gottes für seine Aufgabe.
Nachdem Anton Rölli noch im Namen aller Kirchenräte des Pastoralraums seine Dankesworte an Markus Burri überbracht hatte, ging’s ans Feiern. Im Pfarreizentrum Hofstettli wartete ein feiner Apéro riche. Herrlich urchige Alphornklänge hiessen die Gefeierten und die stattliche Festgemeinschaft, die sich von der Kirche die Strasse hinaufbewegte, willkommen.
Bernadette Thalmann
«Fake News» waren das Thema der jüngsten Veranstaltung des Forum Kirche und Wirtschaft, einer Fachstelle der Katholischen Kirche Zug, gestern im Kloster Kappel. Die Referenten waren sich alles andere als einig, wie diesen zu begegnen sei, was zu spannenden Diskussionen führte.
In seinem Inputreferat zeichnete Medienwissenschaftler Prof. Dr. Vinzenz Wyss ein düsteres Bild: «Der traditionelle Journalismus ist in Bedrängnis. Die Leute wollen für journalistische Leistungen nichts mehr bezahlen. Neue Player drücken in den Markt: Bürgerjournalismus, Strategische Akteure wie PR-Agenturen und Politiker. Dazu kommen algorithmisch gesteuerte Anbieter und soziale Medien, die Werbeetats absaugen.» Dies führe zu einer Erosion der institutionellen Wissensordnung und begünstige Fake News. Wyss äusserte sogar die Vermutung, das klassische Medien langfristig nicht überleben werden.
Die Philosophin Dr. phil. Suzann-Viola Renninger vertrat die Meinung, dass es keine Wahrheit gebe, sondern nur individuelle Wahrnehmung. Über diese zu diskutieren, sei die Basis der Demokratie. Mit den sozialen Medien bestehe jedoch die Gefahr, das man sich nur noch in genehmen «Echokammern» bewege. Renninger bezweifelte, dass die Verfasser und Empfänger von Fake News ein echtes Interesse an der Wahrheit haben. Vielmehr suchten diese eine Bestätigung der Eigenmeinung.
Dem widersprach Katia Murmann. Die Chefredaktorin von blick.ch und Blick am Abend plädierte dafür, Fake News mit echten Fakten zu entblössen und so Gegensteuer zu geben. Doch selbst Murmann musste zugeben, dass der immense Zeitdruck insbesondere bei den Online-Medien der Qualität der journalistischen Arbeit nicht förderlich ist. Renninger betonte die Wichtigkeit einer breiten Allgemeinbildung, um Informationen richtig einordnen zu können und um Fake News zu entlarven.
Martin Platter
Am 24. September erfolgte der Spatenstich für das Hospiz Zentralschweiz. Das Hospiz wird als Einrichtung der spezialisierten Palliative Care in der Langzeitpflege eine Versorgungslücke in der Zentralschweiz schliessen.
Schwerkranke Menschen in der letzten Lebensphase sollen im Hospiz Zentralschweiz einen Ort der Ruhe finden, an dem körperlich-seelische, aber auch soziale und spirituelle Leiden gelindert werden. Nebst einer kompetenten, spezialisierten Palliative Care soll ihnen eine Wohnlichkeit angeboten werden, die einem Zuhause so nah wie möglich kommt. Ihre Angehörigen werden mit einbezogen.
Von der ersten Diagnose an können sich schwerkranke Menschen in der Palliativen Beratungspraxis im Hospiz Zentralschweiz beraten und begleiten lassen. Wenn es zu Hause eine Entlastung braucht, kann ein halber oder ganzer Tag im Tageshospiz (8 Plätze) verbracht werden, begleitet und betreut von den Mitarbeitenden des Hospizes. Je nach Krankheitsverlauf ist auch ein Entlastungsaufenthalt von wenigen Tagen im Hospiz möglich. Der so gewonnene Kontakt zum Haus und die Beziehungen zu den Fachpersonen lassen ein Vertrauensverhältnis wachsen, das den Weg zu einem stationären Eintritt ebnet.
Die Baukosten für das Hospiz belaufen sich auf rund 7,2 Mio. Franken. Dank einer Zwischenfinanzierung durch die Luzerner Kantonalbank ist diese Summe gesichert, so dass mit dem Um- und Neubau begonnen werden kann. Bis zum Bauende werden aber noch 1,2 Mio. Franken benötigt, um die geleistete Zwischenfinanzierung abzulösen. Weitere 1,3 Mio. Franken wird die gesamte Innen- und Betriebseinrichtung (inkl. Informatik, alle Geräte, Medizin- und Pflegeinfrastruktur) kosten. Deshalb werden dringend Spenden benötigt.
Rund 400 Ordensleute aus der ganzen Schweiz trafen sich am vergangenen Montag in der Waldmannshalle in Baar zum schweizerischen Ordenstag, um über die Herausforderungen und Chancen der Orden zu sprechen.
Markus Burri wurde gestern von der Delegiertenversammlung der Vereinigung der katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug VKKZ per Oktober 2018 als neues Mitglied des VKKZ-Präsidiums gewählt.
Der derzeitige Leiter der Pfarreien Unterägeri und Allenwinden sowie des Pastoralraums Zug Berg wird ab Oktober 2018 neu die kantonale Aufgabe des Gesamtleiters Fachstellen der Katholischen Kirche Zug übernehmen. In dieser Funktion wird er weiterhin Mitglied der Konferenz der Leitungspersonen der Pastoralräume sein. Dieses Gremium hatte zuvor Markus Burri gemäss den neuen Statuten, welche die VKKZ-Delegierten am gestrigen Abend ebenfalls verabschiedeten, als Vertreter im VKKZ-Präsidium vorgeschlagen.
Bernadette Thalmann
12.4.18 Medienmitteilung «Markus Burri wird neuer Leiter Fachstellen und Spezialseelsorge»
Der neue Lehrplan für Religionsunterricht und Katechese (LeRUKa) wird im Kanton Zug im Schuljahr 2019/20 eingeführt. Im Pflegezentrum Baar fand am 13. September eine erste Einführungsveranstaltung für betroffene Religionslehrpersonen statt.
Organisatorin der Veranstaltung war die zur Katholischen Kirche Zug gehörende Fachstelle Bildung-Katechese-Medien BKM. Sie unterstützt Religionslehrpersonen sowie katechetisch Tätige mit einem breiten Aus- und Weiterbildungsprogramm und Beratung. Darüber hinaus führt die Fachstelle eine umfangreiche Mediothek mit rund 4’000 Fachbüchern, über 700 Filmen sowie Themenkoffern, Spielen und Realgegenständen, die auch der Bevölkerung offenstehen.
Zu den 83 Teilnehmenden der Einstiegsveranstaltung gehörten nebst Religionslehrpersonen und KatechetInnen auch Gemeindeleitende. Die dreistündige Einführung wurde mit dem Kabarettisten Michael Elsener humorvoll eröffnet. Durch den fachlichen Teil führte David Wakefield, Leiter des Fachzentrums Katechese an der Universität Luzern. In Gruppen- und Plenumsgesprächen fand anschliessend eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik statt. Nebst dem druckfrischen Lehrplan für Religionsunterricht und Katechese (LeRUKa) erhielten die Teilnehmenden auch Planungshilfen für die konkrete Umsetzung.
Im neuen Lehrplan wird zwischen dem Lernort Schule (Religionsunterricht) und dem Lernort Kirche (Katechese) unterschieden. Der kirchliche Religionsunterricht findet in der Schule statt und ist kompetenzorientiert ausgerichtet und interaktiv. Die Schüler sollen Inhalte nachvollziehen, in ihre Welt übersetzen und sie aktiv in eigene Handlungen umsetzen können. Die Fachstelle BKM hat sowohl an der Entwicklung des neuen Lehrplans wie auch an der Ausarbeitung der Umsetzungsunterlagen massgeblich mitgewirkt. Betroffene Religionslehrpersonen werden von der Fachstelle bis zur Einführung des Lehrplans in gut einem Jahr und darüber hinaus intensiv begleitet und unterstützt. Zum Angebot gehören nebst Veranstaltungen auch Online-Unterlagen.
Medienmitteilung vom 14. September 2018
Trotz gleicher Staats- und Religionszugehörigkeit bilden die italienischen Katholiken im Kanton eine sehr heterogene Gemeinschaft. Die Missione Cattolica Italiana Zug steht ihnen seit 60 Jahren zur Seite.
Seit 40 Jahren engagiert sich die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien der Katholischen Kirche Zug für die Stärkung und Entwicklung von Religionsunterricht und Katechese. Das Jubiläum wird morgen Mittwoch in Cham gefeiert.
Die Fachstelle BKM wurde 1978 von Edgar Hotz – damals als Katechetische Arbeitsstelle Zug (KAZ) – gegründet und über dreissig Jahre lang umsichtig und weitsichtig geleitet. In den vergangenen Jahren hat sich die Fachstelle zu einer bedeutenden Bildungsinstitution im Kanton Zug entwickelt. Ein 4-köpfiges Team unter der Leitung von Guido Estermann, Theologe und seit 2013 neuer Fachstellenleiter, unterstützt Religionslehrpersonen sowie Katechetinnen und Katecheten mit einem breiten Aus- und Weiterbildungsprogramm und berät sie bei der Umsetzung ihrer Lehrpläne. Darüber hinaus führt die BKM eine umfangreiche Mediothek mit rund 4’000 Fachbüchern, über 700 Filmen sowie Themenkoffern, Spielen und Realgegenständen, die auch der Bevölkerung offensteht.
«Vertieftes Wissen über Religionen ist in unserer heutigen multikulturellen Gesellschaft wichtiger denn je», sagt Guido Estermann. «Religiöse Bildung muss zur Allgemeinbildung gehören. Wir setzen uns deshalb für die Stärkung ihrer Position ein und tragen dazu bei, dass sie dieselben Qualitätskriterien erfüllt wie andere Bildungsangebote.»
Der neue Lehrplan für Religionsunterricht und Katechese (LeRUKa), den die Bischöfe der deutschen Schweiz vor einem Jahr gutgeheissen haben, wird ab dem Schuljahr 2019/20 in Zug umgesetzt. Guido Estermann hat in den vergangenen Jahren zusammen mit weiteren Experten in verschiedenen nationalen Entscheidungsgremien massgeblich dabei mitgewirkt. Sowohl beim Leitbild, das dem Lehrplan zugrunde liegt, als auch beim Umsetzungsplan.
Im neuen Lehrplan wird zwischen dem Lernort Schule (Religionsunterricht) und dem Lernort Kirche (Katechese) unterschieden. Der Unterricht sei kompetenzorientiert ausgerichtet und interaktiv. Wissenstransfer alleine genüge heute nicht, so Guido Estermann. Ziel sei, dass die Jugendlichen Inhalte nachvollziehen, in ihre persönliche Welt übersetzen und sie aktiv in eigene Handlungen umsetzen können. Das mache sie fähig, religiöse und ethische Fragestellungen überhaupt zu erkennen, sie mitdiskutieren und beispielsweise an politischen Abstimmungen teilnehmen zu können.
Religionslehrpersonen, Katechetinnen und Katecheten, Pfarrer und Gemeindeleitende werden bei der Umsetzung des neuen Lehrplans von der Fachstelle BKM umfangreich unterstützt: Mit Veranstaltungen, Online-Dokumenten und persönlicher Beratung. Am 13. September dieses Jahres findet die erste Einführungsveranstaltung in Baar statt.
Medienmitteilung vom 28. August 2018
Die Pfarrei Cham und die Kirchgemeinde Cham-Hünenberg haben ihren gemeinsamen Webauftritt optimiert. Mit einer eigenen Homepage tritt neu auch die ökumenische Behindertenseelsorge seelsam des Kantons Zug auf.
Aktuell arbeiten diverse Organisationseinheiten der Katholischen Kirche Zug an neuen Webauftritten, um noch besser auf die verschiedenen Bedürfnisse ihrer Mitglieder eingehen zu können.
Auf Rückmeldungen zu ihren frisch überarbeiteten Seiten unter www.pfarrei-cham.ch freuen Sich die Pfarrei Cham und die Kirchgemeinde Cham-Hünenberg. Zusammen mit Unterägeri, Allenwinden und den kantonalen Webseiten treten sie im neuen einheitlichen Look der Katholischen Kirche Zug auf.
Die ökumenische Behindertenseelsorge seelsam macht darauf aufmerksam, dass künftig sämtliche Informationen zu Veranstaltungen, Halbjahresprogrammen und Ansprechpersonen von seelsam unter www.seelsam.ch zu finden sind.

Der neue Webauftritt von seelsam | © Katholische Kirche Zug
«Zum Ferienende startete gestern in Hünenberg die «Kinderkirche». Sie findet einmal im Monat statt. Über 70 Kinder wurden für das neue Kindergarten- und Schuljahr gesegnet.
Die Hünenberger Kinder feiern nun jeden Monat ihren eigenen Gottesdienst. Dann bekommen sie jeweils Besuch von der Kirchenmaus Kiki. Sie singen miteinander, hören tolle Geschichten über Gott und den Glauben, beten und basteln miteinander. Zwar beginnt ihr Programm immer mit den Erwachsenen in der Kirche, aber schon bald gehen sie ins Pfarreiheim, in dem alles für sie vorbereitet ist. Die Eltern bleiben in der Kirche und geniessen ein wenig Zeit für sich. Zum Segen ist die Jungmannschaft dann meist zurück bei den Erwachsenen.
Mitmachen können Kinder zwischen 5 und 8 Jahren, auch von anderen Pfarreien. Sie werden betreut von einem 7-köpfigen «Kinderkirchen»-Team.
Die nächste Veranstaltung findet am 30. September statt. Dann wird Erntedank gefeiert.
Regina Kelter