Wie steht es um die Gleichstellung von Frauen und Männern in den Kantonalkirchen? Recherchen von kath.ch zeigen: In den Kantonen Basel-Stadt, Jura und Zug ist der Frauenanteil in der kirchlichen Regierung mit 60 Prozent überdurchschnittlich hoch.
Vom Samstag, 23. Oktober, bis Sonntag, 31. Oktober 2021, war die fahrbare Kapelle vom Pastoralraum Zug Berg unterwegs im ganzen Kanton. Sie machte Halt in verschiedenen Gemeinden, jeden Tag an einem anderen Ort. Hier ein Rückblick mit Geschichten und Impressionen.
Tag 9: 31. Oktober, Kloster Gubel

Heute ist der Abschlusstag unserer Tour durch das Zugerland. Wir sind beim Kloster Gubel stationiert. Die Schwestern können es kaum erwarten, bis die Kapelle ihren Standplatz findet. /Rebecca Rogenmoser

Zur Eröffnung spielt die Musik die Melodie «My way». /Markus Burri

In Anwesenheit von Schwestern der Klostergemeinschaft segnet der Spiritual die Kapelle, den Tag und die Anwesenden. /Markus Burri

Dank dem herrlichen Wetter zieht der Gubel am Nachmittag zahlreiche Besucher an und es kommt zu vielen schönen Begegnungen. /Markus Burri

Die Kapelle in der Ruhe der Abendstimmung. /Silke Röbig


Nach einer angeregten Gesprächsrunde bei wohliger Wärme im Innern der Kapelle rundet das täglich gesprochene Kapellengebet unsere Reise durch den Kanton ab. /Silke Röbig
Welch herrlich schöner Sonntag! Welch schöner Schlusspunkt der Kapellen-Tour!!! /Rebecca Rogenmoser
Tag 8: 30. Oktober, Unterägeri Dorfplatz

Die Eröffnung wird feierlich eingeleitet durch Margrit Küng, Gemeindeleiterin Unterägeri. /Silke Röbig

Fünf Cellistinnen trotzen dem Wind und dem Verkehr und spielen vor der Kapelle in Unterägeri auf. /Franz Lustenberger
Tag 7: 29. Oktober, Cham, Kiesplatz Hirsgarten

Gerd Zimmermann, Leiter Pfarreisozialdienst, bittet zur Eröffnung alle in die Kapelle. Bei Gebet und Gesang kann man sich wunderbar einstimmen lassen. /Silke Röbig


Die Stimmung heute Nachmittag ist einfach umwerfend! Um 14 Uhr kommt die Sonne, der schöne Platz am See belebt sich immer mehr. Und die Musiker kommen gerade rechtzeitig. Der Sound des Brass-Quartetts passt perfekt. /Markus Burri

Ich betreue als Freiwillige die Kapelle und bin begeistert. Das Brass-Quartett ist mein Highlight! /Irene Anna Burkart

Schöne Abendstimmung, gute Gespräche und viel Freude. /Robert Habijan
Tag 6: 28. Oktober, Steinhausen, Oberstufenschulhaus Feldheim

In Steinhausen geht’s deutlich früher los als bei den anderen Standorten der Kapelle: Schon um 10 Uhr zieht der Katechet Markus Müller an der Kapellen-Glocke und lädt das Publikum ein, die Kapelle zu besuchen und die schöne Atmosphäre zu geniessen. /Marlen Schärer

Und rein geht’s in die Kapelle, denn draussen sind die Temperaturen nur wenige Grad über Null. /Marlen Schärer
Unsere Jugendlichen nutzen die Kapelle als Ort der Wärme. Sie zünden fleissig Kerzen an, verbunden mit guten Gedanken, die sie hinaus in die Gemeinde senden. /Markus Müller

Gemeindeleiter Ruedi Odermatt zieht den Hut: Jetzt geht der Ansturm richtig los. /Silke Röbig

Gerne geniesst das Publikum eine Tasse Kaffee oder Tee beim Diskutieren. /Silke Röbig

Die Breakdancer der Dirty Hands überraschen und faszinieren die Schüler, die gerade in die Pause rauskommen − bei strahlendem Sonnenschein!. /Markus Burri /Markus Müller

Auch die junge Mädchen-Volleyballgruppe von Claudia Gähwiler begeistert sich für die Breakdancer Dirty Hands und besucht anschliessend noch die fahrbare Kapelle. Interessiert lassen sie sich das Projekt erklären und zünden Kerzli an. Das Training startet ausnahmsweise später 😉

Nebst Action passiert an diesem Tag auch viel Besinnliches – draussen wie drinnen… /Ruedi Odermatt
Tag 5: 27. Oktober, Baar Schulhaus Marktgasse / Schwesternhaus

Gelungener Start in Baar. Diakon Roger Kaiser eröffnet mit einem wunderbaren Kapellengebet. /Silke Röbig

Bald schon herrscht reger Betrieb. /Silke Röbig

Die Kapelle hat soeben auch ganz junges Fan-Publikum gewonnen. /Roger Kaiser

Grosse Begeisterung lösten die Dancing Cats aus. /Markus Burri/Roger Kaiser

Tag 4: Dienstag 26. Oktober, Stadt Zug, Unterer Landsgemeindeplatz

Unsere Kapelle und der Weihnachtsbaum der Stadt Zug sind bereit. Das Wetter und die Stimmung passen. /Franz Lustenberger

Bernhard Lenfers, Gemeindeleiter Pfarrei St. Johannes, läutet die Kapelle ein. /Gaby Wiss

Und schon kriegen wir Besuch. Unsere Gäste sind aus Spanien. /Gaby Wiss
Einer 90-jährigen Frau hat es die Kapelle richtig an angetan: «Ich bin extra vorbeigekommen, weil ich neugierig war. Mir gefällt die schlichte Innenausstattung».
Nach längerem Verweilen meint eine andere Besucherin: «Ich fühle mich wohl hier. Es hat gut getan.» /Bernhard Lenfers

Ein 8-jähriger Schüler geht nach Schulschluss um 12 Uhr über den Landsgemeindeplatz. Als ich ihn einlade, geht er in die Kapelle und bleibt lange vor dem Ofen stehen: «Cooles Feuer», meint er. Ich schenke ihm einen Kerzenhalter (unser schönes Give-Away, hergestellt von der GGZ@Work) und er geht glücklich zum Mittagessen nach Hause. /Bernhard Lenfers

Heute trifft sich die Zuger Kirchenprominenz auf dem Landsgemeindeplatz… /Roman Ambühl

Die Alphornklänge werden sowohl von Passanten als auch von den Gästen in der Wirthäusern genossen. Es herrscht eine wunderbare Stimmung. /Markus Burri /Sr. Mattia

Warmes Licht und so viele gute Wünsche… /Gaby Wiss
Es gab heute angeregte Gespräche… über Gott und die Welt… über Trauer und Freude… über verlorene Heimat und Neubeginn… über die Kraft des Gebetes. Und immer wieder: So eine tolle Idee die.Kapelle! Und: Wo steht sie morgen oder nächste Woche? /Gaby Wiss
Tag 3: Montag, 25. Oktober, Hünenberg, Haltestelle Zythus

Heute haben wir logistische Probleme: Aus dem Standort bei den Park&Ride-Parkplätzen nahe der S-Bahn Haltestelle Zythus wird nichts! Die Kapelle passt schlichtwegs nicht unter den prächtigen Baum. /Silke Röbig

Gott sei Dank haben wir in Zusammenarbeit mit dem Werkhof Hünenberg eine Lösung gefunden. Das ist unser Standort für heute. /Silke Röbig

Gerade ist eine grosse Kinderschar mit ihrem Lehrer im Rahmen ihres Religionsunterrichts zufällig bei uns eingetroffen. Es handelt sich um die 3./4. Klasse der Schule Kemmatten. Die Gruppe ist sehr interessiert. /Silke Röbig
Zwei Walkingfrauen haben extra ihre Route zu unserer Kapelle gemacht. Wir haben zu dritt den Kanon «Dona nobis pacem» gesungen. Es klang wunderbar. /Silke Röbig

Eine ausgezeichnete Performance lieferte die Dousnband, die gleich zweimal auftrat und als eigentliches Publikummagnet wirkte.
Tag 2: Sonntag, 24. Oktkober, Rotkreuz, Dorfmattplatz beim Bahnhof

Punkt 11.30 Uhr läutet Kirchenratspräsidentin Mäggy Hammer die Kapelle ein. /Bernadette Thalmann

Die Temperaturen sind grad noch wenig einladend. Toll, dass sich die Kapelle auch heizen lässt. /Bernadette Thalmann

Bald schon finden sich die ersten Besucher und Besucherinnen ein…

und die Kapelle erstrahlt in der Herbstsonne. /Bernadette Thalmann

Zu den warmen Temperaturen paaren sich um 13.30 Uhr noch die herrlich warmen Klänge der MGRR. Die Brass Band der Musikgesellschaft Risch-Rotkreuz erfreut mit einem breiten Repertoir, das einmal herrlich fegt, ein andermal aber auch mit feinen Tönen begeistert. /Bernadette Thalmann

Diakon Markus Burri erzählt bei seinen Dankesworten eine Geschichte zum «Wohnzimmer Gottes», wie ja auch die Kapelle eines ist: «Wo wohnt Gott?», fragt der Lehrer seine Schüler. «In der Kirche, der Natur, im Himmel?», antworten die Schüler. «Gott wohnt dort, wo ein Herz für ihn aufgeht». Die schöne Musik der Brass Band helfe mit beim Herzen-Öffnen. /Bernadette Thalmann
Tag 1: Samstag 23. Oktober, Hagendorn Abtei Frauenthal

Es hat geklappt: Nach langer Fahrt von Ägeri hinab ins Frauenthal ist die Kapelle heil beim Kloster, der ersten Station, angekommen. /Silke Röbig

Spiritual Pater Raffael, Abtei Frauenthal, läutet die Glocke der Kapelle zur Eröffnung, bei herrlichstem Wetter! /Franz Lustenberger

Die Klostergemeinschaft im Frauenthal und die Projektgruppe freuen sich über den gelungenen Start der Kapelle on Tour. /Franz Lustenberger
Soeben haben wir Besuch bekommen von einer reformierten Pfarrerin aus Bern. Sie ist begeistert vom Projekt und hat gleich alle Infos zur Kapelle mitgenommen. Vielleicht wird was Ähnliches demnächst auch anderswo realisiert… /Franz Lustenberger

Ein Highlight sind die urig schönen Klänge der drei Alphornbläser, welche das Kloster Frauenthal als Überraschung organisiert hat. /Franz Lustenberger
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Ferdinand Gehrs Fresken in der Kirche Bruder Klaus in Oberwil sorgten vor gut sechzig Jahren für Zwist im Dorf. Die Bilder mussten jahrelang bedeckt werden. Zwei Zuger Kunstschaffende bringen die Geschichte mit einer multimedialen Inszenierung in die Gegenwart.
So hat noch keiner die Bruder Klaus Kirche in Oberwil gesehen und erlebt: Das interdisziplinäre Künstlerteam von Kulturspot unter der Leitung von Daniel Christen und Michael van Orsouw inszeniert mit modernsten Mitteln den einstigen Bilderstreit von Oberwil. Projektionen, Musik, Text und Licht werden die damals revolutionär moderne Kirche auf ganz neuartige Weise präsentieren. Die Uraufführungen und die regulären Darbietungen finden vom 11. November bis zum 14. November statt, coronabedingt ein Jahr später als geplant.
Ferdinand Gehr (1896–1996) war damals der bekannteste Kirchenmaler der Schweiz. Er gestaltete das erste Wandbild in Oberwil – und sorgte für einen Sturm der Entrüstung. Beim nachfolgenden Bilderstreit ging es auch um Kunst; doch noch mehr stritt man über die Werte und über die Formen von Modernität. Das sind Themen, die noch heute sehr beschäftigen: Wie gehen wir mit Neuem, mit Veränderung um? Ausgehend vom damaligen Bilderstreit entsteht durch diese Fragen und durch die neuste Technik der Kunstschaffenden eine heutige Auseinandersetzung mit Grundsätzlichem, die ebenfalls faszinierend ist. Und darüber hinaus auch sehr unterhaltsam.
Das Multimediaspektakel «Verhüllt» ist eine einmalige künstlerische Neuinterpretation, die neue Sichtweisen ermöglicht – auf die Kirche, auf den spezifischen Konflikt, auf Ferdinand Gehrs Kunstwerke und auch auf gesellschaftliche Konfliktbewältigung. Zu den Haupsponsoren des Projekts gehört die Katholische Kirche Stadt Zug. Mitg./bth
Tickets für die Vorstellungen von «Verhüllt» vom Donnerstag 11. November bis zum Sonntag, 14. November finden Sie unter www.verhüllt.ch.
Für den Anlass gilt die Covid-Zertifikatspflicht.
Ein vielseitig engagiertes Frauenquintett debattierte am jüngsten Anlass des Forum Kirche und Wirtschaft vom 20. Oktober in Kappel das Thema «Vereinbarkeit von Beruf und Familie». Man war sich einig, dass Corona das Dilemma eher noch verschärft hat, insbesondere für die Mütter.
Das Input-Referat hielt Prof. Dr. Jutta Rump. Dabei sparte die Professorin für allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule in Ludwigshafen nicht mit Kritik an der belastenden Berufs- und Familiensituation vieler berufstätiger Eltern. Das Corona-Regime habe die Situation eher noch akzentuiert. Die Einschränkungen haben aber auch alte Denk- und Verhaltensmuster aufgebrochen. Neue Organisationsformen, die Agilität, Mobilität und Flexibilität von den Beteiligten voraussetzen, hielten Einzug ins Erwerbsleben und beeinflussten auch das Familienleben. Rump vertrat die Überzeugung, dass dem auch die Unternehmen Rechnung tragen sollten, wenn sie keinen Fachkräftemangel riskieren wollen.
Steigende Anzahl von Müttern mit Burnout-Symptomen
An der anschliessenden Gesprächsrunde nahmen nebst der Referentin die Psychiaterin und Burnout-Spezialistin Barbara Hochstrasser, die Marketingfachfrau, Bloggerin und Mutter Muriel Urechs Tsamis aus Zug, die Unternehmerin und Mutter Julia Cebreros sowie der Zuger Schulpräsidentin Vroni Straub-Müller (Mutter und frühere Hebamme) teil. Als Moderatorin wirkte Helene Aecherli, Reporterin und Redaktorin der Annabelle. Man war sich einig, dass das ewige Dilemma auch nach Corona anhalten wird und Mütter dabei besonders gefordert sind. Die Corona-Massnahmen haben die Situation noch verschärft, was sich gemäss Hochstrasser in der steigenden Anzahl Mütter mit Burnout-Symptomen manifestiert. Denn im Spannungsfeld zwischen Familienbetreuung, Homeschooling und beruflicher Arbeit haben Frauen während der Lockdowns zuhause die Hauptarbeit geleistet.
Leitungswechsel vollzogen
Den Abend hatte für einmal Karl Huwyler, Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug, eröffnet. Es war die letzte Veranstaltung des Forum Kirche und Wirtschaft als Fachstelle der Katholischen Kirche Zug unter der Leitung von Christoph Balmer, der den Anlass vor elf Jahren ins Leben gerufen hatte. Huwyler richtete seinen Dank an Balmer und begrüsste dessen Nachfolger Thomas Hausheer. In Anspielung auf das Thema des Abends sagte Huwyler augenzwinkernd: «Ich bin Teil der Lösung, da ich vor kurzem Grossvater geworden bin» und erntete dafür einen schönen Applaus.
Martin Platter
Eigentlich hätte die fahrbare Kapelle am Stand der katholischen Kirche an der Zuger Messe stehen sollen. Doch findet diese auch in diesem Jahr nicht statt. So geht die Kapelle nun auf Tour – durch den ganzen Kanton.
«Die Kirche geht zu den Menschen, wenn die Menschen nicht zu ihr kommen können», sagt Franz Lustenberger, Leiter der Projektgruppe und Präsident des Seelsorgerats. «In schwierigen Zeiten gilt das ganz besonders. Die Kirche will unterstützen, wo immer sie kann.»
Vom Samstag, 23. Oktober bis Sonntag, 31. Oktober 2021, ist die fahrbare Kapelle vom Pastoralraum Zug Berg unterwegs im ganzen Kanton. Sie startet beim tiefstgelegenen Kloster Frauenthal und beendet ihre Tour beim höchstgelegenen Kloster Gubel. Dazwischen macht die Kapelle Halt in verschiedenen Gemeinden, meist auf Plätzen mit hoher Publikumsfrequenz, jeden Tag an einem anderen Ort.
Jeweils von 11.30 Uhr bis 20.00 Uhr sind lokal tätige Seelsorgende anwesend, die sich ganz den Besucherinnen und Besuchern widmen. Sie freuen sich auf den Austausch mit ihnen und offerieren gerne eine Tasse Tee oder Kaffee. Zu Beginn und zum Schluss jedes Tages gibt es jeweils einen Begrüssungsimpuls bzw. ein Abschiedswort.
Die gemütliche Kapelle, die in kühleren Tagen geheizt werden kann, lädt zum Gebet, zum Diskutieren oder auch einfach Hineinschauen ein. Darüber hinaus warten ein paar Überraschungsaktionen und ein kleines Give-away auf die Gäste.
Tägliche Erlebnisberichte zur Kapelle on Tour finden Sie ab dem 23. Oktober auf www.katholische-kirche-zug/kapelleunterwegs
Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 13. Oktober 2021
Fahrplan der Kapelle
| Sa, 23. Oktober | Hagendorn, Kloster Frauenthal |
| So, 24. Oktober | Rotkreuz, Dorfmattplatz beim Bahnhof /Gemeindeverwaltung |
| Mo, 25. Oktober | Hünenberg, Park & Ride Parkplätze bei S-Bahn Haltestelle Zythus |
| Di, 26. Oktober | Stadt Zug, Unterer Landsgemeindeplatz |
| Mi, 27. Oktober | Baar, Schulhaus Marktgasse / Schwesternhaus |
| Do, 28. Oktober | Steinhausen, Oberstufenschulhaus Feldheim |
| Fr, 29. Oktober | Cham, Kiesplatz Hirsgarten |
| Sa, 30. Oktober | Unterägeri, Dorfplatz |
| So, 31. Oktober | Kloster Gubel (bleibt bis 14. November) |
In Anlehnung an die Selfie-Museen präsentierte die CityKircheZug am 18. Oktober fünf interaktive Selfie-Stationen, ausgehend von verschiedenen Bibelstellen. Gestaltet hatte diese die Szenografin und Künstlerin Nicole Henning.
Die Selfie-Stationen vor und innerhalb der Reformierten Kirche luden ein, sich spielerisch zu überlegen, wie wir uns selber sehen: ob als fürsorgliche Menschen, als Liebende mit grossem Herzen oder als Licht der Welt. An der Station Prediger:in konnte man die eigene frohe Botschaft in Worte fassen und diese «Good-News» sichtbar machen. Auf dem Sprungtuch liess sich sinnieren, wer uns im Leben auffängt. Oder wer hat nicht schon vom heiligen Schein geträumt: Der Heiligenschein als Zeichen der besonderen Nähe zu Gott ist uns allen zugesagt – genau wie die Menschenwürde.
Anlässlich der Vernissage erläuterten die Theologen Hans-Jörg Riwar und Roman Ambühl sowie die Künstlerin Nicole Henning den interessierten Gästen die theologischen Grundlagen und Hintergründe der Entstehung des Projekts. Nicole Henning hatte grossen Respekt vor der Aufgabe, verschiedene Bibelstellen als Selfie-Stationen zu inszenieren, weil sie befürchtete, unbeabsichtigt in Fettnäpfchen zu treten. Das ist nicht passiert. Die Umsetzung war gelungen, die fünf Stationen regten zum Nachdenken an. Schon an der Vernissage machten sich die Gäste mit Freude daran, sich gegenseitig ins richtige Licht zu rücken. Und ganz nebenbei wurden Fragen angestossen wie: Wer bin ich? Was habe ich zu sagen? Wer trägt mich, wen tragen wir?
Hintergrundinfos und Bilder auf der Website der CityKircheZug
Gaby Wiss, CityKircheZug
Am vergangenen Wochenende fand in Zug das Adoray Festival statt. Es bot über vier Tage hinweg eine geniale Mischung aus Lobpreis, Stille, Gebet, Inputs, aber auch herzhafter Unterhaltung, Theater und Gemeinschaft. Der Leitspruch hiess «Ihr seid zur Freiheit berufen».
Das Festival ist das alljährliche Highlight für die Adorayler. Rund 500 Jugendliche aus allen Teilen der Schweiz zog es in diesem Jahr an. Die vier Tage waren gespickt mit vielen Höhepunkten: das Theaterstück «Krabat» stimmte am Freitagabend auf das Thema Freiheit ein, im Big Adoray am Samstagabend ging es darum, Gott im Lobpreis und der eucharistischen Anbetung ganz nahe zu sein. Die heiligen Messen, am Samstag mit Jugendbischof Alain de Raemy und am Sonntag zusammen Abt Urban und der Pfarrei St.Michael, waren sehr bereichernd.
In den Impulsen von Stefan und Magdalena Ulrich, Pfarrer Marcus Scheiermann, Mother Clare und Father Gregory Pine durften wir die verschiedensten Facetten von Freiheit betrachten. In den Impulsen konnten wir erfahren, wie schön Gott uns Menschen geschafft hat, welche wunderbaren Pläne er mit jedem von uns hat, aber auch, wie er uns in allem die totale Freiheit lässt. Über viele weitere, wichtige Themen wie Beziehung, Berufung und auch Sexualität wurde ausführlich gesprochen und in Austauschgruppen intensiv diskutiert. Trotz der Ernsthaftigkeit dieser Themen kam in den Gesprächen darüber auch sehr viel Freude und Dankbarkeit auf.
Es war wahrhaftig wieder einmal ein grossartiges Fest des Glaubens, das uns alle zwar müde, aber im Herzen gestärkt und voller Hoffnung am Sonntagnachmittag heimgehen liess. Nun gilt es, die vielen Eindrücke, guten Vorsätze und Versprechen in den Alltag mitzunehmen und in die Tat umzusetzen. Wir freuen uns alle bereits wieder auf das nächste Adoray Festival vom 20.-23.10.2022.
Severin Koller
Nach mehr als zwei Jahren Einsatz der Arbeitsgruppe «Grüner Güggel» hat die Kirchgemeinde Unterägeri in einem externen Audit bewiesen, dass sie die Anforderungen an ein kirchliches Umweltmanagement erfüllt.
Die katholische Kirche Unterägeri ist eine von derzeit 34 Institutionen in der Schweiz, die mit dem «grünen Güggel» ausgezeichnet sind. Im Kanton Zug ist sie sogar die einige.
Der Auftrag bestand darin, anhand von 7 Handlungsfeldern mögliche Verbesserungen in die Wege zu leiten:
Einiges davon ist gar nicht so einfach umzusetzen. Nehmen wir das Beispiel Energie sparen. Die Kirchengebäude in Unterägeri stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und hatten ursprünglich gar keine Heizung. Ebenso wenig waren sie isoliert. Trotzdem war auch hier über intelligentes Energiemanagement noch einiges zu erreichen.
Die Kirchgemeinde will sich auf dem Erreichten nicht ausruhen. Das Audit hat Verbesserungspotenzial aufgezeigt. In drei Jahren wird in einem Wiederholaudit gezeigt werden müssen, dass weitere Fortschritte erzielt wurden. Mitg./bth
Am 17. Oktober 2021 erfolgt der Startschuss zum weltweiten synodalen Prozess, den Papst Franziskus für die Weltkirche angestossen hat. Im ersten Schritt auf Bistumsebene spannen die drei Bistümer Basel, Chur und St. Gallen zusammen und nutzen Synergien.
Bereits die Ankündigung von Papst Franziskus, dass er einen weltweiten Prozess hin zu einer synodalen Kirche will, deutete auf ein ambitioniertes Vorhaben mit sportlichem Tempo hin.
So sollen zwischen Oktober bis Ende November möglichst viele der 1.3 Milliarden Mitglieder miteinander sprechen, aufeinander hören und auf einen umfangreichen Fragenkatalog antworten.
Das Bistum Basel hat in Zusammenarbeit mit gfs.bern bereits umfangreiche Vorarbeiten geleistet und stellt mit der Webseite www.wir-sind-ohr.ch eine Plattform zur Verfügung, der sich jetzt auch die Bistümer Chur und St. Gallen anschliessen. Diese Website informiert über die Synode, lädt Gruppen zur Teilnahme ein und stellt Materialien sowie elektronische Umfragebogen und digitale Werbemittel zur Verfügung. Die Rückmeldungen wertet gfs.bern bis Mitte Januar 2022 nach Bistümern getrennt aus und erstellt für jedes Bistum einen eigenen Bericht.
Bis Ende Januar 2022 diskutieren und verdichten die Bistümer die Ergebnisse und leiten sie an die Schweizer Bischofskonferenz weiter. Diese sendet – nach einer weiteren Diskussion der Auswertungen – eine Eingabe der Schweiz weiter nach Rom.
Medienmitteilung der drei Bistümer Bistümer Basel, Chur und St. Gallen vom 29. September 2021
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An der Gedenkfeier vom 27. September zum Zuger Attentat vor 20 Jahren ist auch Pfarrer Reto Kaufmann aufgetreten. Er sprach über die Wunden und Narben, welche die Gewalttat bei den Menschen hinterlassen hatte.
Das Gedenken fand in der St. Michaelskirche in Zug statt. Es wurde per Livestream übertragen und ist bei SRF weiterhin aufgeschaltet. Während die Politiker – Regierungspräsident Martin Pfister, Kantonsratspräsidentin Esther Haas und Bundespräsident Guy Parmelin – vor allem die Gewalt verurteilten, ihr Mitgefühl ausdrückten und zu Solidarität aufriefen, ging der katholische Pfarrer Reto Kaufmann auf die Wunden ein, die diese Tat bei den Menschen hinterlassen hat.
Ausgehend von Jesu Heilung des Blinden aus dem Markusevangelium hat er folgende Worte an die Betroffenen gerichtet: «Heilt die Zeit Wunden? Ja, die Zeit heilt Wunden. Aber es bleiben Narben zurück. Narben die sichtbar und manchmal auch spürbar bleiben. Narben, die mich immer wieder an das Geschehene erinnern. Und heilt die Zeit auch seelische Wunden?
Wenn mit der Zeit auch diese Wunden verheilen können, so bleiben doch auch gerade hier Narben zurück. Nicht sichtbar wie körperliche Narben. Aber auch sie und gerade sie können weh tun und erinnern an das Erlittene.
In der Geschichte aus dem Markusevangelium wird der Blinde geheilt. Der Heilung aber geht voraus, dass Jesus sich ihm zuwendet. Ihm Zeit schenkt und mit ihm redet. Auch die Berührung ist für den Blinden heilsam. Er spürt, da ist jemand da für mich. Ich werde wahrgenommen, ich bin wichtig. Und indem Jesus ihn von der Masse der Menschen wegnimmt, indem er ihn berührt, kann Heilung geschehen. Und darum schickt er ihn nach Hause. Derselbe Mensch wie vorher und doch ein ganz anderer.
Mit Erfahrungen, Erlebnissen, die unserer Seele Wunden zugefügt haben, müssen wir zunächst alleine klarkommen. Jede und jeder von uns findet hoffentlich ihren, seinen ganz persönlichen Weg. Vielleicht sind es ebenfalls Begegnungen, Berührungen, Gespräche, die helfen. Vielleicht ist es das Alleinsein und das Schweigen. Das Erlebte schmerzt immer wieder. Und trotzdem lebe ich. Oder wie es eine deutsche Dichterin, die selber Opfer von Gewalt wurde, ausdrückt: «Aufrecht gehe ich, auf wunden Füssen. Mit Gottes Stärke im Rücken.»
Wenn wir heute hier sind, 20 Jahre nach dem schrecklichen Ereignis, dann stehen viele von uns auf wunden Füssen. Aber wir stehen – im Leben. Und damit bezeugen wir, dass das Erlebte und Erfahrene als Narbe bleibt, wir aber trotzdem Tag für Tag das Leben wagen. Dazu stärken uns Menschen den Rücken. Mit ihrem Dasein, ihrem Mitgefühlt, mit ihrem Reden und Schweigen. Und mit ihnen ist auch der Gott des Lebens uns Stärke und Zuversicht. Jener Gott, der uns in Jesus Christus heilsam nahegekommen ist.» /kath.ch (rp)