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Eine Zeitreise der Komponisten Rosetti, Mozart und Holzbauer:

Anton Rösler wurde um 1750 in Nordböhmen geboren. Ursprünglich dazu bestimmt, Priester zu werden, erhielt er seine musikalische Ausbildung bei den Jesuiten. Anfang der 1770er Jahre stand er in Diensten des Grafen Orlow. Er italianisierte seinen Namen und nannte sich Antonio Rosetti. 1773 trat er als Diener und Kontrabassspieler in die Hofkapelle des Fürsten Kraft Ernst zu Oettingen-Wallerstein. Er wurde nach kurzer Zeit zum Hofmusiker befördert, später zum Kapellmeister. (Mozart hatte kurz zuvor vergeblich versucht, in den Dienst dieses Fürsten zu treten.) 1789 wurde Rosetti Kapellmeister am Hof des Herzogs Friedrich Franz I. von Mecklenburg- Schwerin. Sein wachsendes Ansehen als Komponist trug ihm eine Reihe wichtiger Aufträge ein. 1791 wurde sein Requiem bei der Trauerfeier für Mozart in Prag aufgeführt. Für die beiden Fürstenhäuser schuf Rosetti viele Sinfonien, Konzerte, Bläserpartiten, Kammer-und Vokalmusik. Während seines kurzen Lebens entstanden über vierhundert Kompositionen.

Die Zeitgenossen schätzten seine Musik sehr. Christian Friedrich Daniel Schubart, Publizist, nannte Rosetti «einen der beliebtesten Tonsetzer unserer Zeit.» Seine Werke zeichnen sich duch phantasievolle Instrumentierung, eine reiche harmonische und klangliche Palette, einen ausgeprägten Hang zu kontrapunktischer Arbeit sowie ein hohes Mass an struktureller Geschlossenheit aus. In Rosettis konzertantem Schaffen nehmen Werke für Blasinstrumente und Orchester einen wichtigen Platz ein. Er schrieb rund 60 Konzerte, darunter 13 Flötenkonzerte, die hauptsächlich in Rosettis früheren Schaffensjahren entstanden sein dürften. Das überaus reizvolle Konzert in G schrieb Rosetti vor 1782 für den 1. Flötisten der Wallersteiner Hofkappelle Alois Ernst. Es atmet ganz den Geist verspielter Rokoko-Seligkeit.

Wolfgang Amadeus Mozart hielt sich sehr gerne in Prag auf. Prag war Mozarts Lieblingsstadt. Hier vollendete er seine grosse Oper «Don Giovanni.» Hier liebte ihn das Publikum weit mehr als im heimischen Wien. «Meine Prager verstehen mich», soll Mozart einmal frohlockt haben. Und in der Villa Bertramka fand er Musse für seine Kompositionen, bei Menschen, die ihn verstanden und schätzten. Als die Mozarts auf ihrer Reise in Mannheim im Jahre 1777 eintrafen, stand der Hof kulturell in höchstem Glanz. Nach der Uraufführung der deutschen Oper «Günther von Schwarzburg» von Ignaz Holzbauer schrieb Mozart: «Die Musik von Holzbauer ist sehr schön. (..) am meisten wundert mich, dass ein so alter Mann wie Holzbauer, noch so viel Geist hat; denn das ist nicht zu glauben, was in der Musik für ein Feuer ist.»

Von diesem Feuer können Sie sich am 11. November um 20 Uhr in der Pfarrkirche Gut Hirt anstecken lassen. (Kollekte, Eintritt frei)

• Verena Zemp, Kirchenmusikerin

Beginn
Samstag, 11. November 2023, 20 Uhr

Ende
Samstag, 11. November 2023, 21.30 Uhr

Ort
Pfarrei Gut Hirt, Zug

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