Anstelle von Pater Martin Werlen, Kloster Einsiedeln, referierte am gestrigen Gesprächsabend der Pfarrei Oberägeri der Abt Urban Federer. Das Publikum wurde nicht enttäuscht.
Aus gesundheitlichen Gründen musste Pater Martin Werlen sein Referat zur dreiteiligen Gesprächsserie «am Rand» absagen. Er werde jedoch gerne ein anderes Mal nach Oberägeri kommen, liess er dem Publikum ausrichten. Peter Lüthi, Mitglied des Pfarreirates Oberägeri, konnte an seiner Stelle den Abt des Klosters, Urban Federer, begrüssen und willkommen heissen. Gespannt warteten die gut 170 Zuhörerinnen und Zuhörer auf dessen Ausführungen.
Mit viel Humor
Sie wurden nicht enttäuscht. Lebendig und mit viel Humor erzählte der Abt von seinen Randerfahrungen. Zum Beispiel als er sich in Amerika als Hellhäutiger unter lauter Menschen dunkler Hautfarbe in einem Gottesdienst wiederfand. Peter Lüthi, der den Abt aus seiner Zeit als Lehrer an der Stiftsschule Einsiedeln bestens kennt, verlieh dem Gespräch mit spannenden Fragen Dynamik und Tiefe. «Die Kirche schläft», stellte der Abt fest und ermunterte die Anwesenden zu einem eigenen, selbstverantworteten Auferstehungsglauben. Jeder solle vom Rand zu seiner Mitte finden. Dort sei auch «die Glut unter der Asche» zu entdecken, die eine neue Lebendigkeit des Glaubens ermögliche. Womit Abt Urban Federer nicht zum ersten Mal an diesem Abend Pater Martin Werlen zitierte.
Jacqueline Bruggisser
Am 25. März 2018 feierte Don Giuseppe Manfreda sein 10-jähriges Priesterjubiläum. Er ist seit 2009 Missionar der Missione Cattolica Italiana Zug, der rund 3’000 Mitglieder angehören.
Die Missione Cattolica Italiana Zug ist eine ausgesprochen lebendige Gemeinschaft. Neben den fünf gut besuchten Gottesdiensten pro Woche wird das Miteinander sehr gepflegt. Eine Gruppe von Frauen trifft sich wöchentlich, um Dekorationen und Geschenke zu basteln. Der Kirchenchor untermalt die Gottesdienste regelmässig. Zudem wird zweimal pro Jahr eine Pilgerreise durchgeführt. Don Giuseppe führt «seine» Missione mit Herzblut. Täglich betreut er Mitglieder in Seelsorgegesprächen und macht Krankenbesuche.
Die Katholische Kirche Zug gratuliert Don Giuseppe zu seinem Priesterjubiläum und freut sich, dass er sich weiterhin in den Dienst der Kirche und der Gemeinschaft stellt.
Melanie Hürlimann
Ein Vortrag des legendären Rollstuhlsportlers Heinz Frei hat die Reihe «Kirchengerede» der Pfarrei Baar am Dienstag im Pfarreiheim eröffnet – und die Zuhörer begeistert.
Es läuft nicht immer alles so im Leben, wie man es sich vorstellt. Der Solothurner Heinz Frei stürzte als 20-Jähriger vom Rennrad und sass mit einem Schlag im Rollstuhl. Querschnittlähmung hiess die Diagnose. Nach anfänglichem Hadern mit dem Schicksal machte er das Beste aus der Situation. Er trainierte hart und wurde zu einem der erfolgreichsten Schweizer Sportler aller Zeiten. Heute gilt er als Pionier des Rollstuhlsports.
Am ersten Anlass der neuen Vortrags- und Gesprächsreihe «Kirchengerede» der Pfarrei St. Martin in Baar, erzählte Heinz Frei von den packenden Episoden aus seinem bewegten Leben: Von seinem Unfall, der Gefahr, sich zu isolieren, der grossen Unterstützung aus seinem Umfeld, dem ersten Tüfteln mit Kollegen an einem Sportrollstuhl und schliesslich seiner steilen Karriere als Weltspitzensportler. «Das Leben ist immer wieder lebensgefährlich – darum wünsche ich Ihnen allen ganz viele gute Schutzengel», schloss er seine bewegenden Ausführungen.
Die nächsten Vorträge finden am 26. Juni und am 22. Oktober statt.
Robert Pally
Die Bistumsregionalleitung St. Viktor ist wieder vollzählig. Am vergangenen Donnerstag setzte Bischof Felix Gmür in Zug den neuen Bischofsvikar Hanspeter Wasmer in sein Amt ein.
Jazzklänge eröffneten den Einsetzungsgottesdienst des neuen Bischofsvikars der Bistumsregion St. Viktor, Hanspeter Wasmer, in der Zuger Gut-Hirt-Kirche. In seinem Predigtwort sprach Bischof Felix Gmür über das, was eine gute Leitung in der Kirche ausmache: «Begleiten von Menschen, damit sie den Blick auf Gott behalten können; die Nähe von Christus in der Gegenwart wachhalten und dabei die Menschen wahrnehmen. Deshalb stellt sich eine kirchliche Leitungsperson in den Dienst von Christus in dieser Welt.»
Bischofsvikar Hanspeter Wasmer ist Nachfolger von Ruedi Heim, der das Team Anfang Januar verlassen hat, um als Co-Dekan und Leitender Priester der fünf Pastoralräume in der Region zu wirken. Zur Bistumsregion St. Viktor gehören die Kantone Zug, Luzern, Schaffhausen und Thurgau. Hier ist der Bischofsvikar zusammen mit der Regionalverantwortlichen Margrith Mühlebach-Scheiwiller, Stellvertreter von Bischof Felix Gmür.
Hanspeter Wasmer (51) ist in Wohlen aufgewachsen. Nach einer kaufmännischen Berufslehre bei einer Bank studierte er zunächst am Katechetischen Institut in Luzern, anschliessend an den Theologischen Fakultäten in Luzern und Wien. 1996 empfing er die Priesterweihe. Nach seinem Vikariat in der Pfarrei Reiden-Wikon war er sieben Jahre Subregens im Seminar St. Beat in Luzern. Seit 2004 leitete er als Pfarrer die Pfarrei St. Pius in Meggen, seit 2015 den Pastoralraum «meggerwald pfarreien». Seit 2009 war er Dekan des Dekanats Luzern-Habsburg.
Ruth Eberle und Guido Estermann
Die Teilnahme gilt nur für Personen, die im Kanton Zug wohnen und mindestens 18 Jahre alt sind. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Angestellte der VKKZ inklusive Familienangehörige und Personen, die im selben Haushalt leben.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt. Die Gewinner werden schriftlich oder telefonisch benachrichtigt. Die Gewinne werden nicht in bar ausbezahlt. Die VKKZ übernimmt keinerlei Haftung.
Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug