Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Seit Jahrzehnten lagerte das Heiliggrab in Teile zerlegt auf dem Kirchenestrich der Kapelle St. Nikolaus. Aus Anlass des 400-Jahre-Jubliläums der Kapelle wurde es nun restauriert und wieder aufgestellt.

Das vom Zuger Carl Josef Speck im Jahr 1774 gemalte Heiliggrab ist ein für die Zeit typisches Kulissenheiliggrab, das aus einer Abfolge von hintereinander aufgestellten Kulissen besteht und sich von der Theaterbühnenarchitektur herleitet. «In den Zeiten des Barocks war es beliebt, religiöse Inhalte durch Inszenierungen zu vermitteln», sagt Mathilde Tobler, Kulturgutverantwortliche der Katholischen Kirchgemeinde Zug, «daher wurden Tod und Auferstehung Christi den Gläubigen gerne als Heiliges Theater, «Theatrum sacrum» vor Augen geführt.

«Verschönerungsaktion»

Doch Stile wandeln sich. Im 19. Jahrhundert geriet der Barock als zu verspielt und zu theatralisch in Verruf. Nachdem im Jahr 1900 in der Kapelle St. Nikolaus die Wand- und Deckenbilder übermalt worden waren, liess man auch das Heiliggrab „verschönern“. Auf mehrere Kulissen wurden Engel von makelloser Demut und Reinheit gemalt, deren Stil unschwer den Stanser Kirchenmaler Melchior Paul von Deschwanden als Vorbild erkennen lässt. Damit sie vollständig sichtbar waren, verzichtete man auf das Aufstellen von zwei Kulissen.

Einigkeit betreffend Vorgehen

Bei der Frage, wie das Karwochengrab restauriert werden solle, war sich die zuständige Fachgruppe einig: «Wir wollten ihm seine ursprüngliche Kulissengestalt zurückgegeben, sagt Mathilde Tobler weiter, «ohne aber auf die später hinzugefügten Engel zu verzichten, die nunmehr Teil seiner Geschichte sind.»
Die Restaurationsarbeiten erfolgten durch Andreas Lohri, Luzern, (Malerei) und die Schreinerei Pius Furter, Beromünster, in Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege Zug.

 

Gottvater auf dem Bogen der Frontkulisse | © Katholische Kirchgemeinde Stadt Zug

Führungen

Das Heiliggrab ist vom 10. bis 28. April 2019 aufgestellt.
Führungen mit Elisabeth Feiler und Mathilde Tobler durch Kapelle und Heiliggrab finden an folgenden Tagen statt:

  • Samstag, 13. April, 15 Uhr und 17 Uhr
  • Ostermontag, 22. April, 15 Uhr und 17 Uhr


Medienmitteilung der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug vom 9. April 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angelo L. Tarantino wirkt seit dem 1. Februar 2019 als neuer Geschäftsstellenleiter der katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug. Er folgt auf Silvia Thalmann, welche im vergangenen Jahr von ihrem Amt zurücktrat.

«Die Stelle unserer Geschäftsstellenleitung war lange vakant und wurde während des Rekrutierungsprozesses ad interim besetzt», sagt Kirchenratspräsident Patrice Riedo. «Wir sind froh, nun mit der Besetzung durch Angelo L. Tarantino eine gute neue Lösung gefunden zu haben und freuen uns auf die Zusammenarbeit.»

Angelo L. Tarantino (44) startete seine berufliche Laufbahn mit einer KV-Lehre bei der Ausgleichskasse des Kantons Luzern und einem Höheren Wirtschaftsdiplom. Es folgten Weiterbildungen zum «Executive MBA in Controlling / dipl. Controller FH» und „Executive MBA mit Schwerpunkt in Leadership und Strategischem Management“. In den vergangenen Jahren entwickelte er sich in diversen Führungspositionen in der Bildungsbranche sowie im Gesundheits- und Sozialwesen weiter. Zuletzt war er Geschäftsführer der Bereiche «Berufliche und soziale Reintegration» sowie der «Prävention und Gesundheitsförderung» bei der Activita Care Management AG (Tochterbetrieb der RehaClinic-Gruppe).

Medienmitteilung vom 12. Februar 2019
(K
atholische Kirchgemeinde der Stadt Zug)

Aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen hat Pfarrer Thomas Schneider seine Demission als Leiter des Pastoralraums Zugersee Südwest und als Pfarrer von Risch, Rotkreuz und Meierskappel per 30. April 2019 eingereicht.

Die Demission von Thomas Schneider wurde inzwischen von Bischof Felix Gmür angenommen.
Seit 03. Dezember 2000 wirkte Thomas Schneider zuerst in der Pfarrei Risch und anschliessend auch in den Pfarreien Meierskappel und Rotkreuz. Mit grossem Engagement setzte er sich für den neu errichteten Pastoralraum Zugersee Südwest ein, den er ab 16. Dezember 2012 als Pastoralraumpfarrer leitete. Diese anspruchsvolle, zeitintensive und umfangreiche Seelsorge- und Leitungstätigkeit hat er über all die Jahre sehr gerne und mit Leib und Seele wahrgenommen.

Für die geleistete Arbeit danken die Kirchenräte Risch und Meierskappel sowie das Seelsorgeteam des Pastoralraums Zugersee Südwest Thomas Schneider von ganzem Herzen und wünschen ihm für die verbleibende Zeit und darüber hinaus Gesundheit, viel Freude und Gottes Segen.

Zusammen mit den Verantwortlichen des Bistums Basel wird nun eine geeignete Nachfolge gesucht. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit.

Die offizielle Verabschiedung von Thomas Schneider wird am Samstag, 20. April 2019 nach der 20.30 Uhr-Osternachtsfeier in Risch stattfinden.

 

Medienmitteilung vom 1. Februar 2019
(
Kirchenrat Risch, Kirchenrat Meierskappel, Seelsorge Pastoralraum Zugersee Südwest)

Die Fachstelle BKM Bildung-Katechese-Medien der Katholischen Kirche Zug will der Bevölkerung religiöse Kulturgüter näherbringen. Das digitale Projekt «Kulturpunkte Zug» wird am 31. Januar in Steinhausen vorgestellt.

Der Kanton Zug beherbergt viele religiöse Kulturgüter, die es wert sind, vermehrt wahrgenommen zu werden. Wie soll das gelingen? Indem Sie für die Bevölkerung auf einer digitalen Plattform leicht zugänglich und erlebbar gemacht werden: Mit spannenden Geschichten darüber, wie Menschen in der Vergangenheit gelebt und geglaubt haben, via Bilder, Videos und Hördateien.
Mit dieser Idee gab Guido Estermann, Leiter der Fachstelle Bildung-Katechese-Medien den Anstoss für das Projekt «Kulturpunkte Zug». Urs-Beat Frei, Spezialist für christliche Sakralkultur, wurde mit der Umsetzung beauftragt. Finanziert wurde das Vorhaben zu je einem Drittel von der Katholischen Kirche Zug, dem Lotteriefonds sowie verschiedenen Behörden und Stiftungen des Kantons Zug.

Kulturpunkte an über 40 Standorten im Kanton

Die Webseiten www.kulturpunkte-zug.ch werden am Donnerstag, 31. Januar 2019 aufgeschaltet und an einer Vernissage im Zentrum Chilematt, Steinhausen, um 17.30 Uhr präsentiert: Über 40 Kulturpunkte an verschiedenen Standorten im ganzen Kanton Zug können auf der Plattform online kennengelernt werden. Wer einzelne Kulturschätze vor Ort erleben möchte, kann sich über die Webseiten eine individuelle Route zusammenstellen. Ab dem Frühjahr werden auch geführte Besichtigungen durch Fachpersonen angeboten.
Vor jedem Kulturpunkt (Gemälde, Pilgerweg, Votivtafel, Kapelle) befindet sich eine Schrifttafel. Darauf steht nebst dem Kurzbeschrieb eine Frage, um neugierig zu machen. Wer sich für die Antwort interessiert, kann via Smart Phone über einen elektronisch lesbaren Code eine Video-, Audio- oder Bilddatei aufrufen. Auch Links auf weitere Informationen im Internet sowie Unterlagen für Schule und Unterricht stehen bereit.

Mit Geschichten bewegen

«Der Fokus auf Geschichten und die digitale Ausrichtung zeichnen dieses Projekt aus», sagt Guido Estermann. Urs Beat Frei ergänzt: «Wir wollen der Bevölkerung einen Einblick in die Vielfalt und die Herkunft der religiösen Kulturgüter im Kanton geben. Denn das Wissen um die Besonderheiten der Vergangenheit lässt uns die Gegenwart besser verstehen.» Wer beispielsweise vor dem Altarbild in der Kirche von Menzingen steht und sich die Audiodatei anschaut, erfährt, weshalb auf diesem Gemälde einen Mann mit Turban zu finden ist und welch aktuelle Vision des Malers dahintersteckt.

Die Vernissage ist öffentlich. Anmeldungen bitte unter www.fachstelle-bkm.ch

 

Medienmitteilung vom 17. Januar 2019

 

Die Katholische Kirche Zug sieht bei einer Annahme der Selbstbestimmungsinitiative die Menschenrechte gefährdet. Sie empfiehlt deshalb, am 25. November 2018 mit «Nein» abzustimmen.

Unter dem Schlagwort der Selbstbestimmung soll das Schweizer Verfassungsrecht über das Völkerrecht gestellt werden. Dies gefährdet die Einhaltung bestehender internationaler Verträge durch die Schweiz, insbesondere der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, welche die Schweiz 1974 unterzeichnete.

Die Europäische Menschenrechtskonvention ist eine notwendige Rückversicherung für den Schutz vor Folter, Sklaverei, Zwangsarbeit und Diskriminierung. In unserer Kirche steht die Geschwisterlichkeit als Vorbild für die menschliche Gemeinschaft über Grenzen hinweg. Die christlichen Werte und Traditionen erfordern den Einsatz für die Menschenrechte.

Die Mitbestimmung der Bürgerinnen und Bürger ist zweifelsohne ein wichtiger Pfeiler des Erfolgsmodells Schweiz. Dabei muss aber sichergestellt sein, dass Mehrheiten nicht ausschliesslich und alleine bestimmen. Auch Schwächere brauchen eine Möglichkeit, ihre Rechte einzuklagen. Dies garantiert die Menschenrechtskonvention.
Dass der Schutz dieser Grundrechte in der Schweiz weiterhin Vorrang hat, ist der Katholischen Kirche Zug ein Anliegen. Sie empfiehlt deshalb, die Selbstbestimmungsinitiative abzulehnen.

 

 

Medienmitteilung vom 7. November 2018

 

 

 

Seit 40 Jahren engagiert sich die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien der Katholischen Kirche Zug für die Stärkung und Entwicklung von Religionsunterricht und Katechese. Das Jubiläum wird morgen Mittwoch in Cham gefeiert.

Die Fachstelle BKM wurde 1978 von Edgar Hotz – damals als Katechetische Arbeitsstelle Zug (KAZ) – gegründet und über dreissig Jahre lang umsichtig und weitsichtig geleitet. In den vergangenen Jahren hat sich die Fachstelle zu einer bedeutenden Bildungsinstitution im Kanton Zug entwickelt. Ein 4-köpfiges Team unter der Leitung von Guido Estermann, Theologe und seit 2013 neuer Fachstellenleiter, unterstützt Religionslehrpersonen sowie Katechetinnen und Katecheten mit einem breiten Aus- und Weiterbildungsprogramm und berät sie bei der Umsetzung ihrer Lehrpläne. Darüber hinaus führt die BKM eine umfangreiche Mediothek mit rund 4’000 Fachbüchern, über 700 Filmen sowie Themenkoffern, Spielen und Realgegenständen, die auch der Bevölkerung offensteht.

Religiöse Bildung als Teil der Allgemeinbildung

«Vertieftes Wissen über Religionen ist in unserer heutigen multikulturellen Gesellschaft wichtiger denn je», sagt Guido Estermann. «Religiöse Bildung muss zur Allgemeinbildung gehören. Wir setzen uns deshalb für die Stärkung ihrer Position ein und tragen dazu bei, dass sie dieselben Qualitätskriterien erfüllt wie andere Bildungsangebote.»
Der neue Lehrplan für Religionsunterricht und Katechese (LeRUKa), den die Bischöfe der deutschen Schweiz vor einem Jahr gutgeheissen haben, wird ab dem Schuljahr 2019/20 in Zug umgesetzt. Guido Estermann hat in den vergangenen Jahren zusammen mit weiteren Experten in verschiedenen nationalen Entscheidungsgremien massgeblich dabei mitgewirkt. Sowohl beim Leitbild, das dem Lehrplan zugrunde liegt, als auch beim Umsetzungsplan.

Kompetenzorientierung als Ziel

Im neuen Lehrplan wird zwischen dem Lernort Schule (Religionsunterricht) und dem Lernort Kirche (Katechese) unterschieden. Der Unterricht sei kompetenzorientiert ausgerichtet und interaktiv. Wissenstransfer alleine genüge heute nicht, so Guido Estermann. Ziel sei, dass die Jugendlichen Inhalte nachvollziehen, in ihre persönliche Welt übersetzen und sie aktiv in eigene Handlungen umsetzen können. Das mache sie fähig, religiöse und ethische Fragestellungen überhaupt zu erkennen, sie mitdiskutieren und beispielsweise an politischen Abstimmungen teilnehmen zu können.
Religionslehrpersonen, Katechetinnen und Katecheten, Pfarrer und Gemeindeleitende werden bei der Umsetzung des neuen Lehrplans von der Fachstelle BKM umfangreich unterstützt: Mit Veranstaltungen, Online-Dokumenten und persönlicher Beratung. Am 13. September dieses Jahres findet die erste Einführungsveranstaltung in Baar statt.

www.fachstelle-bkm.ch


Medienmitteilung vom 28. August 2018

Diakon Urs Stierli, Gemeindeleiter der Pfarrei Oberägeri, wird ab 1. Oktober 2018 Leiter des Pastoralraums Zug Berg. Er löst in dieser Funktion Markus Burri, Gemeindeleiter der Pfarreien Unterägeri und Allenwinden ab, der künftig die Spezialseelsorge und die Fachstellen der Katholischen Kirche Zug leiten wird.

Urs Stierli erhält für seine neue Funktion einen Auftrag von Bischof Felix Gmür. Dieser stützt sich auf Rückmeldungen aller Kirchgemeinden des Pastoralraums Zug Berg. Dazu zählen Allenwinden, Menzingen, Neuheim, Oberägeri und Unterägeri.

Die «Stabsübergabe» erfolgt anlässlich des Pastoralraumgottesdienstes vom Samstag, 29. September 2018 um 17 Uhr in der Pfarrkirche Oberägeri. Dort wird Markus Burri als Pastoralraumleiter verabschiedet und Urs Stierli als Nachfolger eingesetzt.

 

Medienmitteilung vom 5. Juli 2018

Alfredo Sacchi, seit 24 Jahren Leiter des Dekanats Zug, wurde gestern im Zentrum Chilematt in Steinhausen feierlich aus dieser Funktion verabschiedet. Am 1. August 2018 wird das Dekanat in die Pastoralräume überführt.

An der «Übergangsfestversammlung» wurde Alfredo Sacchi von den Mitgliedern des Dekanats und der VKKZ (Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug) bei Speis und Trank, Gesang und Überraschungsprogramm noch einmal gefeiert. Markus Burri, Mitglied des Dekanatsvorstandes, würdigte Alfredo Sacchis Leidenschaft für die Sache Jesu, sein gesundes unermüdliches Eintreten für ein Miteinander, möglichst ohne Hierarchie. Auch Melanie Hürlimann, VKKZ-Geschäftsstellenleiterin, stellte das Miteinander als ein stetes Anliegen von Sacchi in den Vordergrund, und dankte für konstruktive, ehrliche Zusammenarbeit. Margrith Mühlebach-Scheiwiller, Regionalverantwortliche des Bischofsvikariats St. Viktor, ehrte Alfredo Sacchi als verbindende Persönlichkeit. Der Geehrte selbst dankte für das Vertrauen in all diesen Jahren und betonte: «Man kann eigentlich nichts alleine machen. Es sind die andern, die unterstützen, anregen, Kritik üben…»

Pastoralraumleiterkonferenz als neue Leitungsstelle
Ab August 2018 tritt die Neuorganisation der Katholischen Kirche Zug in Kraft. Das heutige Dekanat wird in Pastoralräume überführt. Drei davon bestehen bereits, zwei sind noch in Vorbereitung. Neue pastorale Koordinations- und Leitungsstelle ist die Pastoralraumleiterkonferenz. Das Gremium besteht aus den Leitern der Pastoralräume, dem Leiter Fachstellen und Spezialseelsorge sowie der Vertretung der Bistumsregion St. Viktor, welcher nebst Luzern, Schaffhausen und Thurgau auch Zug angehört. Ein noch zu bestimmender Vertreter der Pastoralraumkonferenz wird auch Einsitz im Präsidium der VKKZ haben.

Weiterhin Priester, Seelsorger und Mitglied diverser Gremien
Alfredo Sacchi wird der Katholischen Kirche Zug weiterhin als Domherr, als priesterlicher Mitarbeiter in Steinhausen, als Seelsorger und als Mitglied verschiedener Gremien und Projektgruppen erhalten bleiben. Bis Ende September dieses Jahres wird er ausserdem die Fachstellen und Spezialseelsorge leiten, um dann diesen Stab am 1. Oktober an Markus Burri, den derzeitigen Gemeindeleiter von Unterägeri und Allenwinden sowie Leiter des Pastoralraums Zug Berg, zu übergeben.

Pastorales Leistungsangebot bleibt unverändert
An den pastoralen Leistungen für die Mitglieder der Katholischen Kirche im Kanton Zug ändert sich mit der Neuordnung nichts. Die neue Organisationsstruktur baut weiter auf dem pastoralen Entwicklungsplan des Bistums Basel auf. Dieser will mit dem Zusammenschluss der Pfarreien zu Pastoralräumen sicherstellen, dass die pastoralen Aufgaben in allen Gegenden ausreichend und gleichwertig erfüllt werden.

 

Pastorale Organisation Katholische Kirche Zug

Staatskirchenrechtliche Organisation Katholische Kirche Zug

Alfredo Sacchi – ein «Brückenbauer»

Fast ein Vierteljahrhundert hat Alfredo Sacchi der Katholischen Kirche Zug als Dekan gedient. Mit seinem Wirken verlieh er der Kirche ein Gesicht. Dank seiner offenen Spiritualität gelang es ihm, kirchenintern und extern Brücken zu bauen. Mit regelmässigen Dekanatsversammlungen und Weiterbildungsanlässen förderte er den Dialog und die Zusammenarbeit der 17 Pfarreien untereinander und unterstützte sie bei ihrer Weiterentwicklung. Ebenso trug er zur fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden und deren Vereinigungsorgan, der VKKZ, bei.
Grossen Wert legte er auch auf den Dialog mit engagierten Laien wie dem Seelsorgerat. So kamen Projekte zustande wie der Auftritt als «Offni Chile» an der Zuger Messe, wo im ersten Jahr die Tore der Zuger Kirchen ausgehängt und an die Messe transportiert wurden.

Ein Höhepunkt seines Engagements für die Ökumene war der Nationale Ökumenische Gedenk- und Feiertag am 1. April des vergangenen Jahres. Die reformierte und die katholische Kirche feierten gemeinsam an einem Fest mit der Zuger Bevölkerung 500 Jahre Reformation und 600 Jahre Bruder Niklaus von Flüe.

Vielen in der Zuger Bevölkerung wird auch in Erinnerung bleiben, wie er sich anlässlich des Zuger Attentats engagierte. Es war ihm ein grosses Anliegen, insbesondere mit dem Gottesdienst für die Opfer des Attentats und den späteren Gedenkfeiern den Hinterbliebenen bei der Aufarbeitung dieses traumatischen Ereignisses beizustehen.

Die Jungen – als Zukunft der Kirche – lagen dem Dekan besonders am Herzen. Tausende von Jugendlichen wurden von ihm mit Engagement, Einfühlungsvermögen und Respekt zum Sakrament der Firmung geführt.
Zur Routine wurde sein langjähriges priesterliches Engagement nie. Wer Alfredo Sacchi an seinen Gottesdiensten erlebt, spürt die Tiefe seiner Religiosität und die starke Präsenz, die ihm über all die Jahre erhalten blieb.

 

Medienmitteilung vom 7. Juni 2018

Christoph Schönenberger von Unterägeri ist der Gewinner des Wettbewerbs auf wp.katholische-kirche-zug.ch, den neuen kantonalen Webseiten der Kirche. So kam er am vergangenen Freitag in den Genuss eines Nachtessens mit Bischof Felix Gmür und Dekan Alfredo Sacchi.

Als Christoph Schönenberger, Unternehmer und Kirchenschreiber der katholischen Kirchgemeinde Unterägeri den Wettbewerb auf den neuen kantonalen Webseiten sah, war sofort klar: Dieser Preis reizte, da musste er mitmachen. So geschah es – und mit Erfolg. Am Freitagabend kam er nun in den Genuss eines privaten Nachtessens bei sich zu Hause, serviert vom Bischof und vom Leiter des Zuger Dekanats. Mit dabei an diesem besonderen Event waren auch seine Frau, sein Zwillingsbruder und ein Freund aus dem Kochklub.

«Ausgezeichnet bekocht»
«Der Abend war herrlich, ein ganz besonderes Erlebnis», berichtet Christoph Schönenberger. «Bis nach Mitternacht haben wir mit dem Bischof und dem Dekan über kirchliche und viele andere Themen diskutiert. Dazu wurden wir ausgezeichnet bekocht». Dies war ein Verdienst der Kochkünste von Alfredo Sacchi, der das Essen im Voraus zubereitet hatte. Es wurden «alle Register gezogen», meint Christoph Schönenberger, der selbst Hobbykoch ist. Wir starteten mit einem grünen Smoothie, gefolgt von einem Sellerie-Salat und einem Spargelcrème-Süppli mit Weisswein. Als Hauptgang gab es in Rotweinsauce geschmorte Kalbsbäggli – die «auf der Zunge vergingen» – mit Rüebli. Zum Schluss wurde uns ein Käseteller serviert und später noch eine Erdbeercrème mit Hünenberger Erdbeeren.

Bischof war «wie einer von uns»
Ein Abend also, an dem für Leib und Seele bestens gesorgt war. Der Bischof sei offen und humorvoll gewesen, gar nicht distanziert, sondern «wie einer von uns». Auch in der Küche habe er nach dem Essen Hand angelegt und aufgeräumt. Man habe viel zusammen gelacht und die beiden Priester seien erst um 00.30 Uhr wieder von dannen gezogen, resümiert Christoph Schönenberger, sichtlich zufrieden.

 

Medienmitteilung vom 22. Mai 2018

 

Bereits zum fünften Mal fand ein Austausch zwischen Zuger Kirchenvertretern und dem Rohstoffunternehmen Glencore statt. Die Gespräche sind Bestandteil verschiedener Initiativen, ethische Themen mit Zuger Firmen zu diskutieren.

Die katholische und reformierte Kirche Zug sowie der Christliche Treffpunkt Zug suchen den Dialog mit Zuger Unternehmen. Thematisiert werden jeweils insbesondere ethische Fragen der Unternehmensführung. Bei der jüngsten Begegnung trafen sich sechs Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen mit vier Verantwortlichen von Glencore.

Im Zentrum der Diskussion lagen die aktuellen politischen Vorgänge: Zum einen die durch die US-Regierung verhängten Sanktionen gegen russische Oligarchen und Firmen. Die Sanktionen haben auch einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von Glencore im Bereich Aluminium. Zum andern die Konzernverantwortungsinitiative, die international tätige Unternehmen dazu verpflichten will, den Schutz der Menschenrechte und Umweltstandards in Anwendung des Schweizer Rechts auch im Ausland verbindlich einzuhalten und die Unternehmen in der Schweiz haftbar zu machen. Die Gesprächsteilnehmenden waren sich über Sinn und Zweck der Initiative einig. Was deren Umsetzung betrifft, entwickelte sich eine engagierte Diskussion mit unterschiedlichen Haltungen betreffend die Wirksamkeit und Folgen für die Schweiz und die betroffenen Menschen und Regionen.
Erörtert wurden überdies aktuelle Themen aus den Kirchen und das lokale Engagement von Glencore im sozialen, sportlichen und kulturellen Bereich. Es wurde beschlossen, den Dialog im kommenden Jahr fortzuführen.

 

Medienmitteilung vom 8. Mai 2018

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Weitere Nachrichten

aus der Kirche Schweiz