Über 160 fasnachtsfreudige Seniorinnen und Senioren haben am 15. Februar den ökumenischen Fasnacht-«mitenand-namitag» der reformierten und der katholischen Kirche in Baar genossen. Das Pfarreiheim St. Martin war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Die Stimmung der zahlreichen Besuchenden des Anlasses war von Anfang top und es wurde immer «heisser». Bravurös spielten die «Baarer Dorfmusikanten» auf, als Räbenvater Christophe I. mit seinem hochscheissfeinen Hofstaat die feiernde Runde herzlich begrüsste und allen eine schöne Fasnacht wünschte. Der Räbenvater liess es sich nicht nehmen, allen persönlich die Hand zu reichen. Welch schöne, wertschätzende Geste! Anschliessend eröffnete Christophe I. mit Räbenmuetter Gaby die beliebte Polonaise.
Traditionsgemäss offerierte der Räbevater den Z’vieri mit Wienerli und Brot, welcher die versammelte Gesellschaft fürs Weiterfeiern stärkte. Viel wurde geplaudert, noch mehr gelacht und wunderbar gefeiert. Nach weiteren freudigen Klängen der Baarer Dorfmusikanten» heizten die Klänge der «Guggenmusik Susoschmöcker» die Gemüter der Feiernden weiter auf und animierten diese zum Mittanzen. Zum Schluss spielten die «Baarer Dorfmusikanten» nochmals zum Tanz auf. Viele wollten gar nicht nach Hause gehen, ganz nach dem Motto: «Mir gönd no lang nöd hei».
Stefan Horvath, Leiter Sozial- und Beratungsdienst St. Martin
Das Erdbeben in der Türkei und in Syrien hat mehr als 28’000 Menschenleben gefordert. Die Tragödie war auch Thema im SRF-Gottesdienst aus der Kirche St. Oswald in Zug. «Die Not ist gross und macht uns sprachlos», sagte Pfarrer Reto Kaufmann.
Was bedeutet gerecht wirtschaften? Viele internationale Firmen haben ihren Sitz im Kanton Zug. Thomas Hausheer vom «Forum Kirche und Wirtschaft» der Katholischen Kirche Zug berichtet im Schweizer Fernsehen, wie er den Dialog mit diesen Playern erlebt.
Welche kantonalen Fachstellen der Katholischen Kirche Zug können Sie spontan aufzählen? Die Breite der Dienstleistungen wird Sie bestimmt überraschen. Der Gesamtbericht zeigt, was sich auf den 13 Fachstellen im Jahr 2022 schwerpunktmässig ereignet hat.
Per 1. Mai übernimmt Arnold Landtwing die neu gestaltete Stelle des Fachstellenleiters Kommunikation bei der Katholischen Kirche Zug. Seit 2013 wirkte er als Informationsbeauftragter des Generalvikariats für die Bistumsregion Zürich-Glarus.
Mit der Anstellung von Arnold Landtwing (60) setzt die katholische Kirche im Kanton Zug deutlich auf eine Verstärkung ihrer internen und externen Kommunikation. Die bisherigen Fachstellen «Kommunikation» und «Pfarreiblatt» werden neu zusammengeführt und von ihm in einem Vollzeitpensum geleitet.
Arnold Landtwing verfügt über 30 Jahre Leitungs- und Führungserfahrung in Kirche, Bildung und Kommunikation. Zu seinen kommunikativen Fachkenntnissen zählen nebst Öffentlichkeitsarbeit auch Krisenkommunikation, Mediation und Moderation. Breite Bekanntheit erreichte er unter anderem als Sprecher in der Sendung «Wort zum Sonntag» im Schweizer Fernsehen SRF in den Jahren 2016-2018.
Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 31. Januar 2023
An der Pastoralkonferenz vom 25. Januar sprach Christian Kelter, Leiter des Pastoralraums Zug Lorze über sein Buch «Reboot. Jetzt mehr Kirche wagen». Er verriet, wie es zu seiner aktuellen Publikation kam und fasste die Kernaussagen zusammen.
Ursprünglich habe er nicht die Absicht gehabt, ein Buch zu schreiben, sagte Christian Kelter zu Beginn seines Referats. «Ich habe einfach Notizen dazu gemacht, was mir bei meiner Arbeit wichtig ist, im Sinne von Selbstreflexion.» Und später, als er sich entschloss, ein Buch zu schreiben, da wollte er nicht über die Situation der Kirche jammern und kritisieren, sondern Mut machen, erklärte er den Teilnehmenden der ersten Pastoralkonferenz im neuen Jahr. Zum Gremium dieser Pastoralkonferenz gehören Pfarrer und Gemeindeleitende, weitere Seelsorgende aus allen Zuger Pfarreien, Katechetinnen und Katecheten sowie Mitarbeitende auf den kantonalen Fachstellen. Dreimal pro Jahr treffen sie sich, um wichtige Kirchenthemen diskutieren, Best Practices auszutauschen und natürlich auch gute Beziehungen zu pflegen.
In seinem Buch, das seit Juli 2022 auf dem Markt ist, gehe es um «Sehen», «Urteilen» und «Handeln», erklärt Christian Kelter den Aufbau. «Sehen» könne man in der Bibel. Sie gibt Anleitungen, was Jesus will. Im «Urteilen» entscheiden wir, ob wir dem, was in der Bibel steht, vertrauen. Beispielsweise, ob wir dem «Gott ist da» glauben. Für das «Handeln» bedeutet das dann, dass wir uns als Pfadfinder fühlen, die Gott suchen. «Wenn wir so denken, dann schaffen wir für alle, die sich mit uns auf den Weg machen, eine Willkommenskultur. Dann wollen wir als Kirche nicht belehren, sondern ermutigen. Wir wollen nicht leiten, sondern begleiten». Er präzisiert das Begegnen auf Augenhöhe noch weiter: «Wenn wir an die Talente der Menschen glauben, dann bringen sie diese auch ein. Und wenn wir sie dabei unterstützen, mit Gott in Berührung zu kommen, dann geht es für uns nicht mehr um den hohen Anspruch, Gott zu ihnen bringen zu müssen. Das entlastet auch uns.
Bernadette Thalmann
Ganze 6’520 Kilogramm Grundnahrungsmittel brachte die Sammelaktion «Zuger für Zuger» während der Advents- und Weihnachtszeit zusammen. Am 24. Januar fand in Baar die erste Verteilung statt.
Die Aktion kommt Menschen im Kanton Zug zugute, die unter Armut leiden. 2008 von der «Zuger Woche» und der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ@Work) initiiert, wird das alljährlich laufende Projekt von der katholischen und der reformierten Kirche unterstützt. Die Kirchen nehmen die Lebensmittel entgegen, die anschliessend von der GGZ eingesammelt werden. Zu den gespendeten Waren zählen Esswaren, die nicht schnell verderblich sind, Putzmittel und Produkte der Körperhygiene.
«Das Sammelergebnis ist wie schon im Vorjahr sehr gut», bilanziert Yolanda Fässler von GGZ@Work am ersten Verteiltag in Baar, dem weitere – auch in Ägeri – folgen. Die Lebensmittel gehen in vorher abgepackten insgesamt 600 Taschen an Menschen im Kanton Zug, die unter Armut leiden und über einen Einkaufsausweis beim «Tischlein deck dich» oder beim Caritasladen verfügen. «Das sind rund 180 Haushalt», so Yolanda Fässler weiter.
«Es berührt mich tief, sagt Sandra Dietschi, Gesamtleiterin Fachstellen der Katholischen Kirche Zug, «dass es im reichen Kanton Zug derart viele bedürftige Menschen gibt», als sie die lange Warteschlange von Menschen vor der Warenausgabe sieht. «Zum Glück gibt es hier Institutionen, die solche Hilfsaktionen möglich machen. Und zum Glück gibt es so viele Menschen in Zug, die voller Engagement daran teilnehmen.»

Das Hilfsteam am ersten Tag der Warenausgabe: v.l.n.r. Thomas Bär, ref. Kirche, Sophie Aigner, Glencore, Ursula Müller, ref. Kirche, Yolanda Fässler, GGZ, Michelle und Erika Tanner (v.l.), Sandra Dietschi, kath. Kirche | © Bernadette Thalmann
Bernadette Thalmann
Seit September 2021 steht Don Mimmo der Missione Cattolica Italiana im Kanton Zug vor. Wie er die Mitglieder seiner Gemeinschaft anspricht, sie im Glauben begleitet und zusammenhält, erfahren Sie im folgenden Interview.
Don Mimmo, wie bist du von der Gemeinschaft der Missione Cattolica Italiana in Zug aufgenommen worden?
Vom ersten Tag an habe ich eine grosse Zuneigung und Nähe gespürt. Die Gläubigen wollten mich kennenlernen. Viele Familien luden mich zu sich nach Hause ein und baten mich, ihre Familien zu segnen.
Welche besonderen Chancen bietet der Kanton Zug für deine Arbeit?
Ich kannte Zug nicht, obwohl ich 20 Jahre lang im Nachbarkanton Luzern gelebt hatte. Der Kanton ist sehr klein, hat aber ein grosses Potenzial. Die hier ansässigen multinationalen Unternehmen ermöglichen es vielen Menschen – auch Italienerinnen und Italienern sowie italienischsprachigen Personen – diesen Ort kennen zu lernen.
Was macht die Arbeit in Zug eher schwierig?
Meine Kapazität reicht leider nicht aus, um alle zu erreichen. Dazu bräuchte des mehr Personal. Gerne würde ich vermehrt auf junge Menschen zugehen und etwas mit ihnen und für sie zu tun.
Wie viele italienische sprechende Personen leben in Zug?
Es gibt rund 4’000 italienischsprachige Personen im Kanton Zug. Dabei handelt es sich um Italiener, Tessiner sowie italienischsprachige Bündnerinnen und Bündner. Dazu kommen noch diejenigen, die zum Arbeiten oder auf Besuch kommen.
Wie sieht die Zusammensetzung der Gemeinschaft aus?
Die «Gastarbeiter» der 1950-er Jahre sind die erste Generation und unterschiedlich integiert. Daraus gingen die «Secondos» hervor, meist gut integriert aber dennoch an Sprache, Kultur und Beziehungen zu Italien hängend. Bedeutend geworden ist eine neue erste Generation von Personen mit höherer Schulbildung: Ingenieure, Ärzte, Anwälte, Hochschulabsolventen, die in den multinationalen Unternehmen angestellt sind. Sie sprechen italienisch und englisch, ihre Kinder gehen in die International School. Da sie oft nach einigen Jahren wieder wegziehen, hat für sie die deutsche Sprache und die Integration nicht Priorität.
Sind die Italiener noch stärker im Glauben verankert als die Schweizer?
Die Italiener der zweiten und dritten Generation leben in unserem Umfeld mit verschiedenen Kulturen, Sprachen und Nationalitäten und spiegeln somit weitgehend die lokale Realität wider. Im Allgemeinen ist der Glaube für die Italiener wichtig. Sie haben Respekt vor der Kirche insgesamt und vor dem Dienst der Italienischen Mission vor Ort. Sie wollen, dass ihre Kinder die Sakramente erhalten und die wichtigen Momente ihres Lebens im Rahmen der italienischen Gemeinschaft und in Gegenwart des italienischen Priesters gelebt wird.
Zu welchen Aktivitäten trifft sich die Gemeinschaft?
Für das Pastoraljahr 22/23 haben wir eine Pastoralagenda erstellt. Nebst den Gottesdiensten, die wichtig und von unserer Gemeinschaft gut besucht sind, bieten wir folgendes an:
Gibt es auch Anlässe, bei denen sich die Mitglieder der Missione mit der übrigen Bevölkerung treffen?
Ja natürlich! Unser Jahresprogramm sieht mehrere Feiern zusammen mit anderen Schweizer Gemeinschaften vor: Zweisprachige Messen mit anschließendem Aperitif, gemeinsame Pilgerfahrten, Feiern in der Karwoche oder zu Fronleichnam sowie Solidaritätsessen zur Finanzierung von Hilfsprojekten im Ausland.
Als Zeichen der Gemeinschaft und Freundschaft laden wir zu besonderen Feierlichkeiten auch immer den örtlichen Pfarrer, einen Gemeindeleiter bzw. eine Gemeindeleiterin oder Vertreter der Behörden ein. Wir haben vor, gemeinsame Aktivitäten künftig noch ausbauen.
Interview: Bernadette Thalmann
Das Bistum Basel beteiligt sich zum dritten Mal an der Aktion für Paare und für Familien während der Fastenzeit. 2023 läuft diese Aktion unter dem Motto: «7 Wochen gut gewürzt». Es geht dabei um genussvolle Momente und Impulse für die Partnerschaft sowie das gewisse Etwas für das Familienleben.
Bei dem Projekt der Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung Bonn (AKF) machen nebst unserem Bistum auch das Bistum St. Gallen und viele Diözesen in Deutschland mit.
Würzige Impulse – so geht’s:
Je nach Anmeldung erhalten Paare bzw. Familien ab Aschermittwoch, 22. Februar bis Ostern, 9. April 2023 einmal wöchentlich eine Nachricht mit Anregungen in Form von Texten, Impulsen und Übungen rund um das Thema Partnerschaft bzw. Familie. Sie erhalten die Impulse per E-Mail oder per Link auf Ihr Smartphone.
Mehr dazu finden Sie auf der Homepage des Bistums Basel
Seit fast einem Jahr ist Stefan Doppmann als Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug (VKKZ) im Amt. Er hat viel erlebt und sich zusammen mit dem Präsidium ambitiöse Ziele gesteckt. Mehr erfahren Sie im folgenden Interview.
Stefan, wie hast du dein erstes Jahr im Präsidium erlebt?
Die Zeit war spannend für mich. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit im Präsidium. Sie läuft reibungslos, obwohl fast alle Mitglieder gewechselt haben.
Als Kirchenschreiber von Baar übst du gleichzeitig einen anderen anspruchsvollen Kirchenjob aus. Wird das nicht ein wenig viel?
Nein, das funktioniert gut. Zumindest solange es nicht an einer oder gar beiden Stellen «brennt». Aber das ist glücklicherweise momentan nicht der Fall. Ich profitiere mit diesen beiden Aufgaben von Synergien. Als Präsident erhalte ich direkt Informationen aus übergeordneten Gremien wie dem Bistum oder der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ). Auch die anderen Kirchgemeinden im Kanton lerne ich besser kennen. Ich kenne aber auch den Alltag in der Kirchgemeinde aus eigener Erfahrung. Davon profitiere ich in beiden Funktionen.
Welches Ereignis auf nationaler Ebene hat dir besonders viele Einblicke verschafft?
Da gab es verschiedene. Aber interessant ist beispielsweise die drei Mal jährlich stattfindende Konferenz der RKZ. Da habe ich engagierte Kirchenvertreterinnen und -vertreter aus anderen Landesgegenden kennengelernt. Der Ausbau meines Netzwerks verhilft mir zu wichtigem Wissen, das ich einsetzen kann bei der Lösung von Aufgaben, die sich uns auch in Zug stellen.
Was hat dich im vergangenen Jahr im Kanton Zug beeindruckt?
Ich habe die vielfältige pastorale Arbeit in verschiedenen Bereichen und an einigen Orten miterleben dürfen. So habe ich etwa mit der Missione Cattolica Italiana anfangs November den Gottesdienst zu Ehren der Opfer von Krieg und Arbeit in Zug gefeiert und ich habe an den Feldgottesdiensten des Walchwiler Bergfestes sowie zu Fronleichnam in Cham teilgenommen. Zudem habe ich viele wertvolle Begegnungen erlebt, Gespräche geführt und Erfahrungen geteilt.
Auf welche Ziele wird sich die VKKZ im kommenden Jahr konzentrieren?
Wir haben uns im Präsidium für die kommenden vier Jahre Legislaturziele gesteckt, an denen wir auch im bevorstehenden Jahr arbeiten wollen. Wir werden…
Die Kirche neu aufzustellen ist ein enorm anspruchsvolles Ziel. Wie soll es realisiert werden?
Bereits im November 2021 hat uns der Religionssoziologe Arnd Bünker in einer Weiterbildungsveranstaltung Erkenntnisse aus nationalen Befragungen zur Entwicklung der katholischen Kirche vermittelt. Darauf basierend haben die VKKZ, Leitungspersonen aus den Kirchgemeinden und Pfarreien sowie des Bistums im Juli dieses Jahres anlässlich eines Workshops spannende Ideen zusammengetragen. Diese wollen wir weiterentwickeln und mit dem angelaufenen synodalen Prozess zusammenführen. Die enge Zusammenarbeit von staatskirchenrechtlicher und pastoraler Seite ist sehr fruchtbar und in dieser Form meines Wissens bei uns neu.
Gibt es erste inhaltliche Ergebnisse?
Ja, wir wollen versuchen, im Kanton Zug pfarrei- und pastoralraumübergreifend neue Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen – Hand in Hand mit den Verantwortlichen in der Pastoral vor Ort. Daraus sollen nicht konsumorientierte Angebote entstehen, welche die bisherigen Grundangeboten ergänzen. Die Kirche will vermehrt zur «zuhörenden Pastoral» werden, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. In der oben beschriebenen Zusammenarbeit sind wir weiterhin auf dem Weg und werden weitere Schritte formulieren.
Interview: Bernadette Thalmann