16.05.2024, 10.35
Die Delegiertenversammlung der katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug tagte am 15. Mai 2024 in Unterägeri und arbeitete sich zügig durch die statutarischen Geschäfte. Hohes Interesse galt dem neuen Personalreglement und der Berichtsmotion betreffend Weiterentwicklung der Ertragsverwendung der Kirchensteuern juristischer Personen.
Die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ) ist der Zweckverband und eine Dienstleistungsorganisation der zehn katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug. Zweimal jährlich legt sie der Delegiertenversammlung Rechenschaft ab.
Die Delegierten hiessen die Jahresrechnung 2023 diskussionslos gut. RPK-Präsident Hubert Schuler präsentierte aus seiner Analyse über mehrere Jahre zwei Erkenntnisse zu steigenden Zahlen in Rechnung und Budget. In seinem Überblick zeigte er auf, dass Rechnung und Budget der VKKZ sich zwar gegen oben bewegen, dies jedoch im Gleichschritt mit den Zahlen der Kirchgemeinden.
Nach intensiver Vorarbeit konnten die Verantwortlichen der Arbeitsgruppe ein neues Muster-Personalreglement präsentieren, das den Kirchgemeinden eine Vorlage bietet. In Anlehnung an die Revision des kantonalen Personalgesetzes hat die Arbeitsgruppe eine Vereinheitlichung der Lohnbänder und Funktionsgruppen in Empfehlungen zu Lohneinreihung vorgenommen. Die Grundsätze der Gemeindeautonomie und der Besitzstandwahrung bleiben erhalten. Die beiden Vertreter der Arbeitsgruppe, die das Reglement erarbeitet hat, Thomas Inglin und Christoph Henzen wiesen darauf hin, dass die Anpassungen, die auf 1. Januar 2025 in Kraft treten sollen, auch mit der Mustervorlage in den Kirchgemeinden viel Detailarbeit bedeuten. Der Arbeitsgruppe gehörten auch Carmen Rueggeberg, Johannes Hegglin, Rolf Reinhard und Renate Falk an.
Ein Traktandum widmete sich der Berichtsmotion zur Weiterentwicklung der Ertragsverwendung der Kirchensteuer juristischer Personen. VKKZ-Präsident Stefan Doppmann erläuterte die politischen Abläufe einer solchen Motion und wies darauf hin, dass die Verantwortlichen der VKKZ mit den Reformierten zusammen mit den Motionären in Kontakt sind. Die Kirchgemeinden beider Konfessionen müssen zuhanden des Regierungsrats bis Mitte August konkrete Zahlen und Übersichten liefern.

VKKZ-Präsident Stefan Doppmann verabschiedete nach 10 Jahren Martha Theiler als Delegierte. | © Arnold Landtwing