Per 1. Januar 2023 wird Johannes Utters (55) in der Klinik Zugersee als neuer katholischer Seelsorger Menschen mit psychischen Leiden betreuen. Er folgt auf Alois Metz, der sich dieser Aufgabe während der vergangenen sieben Jahre widmete.
Nach dem Studium war Johannes Utters-Jungen an unterschiedlichen Stellen als Theologe in der Pfarrei, Gemeindeleitung und im Spital tätig. Während dieser Zeit qualifizierte er sich als Supervisor, Pastoralpsychologe und Ausbildner für Seelsorger (CPT). In den vergangenen zehn Jahren arbeitet er als Spital-/Klinikseelsorger in der Schulthess Klinik und in der Klinik Im Park in Zürich. Er wohnt im Pastoralraum Zugersee Südwest, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
«Nach den ersten Eindrücken in der Klinik freue ich mich besonders auf die interprofessionelle Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Teams und auf Begegnungen», sagt Johannes Utters. «Ich hoffe, mit meiner offenen Art und meinen seelsorglichen Fähigkeiten Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu können.»
Bernadette Thalmann
Im Garten beim Haus der Katholischen Kirche in Baar fand am 1. Dezember eine kleine Adventsfeier statt. Bei Kerzenlicht, Glühwein und selbstgebackenen Kuchen genossen die Mitarbeitenden das Zusammensein und eine schöne Weihnachtsgeschichte.



Bernadette Thalmann
Damit der Religionsunterricht in der Schule und die katechetischen Angebote in den Pfarreien erfolgreich sind, braucht es professionelle Lehrpersonen und Katechet:innen. Um diese zu unterstützen, liegt für die Katholische Kirche Zug ein revidiertes Qualitätskonzept vor.
Mit dem Konzept kann die Professionalität der katechetisch Tätigen und der Religionslehrpersonen erweitert werden. Das Konzept basiert auf dem Professionsverständnis des COACTIV-Modells. Werte, Überzeugungen, Spiritualität sowie Motivation und Selbstregulation machen nebst dem Professionswissen die vier Grundkompetenzen professionellen Handelns aus. Das Professionswissen wird dabei nochmals differenziert zwischen Fachwissen, fachdidaktischen Wissen, pädagogisch/psychologischem Wissen, Systemwissen und Beratungswissen. Diese verschiedenen Elemente des Professionswissen bilden die Steuerungsgrundlage für die Weiterbildungsgefässe.
Die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien BKM bietet dafür entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote an. Ebenfalls stehen entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, welche für die Umsetzung des Qualitätskonzeptes hilfreiche Dienste leisten.
Guido Estermann
«Eine Million Sterne» ist die grosse Solidaritätsaktion der Caritas. Ein schweizweites Kerzenmeer im Advent setzt ein sichtbares Zeichen für armutsbetroffene Kinder. Im Kanton Zug finden in Kooperation mit Caritas Luzern Veranstaltungen in Oberägeri, Steinhausen und Zug statt.
In der ganzen Schweiz setzt die Caritas mit der Aktion «Eine Million Sterne» ein leuchtendes Zeichen für die Solidarität mit armutsbetroffenen Kindern. Rund 100 Veranstaltungen, die meisten finden am 17. Dezember statt, bilden während der Adventszeit ein unübersehbares Kerzenmeer. Caritas Luzern begleitet die 30 Aktionen in der Zentralschweiz.
Im Kanton Zug finden drei Aktionen statt. Am 17. Dezember leuchten die Kerzen in Oberägeri, Steinhausen und Zug. Die Veranstaltungen laden ein, alleine oder als Familie gemeinsam mit vielen weiteren Menschen ein paar ruhige und besinnliche Momente in der oft hektischen Adventszeit zu verbringen. Die Kerzen können vor Ort bezogen werden. Der Erlös aus dem Kerzenverkauf sowie Spenden im Rahmen der Aktion dienen der Caritas Luzern, um notleidende Kinder in der Zentralschweiz zu unterstützen.
Jede siebte Person in der Schweiz ist von Armut betroffen oder davon bedroht, weil sie nur knapp über der Armutsgrenze lebt. Besonders bestürzend ist der Blick auf die Jüngsten unserer Gesellschaft: 133’000 Kinder sind direkt von Armut betroffen und weitere 300’000 davon bedroht. Kinder bekommen es ganz unmittelbar zu spüren, wenn ihre Eltern aufgrund der aktuellen Teuerung für Lebensmittel, Nebenkosten oder Benzin drastisch mehr Geld ausgeben müssen. Dieses Geld fehlt bei Essen, Gesundheit oder Bildung – für Hobbys reicht es erst recht nicht mehr. Kinder sind die Leidtragenden, wenn ihre Eltern mit knappem Budget auskommen müssen.
«Eine Million Sterne» setzt ein Zeichen: Gegen Kinderarmut und für eine solidarische Gesellschaft, die sich den Schwächsten und Verletzlichsten zuwendet. Mitg.
Alle Aktionen der Zentralschweiz in der Übersicht
Pro Kanton, alphabetische Reihenfolge
Zug
Luzern
Nidwalden
Obwalden
Schwyz
Uri
Eine Million Sterne im Internet:
www.caritas-luzern.ch/sterne und national: www.einemillionsterne.ch
Der von der Zuger Regierung in Auftrag gegebene Forschungsbericht über die historische Aufarbeitung der sozialen Fürsorge im Kanton liegt vor. «Schweiz aktuell» blickt zurück auf die Geschichte des Heimkindes Margaretha Speich.
Klicken Sie via Link unten auf die Webseite von SRF 1 und dann auf den speziellen Beitrag unten. Sie finden darin auch eine Stellungnahme von Stefan Doppmann, Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug. Die Katholische Kirche Zug hat den Forschungsbericht mitfinanziert. Mitg/bth
Beitrag von «Schweiz aktuell» vom 17. November 2022 ansehen
In der Advents- und Weihnachtszeit werden im Rahmen der Aktion «Zuger für Zuger» wieder Lebensmittel gesammelt für Menschen im Kanton Zug, die unter Armut leiden. Auch die reformierte und die katholische Kirche beteiligen sich daran. Sammelorte und -zeiten finden Sie hier.
Die Aktion läuft vom 25. November 2022 bis zum 3. Januar 2023. Es besteht die Möglichkeit, Lebensmittel des täglichen Gebrauchs an Menschen im Kanton Zug zu spenden, die unter Armut leiden. Gesammelt werden Esswaren, die nicht schnell verderblich sind, Putzmittel und Produkte der Körperhygiene.
Die im Jahr 2008 von der «Zuger Woche» und der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ@Work) initiierte Aktion wird von der katholischen und der reformierten Kirche unterstützt. Sie nehmen die Lebensmittel entgegen, die anschliessend von der GGZ eingesammelt werden. Im Januar verteilt die GGZ die Lebensmittel in Paketen à 7 bis 8 kg an jene Bewohner des Kantons, die über einen Einkaufsausweis beim «Tischlein deck dich» oder beim Caritasladen verfügen.
Bernadette Thalmann
Allenwinden: Di: 8.00-11.30, Do: 8.00-11.30 und 14.00-17.30, Fr: 8.00-11.30.
Baar: Mo-Fr: 8.00-11.45 und 13.30 bis 17.00.
Hünenberg: Mo-Fr: 8.30-11.30 und 13.30-17.00, Mi-Nachmittag geschlossen.
Meierskappel: gem. tel. Absprache.
Menzingen: Mo: 8.30-11.30 und 15.00-18.00, Di-Do: 8.30-11.30.
Neuheim: Mo-Fr: 8.00-11.00.
Oberägeri: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Mo/Di/Fr: 13.30-15.30.
Oberwil: Mo/Di/Do/Fr: 8.30-11.30.
Risch: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Di, Do, Fr: 14.00-17.00.
Rotkreuz: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Di/Do/Fr: 14.00-17.00.
Steinhausen: Mo-Do: 8.00-11.45 und 13.30-17.00.
Unterägeri: Mo-Do: 9.00-11.00 und Mo, Di, Do, Fr: 14.00-17.00.
Walchwil: Mo-Fr: 8.00-12.00, Mo zusätzlich: 14.00-17.00.
Zug, Gut Hirt: Di/Do: 8.30-12.00 und 14.00-17.00, Fr: 9.00-12.00 oder nach telefonischer Vereinbarung.
Zug, St. Johannes: Mo-Fr: 8.45-12.00 und 14.00-17.30, Mi-Vormittag geschlossen.
Zug, St. Michael: Mo-Do: 9.00-12.00 und 14.00-17.00, Fr: 9.00-12.00.
Missione Cattolica Italiana Zug: Mo-Fr: 9.00-11.30, Di/Do: 14.00-16.45.
Zur «Woche der Religionen» war der tamilische Kulturverein Zug zu Gast in der CityKircheZug. Zwei Priester gewährten einen Einblick in begeisternde lebendige Glaubenstraditionen des Hinduismus. Gefeiert wurde eine Puja (Gottesdienst) mit Gebet, Musik, Gesang, Tempeltanz und erlesenen Speisen.
Wie in christlichen Gottesdiensten spielen Glocken, Lichter und Gebete eine wichtige Rolle, um sich mit Gott zu verbinden. Die beiden Priester Baskaran Kurukkal und Somas Kurukkal erklärten verschiedene Rituale auf eindrückliche Weise und gaben Antworten auf die Fragen aus dem Publikum.
Das Programm «Woche der Religionen» findet seit vielen Jahren schweizweit anfangs November statt. Rund 10 Religionen beteiligen sich an über 100 Anlässen. Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sind eine Bereicherung für beide Seiten. Man lernt nicht nur Neues kennen, sondern fördert damit auch die gegenseitige Toleranz und damit ein friedliches Zusammenleben in der Schweiz. Dazu tragen verschiedene Religionsgemeinschaften wesentlich bei.
Gaby Wiss, CityKircheZug
Sag’s mit Blumen: «VKKZ» (Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug): Mit diesem Blumenschriftzug hat der Hauswart das Blumenbeet vor dem Haus der Katholischen Kirche Zug in Baar gestaltet.
Schöpfer dieser schönen Gartenarbeit ist Matej Lekic. Er ist Sakristan und Hauswart für die Kirche St. Thomas in Inwil sowie auch Hauswart für das Haus der Katholischen Kirche Zug in Baar.
Danke Matej! Die Mitarbeitenden der Geschäftsleitung, der Fachstellen und der Spezialseelsorge geniessen deinen Willkommensgruss jeden Tag!
Bernadette Thalmann
«Ethik und Moral in der digitalen Welt» – diesem Thema widmete sich die Tagung des Forums Kirche und Wirtschaft von Anfang November in Kappel am Albis. Expertinnen und Experten waren sich einig, dass es Regulierungen braucht.
Die Parkuhr von gestern wurde mit Münz gefütter. Heute zahlen wir mit Twint. Das Parksystem weiss jetzt meine Handy- und meine Autonummer. Das Beispiel mag banal sein; es zeigt aber eine Entwicklung auf, hin zu digitalen und technologischen Systemen, die über den Menschen Bescheid wissen und diese Daten auch speichern. Benjamin Bargetzi, international anerkannter Experte für digitale Transformationsstrategien, zählte in seinem Referat noch mehr Beispiele auf, an denen heute geforscht wird: In Japan denkt man an Altersheime, in denen nur noch Roboter arbeiten. Oder die Sammlung von Gen-Daten der Menschen, welche uns mit Tipps zu einem gesünderen und längeren Leben versorgen – bis hin zum Gedanken an ein ewiges Leben. Oder in Kleidergeschäften werden Gesicht und Figur beim Eintritt gescannt; Roboter bringen die passenden Kleidervorschläge, und beim Verlassen des Geschäfts werden die Beträge gleich abgebucht, denn das gescannte Gesicht ist mit der Kreditkarte verbunden. Es braucht keine Verkäuferinnen oder Verkäufer mehr.
Benjamin Bargetzi sprach in diesem Zusammenhang von der Fusion von Mensch und Maschine und von neuen intelligenten Systemen, die immer schneller werden. Es entstehen neue Wirklichkeiten durch das Zusammenwirken von virtueller und physischer Realität. Im digitalen Raum des Metaverse werden verschiedene Handlungsräume zu einer neuen Wirklichkeit vereinigt. Die Frage – so Benjamin Bargetzi – sei nicht, ob wir das wollten oder nicht, sondern, dass wir uns darauf vorbereiten müssten. Gerade dafür sei das menschliche Gehirn aber relativ schlecht geeignet; weil der Mensch erstens aus den Erfahrungen der Vergangenheit lerne und weil zweitens die Digitalisierung mit exponentieller Geschwindigkeit voranschreite. Allein das Tempo überfordert uns.
Ethische Fragen müssen von Anfang an mitgedacht werden, betonte Peter G. Kirchschläger, Professor für Ethik an der Universität Luzern. Und Cornelia Diethelm, Dozentin an der Hochschule für Wirtschaft Zürich, ergänzte, dass Technologie nie neutral sei, weil sie mit den Menschen interagiere und das Leben beeinflusse. Die Gefahr sei, dass intelligente und miteinander vernetzte Systeme die einzelnen Menschen besser kennen als der einzelne Mensch sich selbst.
Für den Ethikprofessor ist daher klar, dass es Regulierungen braucht: «Die Menschenrechte müssen auch im digitalen Bereich durchgesetzt werden.» Dem widerspricht auch Benjamin Bargetzi nicht; nur weist er darauf hin, dass die Politik immer hintennach hinke. Dabei müssten wir doch vorausschauend agieren. Er setzt auf Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden, die Eigenverantwortung, notwendige Regulierungen und die globale Zusammenarbeit. «Die Menschheit hat auf Krisen immer 5 Minuten nach 12 reagiert, jetzt muss die Menschheit angesichts der existentiellen Krisen 5 Minuten vor 12 agieren.»
Franz Lustenberger
18 Teilnehmende genossen in diesem Jahr das Besinnungswochenende von seelsam – ökumenische Seelsorge für Menschen mit Behinderung. Die abwechslungsreichen Tage in Morschach waren von wunderbarem Herbstwetter begleitet.
Sieben Betreuerinnen und Betreuer reisten mit den Teilnehmenden nach Morschach ins Antoniushaus Mattli. Nach dem Ankommen und dem Zimmerbezug kam es bereits zu einer ersten Austauschrunde vor dem Abendessen. Dabei wurde auch herzhaft gesungen. Beim feinen Abendessen wurde munter erzählt und gelacht. Nach einer ersten Runde in der Cafeteria ging für einige bereits ein langer und intensiver Tag zu Ende, und sie fielen mit müden Augen, aber zufrieden ins Bett.
Der Samstag stand unter dem Motto kreativ und bewegend. Nach dem Frühstück arbeiteten die Teilnehmenden kräftig und mit viel Fantasie an ihren Schächtelchen – kleine und grosse Kunstwerke waren am Entstehen. Auch Spiel und Spass kamen zum Zug. Nach einem Zmittag ging es auf einen wunderbaren Herbstspaziergang ins Dorf. In der Dorfkirche in Morschach wurde gesungen und sicher auch das eine oder andere Gebet Richtung Himmel geschickt.
Nach einer weiteren Spiel- und Singrunde lockte nach dem Abendessen der Ausgang ins Cafe Wildis. Da wurden Desserts geschlemmt, viel erzählt und gelacht.
Am Sonntag – dank Umstellung auf die Winterzeit mit einer längeren Nacht – feierten alle den gemeinsamen Gottesdienst in der Antoniuskirche. Ruedi Hofer erzählte zusammen mit unseren Praktikantinnen Jenny und Loreen die Geschichte von «Mats und die Wundersteine». Natürlich durften alle Teilnehmenden einen solchen Wunderstein in ihre Hosentaschen stecken.
Nach dem sonntäglichen Mittagessen begann die Rückreise Richtung Zug, begleitet von den schönen Eindrücken der geteilten Erlebnisse. Auch dieses Mal kehrten alle wohlbehalten zurück.
Karin Schmitz und Ruedi Hofer, seelsam