Am 18. September wurden im Kirchenzentrum Zug zwei Jahrzehnte ökumenische Seelsorge für Menschen mit Behinderung gefeiert. Bei bestem Wetter machten mehr als 100 Besucher der wichtigen Einrichtung seelsam ihre Aufwartung.
Regierungsrat Andreas Hostettler und Ständerat Matthias Michel sprachen zu den Gästen und versicherten, dass sie sich für ein barrierefreies Miteinander in der Gesellschaft einsetzen. Ganz im Sinne des Selbstverständnisses von seelsam, das sich als konfessionsübergreifendes kirchliches Angebot sieht. Nicht in Konkurrenz zu anderen Organisationen im Behindertenwesen, sondern als Ergänzung. Wichtigster Kern von seelsam ist dabei die Ausrichtung auf spirituelle Bedürfnisse.
Ein Höhepunkt des Tages war der Auftritt des Mimenchors der Gehörlosengemeinde Zürich. Diese Darbietung ohne Worte, nur mit Gesten, war ein grossartiges Beispiel, wie Einschränkungen eben nicht einschränken und begeisterte sehr viele. Die Musikgruppe Girovaganti spielte zudem auf und lud auch zum gemeinsamen Singen ein. Ein Aufruf, dem viele Besucher nur zu gerne folgten. Ein gemeinsamer Ballonflug-Wettbewerb und ein feierlicher ökumenischer Gottesdienst rundeten das Fest ab.
Das Jubiläum benötigte eine lange Vorbereitungszeit und die Durchführung war nur möglich dank der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die pausenlos im Einsatz waren. Die sehr positiven Rückmeldungen der Besucher waren ein beredtes Zeugnis dafür, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Eine Teilnehmerin schrieb an seelsam: «Das Fest war einmalig und sehr, sehr schön. Wir haben es genossen.» So bleibt es allen in Erinnerung und wer möchte, kann es nochmals auf YouTube anschauen und durch die Fotogalerie gehen.
Ruedi Hofer, Seelsorger und Co-Leiter seelsam
Lesen Sie auf den Artikel Nik Hartmann: «Ich habe heute Freude pur gesehen»
Stefan Doppmann, Kirchenschreiber der Katholischen Kirchgemeinde Baar, wird per 1. Januar 2022 neuer Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ). Weitere neu gewählte Präsidiumsmitglieder sind Renate Falk und Ambros Birrer.
An der Delegiertenversammlung der VKKZ vom 22. September hat sich das Präsidium neu aufgestellt: Zum Nachfolger von Karl Huwyler, der seit acht Jahren als Präsident im Amt ist, wurde Stefan Doppmann gewählt. Der Baarer Kirchenschreiber ist selbständiger Kommunikationsberater. Darüber hinaus ist er Mitglied verschiedener Kommissionen bei der Einwohnergemeinde Baar. Stefan Doppmann freut sich auf die neue Aufgabe: «Kirchliches Leben findet auf vielen verschiedenen Ebenen und in mannigfaltiger Form statt. Ich freue mich darauf, zusammen mit der VKKZ dieses Leben und Erleben zu ermöglichen und zu fördern.»
Renate Falk, Kirchenrätin Oberägeri, und Ambros Birrer, Kirchenrat Stadt Zug, ersetzen die bisherigen Präsidiumsmitglieder Marlen Schärer und Margrith Hammer, Kirchenratspräsidentinnen in Steinhausen bzw. Risch, die ebenfalls auf Ende Jahr zurücktreten.
Das aktuelle Präsidium hinterlässt tiefe Fussabdrücke: Dies machen verschiedene Würdigungsworte deutlich. Von Karl Huwylers zahlreichen Errungenschaften hebt die Geschäftsstellenleiterin Melanie Hürlimann insbesondere sein unermüdliches Engagement für finanzielle Transparenz hervor, indem regelmässig kantonale Zahlen der Katholischen Kirche Zug publiziert werden. Als «finale Kür» bezeichnet sie seinen ausserordentlichen und erfolgreichen Einsatz rund um die drohende Abschaffung der Kirchensteuern für Unternehmen im Kanton Zug.
Die neuen VKKZ-Präsidiumsmitglieder
(nebst Melanie Hürlimann, Geschäftsstellenleiterin, und Markus Burri, Gesamtleiter Fachstellen)
| Stefan Doppmann, Präsident | Geboren 1969; aufgewachsen und wohnhaft in Baar
lic. phil. Universität Zürich (allg. Geschichte, Staatsrecht, politische Wissenschaften) Selbständig in der Unternehmenskommunikation seit 2005 Kirchenschreiber der Kath. Kirchgemeinde Baar seit 2014 Verheiratet, drei erwachsene Kinder |
|
| Renate Falk, Mitglied | Geboren 1952;
Fachfrau für Soziale Arbeit; Lehrgang Spiritual Care Co-Leiterin / Leiterin Diakoniestelle „Leuchtturm“ 2004 – 2017 Kirchenschreiberin und -kassierin KG Oberägeri 1987 – 2001 Kirchenrätin Oberägeri seit 2018 Verheiratet, zwei erwachsene Töchter
|
|
| Ambros Birrer, Mitglied | Geboren 1952 in Wolhusen
Sozialpädagoge, 32 Jahre für die ZUWEBE tätig – seit 2017 pensioniert Verheiratet mit Annemarie Birrer; 3 erwachsene Töchter 18 Jahre im Kirchenrat der Stadt Zug |
Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 23. September 2021
Mit einer zwei Jahre lang dauernden Synode will Papst Franziskus weltweit alle Gläubigen zu Wort kommen lassen. Bischof Felix setzt grosse Hoffnungen in diese globale, gemeinsame Wegsuche und schildert, wie sich die Katholikinnen und Katholiken im Bistum Basel einbringen können.
Welche Chance sehen Sie in dieser Synode?
Bischof Felix Gmür: Die Bischofssynode 2023 beginnt jetzt, und zwar weltweit, nicht nur in Rom. Papst Franziskus will die Synode nicht mehr als Event in Rom, sondern als Prozess gestalten: Die Chance besteht also darin, möglichst viele Leute einzubeziehen und klarzumachen: Zum synodalen Prozess gehören alle. Das ist neu.
Warum sollen die Gläubigen an dieser Umfrage teilnehmen?
Sie sollen teilnehmen, um miteinander in Dialog zu treten. Es geht nicht in erster Linie darum, dass die Leute ein Statement für den Bischof oder für den Papst abgeben, sondern dass sie aufeinander hören, die Fragen miteinander diskutieren und dann gemeinsam vorangehen. Synode heisst gemeinsames Gehen. Zum Leben als Christin und Christ gehört, dass man sich miteinander über den Glauben austauschen kann, über den Ort, den die Kirche in meinem Leben oder in der Gesellschaft und im Staat haben soll.
Wie erreichen Sie anderssprachige Menschen aus den Missionen?
Wer die Fragen auf Deutsch nicht versteht, muss sie sich übersetzen lassen. In den Missionen gibt es ja viele Zweisprachige. Das ist ein erster Schritt, aufeinander zu hören und einander zu unterstützen. Unsere Dokumente sind auf Deutsch, für den Jura gibt es eine adaptierte Fassung auf Französisch. Die römischen Dokumente sind in der Regel auf Spanisch, Englisch, Italienisch und Französisch.
Und Kirchenferne?
Jede und jeder kann sich einbringen, es braucht keine Nähe zur Pfarrei. Man muss sich lediglich für die Sache interessieren und sich zu fünft zusammentun.
Jede Person kann sich frei vier weitere suchen?
Ja. Um aufeinander hören zu können, braucht es eine Gruppe. Es sollten mindestens fünf sein, um nicht einfach Einzelmeinungen zu hören. Je grösser die Gruppe ist, desto besser, sie ist nach oben offen. Die Gruppe spürt vielleicht: Hier gab es Austausch, da war zuerst Unverständnis und dann Verständnis. Darum geht es.
Die Fünfergruppe diskutiert die Fragen und gibt ihre Antworten elektronisch ein.
Ja, es gibt jeweils pro Frage eine Gruppenantwort. Die Gruppe kann auch sagen: «Wir haben keine Einigung gefunden». Sie kann auswählen zwischen verschiedenen vorgegebenen Antworten, die nach statistischen Methoden als die wahrscheinlichsten gelten und die über Fokusgruppen im Vorfeld bestimmt werden. Bei einigen Fragen wird zusätzlich ein Textfeld zur Verfügung stehen.
Rom hat zehn Themenfelder mit Fragen vorgegeben. Können Sie diese in konkrete, für die Schweiz relevante Fragen umformulieren?
Der Auftrag lautet nun, die Fragen aus Rom für unsere Bistümer zu adaptieren. Bei Nummer fünf geht es um «Mitverantwortung in der Sendung», bei Nummer neun um «Unterscheiden und Entscheiden». In diesen Punkten können wir sicherlich auf spezifisch für den Schweizer Kontext wichtige Themen eingehen.
Bleibt es beim «Aufeinander-Hören»? Wann geht der Prozess ins Handeln über?
Aufeinander-Hören ist bereits Handeln. Wenn ich weiss, was mein Gegenüber findet, gehe ich mit diesen Gedanken in mich und verändere mich vielleicht, und umgekehrt. Eine Handlungsoption könnte sein, dass eine Pfarrei sagt: In unserem Gebiet gibt es so viele Marginalisierte, wir müssen diese Menschen einbinden. Handlungsoptionen sind nicht nur von Rom zur Basis, sie sind gleichzeitig von unten nach oben.
Dennoch gibt es Themen, die nur in Rom entschieden werden können, etwa die bekannten heissen Eisen: mehr Mitbestimmung von Laien, Frauenordination, Umgang mit Homosexuellen. Was ist mit solchen Themen?
Diese Themen werden in Rom entschieden. Die Grundstruktur der Kirche ist nicht in Frage gestellt. Der Papst ist der Garant der Einheit dieser Kirche. Was die ganze Welt betrifft, etwa die Frauenordination, entscheidet am Schluss der Papst. Aber Rom will eben auch hören: Ist das wirklich das Wichtigste? Betrifft das viele Leute? Und was würde das ändern? Dazu haben wir diesen Prozess.
Die abschliessende Antwort des Papstes kann ganz anders aussehen als das, was den Schweizerinnen und Schweizern unter den Nägeln brennt. Gibt es Signale aus Rom, dass regionale Lösungen denkbar sind?
Die Steuergruppe zum Synodalen Prozess des Bistums Basel wird die Antworten, die das gfs liefert, anschauen und sich fragen: Was realisieren wir in unserem Bistum? Wo müssen wir handeln und was betrifft uns weniger? Diesen Prozess der Erneuerung innerhalb des Bistums gehen wir weiter. Wie, das werden wir nach Abschluss der Befragung anschauen.
Rom hat 2014 bei der Umfrage zu Ehe und Familie aus der Schweiz die Antwort gehört, die Gleichbehandlung von Homosexuellen sei hier ein wichtiges Thema. Passiert ist nichts. Weshalb soll ich also nun wiederum an einer Umfrage teilnehmen?
Man versucht zu differenzieren und das mit einer unterschiedlichen Optik anzuschauen. Nehmen wir ein queeres Paar, das gesegnet werden möchte. Hier gilt es, auf einem gemeinsamen Weg herauszufinden, was sie mit dem Segen genau wollen: Möchten sie eine Anerkennung durch die Kirche, durch die Gesellschaft, den Beistand Gottes? Das gilt auch für Leute, die heiraten wollen. Dieses Differenzieren haben wir ein bisschen vernachlässigt, weil wir in Kategorien von Recht und Pflicht denken. Dieser Prozess wird zeigen, wie fruchtbar das ist.
Müsste man nicht bei manchen Themen auch die Theologie neu denken und sich die Frage stellen: Ist die heutige Handhabung auch theologisch noch gerechtfertigt?
Interessant ist, dass die westliche Theologie sich ziemlich eingeschossen hat auf Gebote und Verbote. Der synodale Prozess hingegen hat nicht diese Frage im Blick, sondern er fragt eher: Hilft es, das Reich Gottes zu fördern oder nicht? Die Frage lautet nicht: Darf man? Sondern: Hilft es? Das ist es, was man einen geistlichen Prozess nennt. Dieses Ringen ist etwas spezifisch Christliches. Die Jüngerinnen und Jünger, die mit Jesus unterwegs waren, haben immer wieder gerungen. Sie haben Jesus nicht verstanden und nach Erklärungen gefragt. Er hat es erklärt, aber sie haben immer noch nicht verstanden. Dieses Ringen ist nicht in erster Linie resultat-orientiert, sondern prozess-orientiert.
Sie hatten 2016 um konkrete Vorschläge gebeten, wie eine geschwisterliche Kirche aussehen könnte. Die Landeskirche Luzern hat Ihnen mit 10 Schritten geantwortet. Ihre Reaktion darauf war recht kritisch. Wie werden Sie dieses Mal mit Antworten umgehen, die Ihnen vielleicht nicht gefallen?
In diesem Fall fand ich das Vorgehen nicht gut. Es waren vor allem Forderungen an den Bischof. Ich habe wenig von diesem Ringen gemerkt. Bei einer Erneuerung der Kirche müssen sich alle bewegen. Wenn etwas geändert wird, müssen sich zuerst Personen ändern und dann muss man zusammen schauen, was man umsetzen kann. Dafür gibt es unsere diözesane Steuergruppe. Denn das bestimmt nicht einfach der Bischof oder eine einzelne kantonale Synode, sondern es sollen möglichst alle einbezogen werden. Die Anfrage geht in erster Linie an jeden und jede Einzelne selbst. Im Markus-Evangelium heisst es: «Kehrt um.» Das beginnt bei mir.
Wie müsste die Umfrage ausfallen, damit Sie sagen könnten: Wow, toll!
Wenn sich ganz viele und verschiedene Gruppen eingeben, das würde mich freuen.
Was wäre der schlimmste Fall?
Ich wäre enttäuscht, wenn sich niemand dafür interessieren würde. Dann müssen wir uns fragen: Was bedeutet das jetzt zum Beispiel für unsere Struktur? Für unsere Relevanz? Was müssen wir ändern?
Freuen Sie sich auf den Prozess?
Ich bin ganz begeistert davon! Mich freut es, dass diese Synode wirklich versucht, das Ganze als einen Prozess zu führen. Der Einbezug aller Leute ist der Königsweg der Kirche. Die Kirche hat nach diesem Dokument offensichtlich den Auftrag, alle Leute einzubeziehen. Ich erhoffe mir, dass dieser Prozess uns alle betreffen wird. Und ich bin überzeugt, dass wir Handlungsfelder sehen, die für unser Bistum oder möglicherweise für die Schweiz von Belang sind, die aber nicht unbedingt den römischen Prozess betreffen.
Marianne Bolt (Pfarreiblatt des Kantons Zug)
Sylvia Stam (Pfarreiblätter der Kantone Bern und Luzern)
Von Montag an gibt es zwei Typen von Gottesdiensten: mit Zertifikatspflicht, dafür ohne Maskenpflicht. Oder ohne Zertifikat – dafür mit Maske und maximal 50 Menschen pro Gottesdienst. In beiden Fällen müssen Gläubige künftige ihre Identität offenlegen.
Den Update zu den Massnahmen des Bistums Basel finden Sie hier
Zum 50-Jahre-Jubiläum des Sozialdienstes St. Martin in Baar hat die Katholische Kirchgemeinde Baar eine Festschrift herausgegeben. Diese stellt die Angebote des Sozialdienstes vor und zeigt, wie er im Netzwerk agiert. Die Festschrift kann kostenlos bezogen werden.
Was ist Diakonie eigentlich? Welche Aufgaben nimmt der Sozialdienst St. Martin wahr? Welches sind derzeit die grossen Herausforderungen? Auf diese und viele andere Fragen geht die Festschrift ein. In einem Gespräch entwickeln Stefan Horvath, Leiter Sozialdienst St. Martin, und Kirchgemeindepräsident Thomas Inglin Ideen und Visionen für die kirchliche Sozialarbeit von morgen.
Die Festschrift kann kostenlos im Pfarreisekretariat St. Martin und auf der Verwaltung der Katholischen Kirchgemeinde Baar bezogen werden.
Hier können sie die elektronische Version der
Festschrift 50 Jahre Sozialdienst St. Martin herunterladen.
Lesen Sie auch den Artikel zum Jubiläumsfest Wir teilen unsere Früchte mit Benachteiligten
Sibylle Hardegger (53) wird Radio- und Fernsehbeauftragte bei kath.ch. Die Theologin hat unter Bischof Kurt Koch Karriere gemacht. 2015 übernahm sie für 18 Monate die Gemeindeleitung ad interim in der Stadt Zug und leitete anschliessend den Aufbau des Pastoralraums Zug Walchwil.
Nun steht fest, wie die vier Pfarreien, die bisher keinem Pastoralraum zugeordnet waren, ab nächstem Sommer organisiert sein werden. Sie werden gemeinsam einen Pastoralraum bilden. Mit diesem Schritt wird die Errichtung der Pastoralräume im Kanton Zug abgeschlossen.
Wie das Bischofsvikariat St. Viktor mitteilt, sind die Pastoralräume im Kanton Zug nun komplett. Die katholischen Pfarreien Baar, Cham, Hünenberg und Steinhausen werden zu einem Pastoralraum Typ A zusammengeschlossen. Das bedeutet, dass die Leitungseinheiten der einzelnen Pfarreien bestehen bleiben und sie unter der Leitung des designierten Pastoralraumleiters Christian Kelter und dem designierten Leitenden Priester Anthony Chukwu zusammenarbeiten werden. Bischof Felix Gmür wird den Pastoralraum per 1. August 2022 administrativ errichten.
Der Kanton Zug wird damit vier Pastoralräume aufweisen. Die bereits bestehenden Pastoralräume sind Zug Walchwil, Zug Berg sowie Zugersee Südwest.
Marianne Bolt
Die Pfarrei St. Martin in Baar hat mit einem Fest für die Bevölkerung am vergangenen Sonntag das 50-jährige Bestehen ihres Sozialdiensts gefeiert. Als Symbol für das Jubiläum pflanzten die Baarer Katholiken ein Apfelbäumchen beim Pfarrhaus.
Zahlreiche Pfarreimitglieder kamen am Sonntag, 26. August unter dem Zeltdach im Baarer Martinspark zum gemeinamen Spaghettiplausch zusammen. Gemeinsam feierten sie den runden Geburtstag des Sozialdiensts St. Martin. Seit fünf Jahrzehnten engagiert sich dieser mit Hilfe vieler Freiwilliger in der Altersarbeit und unterstützt die Menschen in der Pfarrei und darüber hinaus bei der Bewältigung verschiedenster Herausforderungen.
Der Baum wächst auf gutem Boden
Pfarrer Anthony Chukwu hatte in seiner Predigt im Gottesdienst vor dem Jubiläumsfest den Sozialdienst mit einem Apfelbaum verglichen. Dieser benötige einen guten Boden, um wachsen und gedeihen zu können. An den daraus entstehenden Früchten könnten sich viele Menschen erfreuen, stellte er fest. «Besonders gerne teilt die Pfarrei die Früchte mit jenen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen», hob Anthony Chukwu hervor.
Aus einer visionären Haltung gegründet
Um dieses Bild weiterzutragen und an das Jubiläum zu erinnern, pflanzte die Festgemeinde beim Brunnen vor dem Pfarrhaus St. Martin einen Apfelbaum. Gemeinderätin und Sozialvorsteherin Berty Zeiter zeigte der Pfarrei in einer Ansprache ihre Wertschätzung. Sie zeigte sich beeindruckt, dass diese schon vor der Einwohnergemeinde einen professionellen Sozialdienst ins Leben gerufen hat. «Damit haben der damalige Kirchenrat und die Kirchgemeinde eine visionäre Haltung bewiesen. In den fünf Jahrzehnten seines Bestehens hat sich der Sozialdienst immer wieder der Zeit angepasst und für die Gemeinschaft viel bewirkt», erklärte sie. Weitsicht und ein Auge für die Bedürfnisse der Menschen zeige auch der aktuelle Kirchenrat, der den Sozialdienst just im Jubiläumsjahr personell ausgebaut habe, stellte Berty Zeiter fest.
Sie verwies auch auf die informative Festschrift, welche die Katholische Kirchgemeinde zum Jubiläum herausgegeben hat und die im Pfarreisekretariat kostenlos bezogen werden kann. /Mitg.
Hier können sie die elektronische Version der
Festschrift_50 Jahre_Sozialdienst_St. Martin herunterladen.
Rund 50 Gäste mit und ohne Einschränkungen haben gestern auf Einladung von seelsam eine Schiffahrt auf dem Zugersee und anschliessend ein Grillfest beim Haus der Katholischen Kirche Zug in Baar genossen. Begleitet wurden sie vom Moderator Nik Hartmann.
seelsam, die ökumenische Seesorge für Menschen mit Einschränkungen, feiert in diesem Jahr das 20-Jahre-Jubiläum. Um die Bevölkerung auf die umfassenden Leistungen ihrer Organisation aufmerksam zu machen, haben die beiden Co-Leitenden Andrea Koster Stadler und Ruedi Hofer verschiedene öffentliche Anlässe organisiert. Einer davon ist der Tag «Unterwegs mit Nik Hartmann». Der prominente Fernseh- und Radiomoderator ist selbst Vater eines Sohnes mit Einschränkung und war sofort bereit, sich für die Idee von seelsam einzusetzen.
Der Tag – vom Wetterglück begünstigt – wurde sichtbar zum Erfolg. Der aufregenden Schifffahrt folgte ein entspannter Grillplausch im lauschigen Garten beim Haus der Katholischen Kirche Zug an der Landhausstrasse 15. Nik Hartmann blickte zufrieden auf den Tag zurück: «Ich habe heute rund herum Freude pur gesehen», sagte er. «Es beeindruckt mich immer wieder, wie leicht und spontan Menschen mit Einschränkungen Glück erleben können, während wir als sogenannt «Normale», unser Glücklich-Sein so oft mit eigens auferlegten Zwängen und Rollen einschränken.»
Bildimpressionen zum An- und Durchklicken (© Thalmann/Mattenberger)
Lesen Sie auch den Artikel seelsam unterwegs – mit Moderator Nik Hartmann
Bernadette Thalmann
Am 1. September 2021 sollte das Café für Begegnung und Beratung in der «Bauhütte» nahe der Kirche St. Oswald seine Tore für die Zuger Bevölkerung öffnen. Daraus wird vorerst nichts, die Projektleiterin fällt krankheitsbedingt aus.
Da die Vorbereitungen bereits weit vorangeschritten sind, ist die Betriebskommission zuversichtlich, dass das Café am 1. Oktober 2021 eröffnet werden kann und freut sich auf den Start. /Mitg.
Lesen Sie auch den Artikel Ein neues Seelsorgecafé eröffnet mitten in der Stadt Zug