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Die Coronazeit war die Zeit der digitalen Innovation im Bildungsbereich. So auch in der Ausbildung von Katecheten und Katechetinnen, welche die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien in Zusammenarbeit mit den Fachstellen aus den Kantonen Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden durchführt.

Ausbildungsgänge mussten mit Online-Formaten umgesetzt werden. Dies führte nicht nur zu technischen Innovationen, sondern auch zu didaktischen. Die Erfahrung im Umgang mit digitalem Unterricht zeigte mehre Aspekte.

Erfolgreiche Mischformen

Der Unterricht muss so gestaltet werden, dass die Lernaufgaben für die Teilnehmenden so stringent sind, dass sie ohne externe Hilfe gelöst werden können. Materialen müssen entsprechend aufgearbeitet zur Verfügung gestellt werden. Nebst dem klassischen Präsenzunterricht haben sich rein digitale Formen entwickelt. Für die Erwachsenenbildung erweisen sich Mischformen, also die Kombination von Phasen des Online-Lernens und Phasen der Präsenzunterrichts, als besonders erfolgversprechend. In den Präsenzphasen werden Inhalte erstellt, welche in den Online-Phasen erarbeitet werden. Diese Erarbeitung kann selbstständig passieren oder mit Hilfe von digitalen Plattformen mit entsprechenden digitalen Settings.

VKKZ investiert in moderne Infrastruktur

Eine weitere Form sind hybride Angebote. Damit gemeint ist die Mischform von Präsenzunterricht mit online zugeschalteten Teilnehmenden. Damit diese Form nachhaltiges Lernen ermöglicht, sind entsprechende methodische Lernsettings nötig. Gruppenarbeiten mit digital zugeschalteten Teilnehmenden sind dabei ebenso eine Variante wie Phasen, in denen die Präsenzteilnehmenden und die Online-Teilnehmenden getrennt arbeiten. Damit dies möglich ist, braucht es die entsprechende technische Infrastruktur. Die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug VKKZ wird deshalb in den nächsten Monaten einen entsprechenden digitalen Schulungsraum einrichten, der diesen Bedürfnissen Rechnung trägt.

 

Guido Estermann, Leiter Fachstelle Bildung-Katechese-Medien

 

An ihrer Plenarversammlung vom 25./26. März 2022 haben die Delegierten der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) den Theologen und Kirchenrechtler Urs Brosi einstimmig zum neuen Generalsekretär der RKZ gewählt.

Urs Brosi tritt am 1. Dezember 2022 die Nachfolge von Daniel Kosch an, der diese Funktion seit 2001 innehatte und altershalber zurücktritt. Vor seiner Wahl hielt Brosi fest, er sei «nicht der Verkäufer, der die ramponierte Kirche supertoll darstellt». Wichtiger sei ihm, «dass wir glaubwürdig auftreten, dass die Kirche theologisch redlich denkt und spricht, dass wir nach innen leben, was wir nach aussen verkünden».

Im Namen des Präsidiums der RKZ gratulierte Renata Asal-Steger dem künftigen Generalsekretär zu Wahl. Als langjähriger Vertreter der Thurgauer Landeskirche und als Mitglied verschiedener Gremien innerhalb der RKZ und der Mitfinanzierung SBK-RKZ ist Urs Brosi mit den Herausforderungen und mit den konkreten Aufgaben bereits vertraut. Dementsprechend hielt Renata Asal-Steger fest: «Es ist gut, dass mit der Wahl von Urs Brosi die Kontinuität sichergestellt ist. Gleichzeitig freuen wir uns auf neue Impulse und darauf, dass er neue Ideen einbringen und das Gesicht der RKZ mitprägen wird.»

Urs Brosi (1965) wuchs in Basel auf. Nach der Matura studierte er Philosophie in München und katholische Theologie in Luzern und Rom. Nach dem Pastoralkurs wirkte er vier Jahre als Pastoralassistent in der Pfarrei Dreifaltigkeit in Bern. An der Universität Münster spezialisierte er sich im kanonischen Recht und war anschliessend fünf Jahre wissenschaftlicher Assistent an der Professur für Kirchenrecht und Staatskirchenrecht der Universität Luzern. Während zwei Jahren arbeitete er als Bildungsverantwortlicher des Bistums Basel für die Weiterbildung der kirchlichen Mitarbeitenden. Seit 2008 ist er Generalsekretär und Geschäftsführer der Katholischen Landeskirche des Kantons Thurgau. In dieser Eigenschaft vertritt er bislang die Thurgauer Landeskirche in der RKZ und engagiert sich in Gremien der RKZ und der Mitfinanzierung SBK-RKZ.

In der Landeskirche Thurgau war er unter anderem an der Entwicklung eines neuen Finanzausgleichs und an der Erarbeitung einer neuen Landeskirchenverfassung beteiligt, ferner am Bau eines landeskirchlichen Zentrums in Weinfelden. Nebenberuflich ist Urs Brosi seit 20 Jahren als Dozent für Kirchenrecht am Studiengang Theologie (TBI) aktiv, er wirkt ferner als Diözesanrichter im Bistum Basel und stand 20 Jahre lang im Dienst der Armeeseelsorge. /rkz

 

Das innert weniger Tage organisierte Benefiz-Konzert zugunsten der Glückskette-Aktion für die Ukraine mobilisierte viele Menschen und brachte grosszügige Spenden. Internationale Kunstschaffende zauberten eine besondere Atmosphäre in die Kirche St. Michael in Zug.

Das ukrainische Melos Gesangsquintett eröffnete das Konzert mit der National-Hymne der Ukraine: feierlich und wehmütig, aber auch hoffnungsvoll. Es folgten verschiedene weltliche und geistliche Lieder wie das Panis Angelicus oder das Ave Maria. Besonders berührend das von der Sopranistin Olga Kharchenko vorgetragene ukrainische Volkslied. Mit ihrer glockenklaren Stimme füllte sie den grossen Kirchenraum.

Reto Kaufmann, Pfarrer der Pfarrei St. Michael, sprach den Anwesenden in der Kirche Mut und den Segen Gottes zu. Im Namen aller betete er für den Frieden und schloss ganz besonders die von Krieg und Gewalt betroffenen Menschen in das Gebet von Papst Franziskus ein: «Du Gott der Liebe, schenke uns die Kraft, jeden Tag Baumeister des Friedens zu sein; schenke uns die Fähigkeit, alle Mitmenschen, denen wir auf unserem Weg begegnen, mit wohlwollenden Augen zu sehen.»

Stell dir vor, alle Menschen leben in Frieden

Mit John Lennons Traum-Ballade vom friedlichen Miteinander aller Menschen endete das Benefiz-Konzert so stimmungsvoll wie es begonnen hatte. Musiker und Sängerinnen aus der Ukraine und Russland sowie anderen Ländern musizierten gemeinsam für den Frieden und für die Unterstützung der Betroffenen im Ukraine-Krieg. Das Publikum dankte ihnen mit einer Standing Ovation.

Grosszügige Spenden

Die Kollekte vor Ort ergab 12’934 Franken. Darin sind die Überweisungen an die Glückskette per Twint noch nicht eingerechnet. Zusätzlich spendete der Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug den Betrag von 50’000 Franken zur Unterstützung der unter dem Krieg leidenden Bevölkerung in der Ukraine. Patrice Riedo, Kirchenratspräsident: «Der Kirchenrat ist bestürzt und sehr besorgt über das Leid, welches dieser sinnlose Krieg über die Menschen in der Ukraine und die vielen Flüchtlinge bringt. Unsere Spende soll als Sofortmassnahme diesen Menschen in ihrer Notlage unkompliziert und direkt Hilfe bringen. Die Katholische Kirche der Stadt Zug ist sich ihrer Verantwortung sehr bewusst und bietet auch vor Ort in Zug Hand, um Flüchtlinge auf allen Ebenen zu unterstützen».

Ein riesiges Dankeschön gilt allen Musiker/innen, die ohne Gage aufgetreten sind, und Concert-Nights Zug für die Planung dieses grossen Anlasses innert Wochenfrist – und natürlich allen Spender/innen!

 

Gaby Wiss, Pastoralraum Zug Walchwil

 

Carel van Schaik und Kai Michel stellen in ihrem Buch einen Sinnzusammenhang aus der Anthropologie und Evolution mit biblischen Texten her und lesen die Bibel als Protokoll der menschlichen kulturellen Evolution.

Die beiden Autoren verorten die entscheidende grundlegende Veränderung der Gesellschaftsstruktur in der neolithischen Revolution, vor gut 10 000 Jahren, als die Menschen begannen, sesshaft zu werden. Der Bericht über die Vertreibung aus dem Paradies im Buch Genesis nimmt nach Meinung der Autoren diesen Veränderungsprozess auf, obwohl er erst viele 1000 Jahre später geschrieben wurde.

Ihrer Argumentation legen sie zugrunde, dass der Mensch drei Naturen besitzt. Die erste Natur sind unsere angeborenen, genetisch verankerten Gefühle, Reaktionen und Vorlieben, welche der Mensch als Intuition oder Bauchgefühl wahrnimmt. Die zweite Natur sind tradierte, in früher Kindheit verinnerlichte Gewohnheiten und Konventionen, die kulturelle Lösungen für veränderte Gesellschaftsstrukturen und damit verbundene Probleme liefern. Die dritte Natur basiert auf der vernünftigen Analyse der Welt und ist die Vernunftnatur. Wenn unsere erste Natur im Widerspruch zur zweiten oder dritten Natur steht, kommt es zu sogenannten Missmatch-Phänomenen. Wir fühlen uns latent unbehaglich. Beiden Autoren zufolge handeln viele biblische Geschichten von solchen Missmatch-Situationen, die ihren Ausgang in der veränderten Gesellschaftsstruktur durch die Sesshaftigkeit haben.

Da sich die erste Natur bis heute nicht an die «neue» Lebenssituation der Sesshaftigkeit angepasst hat, sind die gleichen Probleme nach wie vor relevant und so faszinieren die biblischen Geschichten bis in die Gegenwart.

Das Buch liest sich leicht und flüssig, die Sprache ist gut verständlich und die Argumentationen schlüssig aufgebaut. Sie fordern den Lesenden heraus, sich immer wieder in Bezug auf Weltbild, Menschenbild und Religiosität neu zu positionieren. Eine Bereicherung für jeden, der dazu bereit ist.

 

Martina Schneider

Rund 300 Zügelkisten voll von Hilfsgütern gespendet von 600-700 Zugerinnen und Zugern wurden am 7. März von vier Liefertransportwagen beim Haus der Katholischen Kirche in Baar abgeholt, um sich auf den Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze zu machen.

Vom Mittag des vergangenen Donnerstags bis zum Montagabend, 7. März, stapelten sich im und vor dem gelben Haus beim Zuger Kantonsspital riesige Mengen von Hilfsgütern. Gesammelt wurden sie von der katholischen und der reformierten Kirche im Kanton Zug. Conny Weyermann, stellvertretende Leiterin der Fachstelle Bildung-Katechese-Medien, leitete die Aktion. Im Namen der beiden Kirchen spricht sie allen Spenderinnen und Spendern sowie den freiwillig Helfenden ihren grossen Dank aus. Nebst Gütern des täglichen Gebrauchs wie Nahrungsmittel und Hygieneprodukte wurden auch Zügelkisten und Geld gespendet. Mit den Geldspenden konnten medizinische Produkte im Wert von über 800 Franken die Hilfslieferung ergänzen.

«Überwältigt von der Solidarität»

Conny Weyermann ist «überwältigt von der Solidarität der Zugerinnen und Zuger». Ganz besonders freut sie sich auch darüber, dass sich die beiden Kirchen mit dieser Aktion tatkräftig und ganz im Sinne von «ora et labora» (bete und arbeite) engagierten. Im Kontakt mit der spendenden Bevölkerung sei es auch immer wieder zu berührenden Momenten mit Menschen ukrainischer Herkunft gekommen, erklärt sie.

Initiative einer jungen Russin

Die Aktion kam auf Initiative der in der Schweiz lebenden 23-jährigen Russin Victoria Bucher zustande. Sie scheute keinen Aufwand, um die notleidenden Menschen in der Ukraine, zu denen auch ein Teil ihrer Familie gehört, zu unterstützen.

Beim Bepacken der Transporter: Conny Weyermann und Guido Estermann, Katholische Kirche Zug, mit Victoria Bucher (Mitte)

Mehrere Tonnen Hilfsgüter unterwegs

Mehrere Tonnen gesammelte Hilfsgüter wurden schliesslich von vier Liefertransportwagen abgeholt. Nun sind nun auf dem langen Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze unterwegs. Dort sollen sie die zahlreichen Flüchtlinge, darunter auch viele Kinder und Babys, unterstützen.

 

Medienmitteilung der katholischen und der reformierten Kirche Zug vom 8. März 2022

 

Im ersten Corona-Lockdown hat Christian Kelter, Gemeindeleiter der Pfarrei Hünenberg, den Podcast «GlaubensZeit» lanciert. Inzwischen haben über 2’500 Menschen seine Online-Predigt fest abonniert. Mehr dazu im folgenden Interview.

 

Christian, wie würdest du selbst den Podcast «GlaubensZeit» umschreiben?

Mit der «GlaubensZeit» möchte ich zeigen, dass Glauben weder kompliziert, noch eng ist. Die Botschaft von Jesus ist auch nicht von gestern. Sie ist dauernd aktuell! Der Podcast möchte versuchen, den Menschen in knapp acht Minuten einen Impuls aus dem Evangelium mitzugeben. Etwas, worüber sie weiterdenken können und im Idealfall auch innerlich wachsen können. «GlaubensZeit» zeigt: Der Glaube hilft mir im Alltag. Er ist relevant.

 

Wann und weshalb ist die Idee entstanden?

Entstanden ist die «GlaubensZeit» im ersten Lockdown. Da waren ein bisschen mehr Zeit und innere Ruhe da. Ich dachte darüber nach, wie man Menschen im grösseren Stil erreichen könnte. André Sidler, ein Freund, der mit James FM sehr erfolgreich Radio macht, hat mich auf die Idee gebracht. Er ist auch für die Produktion verantwortlich.

 

Kannst du ein paar Beispiele nennen, was du jeweils thematisierst?

Der grösste Teil der Produktionen nahm bis Ende 2021 das Evangelium des jeweiligen Sonntags auf. Da war das Thema quasi vorgegeben. Der Podcast versteht sich in diesem Sinne als Predigt zum Nachhören. Während meines Sabbaticals im Frühsommer 2021 haben wir dann eine kleine «Special-Edition» eingeschoben. Die hiess «Mee(h)rSinn» – einfach, weil ich an der Ostsee war. Im Januar 2022 mache ich jetzt eine kurze thematische Serie: Es geht um die Frage, wie du Gott im eigenen Leben finden kannst und was dir helfen könnte, in seinem Sinne gute Entscheidungen zu treffen. Das gibt vielleicht drei bis vier Folgen. Mal sehen, wo wir rauskommen. Ich mache vieles intuitiv.

 

Was möchtest du mit dem Angebot erreichen?

Es gilt, das Evangelium in die Welt zu sprechen. Das scheint mit dem Podcast nicht schlecht zu klappen. Also ist das wichtigste Ziel erreicht: Mehr Evangelium wagen! Weiter haben wir auch gemerkt, dass Menschen sehr wohl ein Interesse an relevantem Glauben haben. Doch stehen die wenigsten dafür am Sonntagmorgen auf. Mit dem Podcast kann man die Botschaft auch im Auto hören, beim Staubsaugen oder abends mit einem Bier oder Tee auf dem Sofa. Die Botschaft kommt eigentlich genau dahin, wo sie hingehört: in den Alltag.

 

Welches Publikum willst du damit ansprechen? Eines, das sonst nicht in die Kirche kommt?

Die Hörerinnen und Hörer sind bunt gemischt. Einige unserer Firmlinge hören den Podcast, aber auch Leiter und Leiterinnen von Ministranten und Blauring. Sie geben öfters gutes Feedback. Überhaupt sind es tendenziell jüngere Menschen, die zuhören. Daneben gibt es auch solche, die in ihren eigenen Gemeinden nichts hören, was sie als relevant erachten. Auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen (katholisch und reformiert) hören mit. Der Podcast bewegt etwas. Darüber staune ich bis heute selbst.

 

Die Sprache und auch der Inhalt wirken erfrischend weltlich.

Na, hoffentlich klingt das «weltlich»! Dahinein – in die Welt – ist Gott ja schliesslich auch gekommen. Aber ich weiss, was du meinst. Der kirchlich-pastorale Ton ist ja tatsächlich nicht zum Anhören. Warum reden manche im Gottesdienst ganz anders als sie es daheim am Küchentisch tun? Kein Wunder, dass kirchliche Sprache oft als fremd und damit irrelevant empfunden wird. Mir ist das Evangelium schlicht zu heilig, um es zu Verkauderwelschen. Während der Vorbereitung stelle ich mir immer ein paar meiner kirchlich distanzierten Kolleginnen und Kollegen vor. Imaginär versuche ich, denen klarzumachen, was mir zu diesem Bibeltext einfällt und was das mit ihnen zu tun haben könnte. Erst wenn die es verstehen, ist ein Text gut und eine Predigt brauchbar.

 

Wie gut kommt der Podcast an?

Der Erfolg hat uns alle ein wenig überrascht. Bis heute wurden 69 Ausgaben von «GlaubensZeit» publiziert. Die wurden gesamthaft mehr als 60’000-mal abgerufen. Jede Ausgabe wurde im Durchschnitt rund 900 Mal angehört, einzelne Folgen erreichten bis zu 2’500 Aufrufe. Im Spätsommer waren es weniger. Aktuell haben jetzt rund 2’500 Menschen die «GlaubensZeit» fest abonniert.
Über die Hörerschaft insgesamt wissen wir nicht sehr viel. In letzter Zeit werde ich aber in Zug oder Luzern öfters von Unbekannten auf den Podcast angesprochen. Das finde ich schon enorm. Was wir wissen: 80% der Hörerinnen und Hörer leben in der Schweiz, 5% hören aus Deutschland zu, und sage und schreibe 10% leben in den USA. Dafür habe ich keine Erklärung. Ich freue mich aber darüber.

 

Der Podcast kann auf www.pfarrei-huenenberg.ch (ganz unten auf der Startseite) angehört und über iTunes und Spotify abonniert werden.

Schauen Sie sich auch die «Impulse aus der Stille» von Bernhard Lenfers, Gemeindeleiter Pfarrei St. Johannes, Zug, an.

 

Interview: Bernadette Thalmann

Heuer feiert die St. Thomas Kirche in Inwil ihr 50-jähriges Jubiläum. Während des ganzen Jahres sind diverse Anlässe geplant. Den Höhepunkt bildet die Ebeler Chilbi vom 3. Juli. Dann findet auch die Uraufführung einer eigens dafür komponierten Messe statt.

Eigentlich wäre das Jubiläum bereits im vergangenen Jahr fällig gewesen. Wegen Corona musste das Organisationskomitee die Feierlichkeiten jedoch verschieben. In diesem Jahr findet nun eine ganze Reihe von Anlässen mit Bezug auf das Jubiläum statt.

Ebeler Chilbi am 3. Juli

Den Höhepunkt bildet die Ebeler Chilbi am 3. Juli. «Der St. Thomas Chor freut sich jetzt schon auf die Uraufführung der eigens komponierten Messe zu Ehren des Apostels Thomas, dem Namenspatron der Kirche», sagt Roger Kaiser, der verantwortliche Diakon für St. Thomas. Die Messe wurde komponiert von Roland Küng, Text und Konzept stammen von Charlotte Küng. Der Chor wird unterstützt durch die Appenzeller Streichmusik-Geschwister Küng. Bischof Denis Theurillat wird Ehrengast sein.
Am Nachmittag findet im Saal des Thomaszentrums noch eine Fotoschau statt.

Familientag am 7. Mai

Ein weiterer Schwerpunkt der Feierlichkeiten findet bereits am 7. Mai statt. Es handelt sich um einen Familientag, für den ein Clown engagiert wird. Der Anlass mit anschliessendem Zvieri richtet sich vor allem an die Kinder. «Der Clown führt sie zur Orgel und wird ihnen zusammen mit dem Organisten auf humorvolle Art deren Funktionsweise erklären», führt Roger Kaiser weiter aus.

Gala-Abend und Adventskonzert zum Abschluss

Zwei weitere Höhepunkte schliessen dann das Jubiläumsjahr ab: Am 25. November gibt es einen Gala-Abend mit Musik, feinem Essen und weiteren Überraschungen. Eingestimmt wird diese Feier mit einer Präsentation und Ausstellung zur Geschichte der St. Thomas Kirche mit anschliessendem Apéro. Und schliesslich findet am 2. Dezember noch das Adventskonzert mit dem St. Thomas Chor statt, der ebenfalls sein Jubiläum feiert.

Alle Anlässe zum Jubiläumsprogramm finden Sie auf www.pfarrei-baar.ch.
(Klicken Sie in der Agenda oben bei der Kategorie «50 Jahre St. Thomas» an)

 

Bernadette Thalmann

 

Yves Bossart, Philosoph und SRF-Moderator, sprach in der CityKircheZug zum Thema Gelassenheit. Sie sei eine ethische Tugend, vertrat er, warnte aber vor der Gefahr, sie mit Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit zu verwechseln.

Gleich zu Beginn des Anlasses vom 2. Februar in der CityKircheZug machte es Yves Bossart deutlich: Auch er ist immer wieder auf der Suche nach Gelassenheit. Und dies, obwohl er theoretisch genau weiss, wie man stoisch durchs Leben gehen kann. Aber der Alltag mit zwei kleinen Kindern holt auch ihn immer mal wieder aus der Komfortzone.

«Ein Freund deiner selbst»

«Sei ein Freund deiner selbst» hat Seneca schon vor mehr als 2000 Jahren gesagt. Die Philosophen des Altertums suchten Antworten auf die Frage, wie gutes Leben gelingen kann. Gelassenheit, Gemüts- und Seelenruhe galten als erstrebenswert, in einer Welt, die bereits damals als hektisch empfunden worden war.

Und heute? Hektik, Zeitdruck, Beschleunigung, Informationsflut, Klimakrise und Corona: Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen. Viele technische Errungenschaften (Eisenbahn, Waschmaschine, E-Mail) wurden erfunden, um die Arbeiten schneller zu erledigen und damit Zeit zu gewinnen. Und das Paradox: Wir reisen weitere Distanzen, waschen und schreiben mehr, haben aber dennoch weniger Zeit als zuvor.

«In den Willen Gottes ergeben»

Auch in der Mystik finden sich viele Anregungen: Hier wird Gelassenheit als «vertrauensvolles sich Ergeben in den Willen Gottes» verstanden.

Yves Bossart nennt auch Gefahren der Gelassenheit wie z.B. Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit. Bei Fragen wie Diskriminierung oder Klimaschutz dürfen wir nicht einfach die Augen schliessen, denn die Gelassenheit ist eine ethische Tugend.

Alessandro d’Episcopo, virtuoser Jazzmusiker am Klavier, setzte die Denkanstösse von Yves Bossart gekonnt musikalisch um und liess für einen Moment Alltag, Stress und Sorgen vergessen. Das ausserordentlich zahlreich erschienene Publikum dankte mit grossem Applaus für den gelungenen Abend.

 

Für die CityKircheZug: Gaby Wiss

 

In diesem Jahr veröffentlicht die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ) erstmals eine Zusammenstellung von kurz gehaltenen Jahresberichten der kantonalen Fachstellen für das Jahr 2021.

«Wir wollen vermehrt auf die umfangreichen und wertvollen Leistungen der Katholischen Kirche Zug für die Bevölkerung hinweisen», sagt Markus Burri zur Erstausgabe der Fachstellenberichte. «Auf die neuen Bedürfnisse ihres Zielpublikums infolge Corona haben beispielsweise alle betroffenen Fachstellen umgehend reagiert, indem sie entweder ihre Angebote angepasst oder sogar neue kreiert haben.»

Zu den Fachstellenberichten

 

Bernadette Thalmann

Drei Tage lang haben im Bistum Basel rund 80 Personen die Ergebnisse aus der «Wir sind Ohr»-Umfrage der Basis diskutiert. Auch «heisse Eisen» wurden angerührt. So verlangt die synodale Versammlung, dass auch Frauen und Verheiratete Zugang zu den Weiheämtern erhalten.

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