Mit einem Votum für die Zulassung verheirateter Priester in entlegenen Regionen ist die Amazonas-Synode im Vatikan zu Ende gegangen. Die Zulassung von Frauen zum Diakonat unterstützte die Versammlung nicht explizit.
Vor hundert Jahren wurde die Benediktinerin Silja Walter geboren. Anlässlich von spirituellen Kulturtagen vom 8. bis 10. November zeigt die Pfarrei Steinhausen Ausschnitte aus ihrem Schaffen, Wirken und Menschsein.
Die Katholische Kirche Zug lässt ihre Gäste an der Zuger Messe in die Tradition des Pilgerns eintauchen. Mit Bildern und Statements, Karten und Gegenständen sowie einer Selbsterfahrung auf dem Weg nach Einsiedeln.
Die Messe ist schon ein eigentlicher Pilgerweg, ein Pilgerweg durch die heutige Konsumwelt. Gegen Schluss des Rundgangs in einer Halle am See erwartet die Besucherinnen und Besucher das kirchliche Pilgererlebnis. Pilgern zu heiligen Stätten, zu besonderen Orten oder – etwas provozierender – der Weg zu sich selber.
«Die Leute bleiben an unserem Stand hängen», sagt die Zuger Kirchenrätin Vladimira Steiger, die als Volunteer im Einsatz steht. Das Thema spreche an, weil eben viele Menschen in ihrem Leben schon einmal gepilgert seien. Oft aus ganz persönlichen Gründen, in schwierigen Situationen, etwa als Folge von oder zur Vorbereitung auf Veränderungen. Ernst und Ruth Bürge aus Baar haben es in ihrem Statement so geschrieben: «Unser Jakobsweg als Einstieg ins Pensionsalter war für uns beide eine stärkende Erfahrung.»
Auf Karten (Schweiz und Europa bis Jerusalem) sind verschiedenste Pilgerwege sichtbar. Zusammen mit den auf dem Boden aufgemalten Pilgerzeichen ergibt sich ein vielfältiges Bild. Und trotzdem gibt es auch Pilger, die abseits dieser Routen ihren Weg suchen. Ein aus der Kirche ausgetretener Mann sagt es so: «Ich suche meinen persönlichen Jakobsweg – nicht dort, wo alle gehen.»
Gleich neben dem Wegweiser mit Pilgerorten befindet sich eine Wühlkiste. Gute Socken und Schuhe schützen vor Blasen. Daher unterstützt und motiviert die Kirche die Besucherinnen und Besuchern zu eigenen Pilgererfahrungen mit einem geeigneten «Bhaltis», eben einem Paar Socken. «Diese kommen gut an», sagt Volunteer Rosmarie Hegglin. Besonders beliebt sind offenbar Socken mit Musiknoten. «Das ist für diejenigen, die beim Pilgern noch singen», hält ein Besucher fest.
Ein Anziehungspunkt ist auch das Laufband, auf dem alle einen Teil eines Pilgerweges mitlaufen können. Ein Video aus der Sicht des Pilgers weist den Weg vom Raten bis nach Einsiedeln. Einige nehmen es gemütlich, andere eher sportlich. Auch die Moderne hat Einzug gehalten; ein Besucher berichtet, dass er schon mit dem Velo, respektive mit dem E-Bike gepilgert sei.
Kein Problem, es kommt auf die innere Einstellung an. Christian Rutishauser, der vor einigen Jahren mit einer Gruppe nach Jerusalem unterwegs war: «Zu Fuss nach Jerusalem – wir nehmen den Landweg, doch es ist ein Gang über das Wasser.»
Weitere Bilder und Infos finden Sie auf der Spezialseite zum Messeauftritt.
Franz Lustenberger
Vom 18. bis 20. Oktober fand im Mattli Antoniushaus in Morschach ein Besinnungswochendende von seelsam – ökumenische Seelsorge für Menschen mit Behinderung statt. Es stand ganz im Zeichen des Atmens.
Am Freitag trafen wir uns, 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und 6 Begleitpersonen, am Bahnhof Zug und freuten uns auf die Reise nach Morschach. Nach dem Zimmerbezug und dem Nachtessen versammelten wir uns im Raum Niederbauen zu einer Vorstellungsrunde und zum gemeinsamen Singen.
Am Samstag um 7.30 Uhr trafen sich einige vor einer traumhaften Berg-und Seekulisse zum Yoga mit Wisi. Nach dem Frühstück begrüssten wir die Atemtherapeutin Barbara Akermann. «Üben am Atem bringt Selbsterfahrung und Vertrauen in die eigenen Kräfte», was wir unter ihrer Anleitung am eigenen Körper erfahren durften. Die andere Gruppe traf sich mit Gaby Iten zum Singen und Tanzen. Auch da war das Atmen ein wichtiges Thema. Sie hat uns wertvolle Übungen gezeigt.
Nach dem Mittagessen und einer Siesta wanderten diejenigen, die gut zu Fuss waren zur Kapelle, die anderen machten einen Spaziergang in der näheren Umgebung. Nach dem Abendessen ging es zum langersehnten Ausgang. Die Glace-Coupes im Cafe Wildi in Morschach waren sensationell, das Personal sehr nett und zuvorkommend. Nach dem kurzen Spaziergang gingen wir müde und glücklich schlafen.
Am Sonntagmorgen, nach dem ziemlich föhnigen Yoga mit Wisi, dem anschliessenden Frühstück, Koffer-Packen und Zimmer-Räumen trafen wir uns in der sehr schönen hauseigenen Kapelle zum Gottesdienst, geleitet von Anna-Marie Fürst. Gabi Iten, Klavier, und Wisi Sidler, Atem-Meditation, umrahmten diesen stimmungsvollen Gottesdienst sehr eindrücklich.
Nach dem Mittagessen mussten wir uns schon wieder auf den Weg zur Bushaltestelle machen, um dann in Brunnen in den Zug nach Zug umzusteigen. Es war ein schönes, eindrückliches Wochenende.
Ida Blattmann, Freiwillige von seelsam
Vier Pfarreien der Katholischen Kirche Zug laden vom 21. bis zum 24. Oktober zu Filmabenden mit Pilgerpersönlichkeiten ein. Die Anlässe finden im Rahmen des Auftritts der Kirche an der Zuger Messe zum Thema «Gemeinsam pilgern» statt.
Pilgern erfreut sich derzeit grosser Beliebtheit. Was suchen die Menschen beim Pilgern und mit welchen Erfahrungen kehren sie nach Hause zurück? An der Zuger Messe lässt die Katholische Kirche ihre Gäste in verschiedene Pilgerwelten eintauchen und sucht den Erfahrungsaustausch mit ihnen. Einige Pilgerpersönlichkeiten sind persönlich am Stand anzutreffen, geben Einblicke in ihre Erlebnisse und freuen sich auf die Diskussion mit Interessierten.
Während der Messewoche bieten vier Zuger Pfarreien ein besonderes Erlebnis an: Von Montag bis Donnerstag werden jeden Abend beeindruckende Pilgerfilme ausgestrahlt. Der jeweils anschliessende Apéro will zum Dialog zwischen dem Publikum und den präsentierenden Pilgerpersönlichkeiten anregen:
Mehr über die drei Pilgerfilme, den Messeauftritt der Katholischen Kirche Zug und die Jodlermesse erfahren Sie auf wp.katholische-kirche-zug.ch/messe-zug.
Medienmitteilung vom 16. Oktober 2019
Jährlich organisiert der Verein «Sakrallandschaft Innerschweiz» eine Entdeckungsreise zu sakralen Kostbarkeiten in der Zentralschweiz. Am Samstag 19. und Sonntag 20. Oktober stehen Kirchtürme, Uhren und Glocken im Mittelpunkt.
Obwohl Kirchtürme in der Regel hoch aufragen, werden sie heute oft übersehen. Einst waren sie räumliche Orientierungspunkte in der Landschaft und ihr Glockenschlag strukturierte den zeitlichen Tagesablauf der Menschen. In den Himmel ragend, zeigt die Kirchturmspitze symbolisch dahin, wohin die Gläubigen ihr Leben ausrichten sollen. Mit den diesjährigen «Tagen der Kirchtürme, Uhren, Glocken und Geläute» soll die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen Funktionen von Kirchtürmen gerichtetet und Gespräche über deren einstige und heutige Bedeutung angeregt werden.
Im Kanton Zug werden die Kirchtürme der Pfarrkirchen St. Martin in Baar und der Pfarrkirche St. Jakob in Cham vorgestellt:
Pfarrkirche St. Martin,
Samstag 19. Oktober 2019
11.15 Uhr und 16.15 Uhr
Führung: Hans-Peter Bart
Treffpunkt: beim Kirchturm
Pfarrkirche St. Jakob
Samstag 19. Oktober 2019
15.00 / 16.15 / 17.00 Uhr /16.00 Uhr / 17.48 Uhr
Führung: Simon Mathis
Treffpunkt: beim Kirchturm
Seit zwei Monaten leitet Pfarrer Gregor Tolusso den Pastoralraum Zugersee Südwest. Welches sind seine ersten Erfahrungen und was hat er mit dem jungen Pastoralraum vor?
Beim gemütlichen Zusammensein im Pfarreizentrum Guthirt in Zug haben die Teilnehmenden Erlebnisse der Seniorenferien wiederaufleben lassen, welche vom Leuchtturm, Diakonie & Soziales organisiert worden waren.
Die schönen Erinnerungen an die Tage in Klosters während der ersten Juliwoche wurden schnell wieder wach: Geleitet wurden die Seniorenferien von Raffaela Herzog, Leuchtturm, Diakonie & Soziales der Katholischen Kirche Zug, Mitbegleiterinnen waren Bernadette Purtschert und Sr. Mattia Fähndrich. Die Gruppe entdeckte Klosters mit seiner herrlichen Umgebung. Tagesausflüge wechselten mit Halbtagesangeboten, so dass immer wieder Zeit blieb, um das Erlebte zu verinnerlichen und sich auch etwas auszuruhen.
Der Ausflug ins Kloster Müstair hat uns in eine 1200-jährige Geschichte eintauchen lassen, die mit Karl dem Grossen ihren Anfang nahm und durch die Begegnung mit Priorin Domenica sowie die Führung im UNESCO Weltkulturerbe lebensfrohe Gegenwart geworden ist. Das Verweilen in der wohltuenden Bergwelt haben wir bei Sonnenschein an der frischen Luft in Davos und auf Madrisa geniessen können. Auch in Klosters haben wir viel besichtigt. Zwischendurch gingen wir auch mal flanieren oder gemütlich Kaffee trinken. Im Sunstar Hotel Klosters haben uns Fam. Seger und ihr Team einen rundum angenehmen Service geboten. Als Sahnehäubchen über jeden Tag hat Koni Besmer die herausragenden Momente humorvoll in Worte gefasst und uns mit seinem originell gereimten Tagesrückblick erfreut.
Jetzt ist auch der Rückblick auf die Ferien Vergangenheit. Mit sonnigen Erinnerungen lässt es sich nun unbeschwert in den Herbstabend hinausgehen.
Sr. Mattia Fähndrich, Pfarreiseelsorgerin St. Michael, Zug
Valentin Beck, Theologe und Bundespräses Jungwacht und Blauring, sprach am 7. Oktober im Pfarreiheim St. Martin in Baar zum Thema «Glauben». Er zeigte auf, wie dieser im grössten katholischen Jugendverband der Schweiz gelebt wird.
Es war der letzte Anlass der Vortrags- und Gesprächsreihe «Kirchengerede» in diesem Jahr. Der 35-jährige Luzerner Valentin Beck erzählte eingangs von seinen eigenen Erfahrungen in der Jungwacht. Positive kirchliche Vorbilder hätten ihn motiviert, sich selber zu engagieren und auch Theologie zu studieren. Sie würden ihn auch heute noch tragen. Gute Beziehungen seien das A und O in der Arbeit mit Jugendlichen.
Die Beziehungsarbeit scheint in der Jubla zu fruchten. Nach einem Einbruch steigen die Mitgliederzahlen seit mehreren Jahren wieder. Heute sind es etwas über 31000, davon 9000 Leiter. Zu diesem Wachstum beigetragen hat unter anderem auch die kontinuierliche Investition in eine gute Ausbildung der Leiter. Jungwacht und Blauring, die übrigens erst seit 2007 gemeinsam als «Jubla» unterwegs sind, haben fünf Grundsätze: «Zusammensein», «Mitbestimmen», «Glauben leben», «Kreativ sein» und «Natur erleben».
Beck legte an seinem Vortrag den Fokus auf «Glauben leben». Die Jugendlichen von heute seien sehr wohl noch an Glaubensfragen interessiert. Mann und Frau dürfe das Christsein aber nicht am Gottesdienstbesuch festmachen. Die heutigen Gottesdienste seien für die Jugendlichen langweilig und altmodisch. (Christliche) Gemeinschaft könne auch an einem Lagerfeuer stattfinden. «Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich unter ihnen.» (Mt 18,20). In der Jubla wird «Glauben» weiter gefasst als Religion, Kirche und Gottesdienst: «Glauben» hat mit persönlichen Überzeugungen, Lebenseinstellungen, Prioritäten, Werten, Haltungen, Wünschen, Ängsten und Hoffnungen zu tun. Die Jubla will ein Ort sein, wo Glauben ungezwungen zum Thema werden kann.
Diese Offenheit würde nach Meinung des Berichterstatters auch dem einen oder anderen Kirchenvertreter gut tun.
Robert Pally, Religionspädagoge
Bischof Felix Gmür trat am Presseanlass der katholischen Erneuerungsbewegung «Voices of faith» in Rom mit der Priorin des Klosters Fahr, Irene Gassmann und der Zuger Theologin Regula Grünenfelder auf.