Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Die gestern durch den Bundesrat präsentierte schrittweise Lockerung der Corona-Massnahmen wird sich in der ersten Etappe bis 11. Mai auf den kirchlichen Betrieb noch nicht stark auswirken.

Eine Normalisierung findet bei den Begräbnisfeiern statt, die auf den ganzen Familienkreis erweitert wurden. Die dringliche Empfehlung des Bischofs, dass die Begräbnisfeier im Freien stattfinden soll, bleibt allerdings bestehen. Auch die Seelsorge profitiert von den Lockerungen. Hausbesuche dürfen unter Wahrung der Schutzmassnahmen wieder persönlich stattfinden.

Am 29. April wird der Bundesrat mitteilen, welche Massnahmen ab 11. Mai gelockert werden. Erwartet wird unter anderem die Öffnung des Schulbetriebs und damit auch des Religionsunterrichts. Für diesen ist das jeweilige Schutzkonzept der Schule zu übernehmen und gegebenenfalls anzupassen.
Alle bisherigen Schutzmassnahm bleiben in Kraft. Öffentliche Gottesdienste sind untersagt. Es gelten weiterhin die behördlichen Anweisungen. Die Regelungen des Bistums sind auf den Spezialwebseiten zu finden.

 

Hansruedi Huber, Kommunikationsverantwortlicher Bistum Basel

Das Lassalle-Haus in Edlibach führt einen zweijährigen, berufsbegleitenden Studiengang durch, der in die christliche Spiritualität einführt und persönliche Erfahrungen wie auch Gemeinschaft ermöglicht.

mehr

Sie wird an unerwarteten Orten für Überraschung sorgen, die fahrbare Kapelle. Das Projekt «die.kapelle» entstand im letzten Herbst im Gespräch mit jungen Erwachsenen. Jetzt kommt es seiner Realisierung näher.

mehr

 

 

 

Haben Sie die Medientipps zu Radio- und Fernseh- und Filmbeiträgen auf der kantonalen Homepage der Katholischen Kirche Zug schon beachtet? Auch Gottensdienste sind aufgeführt. Ein Link in der Servicebox rechts auf der Startseite führt darauf.

mehr

Die Seelsorgenden in den Zuger Pfarreien sind trotz der Pandemie für ihre Mitglieder da und unterstützen insbesondere die Risikogruppen. Dies mit viel Kreativität und auf neuen Kommunikationskanälen.

Die meisten Kirchen und Kapellen stehen offen. Der Walchwiler Gemeindeleiter Ralf Binder achtet darauf, dass die Türe zur Pfarreikirche just so weit geöffnet ist, dass die Besuchenden die Falle nicht zu berühren brauchen. Die Pfarrei Baar teilt mit, dass die Türfallen regelmässig desinfiziert werden.
Gottesdienste werden in vielen Pfarreien still, also ohne Publikum gefeiert. Christof Arnold, Gemeindeleiter Menzingen und Neuheim: «Wir beten auch für die Anliegen der Pfarreiangehörigen. Sie können ihre Wünsche per E-Mail oder telefonisch mitteilen.
In der Kirche St. Oswald liegen die liturgischen Texte für die stille Messe am Sonntag jeweils vor dem Altar, informiert Reto Kaufmann, Pastoralraumleiter Zug Walchwil. Er lädt die Besuchenden der Kirche zudem ein, Einträge in das Dank- und Sorgenbuch zu machen.

Umstellung auf Telefonseelsorge

In den Pfarreien ist jetzt Seelsorge per Telefon angesagt. Zum einen rufen sie die Menschen über ihre Webseiten auf, sich zu melden, wenn sie ein Gespräch wünschen, zum andern wirken sie proaktiv, wie Ralf Binder. Er verbringt den Tag vorwiegend damit, die Mitglieder seiner Walchwiler Gemeinschaft zu kontaktieren, damit er weiss, ob sie wohlauf sind oder allenfalls Unterstützung brauchen.
Unterstützung benötigen jetzt vor allem ältere und kranke Menschen. Für sie haben die meisten Pfarreien einen Einkaufsservice organisiert, der per Telefon bestellbar ist. Zum Teil arbeiten sie dazu mit anderen Organisationen zusammen, die Pfarrei Cham beispielsweise mit KISS, der Organisation für Nachbarschaftshilfe.

Impulse via Youtube und Whatsapp-Gottesdienste

Neue Wege in der Kommunikation geht Berhard Lenfers, Gemeindeleiter St. Johannes in Zug: Auf Facebook ist die Pfarrei schon länger präsent. Jetzt in der Krise betet er jeden Morgen von 6.15 – 7.00 Uhr in der Kirche. Daraus entsteht ein täglicher Impuls von zwei bis fünf Minuten aus der Stille, den er anschliessend auf Youtube freischaltet. Hier der Impuls «Für das Leben eintreten»: Wort aus der Morgenstille 6 vom 24.03.20.

Einen ersten Whatsapp-Gottesdienst hat die Pfarrei Baar am vergangenen Samstag durchgeführt. Weitere finden am 4. und 11. April statt. Wer mitmachen will, meldet sich jeweils bis Freitag 12 Uhr auf T 079 759 96 56 an und wird dann Mitglied einer Gruppe, die kurz vor Beginn des Gottesdienstes zur Teilnahme aufgerufen wird. Ein spannendes Gruppen-Erlebnis, denn die Teilnehmenden sind live mit dabei und hören auch die Antworten des Publikums.

Sich gegenseitig Mut machen und einander helfen

Die Stimmung in den Pfarreien ist grundsätzlich gut. «Alle haben Fragen und Unsicherheiten. Aber wir versuchen, einander zu unterstützen und uns gegenseitig Mut zu machen», sagt Reto Kaufmann. Mut machen wollen beispielsweise Hoffnungsworte von Seelsorgenden auf den Homepages der Pfarreien im Pastoralraum Zug Berg, oder auch die Teilnahme an der schweizweiten «ökumenischen Aktion» des Kerzen-Anzündens.
Dankbar für Unterstützung aus den Pfarreien ist derzeit Roland Wermuth, Leiter Spitalseelsorge im Zuger Kantonsspital. Er und sein Team machen Besuche am Krankenbett nur noch auf Anfrage durch das Pflegepersonal oder wenn bei der Telefonseelsorge deutlich wird, dass ein Besuch sehr erwünscht ist. «Wir rechnen mit einem Anstieg des Bedarfs an Seelsorge und sind daran, einen ausserordentlichen Pikett-Dienst rund um die Uhr einzurichten, um auch dem Pflegepersonal und den Angehörigen eine Stütze zu sein». Erste Zusagen für Unterstützung hat er bereits erhalten.

Viel Kreativität

Auf der Suche nach Wegen, in der Krise zu unterstützen, sind die Pfarreien kreativ. Im Chilemattgarten in Steinhausen findet derzeit ein Saatgut-Teilen statt. Man darf aus einer Kiste mitnehmen, was man will und reinlegen, was man übrig hat. Wer Lust hat, kann sich per E-Mail für eine Suppen- oder Risottomahlzeit an Gründonnerstag anmelden, die dann nach Hause, in den Milchkasten, geliefert wird.
Das Oberwiler Pfarreiteam meldet sich zweimal wöchentlich mit dem «Oberwiler Sendebrief», als «Zeichen der Verbundenheit». Er enthält aktuelle Informationen über lokale Initiativen und spirituelle Impulse. Wer dem Pfarramt seine Postadresse oder E-Mail mitteilt, gehört mit zu den Empfängern.
Die Pfarreien Hünenberg und der Pastoralraum Zug Berg unterstützen Religionslehrpersonen beim Kontakt mit ihren Schülern. Pastoralraumleiter Urs Stierli nennt als Beispiele «eine persönlich gestaltete Karte/Brief an die Schüler mit Bezug zu einem behandelten Thema (2.-6. Klasse)» oder einen «Whatsapp-Infokanal Religion, mit Texten, Bildern Filmen und Aufgaben (Oberstufe)».
Die Pfarrei Hünenberg rief zudem die Familien ihrer Gemeinschaft zum Mitbasteln an einer Osterüberraschung auf. So können ab morgen Freitag rund 200 Geschenksäckli in der Pfarreikirche abgeholt oder auf Nachricht ans Pfarramt nach Hause ausgeliefert werden.

 

Bernadette Thalmann

Mit ihrem seelsorgerischen und sozialen Engagement ist die Kirche eine tragende Kraft unserer Gesellschaft, insbesondere in Krisenzeiten. Die Kirchensteuern der Bevölkerung und der ansässigen Firmen machen das möglich.

Die Katholische Kirche im Kanton Zug setzt sich primär für das Wohl der Menschen im Kanton ein. Dabei vergisst sie aber nicht, auch über die Kantonsgrenzen hinauszuschauen. Die Kirchensteuern von natürlichen und juristischen Personen bilden das finanzielle Fundament dieser Aktivitäten. Im Jahre 2018 hat die Katholische Kirche Zug dafür 33.7 Millionen Franken ausgegeben.

Klicken Sie die Grafik an, um sie zu vergrössern | © Katholische Kirche Zug
Klicken Sie die Grafik an, um sie zu vergrössern | © Katholische Kirche Zug

63 Prozent für die Seelsorge in den Pfarreien…

Mit 62.9% (21.2 Mio. Franken) fliessen die meisten Mittel in die Pfarreiseelsorge. Dazu gehören nicht nur Gottesdienste. Die Kirche ist dort, wo die Menschen sie braucht. Seelsorgende unterstützen in schwierigen Lebenssituationen, beim Verlust der Arbeit oder eines geliebten Menschen, bei Unfall oder Krankheit, insbesondere in Krisensituationen wie der aktuellen Pandemie. Sie begleiten aber auch in anderen wichtigen Lebensabschnitten wie bei Geburt und Heirat. Aktives, durch die Kirche finanziertes Gemeindeleben kann viel dazu beitragen, dass Katholiken und Nicht-Katholiken eine Heimat finden und erleben. Mit den karitativen und sozialen Angeboten in Kirchgemeinden und Pfarreien gibt die Kirche also einen Teil der Steuererträge zurück an die Bevölkerung.

…weitere 4 Prozent für kantonale Seelsorgestellen

Gewisse pastorale Aktivitäten werden aus Effizienzgründen auf kantonaler Ebene organisiert und bezahlt. Dazu gehören u.a. die Seelsorge für Fremdsprachige, die Spital– und Gefängnisseelsorge, die Seelsorge für Behinderte, gemeindeübergreifender Religionsunterricht, Flüchtlingsseelsorge oder die Förderung der Kirchenberufe. Der Aufwand für diese vielseitigen pastoralen Tätigkeiten macht weitere 4% (1.3 Mio. Franken) aus.

Da die Kirchgemeinden und Pfarreien nicht alle Dienstleistungen selbst erbringen können, werden gewisse Aufgaben an spezialisierte Institutionen übergeben. Das sind diverse Organisationen im sozialen, karitativen und diakonischen Bereich wie beispielsweise der Zuger Kantonale Frauenbund, das Lassalle-Haus, das Hospiz Zentralschweiz/Hospiz Zug und FRW Interkultureller Dialog. Die Beträge an solche Institutionen betragen 4.2% (1.4 Mio. Franken).

Keine einheitliche Rechnungslegung

Der Kostenanteil für Behörden und Verwaltung von 12.8% (4.3 Mio. Franken) scheint relativ hoch. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kirchgemeinden im Kanton Zug keine einheitliche funktionale Rechnungslegung ausweisen. So werden unter diesem Titel auch Funktionen erfasst, die eigentlich eher der Pfarreiseelsorge zuzuteilen wären.

Das Liegenschaftenportefeuille der Katholischen Kirche umfasst vor allem die sakralen Bauten und die für den Betrieb nötigen Infrastrukturen. Die Abschreibungen auf diese Investitionen betragen 1.9 Mio. Franken oder 5.6% der gesamten Ausgaben. Der Abschreibungssatz wird vom Kanton festgelegt.

Die kantonalen Fachstellen umfassen hauptsächlich die Gesamtleitung Fachstellen & Diakonie, die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien BKM sowie das «Forum Kirche und Wirtschaft», aber auch das Pfarreiblatt und die Kommunikation. Ein Klick auf die Webpages der Fachstellen zeigt deren breiten Aufgabenbereich im Detail. 3.1% oder 1 Mio. Franken wurden dafür ausgegeben.

Verhältnismässig kleine Beiträge an rkz und Bistum

Im Gegensatz zu den meisten andern Länder fliessen in der Schweiz keine Steuergelder direkt in die Bistümer oder nationalen kirchlichen Organisationen. Hierzulande werden diese durch die Basis der Kirchgemeinden (z.T. Landeskirchen) finanziert. Dieses föderale duale System stellt sicher, dass die Mittel effizient und zielorientiert, unter Einhaltung demokratischer Spielregeln, an das zuständige Bistum (im Fall von Zug das Bistum Basel) und die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz (rkz) weitergeleitet werden. Der Beitrag an die rkz beträgt lediglich 712’000 Franken (2.1%), derjenige an das Bistum Basel 562’000 Franken oder 1.7% des Gesamtaufwandes der Katholischen Kirche Zug.

Beide Beiträge richten sich nach einem Verteilschlüssel, welcher die Steuerkraft des Kantons spiegelt. Der Beitrag des Kantons Zug beinhaltet daher indirekt auch eine Art von Solidaritätsanteil an die Kantone mit schwächeren Steuererträgen.

 

Karl Huwyler, Präsident VKKZ

 

In der Klinik Zugersee in Oberwil gilt ein Besuchsverbot. Auch die Angebote für Patienten wie das Abendgebet und die Meditation fallen aus. Gefragter denn je sind deshalb die Dienste des Klinikseelsorgers Alois Metz.

Alois Metz, wie hat sich der Klinikalltag in den vergangenen Wochen verändert?

Es gibt keine Angebote mehr mit mehreren Patienten. Das Abendgebet, die Meditation und die Philosophische Runde fallen aus. Um das Besuchsverbot sicherzustellen, stehen Securitas-Leute am Haupteingang. Die übrigen Eingänge sind geschlossen. Damit soll verhindert werden, dass das Virus in die Klinik eindringt. Aber als Seelsorger in der Psychiatrie dürfen wir noch zu den Patienten und Stationen gehen.

Wie hat sich die Nachfrage nach Seelsorge entwickelt?

Sobald ich auf Station komme, steuern Patienten auf mich zu, da sie unbedingt reden wollen. Ganz klar: Sie brauchen etwas Abwechslung in der Zeit der «Quarantäne», denn viele Patienten dürfen nur mit Personal nach draussen gehen. Mein Alltag ist voll gefüllt mit Einzelgesprächen mit Patientinnen und Patienten. Ich habe einen Schrittzähler am Handy und der zeigt 28’000 Schritten pro Tag an. Bei mindestens 25’000 davon handelt es sich um Spaziergänge mit Patienten.

Wie, ausser mit Gesprächen, kann man sich jetzt gegenseitig Mut machen?

Viele Patientinnen und Patienten und vermutlich auch Mitarbeitende zünden vermehrt Kerzen an. Ich fülle die beiden Kerzenständer in unserer Kapelle häufiger auf als sonst. Eine grosse Kerze, die am Fenster der Kapelle steht, hüte ich, damit sie nie ausgeht in der Zeit der Corona Krise.

Wie geht es euch im Team?

Mein Kollege hatte leichtes Fieber, keine Covid 19 Infektion, doch aus Sicherheit muss er eine Woche zu Hause bleiben. Ich persönlich versuche weiterhin, ruhig zu bleiben, denn die angespannte Atmosphäre im Haus ist deutlich zu spüren. Die täglich schärferen Sicherungsmassnahmen lösen bei vielen Angst aus. So wirken hier Menschen mit Ruhe und Gelassenheit wie gute Medizin.
Für Ostern habe ich ganz viele Schoggihasen gekauft. Alle austretenden Patientinnen und Patienten erhalten jetzt schon einen davon. Zudem freue ich mich darüber, dass uns der Frühling in kleinen Schritten unaufhaltsam entgegenkommt.

 

Interview: Bernadette Thalmann

In einer historisch beispiellosen Geste hat Papst Franziskus um ein Ende der Corona-Pandemie gebetet. Bei der Feier am Freitagabend auf den Stufen des Petersdoms rief er die Hilfe Gottes in der Notlage an.

mehr

Die Corona-Pandemie zeige, wie verletztlich die Welt und wir alle seien, sagt Bischof Felix Gmür in einem Interview mit kath.ch. Nun komme es darauf an, einander zu stützen. Dies gehe auch mit Abstand.

mehr

Die reformierte und die katholische Kirche in der Schweiz setzen in Zeiten der Corona-Krise zusammen ein Zeichen der Verbundenheit: Sie rufen die Menschen dazu auf, Kerzen auf den Fenstersimsen zu entzünden.

Um ein Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit zu setzen, rufen nun die Schweizer Bischofskonferenz SBK und die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS in einer gemeinsamen Botschaft alle Menschen auf, jeweils donnerstags um 20 Uhr eine Kerze anzuzünden und sie sichtbar vor dem Fenster zu platzieren und etwas zu beten, z.B. ein Vaterunser: für die am Virus Erkrankten, für die im Gesundheitswesen Arbeitenden und für alle Menschen, die angesichts der aktuellen Lage zu vereinsamen drohen.
«Für sie alle bitten wir um Gottes Beistand und drücken so unsere Verbundenheit mit ihnen aus», so Bischof Gmür. Ein Lichtermeer der Hoffnung soll sich so durch das ganze Land ziehen. Diese Aktion dauert bis Gründonnerstag. «Kirche ist mehr als ein Haus – sie ist ein Auftrag, für einander zu sorgen, in der Bedrohung jetzt erst recht», sagt Gottfried Locher. Die Sorge um die Menschen in unserem Land geht weiter: Am Gründonnerstag werden zum Abendgebet um 20 Uhr alle Glocken der beiden Kirchen läuten, ebenso am Ostersonntag.

 

Medienmitteilung der EKS und SBK vom 18. März 2020

 

 

 

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Weitere Nachrichten

aus der Kirche Schweiz