04.11.2024, 07.38
Der Stand der katholischen Kirche Zug war an der diesjährigen Zuger Messe einmal mehr sehr gut frequentiert. Das vielfältige Angebot lud Familien mit Kindern, Jugendliche, Junggebliebene bis zu Besucherinnen und Besuchern älteren Jahrgangs mit unterhaltsamen Aktivitäten zum Verweilen ein.
«Kirche mit Zug. Bitte einsteigen.» stand als Motto über dem über 100 Quadratmeter grossen Stand, mit welchem die katholische Kirche Zug sich an der Zuger Messe zum 15. Mal der Öffentlichkeit präsentierte. Fünf verschiedene symbolische Zugwagons luden zum Verweilen und zum Austausch ein. Neugierig liessen sich Paare und Befreundete auf das Speeddating der anderen Art ein, bei welchem sie auf einem Glücksrad mit speziellen Fragen überrascht wurden. Was würde der Welt fehlen, wenn es dich nicht gäbe? Welches ist dein verborgenes Talent? Was würdest du mit zwei geschenkten Stunden tun? Was locker und mit Augenzwinkern begann, führte oftmals zu einer tieferen und ernsthaften Diskussion.
Der Ruhewagen mit einem grossen Fernsehbildschirm mit einer Zugfahrt rund um den Zugersee war als Pausenort sehr willkommen, dem entsprechend waren die vier SBB-Erstklasssitze gut besetzt. Auf grosses Interesse stiess der Bastelbogen mit einem Zug, den Kinder ausmalen und zusammenbasteln konnten. Fast 1000 Exemplare wurden verteilt, sowohl an Kinder selber als auch von Grosseltern, die mit ihren Enkeln basteln.
Was als kleine Aktion geplant war, entwickelte sich zu einem Publikumsmagnet: An einer Wand konnten mit grossen Klebe-Zetteln Erwartungen und Wünsche an die Kirche platziert werden. Schon in den ersten Tagen war mit farbigen Zetteln zugeklebt. Wer verweilte und einen Blick auf die lange Wand warf, fand vorwiegend positive Notizen, ernsthafte kritische Rückmeldungen, Bekenntnisse und kurze Gebete. Eine Rückmeldung bedankte sich für die Begegnungsmöglichkeit, die ein Weg sei, Kirchenaustritten entgegenzuwirken. Die gesammelten Rückmeldungen werden ausgewertet und zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.

Notiz an der Zettelwand | © Arnold Landtwing
Besinnlicher Einstieg in den Schlusstag
Der ökumenische Gottesdienst am Schlusstag zeigte einmal mehr, dass an der Zuger Messe in der auch Besinnliches einen festen Platz hat. In der grossen bis auf den letzten Platz besetzten Eventhalle umrahmten die Zuger Alphornbläser-Vereinigung, das Jodlerdoppelquartett Zug und der Jodlerklub Echo Baarburg den ökumenischen Gottesdienst. Der reformierte Pfarrer Andreas Haas erinnerte daran, dass Wunder dort geschehen können, wo man für den Fluss des Lebens offen sei. Der katholische Gemeindeleiter Bernhard Lenfers Grünenfelder führte den Gedanken mit der berühmten Dreifaltigkeitsikone von Andrej Rublijow weiter. Für ihn ist Gott Geistkraft, Inspiration und Kreativität.

Ökumenischer Gottesdienst an der Zuger Messe | © Melanie Schnider
Die Organisation und Betreuung des Standes an der Zuger Messe erfordern einen hohen Aufwand, das wissen alle, die in den Pfarreien Personen für die Standbetreuung suchen müssen. Dieses Jahr waren gegen 80 Personen im Einsatz. Die zahlreichen persönlichen Begegnungen und das positive Echo von hunderten Besucherinnen und Besuchern verdeutlichen die Bedeutung dieser Präsenz.
Die Zuger Messe ist ein wichtiger Beitrag, um die katholische Kirche in der Öffentlichkeit positiv sichtbar zu machen und bietet auch oft die Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch aufzeigen zu können, für was Kirchgemeinden die Steuergelder im Kanton Zug einsetzen.
Fazit: Die katholische Kirche Zug ist auf dem richtigen Weg, wenn sie dorthin geht, wo die Menschen sind. Zum Beispiel an die Zuger Messe.