Sibylle Hardegger (53) wird Radio- und Fernsehbeauftragte bei kath.ch. Die Theologin hat unter Bischof Kurt Koch Karriere gemacht. 2015 übernahm sie für 18 Monate die Gemeindeleitung ad interim in der Stadt Zug und leitete anschliessend den Aufbau des Pastoralraums Zug Walchwil.
Am 27. September 2021 jährt sich der Anschlag auf das Zuger Kantonsparlament zum 20. Mal. Am ökumenischen Gedenkanlass in der Kirche St. Michael nimmt dieses Jahr auch Bundespräsident Guy Parmelin teil.
Anlässlich der Jodlermesse zum Walchwiler Bergfest fand bei prachtvollem Wetter die feierliche Einsetzung von Benjamin Meier, dem neuen Gemeindeleiter der Pfarrei, statt. Die Messe wurde von Pastoralraumpfarrer Reto Kaufmann geleitet.
Der Anlass lockte 250-300 Besucherinnen und Besucher ins «Buschechappeli». Ein stimmungsvoller Gottesdienst, umrahmt von urigen Klängen des Jodlerklubs Edelweiss und der Alphorngruppe «Echo vo dä Bärenegg», erwartete sie. Danach waren alle eingeladen, bei Speis und Trank gemeinsam zu feiern und den neuen Gemeindeleiter kennenzulernen.
Von Karl Huwyler, Kirchenratspräsident Walchwil, erhielt Benjamin Meier während des Gottesdienstes ein Puzzlespiel mit dem Wappen von Walchwil als Willkommensgeschenk. Ein Puzzlespiel, das es zusammen mit anderen Mitgliedern der Pfarrei zu lösen gilt. «Die Tanne auf unserem Wappen sieht aus wie ein Schlüssel und steht symbolisch für die Übergabe des Schlüssels zur Kirche», so der Präsident.
Pastoralraumpfarrer Reto Kaufmann beschenkte Benjamin Meier im Zeichen der Feier von «Mariä Himmelfahrt» mit einer Osterkerze als spirituelles Symbol für den «Himmel» und einer Walchwiler Hochprozentmischung für das leibliche Wohl.
Zum Thema «Himmel», insbesondere der Frage, was Himmel bedeutet, sprach auch Benjamin Meier. Für ihn wird Gott durch die Natur besonders spürbar. Entsprechend hat auch der Himmel viele Gesichter und er meinte: «Hier oben (auf dem Walchwiler Berg) sind wir ihm auf jeden Fall besonders nah.»
Bildimpressionen zum An- und Durchklicken (© Thalmann/Mattenberger)
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Bernadette Thalmann
Seit 50 Jahren unterstützt der Sozial- und Beratungsdienst der Pfarrei St. Martin in Baar Menschen in Notsituationen und bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Stefan Horvath, Leiter der Institution, gibt Ein- und Ausblicke in seine Arbeit.
Stefan Horvath, weshalb leistet die Kirche überhaupt Sozialarbeit?
Die Diakonie gehört neben der Liturgie und der Verkündigung zu den drei Grundvollzügen der katholischen Kirche. Sie beinhaltet das soziale Engagement sowohl für Einzelpersonen, Gruppen wie auch für die Gesellschaft aus einer christlichen Grundhaltung heraus. Tragende Grundwerte sind Solidarität, Anteilnahme und Wertschätzung. Im Blickwinkel sind körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden der Menschen.
In welchen Bereichen ist der Sozialdienst St. Martin tätig?
Die Sozialberatung unterstützt in komplexen und schwierigen Lebenssituationen, bei Budget-, Sucht-, Beziehungs- und psychischen Problemen. Hier klärt der Sozialdienst St. Martin vorgängig ab, welche Leistungen benötigt werden und wer entsprechend helfen kann. Ein wichtiger Bereich ist die Vernetzung mit anderen sozialen Organisationen, beispielsweise dem Sozialdienst der Gemeinde Baar, der Schuldenberatung von Triangel, der Pro Senectute, der Pro Infirmis usw.
Bei der Passanten- oder Nothilfe geht es darum, sofort und unbürokratisch Lösungen zu finden. Das kann mit Lebensmittelgutscheinen für den Caritas Laden sein, oder auch mit der Suche nach einer kurzfristigen Notunterkunft. Zusätzlich sind wir in der Lage, eine Notwohnung für drei bis maximal 6 Monate günstig zur Verfügung stellen zu können.
Was ist das Besondere an kirchlicher Sozialarbeit?
Die kirchliche Sozialarbeit kann unbürokratisch, schnell und innovativ auf aktuell entstehende soziale Nöte eingehen. Unsere Anlaufstelle arbeitet niederschwellig und ist für verschiedenste Anliegen offen. Die Beratungen sind kostenlos und werden von der katholischen Kirchgemeinde finanziert. Alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, politischer Gesinnung und Weltanschauung, dürfen bei uns anklopfen. Wir hören zu, nehmen wahr, suchen, handeln, vermitteln und vernetzen. Staatliche Institutionen haben den Auftrag, zu versorgen. Die Kirche hingegen leitet ihren Auftrag von der aktiven Nächstenliebe ab. Wir fühlen uns verpflichtet, Menschen in erschwerten Lebenssituationen beiseitezustehen. Eine unserer Stärken sind die vielen und in verschiedenen Bereichen tätigen Freiwilligen. Sie unterstützen und übernehmen zahlreiche Aufgaben. Ohne sie wäre das heutige umfassende Angebot niemals möglich.
Mit welchen Anliegen kommen derzeit Menschen zur Sozialberatung?
Einsamkeit, Isolation, finanzielle Sorgen, Orientierungslosigkeit und Verunsicherung sind aktuell wichtige Themen. Mit Corona hat sich einiges noch zugespitzt. Diese erschwerten Lebensumstände entstehen zum Teil aus dem Spardruck bei den Sozialversicherungen, durch Langzeitarbeitslosigkeit und nicht zuletzt durch die Schwierigkeit, in unserer Gegend zahlbaren Wohnraum zu finden. Unsere Kirchgemeinde engagiert sich auf verschiedenen Ebenen, um dieser Problematik entgegen zu wirken.
Nach welchen Prinzipien arbeitet der Sozialdienst St. Martin?
Wir halten uns an die Berufsethik der sozialen Arbeit in der Schweiz von AvenirSozial. Dazu zählen insbesondere die Einhaltung der Schweigepflicht, reflektiertes und professionelles Handeln sowie die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips. Dabei geht es nicht ausschliesslich darum, an uns herangetragene Erwartungen zu erfüllen, sondern die Anliegen in einem grösseren Kontext zu sehen. Wichtig ist uns auch, dass die Person, die beraten wird, in die Lösungsfindung miteinbezogen wird. Idealerweise entdeckt sie im Gespräch selbst mögliche Wege. Es geht also um Hilfe zur Selbsthilfe.
Die ökumenische Zusammenarbeit ist bei uns in Baar ein weiteres wichtiges Prinzip. Das gemeinsame Wirken mit Bruno Baumgartner, dem Sozialdiakon der reformierten Kirche Baar funktioniert sehr gut.
Gibt es auch eine Zusammenarbeit mit den anderen beiden kirchlichen Sozialdiensten im Kanton, dem Zuger Leuchtturm und dem Sozialdienst Cham-Hünenberg?
Im Rahmen der SoHo (Sozialtätigenhöck) tauschen wir uns regelmässig aus. Im Sechswochen- Rhythmus finden gemeinsame Sitzungen statt. Jährlich am Diakoniesonntag im November sammeln wir gemeinsam für ein soziales Projekt im Kanton Zug Geld. Dieses Jahr ist die Diakoniesonntagskollekte für die „Herberge für Frauen“ in Zug vorgesehen.
Auch der interne Austausch im Pfarreiteam ist mir sehr wichtig. Der Diakonie nach innen und einer transparenten Kommunikation messe ich grosse Bedeutung zu. Zu wissen, woran andere arbeiten fördert das Gemeinschaftsgefühl, und wir können einander wertvolle Inputs geben.
Der Sozialdienst ist ein Ein-Mann-Betrieb. Reichen die Kapazitäten aus?
Unser Sozialdienst wurde immer durch viele Freiwillige aus der Pfarrei mitunterstützt. Die Leitung und Koordination nahm ich mit einem Pensum von 100 Prozent wahr. Um der erhöhten Nachfrage nach unseren Leistungen gerecht zu werden, hat der Kirchenrat nun eine Stellenprozenterhöhung bewilligt. Seit dem 1. August 2021 verstärkt Christine Vonarburg mit 70 Stellenprozent unser Team. Sie engagiert sich primär in Projekten der Altersarbeit, der Freiwilligenkoordination und auch in der Sozialberatung.
Was ist für die Zukunft geplant?
Diakonie ist für uns der Blick aufs Ganze. Ich möchte im Rahmen der Gemeinwesenarbeit mehr Orte für Begegnung schaffen. Unsere Kirche soll dort präsent sein, wo die Menschen sind und ihre Sorgen, Ängste, Nöte und Freuden wahrnehmen. An Dorffesten, beispielsweise mit einer eigenen Beiz, oder in Quartieren. Beim Brunnen vor dem Pfarreiheim sollen einladende Tische und Stühle stehen, bei schönem Wetter zusätzlich ein Sonnenschirm und eine Kaffeemaschine.
Darüber hinaus soll die Betreuung, Förderung und das Coaching der vielen Freiwilligen intensiviert werden. Auch der Netzwerkarbeit möchte ich noch mehr Gewicht geben.
Interview: Bernadette Thalmann
Sozialdienst St. Martin feiert 50-Jahre-Jubiläum:
Samstag, 28. August
Präsenz mit einem Stand am Baarer Wochenmarkt
Sonntag, 29. August, 10.45 Uhr
Schuleröffnungsgottesdienst mit anschliessendem Pflanzen und Einweihen des Jubiläum-Apfelbaumes und einem Fest für die Bevölkerung.
Freitag, 22. Oktober
Netzwerkanlass mit anderen Fachstellen, Partnern und Politik
Details finden Sie auf www.pfarrei-baar.ch
Nach 12 Jahren Einsatz für die Missione Cattolica Italiana im Kanton Zug wechselt Giuseppe Manfreda nun Ende August in den Kanton Solothurn und übernimmt auf Wunsch des Bistums Basel die Betreuung der dortigen Gemeinschaften. Sein Nachfolger wird Domenico («Mimmo») Basile.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz im Bistum Basel, dass Leitungspersonen in der Seelsorge nach 8 bis 12 Jahren den Arbeitsort wechseln. Dies, um Routine zu vermeiden und wieder neue Chancen zu nutzen.
Für Don Giuseppe ist dies der erste Stellenwechsel seit er in der Schweiz lebt. Vor 12 Jahren zog er von Crotone (Calabrien) nach Luzern. Bereits während der letzten Jahre seines Theologiestudiums begann er, sich als Leiter der Missione Cattolica Italiana für die italienische Gemeinschaft im Kanton Zug einzusetzen.
In den vergangenen 12 Jahren hat er zahlreiche Menschen durch Zeiten der Freude, Trauer und Angst begleitet. Er vermählte Paare, half ihnen durch Krisen, taufte deren Kinder, begleitete diese zur ersten Kommunion und Firmung und war stets für alle zum persönlichen Gespräch bereit. Es entstanden viele Beziehungen und Freundschaften, mit ihm und durch ihn. Die Missione wurde zu einer Gemeinschaft, die den Mitgliedern, auch Don Giuseppe, ein Stück Heimat bot. Dennoch bringt der Wechsel ihn innerlich nicht aus der Ruhe: «Es ist Gottes Vorsehung, mein Leben wird von Gott geleitet. Als Priester bin ich unterwegs, um das Evangelium zu verkünden», sagt er.
«Jede Begegnung mit Giuseppe war mit einem Lachen und der kurzen Frage «wie geht’s?» verbunden. So wird mir Giuseppe in Erinnerung bleiben», sagt Markus Burri, Gesamtleiter Fachstellen bei der Katholischen Kirche Zug im Auftrag des Präsidiums zum Abschied. «Giuseppe betreute «seine Missione» mit spürbarem Herzblut und grossem Engagement. Entsprechend waren auch seine Dienste sehr gefragt. War Giuseppe im Haus der Katholischen Kirche Zug, herrschte stets ein Kommen und Gehen, denn seine seelsorgerliche Gesprächsbereitschaft wurde rege benutzt. Die unter seinem unermüdlichen Einsatz entstandenen Aktivitäten trugen dazu bei, dass die «Missione Cattolica Italiana» zu einer starken Gemeinschaft zusammenwuchs. Entsprechend ungern lassen wir ihn weiterziehen. Da bleibt mir nur zu sagen: Vergelt’s Gott! Dio ti benedica!»
Den neuen Leiter der Missione Cattolica Italiana, Don Mimmo, heisst Markus Burri herzlich willkommen.
Siehe auch Artikel «Don Mimmo» wird neuer Leiter der Zuger Missione Cattolica Italiana
Bernadette Thalmann
Mitten in der Stadt Zug, in der Bauhütte nahe der St.-Oswald-Kirche, eröffnet anfangs September ein Seelsorgecafé als Ort der Begegnung und Beratung. Jeder und jede ist willkommen und es besteht kein Konsumationszwang.
Da das Café kein Gastrobetrieb ist, gibt es in der Bauhütte nur kleine Snacks und Kuchen. Dazu serviert das ehrenamtlich tätige Cafeteria-Team ein feines Getränk. Beliebt sind die Kaffeemischungen und das Teesortiment. Als Gäste sind alle willkommen, unabhängig von Alter, Beruf, Interessen oder Religion. Im Café treffen sich Menschen, um zu plaudern, sich auszuruhen, im idyllischen Garten ein Buch zu lesen oder auch einfach, um nicht allein zu sein.
Wer gerne ein persönliches Anliegen besprechen möchte, kann sich an die anwesende Fachperson aus dem ökumenischen Seelsorgeteam wenden. Das Gespräch ist kostenlos und anonym. Es kann spontan, also ohne Voranmeldung, oder auch zu einem vereinbarten Zeitpunkt stattfinden. Themen aller Art können besprochen werden. Für vertrauliche Gespräche steht ein separater Raum zur Verfügung und das Seesorgeteam untersteht der beruflichen Schweigepflicht. Bei Bedarf können auch mehrere Gespräche stattfinden. Nicht möglich in diesem Rahmen ist jedoch eine Langzeitberatung oder -therapie. Das Seelsorgeteam kann aber eine längerfristige Begleitung vermitteln.
Bereits steht der Bauhütte ein motiviertes Team zur Verfügung. Die 20 Mitglieder des Cafeteria-Teams engagieren sich in der Regel einen halben Tag pro Woche ehrenamtlich als Gastgeberin oder Gastgeber. Interessierte melden sich bitte bei: michèle.bowley@kath-zug.ch.
«D’Bauhütte – das Café für Begegnung und Beratung» ist ein Angebot der katholischen Kirchgemeinde Stadt Zug, der reformierten Kirche Kanton Zug und der CityKircheZug. Mitg./bth
Mehr Informationen auf www.cafe-bauhuette.ch oder www.facebook.com/cafebauhuette
seelsam – die ökumenische Seelsorge für Menschen mit Einschränkungen – feiert in diesem Jahr das 20-Jahre-Jubiläum mit verschiedenen Anlässen, an denen die Bevölkerung teilnehmen kann. Einer davon wird am 28. August vom Fernseh- und Radiomoderator Nik Hartmann bestritten.
Der prominente Zuger Nik Hartmann engagiert sich am letzten Augustwochenende einen ganzen Tag für seelsam. Der Tag startet zu Wasser, mit einer Schiffsfahrt auf dem Zugersee. Weiter geht’s dann zu Land mit einem Gartenfest an der Landhausstrasse 15 in Baar, dem Haus der Katholischen Kirche Zug. Dort wartet ein offerierter Grillplausch auf alle, die mitmachen wollen (Programm und Anmeldung siehe Box).
«Menschen zusammenbringen, mit ihnen lachen, feiern und Freude haben. Das tut allen Seelen gut», sagt Nik Hartmann zu seinem Engagement für seelsam. «Als Vater eines Sohnes mit Beeinträchtigung erlebe ich zudem täglich mit grosser Demut, wie lebenswert jedes Leben ist.»
«Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten will seelsam möglichst viele Menschen auf das spezifische Angebot der Kirchen aufmerksam machen», sagt Andrea Koster Stadler, katholische Co-Leiterin von seelsam. Zusammen mit dem reformierten Co-Leiter Ruedi Hofer unterstützt sie Menschen mit Einschränkungen spirituell und weit darüber hinaus. Zum Angebot gehören ökumenische Gottesdienste, Trauerfeiern, Besinnungstage, Sommerlager, Vorbereitungen und Feiern für Erstkommunion oder Firmung, persönliche Gespräche und regelmässige spirituelle Anregungen. Seit der Coronakrise produziert sie beispielsweise Videos auf youtube.

Andrea Koster Stadler: Sowohl individuelle Betreuung wie auch Inklusion sind wichtig | © Thomas Müller
«Eine einfühlsame Betreuung, die sich spezifisch auf die individuellen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Talente unserer Mitglieder ausrichtet, ist uns sehr wichtig», betont Andrea Koster Stadler. Ebenso am Herzen liegt ihr aber die Inklusion, die Eingliederung von Menschen mit Einschränkungen in unsere Gesellschaft, insbesondere auch in die Pfarreien. Leuchtendes Beispiel ist für sie Jesus: «Jesus hat sich ganz besonders um Menschen am Rand der Gesellschaft gekümmert. Und er war absolut barrierefrei».
Für die Barrierefreiheit in unserem Alltag soll eine spezielle Aktion ab Mitte August sensibilisieren. Zu diesem Zweck wurden 30 Tetraeder von seelsam-Mitgliedern selbst hergestellt. In leuchtendem Orange und ähnlich aussehend wie Feuerwehrdreiecke werden sie an verschiedenen Orten im Kanton platziert und nicht zu übersehen sein.

Für die seelsam-Kampagne im August wurden 30 Tetraeder hergestellt | © seelsam
Unterwegs mit Nik Hartmann am 28. August
9.30 Uhr
Treffpunkt am Schiffsteg Zug
Gemütliche Schiffsfahrt
Nik Hartmann erzählt, Austausch, Autogramme und Selfies
11.52 Uhr
Rückkehr
12.15 Uhr
Grillplausch (offeriert) in Baar
Haus der Katholischen Kirche Zug
Landhausstrasse 15, im Park
13.15 Uhr
Abschluss mit «Glacé-Plausch»
Anmeldungen bis 24. August 2021 auf www.seelsam.ch
Bernadette Thalmann
Lesen Sie auch das Interview Spannende Pläne für das seelsam-Jubiläumsjahr mit den beiden Leitungspersonen von seelsam
oder den Artikel seelsam-Ferienwoche mit wertvollen Begegnungen
Seit dem 1. Juli ist mit religion.ch eine neue Internetplattform online, die mit Sachwissen und Meinungsaustausch gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen wie religiösem Analphabetismus, Intoleranz und Rassismus entgegenwirken will.
religion.ch hat sich zum Ziel gesetzt, der breiten Öffentlichkeit ein lebendiges und vielfältiges Abbild der schweizerischen Religionslandschaft zu präsentieren, die sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat. Zugewanderte Religionsgemeinschaften haben dazu geführt, dass sie pluralistischer geworden ist und von neuen Akteuren mitgestaltet wird. Dabei werden künftig insbesondere islamische Traditionen an Gewicht gewinnen. Gleichzeitig verlieren die Landeskirchen zunehmend Mitglieder – und damit auch an Bedeutung. Die Zahl der Konfessionslosen und der religiös distanzierten Menschen wächst, ebenso die zugewanderten Gemeinschaften. Diese Entwicklungen werden das multireligiöse Zusammenleben in der Schweiz vor grosse Herausforderungen stellen.
«Umso wichtiger ist es, die Bedeutung religiöser Traditionen in breiten Kreisen ins Gespräch zu bringen mit dem Ziel, Ängste abzubauen, Verständnis zu fördern und den Weg zu gegenseitigem Respekt und friedlichem Zusammenarbeiten der Religionsgemeinschaften zu ebnen», erklärt Katja Joho, Geschäftsführerin von IRAS COTIS. Die interreligiöse Arbeitsgemeinschaft ist ein nationales Netzwerk, das sich seit bald 30 Jahren für den Austausch, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Menschen mit unterschiedlichem religiösem und kulturellem Hintergrund engagiert.
Mit religion.ch soll genau dies bezweckt werden: «Wir möchten stereotypen Vorstellungen von Religion und religiösen Menschen entgegenwirken und zu einem guten und friedlichen Zusammenleben von Menschen mit verschiedenen Weltanschauungen beitragen», sagt Rafaela Estermann, Redaktionsleiterin von religion.ch.
Die Mitgliedschaft in religiösen Gemeinschaften im Allgemeinen ist rückläufig, wobei viele Menschen nach wie vor auf der Suche sind nach religiösen und spirituellen Erfahrungen. Das heisst jedoch nicht, dass nicht viele Vorurteile gegenüber Religion, beispielsweise dem Islam, im Umlauf sind. «In der multireligiösen Schweiz ist der Bedarf an Sachwissen und direkter Begegnung grösser denn je», da sind sich Joho und Estermann einig.
religion.ch versteht sich als Austauschplattform, in welcher Autoren und Autorinnen aus dem Netzwerk von IRAS COTIS aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen und vertiefen. Darunter befinden sich nicht nur Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Religionsgemeinschaften, sondern auch Religionskritiker und Fachpersonen aus der Wissenschaft. / Mitg./bth
Die Zuger Messe findet leider auch in diesem Jahr wegen Corona nicht statt. Auf ihren Auftritt mit der fahrbaren Kapelle bei der Bevölkerung will die Katholische Kirche Zug jedoch nicht verzichten. Deshalb wird ein anderer Plan realisiert.
Zu begeistert war das Projektteam Zuger Messe von der Idee, mit der fahrenden Kapelle, die im Zentrum ihres Messeauftritts gestanden hätte, auf die Zuger Bevölkerung zuzugehen. So suchte die Gruppe nach Alternativen – und wurde fündig.
«Die Kirche geht zu den Menschen, wenn die Menschen nicht zu ihr kommen können» sagt Franz Lustenberger, Leiter der Projektgruppe und Präsident des Seelsorgerats. Er hat Grünlicht für eine alternative Umsetzung erhalten: Vom 23. bis zum 31. Oktober, also während der Zeit, in der die Zuger Messe stattgefunden hätte, wird die Kapelle auf Tournee im ganzen Kanton gehen. «Ziel ist, mitten unter den Menschen aufzutreten, also auf Plätzen mit hoher Publikumsfrequenz, jeden Tag an einem anderen Ort.» Dort will die Kirche dem interessierten Publikum Raum zum Verweilen anbieten und die Gelegenheit, die Ausstrahlung der Kapelle als kleines Wohnzimmer Gottes zu erleben. «Besonders freuen wir uns darauf, mit den Menschen Kontakt aufzunehmen und über Themen zu sprechen, die sie beschäftigen», betont Franz Lustenberger.
Freiwillige, welche die Besucherinnen und Besucher der Kapelle betreuen, sind auch bei dieser Aktion herzlich willkommen. Als Volunteer helfen Sie mit, die Kirche sichtbar und erlebbar zu machen.
Anmeldungen unter zugermesse@zg.kath.ch
Bernadette Thalmann
In den vergangenen 12 Jahren hat Christoph Balmer das Forum Kirche und Wirtschaft, eine Fachstelle der Katholischen Kirche Zug, erfolgreich aufgebaut und geleitet. Per 30. Juni geht er nun in Pension und übergibt an seinen Nachfolger Thomas Hausheer.
Thomas Hausheer (1963), gebürtiger Zuger und ausgewiesener Geschäftsmann im Tourismusbereich (City Reisen Zug, Arcatour), ist mit der Zuger Wirtschaft stark vernetzt. Seit 15 Jahren ist er Kirchenrat der Reformierten Kirche des Kantons Zug und für die Beratung Triangel zuständig. Er wohnt in Unterägeri, ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern. Christoph Balmer, der die Fachstelle Forum Kirche und Wirtschaft seit 2009 leitete, tritt mit 68 Jahren die Pensionierung an. Seinem Nachfolger hinterlässt er ein beachtliches «Erbe»:
Mit dem Vortragsforum «Wirtschaft und Werte» in Kappel gelang es ihm, die Auseinandersetzung mit wirtschaftsethischen und gesellschaftspolitischen Themen in der Region Zug zu verankern. An den insgesamt 21 Veranstaltungen engagierten sich 73 Referierende und Podiumsteilnehmende. 3’258 Besucherinnen und Besucher, viele davon Stammgäste, nahmen daran teil: 76% aus der Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Bildung, 24% aus dem kirchlichen Umfeld. Im Fokus standen Themen wie Globalisierung, Ethik in der Medizin, im Migrationswesen, im Spitzensport, Konflikt und Kommunikation, Fairness in der Wirtschaft, Wachstum und Glück, Rohstoffstandort Zug, Fake News, Digitalisierung als Religion, Menschenrechte in der Wirtschaft, Muslime in der Schweiz oder auch Reichtum und Verantwortung.
Unter dem Titel «Wirtschaft live» entstanden ausserdem 18 Begegnungen zwischen örtlichen Unternehmen, meist KMU, und Kirchenleuten aus den Pfarreien und den reformierten Bezirken mit jeweils rund 30 Teilnehmenden. Nebst einer Betriebsführung standen firmenbezogene Themenschwerpunkte im Mittelpunkt.
Eine seit 2011 bestehende Gesprächsrunde mit 10-15 Personen trifft sich 6x jährlich zum vertraulichen Austausch. Der Kern der Gruppe ist seit Beginn mit dabei. Darüber hinaus besteht mit «24 Stunden Out of Office» ein Angebot, welches durch christliche Meditation in der Gruppe, Reflexion und Entspannung im Alleinsein, sowie Inspiration in Einzelgesprächen ein befreiendes Erlebnis bietet.
«Der Erfolg dieser Aktivitäten zeigt, dass das Ziel, mit dem Forum Kirche und Wirtschaft den Dialog zu fördern, nach wie vor mitgetragen wird», sagt VKKZ-Präsident Karl Huwyler, und dankt Christoph Balmer für sein engagiertes und erfolgreiches Wirken in den vergangenen 12 Jahren. «Soweit ich weiss, gibt es keine vergleichbare Institution in der Schweiz. Darauf dürfen wir stolz sein.»
Siehe auch Artikel Thomas Hausheer wird neuer Leiter des «Forum Kirche und Wirtschaft»
Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 17. Juni 2021