Eindeutig zweideutig sind die grossen Banner am Baugerüst der Pfarrkirche in Oberägeri zu verstehen. Gemeindeleiter und Diakon Urs Stierli hat aus der Not eine Tugend gemacht und die nötige Sanierung der Kirche mit einer Aktion verbunden. Machen Sie mit!
«Wo ist die katholische Kirche renovationsbedürftig? Welchen Gedanken, welches Anliegen möchten Sie der Kirche mitteilen?“, fragt Urs Stierli seine Pfarreiangehörigen und darüber hinaus. Machen Sie mit und geben Sie Antwort. Er freut sich auf Ihre Rückmeldungen. /bth
Schicken Sie Ihre Antworten bitte an info@pfarrei-oberaegeri.ch
Zum Thema «Freiheit im Strafvollzug» gab Dr. Frank Stüfen am 24. Mai in der CityKircheZug interessante Einblicke. Zum einen praktische aus dem Alltag als Gefängnisseelsorger, zum andern auch wissenschaftliche aus seiner Dissertation.
Frank Stüfens Erfahrungen sind nicht nur praktische Beispiele aus der Strafanstalt Pöschwies im Kanton Zürich, sondern auch wissenschaftlich erforscht. In seiner Dissertation «Freiheit im Strafvollzug» diskutiert er Forschungsergebnisse aus 40 Jahren Gefängnisseelsorge. Er vertritt die Ansicht, dass das theologische Konzept von Schuld, Strafe und Vergebung nicht mehr zeitgemäss ist. Das sieht man unter anderem daran, dass Täter, die ihre Strafe verbüsst haben, nicht mit offenen Armen von der Gesellschaft empfangen werden. «Sühne beginnt meistens erst nach der Haftentlassung», sagt Frank Stüfen.
Aus christlicher Sicht ist es schwierig, Strafe zu legitimieren. Jesus lebt Gewaltfreiheit vor. Und aus der Ebenbildlichkeit Gottes lässt sich ableiten, dass Menschen die Freiheit haben, das zu tun, was Gott will und eine Umkehr jederzeit möglich ist. Frank Stüfen hat Täter immer wieder gefragt, ob ihnen vor der Tat bewusst war, dass sie einen Fehler begehen. Und fast alle bejahten. Karl Barth sagt dazu: «Was Gott will, weisst du immer ganz genau». Wie wichtig Väter in der Gewaltprävention sind, zeigt der Umstand, dass praktisch alle Täter keine oder eine schlechte Beziehung zum Vater leben, hingegen ein gutes Verhältnis zur Mutter pflegen.
Aus Opfersicht ist es meistens wichtig, dass Täter hart bestraft werden. Dem widerspricht der französische Philosoph Paul Ricoeur, der sagt, dass kein Übel damit ausgelöscht werden kann, wenn einem anderen Übel zugefügt wird. Frank Stüfen befürwortet eine explizite Opfer-Seelsorge. Er aber ist Gefängnisseelsorger, der den Menschen im Gefängnis auf Augenhöhe begegnet, Brüche in der Biografie thematisiert und die Versöhnung ins Zentrum stellt. Wichtig ist ihm auch das Engagement für Täterfamilien, die meistens mit-stigmatisiert sind. Zusammenfassend lässt sich mit Karl Barth sagen: «Die gerechteste Strafe ist die, welche die umfassendste Fürsorge für den Täter und die Gesellschaft bringt».
Gaby Wiss, CityKircheZug
In diesem Jahr findet die Zuger Messe wieder statt. Auch die Katholische Kirche Zug wird präsent sein. «Das ist Kirche!» heisst ihr Thema mit der Botschaft, dass es vor allem die Menschen sind, die Kirche ausmachen.
Unter dem Stichwort «Kirche» stellt sich jeder etwas anders vor: Die meisten denken an Gottesdienste, Predigten, Sakramente, Priester oder andere Vertreter der kirchlichen Organisationen, verbunden mit positiven oder negativen Erinnerungen. Dass die Kirche viel mehr ist, will die Arbeitsgruppe Zuger Messe der Katholischen Kirche Zug unter der Leitung von Franz Lustenberger in diesem Jahr zeigen. Die Kirche machen alle Menschen aus, die in irgendeiner Form mit ihr zu tun haben. Beispielsweise die vielen Freiwilligen, die mit verschiedensten Engagements für die Kirche tätig sind, die Gottesdienstbesucherinnen und -Besucher, die Teilnehmenden und auch Leitenden von Jungwacht/Blauring und nicht zuletzt auch die eher Distanzierten, die hin und wieder zuhause in der Stille ihr Gebet an Gott richten.
Wer den Messestand der Katholischen Kirche Zug vom 22. bis zum 30. Oktober besucht, wird überrascht sein, wie gross und vielfältig die kirchliche Gemeinschaft letztlich ist, und wie viele Gründe und Möglichkeiten es gibt, bei der Kirche aktiv zu sein. Entdecken Sie, was Kirche wirklich ist! Die Betreuerinnen und Betreuer am Stand der katholischen Kirche freuen sich auf die Begegnung mit Ihnen.
Bernadette Thalmann
Anlässlich des Nationalen Flüchtlingstags findet am Sonntag, 12. Juni, auf dem Dorfplatz und im Chilezentrum Steinhausen ein Sponsorenlauf zugunsten von Flüchtlingen statt. Nehmen Sie als Läufer oder Läuferin teil und bringen Sie Ihre Sponsoren mit!
Der diesjährige Nationale Flüchtlingstag findet in einem besonderen Spannungsfeld statt. Die eintreffenden Flüchtlinge aus der Ukraine zeugen von einem Krieg der Verwüstung und Vertreibung. Mit grosser Solidarität wurden sie hier bei uns empfangen. Der Nationale Flüchtlingstag erinnert uns auch daran, dass viele weitere Menschen aus anderen Kriegsgebieten zu uns geflohen sind, oft unter viel gefährlicheren Umständen. Gemeinsam ist allen Geflüchteten, dass sie wohl der unmittelbaren Gefahr entflohen sind, doch sind sie ihrer vertrauten Umgebung entrissen. Sie leben in einer ihnen fremden Kultur, können sich meist sprachlich nicht verständigen und fühlen sich allein mit ihren oft traumatischen Erinnerungen.
Für und mit all diesen Menschen wird am Sonntag, 12. Juni, von 14.00-17.00 Uhr auf dem Dorfplatz und beim Chilezentrum Steinhausen ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Verschiedene Musik- und Tanzgruppen bringen Feststimmung auf den Platz und Kinder sowie Erwachsene können sich in einem Malatelier kreativ ausdrücken. Feines Gebäck aus fernen Ländern mit einem Kaffee oder Tee laden zum Plaudern ein. Zum Abschluss des Tages werden Köstlichkeiten aus dem Hindukusch vom Afghanischen Kulturverein serviert.
Gleich neben dem Festgelände lässt sich bei einem Sponsorenlauf mit Sport und Spass Gutes tun. Ob jung oder alt, ob fit oder träge, alle sind eingeladen, möglichst viele Runden in 12 Minuten zu rennen. Die zuvor gewonnenen Sponsoren werden die gelaufenen Runden mit einem vereinbarten Betrag vergüten. So soll ein Betrag zusammenfliessen, mit dem die Aktivitäten von Gruppen, die sich für die Geflüchteten engagieren, unterstützt werden.
Das Laufblatt mit allen nötigen Informationen ist unter www.frwzg.ch zu finden.
Markus Burri, Präsident FRW
Um die gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen zu unterstützen, hat Eva Wimmer in den vergangen 10 Jahren FRW aufgebaut. Mit Freude über das Gewachsene übergab sie im Mai die Leitung an Katja Wipfli-Willeschek.
Der Verein FRW fördert den Frieden in der Gesellschaft, den gegenseitigen Respekt und das Achten der Würde jeder Person. Er sichert Rahmenbedingungen und Aktivitäten der Freiwilligen in den Bereichen Sprache, Begegnungen, Prävention und Berufsleben.
Neue Website
Bei ihrem Abschied dankte die FRW-Gründerin Eva Wimmer ihrem Team für die «grossartige Zusammenarbeit». Mit Stolz verwies sie auf eine der jüngsten Früchte dieser Kooperation, die neuen Webseiten. Die Plattform soll die Kommunikation innerhalb der Organisation unterstützen, den Dialog mit der Gesellschaft und die Zusammenarbeit im FRW-Netzwerk fördern. Einige Bereiche sind automatisiert und vereinfacht, beispielsweise die Anmeldung zu Kursen, der Beitritt zum Verein oder das Spenden von Beiträgen. Auf einer Karte sind die Veranstaltungsorte eingetragen.
Häufig gestellte Fragen, z.B. zu Integration und Migration, werden im Sommer aufgeschaltet.
Anlässlich seines Abschiedsbesuchs dankte Eva Wimmer dem Baarer Kirchenrat für die finanzielle Unterstützung und die Räume, die er der Organisation seit Jahren unentgeltlich zur Verfügung stellt.
Sponsorenlauf am Flüchtlingstag
Damit FRW seine Arbeit nach den grossen Herausforderungen der Zeit ausrichtigen kann, sind weitere finanzielle Mittel unabdingbar. Der Flüchtlingstag am 12. Juni 2022 in Steinhausen lädt mit einem Sponsorenlauf dazu ein, ein Zeichen der Solidarität zu setzen – entweder sportlich aktiv oder als SponsorIn einer Läuferin oder eines Läufers. Im Tandem zwischen LäuferIn und SponsorIn soll die Vereinskasse und ein Fond für Kulturvereine Zustupf erhalten. ew/bth
Die neue Schweizer Vertretung am Heiligen Stuhl wird im Frühjahr 2023 ihre Arbeit aufnehmen. Botschafter Denis Knobel, der bislang von Ljubljana aus die Schweizer Interessen vertrat, wird dann nach Rom wechseln.
«Tragt die Freude und Begeisterung der christlichen Gemeinschaft in die Welt hinaus!» Mit diesem Aufruf verabschiedete Bischof Markus die Teilnehmenden des Weltjugendtages in der abschliessenden Eucharistiefeier am 24. April in St. Gallen.
Bedient man sich der Jugendsprache, kommt man im Zusammenhang mit der Ambiance an den WJT in St. Gallen nicht um die Wendung «good vibes» herum. Diese positive Stimmung zog sich wie ein roter Faden durch die drei Festivaltage. Am Eröffnungsabend brachten die Acts «Les Guetteurs» und «O’Bros» mit ihrer beschwingten, christlich geprägten Musik zum Tanzen. Nach zweijähriger Absenz war es deutlich ersichtlich, wie die Jugendlichen die alte neue Gemeinschaft genossen. So erging es auch den Künstlern selbst. Samuel Harfst, der mit seiner tiefgreifenden Musik das Publikum berührte, war begeistert von der Textsicherheit des Publikums. Er selbst hatte in den letzten Coronajahren häufig nur die Möglichkeit, in Wunschkonzerten am Radio mit seinen Zuhörerinnen und Zuhörern zu kommunizieren.
Die Gemeinschaft im Fokus
«Steh auf, ich erwähle dich» – unter diesem Motto fanden die diesjährigen Weltjugendtage statt. Doch was heisst es, erwählt zu sein? In spannenden Workshops konnte man sich dieser und vieler weiterer (Glaubens)Fragen stellen. Ein wichtiger Punkt in der Auseinandersetzung und in den Diskussionen war die Gemeinschaft. Gerade die Eucharistiefeiern, welche von einer hervorragenden Lobpreisband unterstützt wurden, liessen Momente des Nachdenkens und der Stille innerhalb der Gruppe zu. Die Verbundenheit der jungen Christinnen und Christen zeigte sich in der Vigil am Samstagabend. Die grosse Prozession durch die Innenstadt St. Gallens, umrahmt mit Kerzen und Gesang, berührte manche zufälligen Passanten und bewegte sie dazu, der anschliessenden Begegnung mit Jesus Christus in der Anbetung beizuwohnen.
Nächstes Jahr in Lissabon
Die spürbare Energie und Begeisterungsfähigkeit der teilnehmenden Jugendlichen entzog sich auch den anwesenden Geistlichen nicht. In der abschliessenden Eucharistiefeier ermutigte Bischof Markus die Jugendlichen, die Freude und den persönlichen Glauben auch in den Alltag hinauszutragen, um so Zeugen zu werden. Bis zum WJT in Lissabon 2023!
Daniel Neidhart
Das Forum Kirche und Wirtschaft der Katholischen Kirche Zug hat am vergangenen Samstag zusammen mit weiteren Veranstaltern verschiedenste Aspekte rund um Leben, Tod und die Organspende mit Fachleuten vertieft behandelt und diskutiert.
Das zur Abstimmung stehende Transplantationsgesetz gibt der Thematik der Organspende Brisanz. Da sich bei Organspenden ethische Fragen stellen, widmen sich diesen das Forum Kirche und Wirtschaft zusammen mit der Katholischen Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung der Schweiz KAB und dem Institut für Sozialethik ethik22.
Herz gegen Niere – so einfach geht das in der Spitalwirklichkeit bei Organspenden natürlich nicht. Herz gegen Niere ist aber mehr als ein Gedankenspiel. Frank Mathwig, Professor für Ethik an der Universität Bern und Mitglied der Nationalen Ethikkommission, ruft zum Perspektivenwechsel auf: «Was wäre, wenn ich morgen ein Herz oder eine Niere brauchen würde?» Auch Franz Immer, Direktor der Stiftung Swisstransplant, hat auf diesen Punkt hingewiesen: «Wir alle können auf der Warteliste für ein Organ landen.»
Die Zahlen zur Organspende in der Schweiz sind klar: Auf der Warteliste für ein Organ standen im Jahre 2020 insgesamt 1’457 Personen, Transplantationen wurden 519 vorgenommen. Auf eine Million Verstorbene kommen 20 Personen, die ein Organ zur Verfügung stellen. Diese tiefe Zahl steht in einem krassen Missverhältnis zur Höhe der Bereitschaft für eine Organspende gemäss Umfragen.
Es sind verschiedenste Blickwinkel auf das Thema möglich. Zuerst einmal geht es um die Frage des Todes: Wann ist ein Mensch tot, und damit verbunden die Frage, wann dürfen Organe entnommen werden? Die Antwort fällt nicht einfach aus: Die menschliche Hülle des Körpers zerfällt mit dem Tod, verschwindet damit aber auch die Seele? Hans Niggeli, Theologe und Klinikseelsorger im Kanton Aargau, formuliert es so: «In den Organen ist das bisherige Leben mit all seinen Erfahrungen gespeichert.» Lebe ich also bei einer Organspende in einer anderen Person weiter?
Für Frank Mathwig bedeutet daher über den Tod nachdenken, immer auch übers Leben nachdenken. Als Theologe und Ethiker ist ihm der Schutz der Persönlichkeit, also das Grundrecht auf körperliche Integrität ganz wichtig. Er braucht dazu das Bild der Haut, die Grenze zwischen der einzelnen Person und der Aussenwelt. Der Staat habe keinen willkürlichen Zugriff auf den Menschen, von aussen auf das Innere des Menschen. Auf der anderen Seite hat der Mensch die Möglichkeit, sich nach aussen zu öffnen. Solidarität von Mensch zu Mensch sei immer freiwillig und könne nicht vom Gesetzgeber erzwungen werden.
Auch wenn gemäss Statistik von 1’457 Personen auf der Warteliste 72 während dieser Zeit des Wartens verstorben sind, darf es laut Corine Mouton Dorey, Professorin für Biomedizin an der Universität Zürich, keinen staatlichen Zwang geben: «Es gibt keinen Rechtsanspruch, ein Organ zu erhalten.» Frank Mathwig plädiert daher für mehr Information zu Organspenden: «Wir alle sollen ein Bewusstsein für die Not von Menschen entwickeln, die auf ein Organ angewiesen sind. Dazu gehöre insbesondere, dass die moderne Medizin, insbesondere die Transplantationsmedizin, in der Bevölkerung noch stärker Vertrauen schaffe. Der Direktor von Swisstransplant, Franz Immer, widerspricht nicht, er verweist aber auf die klaren Regelungen in der Schweizer Ärzteschaft sowie die sorgsame Praxis in den Intensivstationen und die Gespräche mit Angehörigen. «Die Ärztinnen und Ärzte in den Intensivstationen wissen, dass es bei ihnen immer um Tod und Leben geht.»
Franz Lustenberger, Mitglied der Begleitkommission Forum Kirche und Wirtschaft
Das Institut für Sozialethik geht im neusten Magazin auf verschiedenste Aspekte des Thema Organspende ein. Das Magazin kann unter dem folgenden Link bestellt werden:
https://www.ethik22.ch/single-post/organspende-das-neuste-magazin
Mitte Mai wechselt beim Verein FRW Interkultureller Dialog die Geschäftsleitung. Eva Wimmer gibt diese Aufgabe nach fast 10 Jahren Einsatz für Flüchtlinge im Kanton Zug aus gesundheitlichen Gründen ab. Nachfolgerin ist Katja Wipfli-Willeschek.
FRW Interkultureller Dialog, seit 2017 ein Verein, engagiert sich seit bald 10 Jahren mit Freiwilligenarbeit im Bereich Sprachvermittlung und verhilft damit Geflüchteten, die unter uns leben, zu einer besseren Integration in die Gesellschaft. Gleichzeitig erhalten sie Informationen zu den hiesigen Gepflogenheiten und Unterstützung in alltäglichen Fragen. Der Zugang zur Schulung ist bewusst niederschwellig gehalten. Die Sprachaktivitäten sind inzwischen ergänzend auf das Programm des Kantons ausgerichtet und tragen dazu bei, dass auch schwächere SchülerInnen Erfolge feiern können. Nebst der Sprachvermittlung bietet der FRW mit Anlässen wie gemeinsamen Essen und vielen Freizeitprojekten allen Zugezogenen und Einheimischen Möglichkeiten zur Begegnung.
Der Rückblick auf das Jahr 2021 zeigt einmal mehr, dass Flexibilität gefragt war. Ständig musste ausgelotet werden, welche Aktivitäten (noch) möglich waren. Sehr erfreulich ist, dass trotz den schwierigen Umständen ehemalige Sprachschüler und FRW-Freiwillige ihre erfolgreichen Lehrabschlüsse feiern konnten; andere Ehemalige haben eben ihre Lehrstelle angetreten. «Das sind die wertvollen Früchte unserer Arbeit der letzten 9 Jahre, über die wir uns freuen und meistens viel zu wenig darüber berichten», betont Eva Wimmer, Gründerin und bisherige Geschäftsleiterin des FRW.
Mitte Mai gibt Eva Wimmer nun ihre Leitungsfunktion aus gesundheitlichen Gründen ab. Mit Katja Wipfli-Willeschek ist die Nachfolgerin bestimmt. Eva Wimmer hat als Pionierin viel bewirkt. Angefangen hat es mit dem grossen Flüchtlingsansturm aus dem Nahen Osten vor zehn Jahren. In Zusammenarbeit mit Einheimischen und Zugezogenen entstanden Begegnungsangebote und ein Computer-Sprachlernprogramm, mit dem alle – auch Analphabeten – Deutsch lernen können. Die Betroffenheit wandelte sich allmählich zur Vision «Inklusion»: Fremde werden Vertraute, wenn es zu einem Miteinander kommt, wenn sich alle in die Gesellschaft einbringen können.
Der FRW-Vorstand hat den Wechsel in der Geschäftsleitung genutzt, um das breite Wirkungsfeld des Vereins zu überprüfen und nötige Prioritäten zu setzen. So wurde festgehalten, dass sich die Aktivitäten auf die zwei Standbeine «Sprache» und «Begegnung» konzentrieren werden. Wenn sich darüber hinaus Bedürfnisse ergeben, wird der Kontakt mit Institutionen und Vereinen gesucht, die diese abdecken können.
Obwohl FRW eine von Freiwilligen (zurzeit 130) getragene Organisation ist, spielen die Finanzen zunehmend eine Rolle. «Wir wollen Menschen und Institutionen gewinnen, die unsere Anliegen mit ihrer Mitgliedschaft ideell und finanziell unterstützen», sagt Vereinspräsident Markus Burri und verweist zur Kontaktaufnahme auch auf die Webseite frwzg.ch. /mjw
Die Katholische Kirchgemeinde Zug lädt junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren zu einem Fotowettbewerb ein. Sie sollen ihre schönsten Schnappschüsse einsenden. Ein persönlicher Bezug zur Stadt oder zum Kanton Zug ist Bedingung.
Faszinierende Momente stehen im Fokus der Ausschreibung. Ob Begegnungen im Alltag, Glücksmomente beim Feiern oder Innehalten und sich besinnen – ganz unterschiedliche Sujets sind denkbar.
Die besten zehn Arbeiten werden vom 23. September um 19.00 Uhr bis zum 25. September 2022 in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Preisgeld. Eingabefrist ist der 30. April 2022.
Kontakt: Elisabeth Feiler-Sturm, Kuratorin für mobile Kunst- und Kulturgüter, Katholische Kirchgemeinde Stadt Zug.
Medienmitteilung der Katholischen Kirchgemeinde Stadt Zug vom 29. März 2022