Die Einschätzung des Regierungsrates und die Argumente der Kirchen überzeugten den Kantonsrat für das Beibehalten der Kirchensteuern für juristische Personen. Die Präsidenten der katholischen und der reformierten Kirche nehmen den Entscheid als Herausforderung, mit den Erträgen aus diesen Steuern das gesellschaftliche Engagement zum Wohle der gesamten Zuger Bevölkerung weiterzuführen und zu intensivieren.
Die Motion der SVP-Fraktion betreffend Freiwilligkeit der Kirchensteuer für juristische Personen vom Dezember 2020 wurde vom Kantonsrat in seiner Sitzung am 26. August 2021 mit 50:21 Stimmen für nicht erheblich erklärt. Den Ausschlag gaben die Einschätzung des Regierungsrates und die mehrheitlich sehr wohlwollende Beurteilung der Fraktionen, die Leistungen der Kirchen in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur würden wesentlich zu einer stabilen Gesellschaft beitragen.
Der Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug VKKZ, Karl Huwyler, und der Kirchenratspräsident der Reformierten Kirche Kanton Zug, Rolf Berweger, danken dem Kantonsrat für das Vertrauen in die Einschätzung des Regierungsrates und die Argumente der Kirchen für das Beibehalten der Kirchensteuern der juristischen Personen. Die Anerkennung der Leistungen der Kirchen für die Gesellschaft ist auch für die über 800 Mitarbeitenden und fast 4’000 Freiwilligen im Dienst der beiden Kirchen ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung ihrer Arbeit und zugleich Ermutigung.
Die beiden Landeskirchen werden alles daransetzen, mit den Erträgen aus diesen Steuern das gesellschaftliche Engagement zum Wohle der gesamten Zuger Bevölkerung weiterzuführen und zu intensivieren. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur. Aber auch die Leistungen der Seelsorge und der Diakonie, basierend auf dem Grundsatz der christlichen Nächstenliebe, werden weitergeführt.
Die Kirchen sind offen für konstruktive Vorschläge, kreative Ideen und Projekte. Dank der demokratischen Grundstruktur stehen Tür und Tore offen für eine aktive Teilnahme in den Pfarreien und Kirchgemeinden.
Medienmitteilung der katholischen und der reformierten Kirche im Kanton Zug vom 26. August 2021
Am 27. September 2021 jährt sich der Anschlag auf das Zuger Kantonsparlament zum 20. Mal. Am ökumenischen Gedenkanlass in der Kirche St. Michael nimmt dieses Jahr auch Bundespräsident Guy Parmelin teil.
Anlässlich der Jodlermesse zum Walchwiler Bergfest fand bei prachtvollem Wetter die feierliche Einsetzung von Benjamin Meier, dem neuen Gemeindeleiter der Pfarrei, statt. Die Messe wurde von Pastoralraumpfarrer Reto Kaufmann geleitet.
Der Anlass lockte 250-300 Besucherinnen und Besucher ins «Buschechappeli». Ein stimmungsvoller Gottesdienst, umrahmt von urigen Klängen des Jodlerklubs Edelweiss und der Alphorngruppe «Echo vo dä Bärenegg», erwartete sie. Danach waren alle eingeladen, bei Speis und Trank gemeinsam zu feiern und den neuen Gemeindeleiter kennenzulernen.
Von Karl Huwyler, Kirchenratspräsident Walchwil, erhielt Benjamin Meier während des Gottesdienstes ein Puzzlespiel mit dem Wappen von Walchwil als Willkommensgeschenk. Ein Puzzlespiel, das es zusammen mit anderen Mitgliedern der Pfarrei zu lösen gilt. «Die Tanne auf unserem Wappen sieht aus wie ein Schlüssel und steht symbolisch für die Übergabe des Schlüssels zur Kirche», so der Präsident.
Pastoralraumpfarrer Reto Kaufmann beschenkte Benjamin Meier im Zeichen der Feier von «Mariä Himmelfahrt» mit einer Osterkerze als spirituelles Symbol für den «Himmel» und einer Walchwiler Hochprozentmischung für das leibliche Wohl.
Zum Thema «Himmel», insbesondere der Frage, was Himmel bedeutet, sprach auch Benjamin Meier. Für ihn wird Gott durch die Natur besonders spürbar. Entsprechend hat auch der Himmel viele Gesichter und er meinte: «Hier oben (auf dem Walchwiler Berg) sind wir ihm auf jeden Fall besonders nah.»
Bildimpressionen zum An- und Durchklicken (© Thalmann/Mattenberger)
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Bernadette Thalmann
Seit 50 Jahren unterstützt der Sozial- und Beratungsdienst der Pfarrei St. Martin in Baar Menschen in Notsituationen und bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Stefan Horvath, Leiter der Institution, gibt Ein- und Ausblicke in seine Arbeit.
Stefan Horvath, weshalb leistet die Kirche überhaupt Sozialarbeit?
Die Diakonie gehört neben der Liturgie und der Verkündigung zu den drei Grundvollzügen der katholischen Kirche. Sie beinhaltet das soziale Engagement sowohl für Einzelpersonen, Gruppen wie auch für die Gesellschaft aus einer christlichen Grundhaltung heraus. Tragende Grundwerte sind Solidarität, Anteilnahme und Wertschätzung. Im Blickwinkel sind körperliches, geistiges und seelisches Wohlbefinden der Menschen.
In welchen Bereichen ist der Sozialdienst St. Martin tätig?
Die Sozialberatung unterstützt in komplexen und schwierigen Lebenssituationen, bei Budget-, Sucht-, Beziehungs- und psychischen Problemen. Hier klärt der Sozialdienst St. Martin vorgängig ab, welche Leistungen benötigt werden und wer entsprechend helfen kann. Ein wichtiger Bereich ist die Vernetzung mit anderen sozialen Organisationen, beispielsweise dem Sozialdienst der Gemeinde Baar, der Schuldenberatung von Triangel, der Pro Senectute, der Pro Infirmis usw.
Bei der Passanten- oder Nothilfe geht es darum, sofort und unbürokratisch Lösungen zu finden. Das kann mit Lebensmittelgutscheinen für den Caritas Laden sein, oder auch mit der Suche nach einer kurzfristigen Notunterkunft. Zusätzlich sind wir in der Lage, eine Notwohnung für drei bis maximal 6 Monate günstig zur Verfügung stellen zu können.
Was ist das Besondere an kirchlicher Sozialarbeit?
Die kirchliche Sozialarbeit kann unbürokratisch, schnell und innovativ auf aktuell entstehende soziale Nöte eingehen. Unsere Anlaufstelle arbeitet niederschwellig und ist für verschiedenste Anliegen offen. Die Beratungen sind kostenlos und werden von der katholischen Kirchgemeinde finanziert. Alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, politischer Gesinnung und Weltanschauung, dürfen bei uns anklopfen. Wir hören zu, nehmen wahr, suchen, handeln, vermitteln und vernetzen. Staatliche Institutionen haben den Auftrag, zu versorgen. Die Kirche hingegen leitet ihren Auftrag von der aktiven Nächstenliebe ab. Wir fühlen uns verpflichtet, Menschen in erschwerten Lebenssituationen beiseitezustehen. Eine unserer Stärken sind die vielen und in verschiedenen Bereichen tätigen Freiwilligen. Sie unterstützen und übernehmen zahlreiche Aufgaben. Ohne sie wäre das heutige umfassende Angebot niemals möglich.
Mit welchen Anliegen kommen derzeit Menschen zur Sozialberatung?
Einsamkeit, Isolation, finanzielle Sorgen, Orientierungslosigkeit und Verunsicherung sind aktuell wichtige Themen. Mit Corona hat sich einiges noch zugespitzt. Diese erschwerten Lebensumstände entstehen zum Teil aus dem Spardruck bei den Sozialversicherungen, durch Langzeitarbeitslosigkeit und nicht zuletzt durch die Schwierigkeit, in unserer Gegend zahlbaren Wohnraum zu finden. Unsere Kirchgemeinde engagiert sich auf verschiedenen Ebenen, um dieser Problematik entgegen zu wirken.
Nach welchen Prinzipien arbeitet der Sozialdienst St. Martin?
Wir halten uns an die Berufsethik der sozialen Arbeit in der Schweiz von AvenirSozial. Dazu zählen insbesondere die Einhaltung der Schweigepflicht, reflektiertes und professionelles Handeln sowie die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips. Dabei geht es nicht ausschliesslich darum, an uns herangetragene Erwartungen zu erfüllen, sondern die Anliegen in einem grösseren Kontext zu sehen. Wichtig ist uns auch, dass die Person, die beraten wird, in die Lösungsfindung miteinbezogen wird. Idealerweise entdeckt sie im Gespräch selbst mögliche Wege. Es geht also um Hilfe zur Selbsthilfe.
Die ökumenische Zusammenarbeit ist bei uns in Baar ein weiteres wichtiges Prinzip. Das gemeinsame Wirken mit Bruno Baumgartner, dem Sozialdiakon der reformierten Kirche Baar funktioniert sehr gut.
Gibt es auch eine Zusammenarbeit mit den anderen beiden kirchlichen Sozialdiensten im Kanton, dem Zuger Leuchtturm und dem Sozialdienst Cham-Hünenberg?
Im Rahmen der SoHo (Sozialtätigenhöck) tauschen wir uns regelmässig aus. Im Sechswochen- Rhythmus finden gemeinsame Sitzungen statt. Jährlich am Diakoniesonntag im November sammeln wir gemeinsam für ein soziales Projekt im Kanton Zug Geld. Dieses Jahr ist die Diakoniesonntagskollekte für die „Herberge für Frauen“ in Zug vorgesehen.
Auch der interne Austausch im Pfarreiteam ist mir sehr wichtig. Der Diakonie nach innen und einer transparenten Kommunikation messe ich grosse Bedeutung zu. Zu wissen, woran andere arbeiten fördert das Gemeinschaftsgefühl, und wir können einander wertvolle Inputs geben.
Der Sozialdienst ist ein Ein-Mann-Betrieb. Reichen die Kapazitäten aus?
Unser Sozialdienst wurde immer durch viele Freiwillige aus der Pfarrei mitunterstützt. Die Leitung und Koordination nahm ich mit einem Pensum von 100 Prozent wahr. Um der erhöhten Nachfrage nach unseren Leistungen gerecht zu werden, hat der Kirchenrat nun eine Stellenprozenterhöhung bewilligt. Seit dem 1. August 2021 verstärkt Christine Vonarburg mit 70 Stellenprozent unser Team. Sie engagiert sich primär in Projekten der Altersarbeit, der Freiwilligenkoordination und auch in der Sozialberatung.
Was ist für die Zukunft geplant?
Diakonie ist für uns der Blick aufs Ganze. Ich möchte im Rahmen der Gemeinwesenarbeit mehr Orte für Begegnung schaffen. Unsere Kirche soll dort präsent sein, wo die Menschen sind und ihre Sorgen, Ängste, Nöte und Freuden wahrnehmen. An Dorffesten, beispielsweise mit einer eigenen Beiz, oder in Quartieren. Beim Brunnen vor dem Pfarreiheim sollen einladende Tische und Stühle stehen, bei schönem Wetter zusätzlich ein Sonnenschirm und eine Kaffeemaschine.
Darüber hinaus soll die Betreuung, Förderung und das Coaching der vielen Freiwilligen intensiviert werden. Auch der Netzwerkarbeit möchte ich noch mehr Gewicht geben.
Interview: Bernadette Thalmann
Sozialdienst St. Martin feiert 50-Jahre-Jubiläum:
Samstag, 28. August
Präsenz mit einem Stand am Baarer Wochenmarkt
Sonntag, 29. August, 10.45 Uhr
Schuleröffnungsgottesdienst mit anschliessendem Pflanzen und Einweihen des Jubiläum-Apfelbaumes und einem Fest für die Bevölkerung.
Freitag, 22. Oktober
Netzwerkanlass mit anderen Fachstellen, Partnern und Politik
Details finden Sie auf www.pfarrei-baar.ch
Nach 12 Jahren Einsatz für die Missione Cattolica Italiana im Kanton Zug wechselt Giuseppe Manfreda nun Ende August in den Kanton Solothurn und übernimmt auf Wunsch des Bistums Basel die Betreuung der dortigen Gemeinschaften. Sein Nachfolger wird Domenico («Mimmo») Basile.
Es ist ein ungeschriebenes Gesetz im Bistum Basel, dass Leitungspersonen in der Seelsorge nach 8 bis 12 Jahren den Arbeitsort wechseln. Dies, um Routine zu vermeiden und wieder neue Chancen zu nutzen.
Für Don Giuseppe ist dies der erste Stellenwechsel seit er in der Schweiz lebt. Vor 12 Jahren zog er von Crotone (Calabrien) nach Luzern. Bereits während der letzten Jahre seines Theologiestudiums begann er, sich als Leiter der Missione Cattolica Italiana für die italienische Gemeinschaft im Kanton Zug einzusetzen.
In den vergangenen 12 Jahren hat er zahlreiche Menschen durch Zeiten der Freude, Trauer und Angst begleitet. Er vermählte Paare, half ihnen durch Krisen, taufte deren Kinder, begleitete diese zur ersten Kommunion und Firmung und war stets für alle zum persönlichen Gespräch bereit. Es entstanden viele Beziehungen und Freundschaften, mit ihm und durch ihn. Die Missione wurde zu einer Gemeinschaft, die den Mitgliedern, auch Don Giuseppe, ein Stück Heimat bot. Dennoch bringt der Wechsel ihn innerlich nicht aus der Ruhe: «Es ist Gottes Vorsehung, mein Leben wird von Gott geleitet. Als Priester bin ich unterwegs, um das Evangelium zu verkünden», sagt er.
«Jede Begegnung mit Giuseppe war mit einem Lachen und der kurzen Frage «wie geht’s?» verbunden. So wird mir Giuseppe in Erinnerung bleiben», sagt Markus Burri, Gesamtleiter Fachstellen bei der Katholischen Kirche Zug im Auftrag des Präsidiums zum Abschied. «Giuseppe betreute «seine Missione» mit spürbarem Herzblut und grossem Engagement. Entsprechend waren auch seine Dienste sehr gefragt. War Giuseppe im Haus der Katholischen Kirche Zug, herrschte stets ein Kommen und Gehen, denn seine seelsorgerliche Gesprächsbereitschaft wurde rege benutzt. Die unter seinem unermüdlichen Einsatz entstandenen Aktivitäten trugen dazu bei, dass die «Missione Cattolica Italiana» zu einer starken Gemeinschaft zusammenwuchs. Entsprechend ungern lassen wir ihn weiterziehen. Da bleibt mir nur zu sagen: Vergelt’s Gott! Dio ti benedica!»
Den neuen Leiter der Missione Cattolica Italiana, Don Mimmo, heisst Markus Burri herzlich willkommen.
Siehe auch Artikel «Don Mimmo» wird neuer Leiter der Zuger Missione Cattolica Italiana
Bernadette Thalmann
«Mir wend zäme ha und zäme stah!» Dies war der Leitspruch der 35 Teilnehmenden am diesjährigen Sommerlager von seelsam, der ökumenischen Seelsorge für Menschen mit Beeinträchtigung. Viele Erfahrungen wurden gemacht, manche persönliche Begrenzung wurde überwunden.
Unzählige sonnige Momente bei Spiel, Gesang, Malen, Ausflügen und spontanem Feiern erwärmen und beglücken das Herz. Manche persönliche Begrenzung wurde überwunden, neue Erfahrungen wurden möglich. Einmal ohne Rollstuhl durch den Wald gleiten, eine Wanderung zur höchsten Burgkirche im Goms, mit dem eigenen Mut-Spruch: «Ich schaffe das», mit einem Schlag ins Minigolf-Loch treffen oder das Brot für den Gottesdienst selber backen.
Das Besondere dieser Ferienwoche ist, dass sich Menschen immer wieder begegnen und daraus wertvolle Beziehungen wachsen, die gepflegt werden. Wenn aus dieser Kraft heraus Gottesdienst gefeiert wird, entfacht sich aus der Glut ein loderndes Feuer! Füreinander da sein, gute Gedanken schenken und bei jeder Fürbitte ein Holzscheit ins Feuer legen: So mehrt sich das Strahlen des Feuers fast wie beim Pfingstfeuer. Viele Stunden verbringen die Feriengäste am warmen Feuer. Dabei haben auch mal Spannungen und kleinere Konflikte Platz.
Walliser Frauen teilen ihr Brot mit der Lagergemeinschaft und zeigen die grosse Bedeutung unseres Brotes: » Wer Brot hat, soll es mit anderen teilen. Denn geteiltes Brot schafft Gemeinschaft und Frieden!» Im Wallis gibt es unzählige Bräuche rund ums Brot. So wird z.B. auf jedes Brot das Kreuzzeichen gemacht. Gemäss einer Walliser Sage darf das Brot nicht auf dem Kopf liegen, sonst tanzt der Teufel darauf. Das bedeutet, dass mit Lebensmitteln sorgfältig umgegangen werden soll.
Im Charlie Chaplin Museum in Vevey gibt es viele Parallelen zum Leben mit einem Handicap. Der grosse Künstler verständigte sich ohne Worte und wurde dennoch verstanden. So drücken sich auch die Menschen mit kognitiven und körperlichen Einschränkungen weit mehr als nur mit Worten aus! So manche spontane Umarmung, ein Applaus oder ein verschenktes, präzise ausgemaltes Mandala, erntet Freude und Dankbarkeit.
Andrea Koster Stadler, katholische Co-Leiterin seelsam
Mitten in der Stadt Zug, in der Bauhütte nahe der St.-Oswald-Kirche, eröffnet anfangs September ein Seelsorgecafé als Ort der Begegnung und Beratung. Jeder und jede ist willkommen und es besteht kein Konsumationszwang.
Da das Café kein Gastrobetrieb ist, gibt es in der Bauhütte nur kleine Snacks und Kuchen. Dazu serviert das ehrenamtlich tätige Cafeteria-Team ein feines Getränk. Beliebt sind die Kaffeemischungen und das Teesortiment. Als Gäste sind alle willkommen, unabhängig von Alter, Beruf, Interessen oder Religion. Im Café treffen sich Menschen, um zu plaudern, sich auszuruhen, im idyllischen Garten ein Buch zu lesen oder auch einfach, um nicht allein zu sein.
Wer gerne ein persönliches Anliegen besprechen möchte, kann sich an die anwesende Fachperson aus dem ökumenischen Seelsorgeteam wenden. Das Gespräch ist kostenlos und anonym. Es kann spontan, also ohne Voranmeldung, oder auch zu einem vereinbarten Zeitpunkt stattfinden. Themen aller Art können besprochen werden. Für vertrauliche Gespräche steht ein separater Raum zur Verfügung und das Seesorgeteam untersteht der beruflichen Schweigepflicht. Bei Bedarf können auch mehrere Gespräche stattfinden. Nicht möglich in diesem Rahmen ist jedoch eine Langzeitberatung oder -therapie. Das Seelsorgeteam kann aber eine längerfristige Begleitung vermitteln.
Bereits steht der Bauhütte ein motiviertes Team zur Verfügung. Die 20 Mitglieder des Cafeteria-Teams engagieren sich in der Regel einen halben Tag pro Woche ehrenamtlich als Gastgeberin oder Gastgeber. Interessierte melden sich bitte bei: michèle.bowley@kath-zug.ch.
«D’Bauhütte – das Café für Begegnung und Beratung» ist ein Angebot der katholischen Kirchgemeinde Stadt Zug, der reformierten Kirche Kanton Zug und der CityKircheZug. Mitg./bth
Mehr Informationen auf www.cafe-bauhuette.ch oder www.facebook.com/cafebauhuette
seelsam – die ökumenische Seelsorge für Menschen mit Einschränkungen – feiert in diesem Jahr das 20-Jahre-Jubiläum mit verschiedenen Anlässen, an denen die Bevölkerung teilnehmen kann. Einer davon wird am 28. August vom Fernseh- und Radiomoderator Nik Hartmann bestritten.
Der prominente Zuger Nik Hartmann engagiert sich am letzten Augustwochenende einen ganzen Tag für seelsam. Der Tag startet zu Wasser, mit einer Schiffsfahrt auf dem Zugersee. Weiter geht’s dann zu Land mit einem Gartenfest an der Landhausstrasse 15 in Baar, dem Haus der Katholischen Kirche Zug. Dort wartet ein offerierter Grillplausch auf alle, die mitmachen wollen (Programm und Anmeldung siehe Box).
«Menschen zusammenbringen, mit ihnen lachen, feiern und Freude haben. Das tut allen Seelen gut», sagt Nik Hartmann zu seinem Engagement für seelsam. «Als Vater eines Sohnes mit Beeinträchtigung erlebe ich zudem täglich mit grosser Demut, wie lebenswert jedes Leben ist.»
«Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten will seelsam möglichst viele Menschen auf das spezifische Angebot der Kirchen aufmerksam machen», sagt Andrea Koster Stadler, katholische Co-Leiterin von seelsam. Zusammen mit dem reformierten Co-Leiter Ruedi Hofer unterstützt sie Menschen mit Einschränkungen spirituell und weit darüber hinaus. Zum Angebot gehören ökumenische Gottesdienste, Trauerfeiern, Besinnungstage, Sommerlager, Vorbereitungen und Feiern für Erstkommunion oder Firmung, persönliche Gespräche und regelmässige spirituelle Anregungen. Seit der Coronakrise produziert sie beispielsweise Videos auf youtube.

Andrea Koster Stadler: Sowohl individuelle Betreuung wie auch Inklusion sind wichtig | © Thomas Müller
«Eine einfühlsame Betreuung, die sich spezifisch auf die individuellen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Talente unserer Mitglieder ausrichtet, ist uns sehr wichtig», betont Andrea Koster Stadler. Ebenso am Herzen liegt ihr aber die Inklusion, die Eingliederung von Menschen mit Einschränkungen in unsere Gesellschaft, insbesondere auch in die Pfarreien. Leuchtendes Beispiel ist für sie Jesus: «Jesus hat sich ganz besonders um Menschen am Rand der Gesellschaft gekümmert. Und er war absolut barrierefrei».
Für die Barrierefreiheit in unserem Alltag soll eine spezielle Aktion ab Mitte August sensibilisieren. Zu diesem Zweck wurden 30 Tetraeder von seelsam-Mitgliedern selbst hergestellt. In leuchtendem Orange und ähnlich aussehend wie Feuerwehrdreiecke werden sie an verschiedenen Orten im Kanton platziert und nicht zu übersehen sein.

Für die seelsam-Kampagne im August wurden 30 Tetraeder hergestellt | © seelsam
Unterwegs mit Nik Hartmann am 28. August
9.30 Uhr
Treffpunkt am Schiffsteg Zug
Gemütliche Schiffsfahrt
Nik Hartmann erzählt, Austausch, Autogramme und Selfies
11.52 Uhr
Rückkehr
12.15 Uhr
Grillplausch (offeriert) in Baar
Haus der Katholischen Kirche Zug
Landhausstrasse 15, im Park
13.15 Uhr
Abschluss mit «Glacé-Plausch»
Anmeldungen bis 24. August 2021 auf www.seelsam.ch
Bernadette Thalmann
Lesen Sie auch das Interview Spannende Pläne für das seelsam-Jubiläumsjahr mit den beiden Leitungspersonen von seelsam
oder den Artikel seelsam-Ferienwoche mit wertvollen Begegnungen
Die Pfarrei St. Johannes der Täufer in Walchwil hat mit Benjamin Meier einen neuen Gemeindeleiter. Am ersten August nimmt er als Nachfolger von Ralf Binder seine Tätigkeit auf. Anlässlich des Bergfestes vom 15. August 2021 findet seine Einsetzung statt.
Benjamin Meier «freut sich ausserordentlich» auf seine neue Tätigkeit, wie er auf punkt-walchwil.ch bekannt gibt. Aufgewachsen in einer Grossfamilie erlebte er in Bützberg (Kanton Bern) eine unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit. Der Glaube und der sonntägliche Kirchgang prägten ihn stark. Nach einer Lehre als Konstrukteur und der absolvierten Berufsmatura arbeitete er als technischer Supporter in seiner Lehrfirma. Bald jedoch spürte er, dass es «noch etwas anderes in meinem Leben gab, dem ich bis dahin zu wenig Beachtung schenkte». Und so zog es ihn nach Chur, an die Theologische Fakultät. Seine ersten pastoralen Lehrjahre verbrachte er im Luzerner Seetal, die letzten beiden Jahre im Aargauer Limmattal.
«Ich hoffe, dass ich mit meiner offenen und unkomplizierten Art zu einem lebendigen Pfarreileben und einem guten Miteinander im Pastoralraum beitragen kann», sagt Benjamin Meier. Mit seiner Frau Jacqueline wohnt er seit Juli im Pfarrhaus an der Kirchgasse in Walchwil und freut sich nun darauf, die Pfarreimitglieder kennen zu lernen.
Der Pfarreirat heisst den neuen Gemeindeleiter herzlich willkommen und freut sich auf die Zusammenarbeit.
Die Einsetzungsfeier für Benjamin Meier findet anlässlich des Gottesdienstes zum Bergfest vom 15. August statt.
Festtagsgottesdienst bei schönem Wetter
10.30h Buschenkappeli
Festtagsgottesdienst bei schlechtem Wetter
10.00h Pfarrkirche
Der Gottesdienst wird vom Jodelklub Edelweiss beim Buschenkappeli oder in der Pfarrkirche musikalisch mitgestaltet.
Über den Ort der Durchführung wird einige Tage vorher auf der Pfarreiwebsite oder im Aushang informiert.
Bernadette Thalmann
Eine ökumenische Aktion ruft am diesjährigen Nationalfeiertag und 50-jährigen Jubiläum des Frauenstimmrechts dazu auf, dass Frauen die Sonntagspredigt halten. Eine der Frauen, die predigen werden, ist die Seelsorgerin Ingeborg Prigl aus Steinhausen.