Die Karwochengespräche mit bedeutenden Persönlichkeiten haben in der Pfarrei Oberägeri bereits Tradition. Im vergangenen Jahr mussten sie wegen Corona abgesagt werden. In diesem Jahr wurden sie via Livestream übertragen. Schauen Sie rein!
Das Ziel für dieses Jahr war klar: In der Pandemie-Zeit müssen gewisse Lichtblicke möglich sein. Die Gespräche sollten stattfinden, wie auch immer. Unter dem neu gewählten Thema «Aufbrechen» wurden deshalb die Karwochen-Gespräche durchgeführt und via Livestream übertragen.
Valerio Moser, Spoken Word Poet und Kabarettist, machte den Anfang. Peter Lüthi, Pfarreirat Oberägeri, konnte dem ehemaligen Jugendarbeiter so einiges über den Aufbruch als Künstler in der Lockdown-Zeit entlocken. Seine zweideutigen, humorvollen und doch nachdenklichen Texte werden die Zuschauer in den Wohnzimmern mit Sicherheit zum Schmunzeln und Nachdenken angeregt haben.
Edith Wolf-Hunkeler, Rollstuhl-Athletin und Olympiasiegerin, führte die Zuschauer des Gesprächs zurück in die Stadien ihres Erfolgs. Diakon und Gemeindeleiter Urs Stierli vermochte über das Aufbrechen in die Zukunft Interessantes erfahren. Die echte offene Art von Frau Wolf kam dabei voll zum Ausdruck.
Thomas Betschart, Katechet, sprach mit Gerhard Pfister, Präsident «die Mitte», über seinen Aufbruch mit der CVP. Natürlich wurden auch andere interessante Aufbrüche in seinem bisherigen Leben beleuchtet.
Marcel Schmid umrahmte die Gespräche mit passenden Saxophonklängen.
Alle Gespräche können Sie bequem von zu Hause aus auf der Homepage der Pfarrei Oberägeri ansehen.
Karin Wyss-Iten
Zünden Sie auf www.lichtschenken.ch virtuell Lichter an und verwandeln Sie so die Schweizerkarte in ein Lichtermeer der Solidarität! Die Schweizer Kirchen schaffen mit dieser Gedenkseite einen Ort für Botschaften, Gebete und Gedanken der Hoffnung.
Nach über einem Jahr in der Coronapandemie soll zwischen Karsamstag und Pfingstmontag (3. April bis 24. Mai 2021) die schweizweite Solidarität eine Plattform bekommen. Gemeinsam lancieren die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS, die Schweizer Bischofskonferenz SBK, die Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz RKZ, die Christkatholische Kirche der Schweiz CKK, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK und die Schweizerische Evangelische Allianz SEA dafür die dreisprachige Gedenkseite Lichtschenken.ch. Deren Herzstück wird eine Schweizerkarte sein, die durch Lichter des Gedenkens, der Hoffnung, des Dankes und der Verbundenheit nach und nach erstrahlen soll. Alle Menschen sind eingeladen, hier Gedanken, Grüsse und Botschaften verbunden mit einem Licht zu teilen. Dieses leuchtet dann im jeweiligen Wohnkanton und kann sogar weiterversendet werden.
Auch Bundespräsident Guy Parmelin unterstützt die Solidaritätsaktion. Zum grossen Kick-off meldet er sich in einem Video zu Wort und entzündet das erste Licht auf Lichtsschenken.ch. In seiner Botschaft dankt er allen Menschen und Institutionen, die sich in der Coronakrise engagieren und helfen, sie zu bewältigen. «Zu Ostern ist dieses Licht ein Symbol der Hoffnung. Ich lade alle ein, auf Lichtschenken.ch in den nächsten fünfzig Tagen ebenfalls eine Kerze anzuzünden und so ein Zeichen der Hoffnung für die Zukunft zu setzen», so der Bundespräsident.
Für Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz SBK, können Lichter des Gedenkens und der Hoffnung einander begleiten: «Mitmenschen durch den Coronatod zu verlieren, ist sehr traurig. Wir vergessen die Toten nicht und trösten einander. Dafür schenken wir uns gegenseitig ein Licht. Es gibt Hoffnung auf Leben.» mitg./bth
Die Zuger Pfarrei St. Johannes feiert heuer ihr 50-Jahre Jubiläum. Als Dankeschön an die Menschen, welche die Pfarrei mit Leben erfüllen, will sie einigen Familien Raum und Platz zum Gärtnern anbieten. Die Aktion startet im Mai.
«Als Gott die Menschen schuf, hat er sie ins Paradies gestellt, erzählt die Bibel. Diesen Gedanken nehmen wir auf und möchten einen nahrhaften, genüsslichen und lebendigen Garten gestalten», erklärt Felix Lüthy, Religionspädagoge, die Idee. Zwischen Trottoir, Kirche und Hildegarten sollen rund 7 Pflanzbeete von jeweils etwa drei Quadratmetern angelegt werden. Jedes Beet wird einer Familie (einem Haushalt) für ca. 4 Jahre überlassen – genug Zeit um zu säen, keimendes Leben zu entdecken, Pflanzen über den Jahreskreis zu begleiten und nachhaltig zu ernten. Der Ertrag des Beetes ist für denjenigen bestimmt, der dafür verantwortlich ist.
Die Aktion startet im Mai 2021. Die Familiengärten leisten Unterstützung. Wer Interesse hat, darf der Pfarrei schreiben oder telefonieren. Mitmachen darf, wer selber keinen Garten hat, sich gerne als Gärtner beteiligen möchte und mit seiner Familie im Zuger Westen daheim ist. Am Anfang ist kein eigenes Werkzeug nötig. Auch das Saatgut wird teilweise zur Verfügung gestellt. Es dürfen weder Kunstdünger noch Chemikalien verwendet werden. Im Herbst, zur Erntezeit, wird es ein kleines Fest geben, wo die Erfahrungen des ersten Jahres ausgetauscht werden.
Das Fest zum 50-jährigen Bestehen der Pfarrei St. Johannes wird am 28. August gefeiert. mitg./bth
Felix Lüthy, Religionspädagoge St. Johannes, T 041 741 50 56, felix.luethy@kath-zug.ch.
Ralf Binder, Gemeindeleiter der Pfarrei Walchwil, wird den Pastoralraum Zug Walchwil per Ende Juni verlassen. Seine Verabschiedung findet am 12./13. Juni statt. In Zusammenarbeit mit dem Bistum Basel wird nun eine Nachfolgelösung gesucht.
«Während meiner Weiterbildung in Chur und der anschliessenden Auszeit im Benediktinerkloster Münsterschwarzach im vergangenen Herbst habe ich nach reiflicher Überlegung entschieden, meine Aufgabe als Gemeindeleiter abzugeben», sagt Ralf Binder. Er wird die Pfarrei St. Johannes der Täufer Walchwil im Sommer 2021 verlassen. Bischof Felix Gmür hat er um die Entpflichtung per 30. Juni gebeten. Ab dem 1. Juli 2021 wird er im Pastoralraum Baldeggersee beruflich tätig sein.
Ralf Binder dankt allen, mit denen er zusammenarbeiten durfte und die ihm ihr Vertrauen entgegengebracht haben. «Mit der Bitte um Verständnis wünsche ich allen Beteiligten Gottes klärenden Segen und alles Gute für die Zukunft.»
Der Kirchenrat und das Pastoralraumteam bedauern den Entscheid von Ralf Binder. «Wir wünschen ihm und seiner Familie alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen für den Übergang und Neuanfang. Das Bistum, der Pastoralraum und die Kirchgemeinde werden gemeinsam alles daransetzen, eine gute Nachfolgelösung zu finden» lassen Karl Huwyler, Präsident Kirchenrat Walchwil, und Reto Kaufmann, Pastoralraumpfarrer, verlauten. Eine Würdigung der Tätigkeit von Ralf Binder in Walchwil werde zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Die Verabschiedung findet am 12./13. Juni 2021 statt. mitg./bth
Wer im Kanton Zug Kirchensteuern für die katholische Kirche bezahlt, darf und soll wissen, wofür die Gelder ausgegeben werden. Die aktuellen Zahlen, zusammengetragen von der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden (VKKZ), finden Sie in diesem Beitrag.
Die Zahlen für den Kanton wurden auf der Basis der Jahresrechnungen der einzelnen Kirchgemeinden und der VKKZ erarbeitet. Wegen der Corona-Pandemie konnten die Kirchgemeindeversammlungen, welche die Rechnungen 2019 zu bewilligen hatten, zum Teil erst spät im Jahr 2020 abgehalten werden. Daher erfolgt diese Publikation zeitverzögert.
Auch 2019 floss der grösste Teil der Mittel in die pfarreiliche Seelsorge (23.7 Mio.). Darin enthalten sind beispielsweise auch die Kosten für Jugend- und Erwachsenenarbeit (1.5 Mio.), Altersarbeit (0.5 Mio.), Engagements in Spitälern und Palliativ-Stationen (0.8 Mio.), die Seelsorge für die Fremdsprachigen (1,0 Mio.) und kulturelle Engagements (0.8 Mio). Sozialberatungsstellen konnten ebenfalls von Beiträgen in der Höhe von 0.6 Mio. Franken profitieren.
Bei der VKKZ angesiedelt sind aus Effizienzgründen Dienstleistungen, welche überregional erbracht werden. So beispielsweise die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien (BKM) als Weiterbildungs- und Beratungsstätte für Religionslehrpersonen oder das Forum Kirche und Wirtschaft, das für Dialog zwischen den beiden Institutionen steht und ethische Fragen thematisiert.
Die Kirchgemeinden und Pfarreien arbeiten auch mit diversen Organisationen zusammen, welche ebenfalls sozial, karitativ oder diakonisch tätig sind. Die Kosten dafür beliefen sich auf 1.4 Mio. Franken.
Das Liegenschaftenportfolio der Katholischen Kirche umfasst vor allem die sakralen Bauten und die für den Betrieb nötigen Infrastrukturen. Gerade die kulturhistorisch wichtigen Gebäude sind teilweise sehr kostenintensiv, was sich auch bei den Abschreibungen (4.6 Mio.) zeigt.
Entgegen der landläufigen Meinung verbleibt ein Grossteil der Gelder im Kanton. Die Bistumsorganisation und die Kirche Schweiz werden mit gesamthaft 1.3 Mio. Franken (3.5%) unterstützt. Dies ist ein preiswerter Beitrag für zwei effiziente und kostenbewusste Organisationen.
Karl Huwyler, VKKZ-Präsident
Mehr zu den Leistungen der Kirche finden Sie auf den Webseiten der Pfarreien und Kirchgemeinden.
Einen Beitrag zur Bedeutung dieser Leistungen für die Gesellschaft finden Sie hier.
In der Bauhütte gegenüber der Kirche St. Oswald wird im Frühsommer 2021 ein Seelsorgecafé eröffnet, vorausgesetzt, die Pandemieentwicklung erlaubt dies. Als Projektleiterin wurde Michèle Bowley gewählt.
Das Café wird einen unkomplizierten Zugang zu Begegnung und seelsorgerischen Gesprächen für alle Menschen bieten, unabhängig von Konfession oder Religion. Während der Öffnungszeiten wird jeweils eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger für ein unentgeltliches Gespräch vor Ort sein. Träger des neuen Angebotes sind die Katholische Kirche der Stadt Zug und die Reformierte Kirche Kanton Zug.
Für die Projektleitung der «Bauhütte» wurde Michèle Bowley gewählt. Sie ist Gesundheitspsychologin und im Raum Zug bestens vernetzt, da sie bereits seit vielen Jahren als Programmleiterin Psychische Gesundheit im Amt für Gesundheit, Kanton Zug tätig war. Sie wird ihre Stelle am 1. April 2021 in einem Pensum von 20 Prozent antreten und dieses schrittweise auf 60 Prozent erhöhen.
Der Kirchenrat freut sich, mit Michèle Bowley eine projekterfahrene Person gefunden zu haben, und wünscht ihr viel Erfolg und Erfüllung im Aufbau dieses neuen Angebots für die Bevölkerung von Zug. mitg./bth
Zum Internationalen Tag der Frau rufen kirchliche Frauenorganisationen zur Aktion «Helvetia predigt!» auf. Frauen sollen am kommenden 1. August in den Kirchen auftreten und so ein Zeichen für die Geschlechtergerechtigkeit setzen.
Das Seelsorgeteam der Pfarrei Baar erhält Verstärkung. Nach dem schmerzlichen Verlust von Diakon Rolf Zimmermann ist es dem Kirchenrat gelungen, mit Diakon Roger Kaiser-Messerli die Vakanz per 1. September 2021 neu zu besetzen.
Zum Baarer Seelsorgeteam stösst mit Roger Kaiser (56) ein erfahrener Theologe: Von 2005 bis 2018 war er Gemeindeleiter der Pfarrei Rotkreuz und seit 2018 ist er Mitglied des Pastoralraumteams Zugersee Südwest. Er wird als Ansprechperson für Inwil in der Kirche St. Thomas wirken, in den damit verbundenen Gruppen Einsitz nehmen und im Liturgieteam der Pfarrei St. Martin mitarbeiten.
«Nach 21 schönen, lehrreichen und intensiven Jahren als Seelsorger im Pastoralraum, kommt für mich nun die Zeit weiterzuziehen», sagt Roger Kaiser zu seinem Wechsel. «Bereits im Jahr 2017 hat mir das Bistum zu verstehen gegeben, dass spätestens in drei bis vier Jahren ein Stellenwechsel für mich anstehe. Der Personalverantwortliche und der Bischofsvikar haben mich dementsprechend im vergangenen Herbst kontaktiert, mit dem Hinweis, dass der Sommer 2021 ein guter Termin dafür sei.» Auch für Roger Kaiser stimmt das Timing. «So habe ich genügend Zeit, noch etwas aufzubauen bis zu meiner Pensionierung in neun Jahren.» Er freut sich auf die neue Herausforderung und vor allem auf die Menschen, insbesondere die Mitarbeitenden.
Bis Ende Juli 2021 wirkt Roger Kaiser weiterhin als Diakon im Pastoralraum Zugersee Südwest.
Bernadette Thalmann
Zum Jubiläum «50 Jahre Frauenstimmrecht» lud die CityKircheZug Patti Basler ein, das Predigtwort im Sonntagsgottesdienst zu halten. Der Live-Stream machte es möglich, dass auch jene, die keinen Platz mehr in der Kirche bekamen, von zu Hause aus teilnehmen konnten.
Patti Basler textet, dichtet, slammt und bringt gereimte Ungereimtheiten auf die Bühne. Und jetzt auch in die Kirche. Die Instant-Protokollantin der SRF-Arena predigte am vergangenen Sonntag im Gottesdienst der CityKircheZug aus Anlass des 50-jährigen Frauenstimmrechts. Bereits am Mittwoch waren alle möglichen Plätze vergeben. Den ökumenischen Gottesdienst gestalteten der reformierte Pfarrer Andreas Haas und der katholische Pfarreiseelsorger Roman Ambühl.
Wer Patti Basler kennt, weiss, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt und ein wahres Feuerwerk an Sticheleien, Pointen und Gedanken aneinanderreiht. Ausgehend von der Schöpfungsgeschichte bei Genesis brachte sie die Mitfeiernden in der CityKircheZug mit Spare Ribs, Wandlung und Josi Meier zum Schmunzeln und Nachdenken. Speziell zu erwähnen auch, was Patti Basler zur Mutter Gottes sagte: «Maria machte das Beste daraus, als sie ungewollt schwanger wurde. Mit der Geburt von Jesus hat sie eine neue Weltreligion gegründet, nicht im Namen von Krieg, sondern im Namen der Liebe, der Liebe einer Mutter.» Patti Basler rief auf, die Stimme zu erheben für die Menschen, die vor der Ungerechtigkeit fliehen und von einer besseren Welt träumen. Sie schloss mit den eindrücklichen Worten: «Und vergiss nicht, das Göttliche ist deine Mutter.»
Gaby Wiss, CityKircheZug
Die Kirchgemeindeversammlung der Stadt Zug hat im Dezember 2020 über die Verwendung des Ertragsüberschusses entschieden. Der Kirchenrat setzt nun einen Teil des Gewinns für Spenden ein. Das Hospiz Zentralschweiz erhält 150 000 Franken.
Der Ertragsüberschuss von 2019 betrug 1 167 967 Franken. Davon wurden 300 000 Franken für Spenden an Organisationen und für Projekte verwendet, die von der aktuell herrschenden Coronakrise betroffen sind, wie der Kirchenrat in seiner Medienmitteilung bekannt gibt.
Der Kirchenrat begünstigt nationale, kantonale und ausländische karitative Organisationen wie folgt:
Die schwierigen Lebensbedingungen der notleidenden Bevölkerung haben sich weltweit weiter verschlechtert. Der Kirchenrat ist überzeugt, dass es eine wichtige Aufgabe der Kirche ist, die Bevölkerung in schwierigen Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise zusätzlich zu unterstützen. mitg./bth