31.07.2024, 11.37
Postkarten schreiben war gestern. Im Internetzeitalter geht Berichterstattung so: Am Abend Handyfotos und ein paar Sprachnachrichten schicken und – zack! – sind die zuhause Gebliebenen aktuell über das Wohlbefinden der jugendlichen Rompilger informiert. So geschehen gestern Abend kurz vor Mitternacht. Koordiniert hat dies Dominik Reding, der die Ministrantengruppe des Pastoralraumes Zug-Walchwil begleitet.

Die Zuger Minis sind ein Teil der grossen Schweizer Gruppe | © Dominik Reding
Wer nach Rom fährt, schwärmt garantiert vom Essen und von Begegnungen mit dem Papst. So auch Andrin Bachmann: «Dass ich wohl kaum dem Papst die Hand schütteln kann, wusste ich schon zuhause. Auf dem Petersplatz hatte ich aber die Chance, sehr nahe bei ihm zu sitzen. Das Essen in Italien ist sehr gut und ich habe Neues probiert.» Sein Kollege Janik Häfliger ist beeindruckt von der antiken Geschichte und ergänzt: «Die grosse Hitze macht vielen zu schaffen.»

Bei südlichen Temperaturen ist ein schattiges Plätzchen sehr willkommen | © Dominik Reding
Die Sprachnachricht von Vera und Nora plätschert fröhlich dahin. «Uns gefällt es mega gut und es ist eindrücklich, wie viele Ministranten hier sind. Die Stimmung auf dem Petersplatz war sehr gut», weiss Vera zu berichten. Ministrantenkollegin Nora geniesst das Pflegen von Beziehungen: «Ich habe nie gedacht, dass ich einmal im Leben dem Papst so nahe sein werde. Mit Tausch-Spielen haben wir Minis aus anderen Ländern kennengelernt. Für die Stadtführung wurden Gruppen aus verschiedenen Kantonen gemischt. Sie war gut organisiert und spannend, hat aber etwas lange gedauert. Irgendwann hatten wir aber genug. Es ist cool, mit unserer Gruppe Zeit zu verbringen und Beziehungen zu pflegen.»

Besinnlicher Zwischenhalt in der Kirche Santa Maria in Trastevere | © Dominik Reding
Dass bei einer internationalen Wallfahrt auch Warten angesagt ist, liegt in der Natur der Sache, doch Vera nimmt das mit schon beinahe italienischer Gelassenheit: «Das Warten hält sich in Grenzen, aber mit so vielen Leuten kann man es gar nicht besser machen. Es ist schwierig, dass immer alle beschäftigt sind. Alles in allem ist es bestens organisiert, wir wissen immer, wo wir hingehen müssen.»
Die gemeinsame Zeit in Rom ist eine hervorragende Investition in die Jugendarbeit zuhause, denn ein Erlebnis wie die Ministrantenwallfahrt stärkt Zusammenhalt und Vertrauen. Nora geniesst auch die Freizeit «und dass wir bis kurz vor Mitternacht unterwegs in dürfen. So können wir anschauen, was uns sonst noch interessiert. Die Freiheit, dass wir auch selber unterwegs sein dürfen, macht diese Reise doppelt cool. Wir sind gespannt auf die nächsten Tage und freuen uns sehr auf ein Bad im Meer. Den Papst zu sehen ist ein Highlight und nur schon das Zusammensein mit Freunden in Rom ist ein wunderschönes Erlebnis.»

Ein besonderes Erlebnis für Minis, festzustellen: Wir sind viele! | © Dominik Reding
Auch wenn die Wallfahrt noch einige Tage dauern wird, weiss Vera schon jetzt, was sie auch im Namen der anderen Jugendlichen den Organisatoren und Verantwortlichen sagen will: «Danke, dass ihr all das für uns organisiert, es ist eine mega coole Chance für uns!»