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Im Anschluss an die Medienkonferenz des Bundesrats vom 14. Januar 2021 hat auch das Bistum Basel seine Präventionsmassnahmen angepasst. Für die Gottesdienste gibt es im Kanton Zug keine weiteren Beschränkungen.

Generalvikar Markus Thürig hat gestern die angepassten Schutzmassnahmen des Bistums Basel bekanntgegeben:

  • Die Gottesdienste dürfen nach kantonalen Regelungen weiter durchgeführt werden. Da die Zuger Regierung analog zum Bund keine weiteren Einschränkungen erlassen hat, bleibt es bei der Beschränkung auf 50 Personen.
  • Die ausserschulische Katechese wird bis Ende Februar ausgesetzt.
  • Die Mundkommunion wird bis Ende Februar untersagt.

Auf der Corona-Seite des Bistums Basel finden Sie jederzeit die aktualisierten Infos zu den Präventionsmassnahmen.

Unter besonderen Bedingungen haben die Sternsingerinnen und Sternsinger den Segen zu den Menschen gebracht. Dieses Zeichen der Hoffnung ist gerade jetzt wichtig. Damit alle Aktionen durchgeführt werden können, wurde die Sternsingerzeit bis zum 2. Februar verlängert.

In einer Video-Botschaft dankt Kathrin Staniul-Stucky, die bei Missio für die Aktion Sternsingen verantwortlich ist, den SternsingerInnen und den vielen Begleitpersonen. «Ihr sorgt dafür, dass der Segen zu den Menschen findet.» Die Gruppen haben Videos gedreht, über Zoom geprobt und statt zu singen mit Instrumenten Musik gemacht. An vielen Orten haben sie Sternsingerpost verteilt. In ihrer Botschaft appelliert Kathrin Staniul-Stucky eindringlich, die Kinder in den Beispielprojekten in der Ukraine und im globalen Süden nicht zu vergessen: «Sie sind die, die unsere Hilfe jetzt besonders brauchen.»

Die Sternsingergruppen haben neue Wege gefunden, ihre Botschaft von Weihnachten zu den Menschen zu bringen. In der Zuger Pfarrei Hünenberg und Cham beispielsweise machten sie Besuche auf Anfrage, in Oberriet SG tanzten sie zu den Klängen von «Jerusalema» und in Freiburg hat die Pfarrei ihr dreirädriges Piaggio mit Sternsingermotiven geschmückt, um so auf die unterstützten Hilfsprojekte aufmerksam zu machen.

Damit die Menschen nicht auf den Besuch und den Segen der Heiligen Drei Könige verzichten mussten, boten verschiedene Gruppen einen virtuellen Sternsingerbesuch an: So zum Beispiel im Kanton Zug die Pfarrei St. Johannes in der Stadt Zug. Sie hat ein Video mit einer bebilderten Geschichte, einem Interview mit Sternsingern, dem Sternsing-Segen und Infos zum Sternsingen 2021 in ihrer Pfarrei gedreht (Video auf Youtube ansehen).

 

Missio, Siegfried Ostermann

 

Videobotschaft von Kathrin Staniul-Stucky

 

Die Länder, die am meisten von der Klimaerwärmung betroffen sind, haben am wenigsten dazu beigetragen. Während der Ökumenischen Kampagne fordern «Fastenopfer» und «Brot für alle», dass diejenigen Verantwortung übernehmen, die den Klimawandel am meisten befeuern.

«Gäbe es den Klimawandel nicht, könnten wir regelmässig Reis ernten. Mein Mann könnte öfter fischen gehen und er würde mehr fangen. Wir müssten nicht hungern. Wir müssten keine Angst haben, weil unser Haus nicht ständig überschwemmt wird.» Jocelyn Sabatin wohnt in Suriago del Sur auf der philippinischen Insel Mindanao. Täglich spürt sie die Folgen des Klimawandels. In immer schnelleren Rhythmus wechseln sich auf den Philippinen extreme Trockenheit mit sturzflutartigen Taifunen ab. Mangrovenwälder an den Ufern verschwinden und mit ihnen die Fischgründe.

Auch anderswo setzt der Klimawandel den Menschen zu: In Kenia verdorren Felder, Konflikte um Weideland nehmen zu. In Indonesien überflutet der ansteigende Meeresspiegel fruchtbares Land, vernichtet Ernten und zerstört Häuser. Das fördert Krankheiten, Hunger, Armut und psychische Traumata. Menschen in ärmeren Ländern haben derzeit am meisten an den Folgen der Klimaerwärmung zu tragen, und sie haben am wenigsten dazu beigetragen. «Es zehrt an den Kräften», sagt Sabatin.

Schweizerische Nationalbank muss handeln

Auch die Schweiz trägt viel zur Klimaerwärmung bei, vieles davon über den Finanzplatz. Zu den inländischen Emissionen von 47 Millionen Tonnen CO2 kommen rund 22 mal mehr CO2-Emissionen hinzu, die über den Schweizer Finanzplatz gesteuert werden. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) nimmt darin eine wichtige Rolle ein. Ihr Aktienanteil an Kohle-, Erdgas- und Erdöl- Unternehmen von rund sechs Milliarden Franken macht die SNB für 43,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr mitverantwortlich.

Mit einer Unterschriftensammlung appellieren «Fastenopfer» und «Brot für alle» an die SNB: Sie soll alle Anteile an Unternehmen abstossen, die an Förderung, Handel und Verarbeitung fossiler Energieträger beteiligt sind.

Auf  jede und jeden kommt es an

Was wir in der Schweiz tun, hat Folgen im globalen Süden. Das zeigt sich nicht nur in der Wirtschaft. Auf www.klimagerechtigkeit-jetzt.ch machen die Hilfswerke während der Ökumenischen Kampagne die Stimmen der Menschen im Süden hörbar und zeigen die Folgen unseres Konsums. So steigt etwa wegen übermässigem Fleischkonsum die Nachfrage nach Futtermitteln und Weidefläche. Dies führt vielerorts zu Brandrodungen von Regenwald und damit zu massiven klimatischen Veränderungen – bloss ein Beispiel von vielen für die Schattenseiten unseres Konsums.

Jetzt können wir noch handeln. Deshalb setzen sich «Fastenopfer» und «Brot für alle» auf politischer Ebene, in Pfarreien und Kirchgemeinden und auf individueller Ebene für das Ziel «Netto Null bis 2040» ein. Nur so können wir den globalen Temperaturanstieg auf 1.5° Celsius zu beschränken, wie es im Pariser Klimaabkommen vereinbart wurde.

 

Madlaina Lippuner, Fastenopfer

 

Unterschriftensammlung: www.sehen-und-handeln.ch/snb

 

Selten waren die Möglichkeiten, Advent und Weihnachten zu feiern, so vielfältig wie in diesem Jahr. In den Pfarreien des Pastoralraums Zug Walchwil nutzten zahlreiche Kinder und Erwachsene dankbar die verschiedenen Angebote.

Kleinkinder lauschten gebannt der kurzen Weihnachtsgeschichte in Gut Hirt. Die grösseren Kinder erlebten die Weihnachtsgeschichte an verschiedenen Stationen zwischen St. Oswald und St. Michael mit einem interaktiven Krippenspiel. In der Pfarrei Bruder Klaus waren viele Familien den Impulsen der Adventskerze 2020 gefolgt und feierten als Pfarreigemeinschaft in einer besonders weihnachtlich geschmückten Kirche. In Walchwil sang der Kirchenchor das zuvor eingespielte Stille Nacht fünfstimmig und schaffte eine zauberhafte Atmosphäre. Und in St. Johannes Zug nutzten vor allem Familien (vom Baby bis zur 85-Jährigen) die Möglichkeit, zeitunabhängig in das Geheimnis von Weihnachten einzutauchen. Eindrücklich die Gedanken, die sich Kinder der vierten Klassen zur Weihnachtsgeschichte machten, so zum Beispiel: «Maria und Josef, passt gut auf euch auf, die Menschen sind nicht so nett zu Fremden. Sie werden euch wegjagen, ihr seht nicht so aus, als ob ihr viel Geld hättet.» Oder: «Es ist doch immer dasselbe: Auch damals gab es arme Leute, die flüchten mussten. Und heute gibt es diese immer noch.» Oder: «Halten wir an Weihnachten den Platz in unseren Herzen frei für Menschen, denen es nicht so gut geht.»

Erstmals wurden die Weihnachtsgottesdienste von St. Michael nach St. Oswald und via Internet nach Hause übertragen. Bereits am Mittwoch waren sämtliche 50 Plätze im Mitternachtsgottesdienst ausgebucht. «So konnte es auch für mich Weihnachten werden», drückte es eine ältere Frau aus, die den Gottesdienst am Bildschirm mitverfolgte. Ein Ehepaar, das den Gottesdienst in St. Oswald mitfeierte, dankte für die schönen, hoffnungsvollen Worte: «In dieser schwierigen Zeit ist das Balsam auf unsere Seele.»

Neue digitale Medien erweitern die Reichweite. Die zeitliche Unabhängigkeit vieler Angebote entspricht dem aktuellen Zeitgeist. Der Kern der Weihnachtsbotschaft aber ist geblieben. Gott kommt in die Welt und geht mit den Menschen durchs Leben. Es war damals keine heile Welt und sie ist es auch heute nicht. Weihnachten ist und bleibt ein Hoffnungszeichen: Wir sind nicht allein − gemeinsam können wir auch schwierige Zeiten meistern.

 

Gaby Wiss, Leitungsassistentin Pastoralraum Zug Walchwil

Die Beilage des Pfarreiblatts lädt dazu ein, die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr zu gestalten. Dies mit Vorschlägen der Hoffnung, der Kreativität, des Hinausgehens. Entdeckend, spielerisch, manchmal nachdenklich.

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Im Vorgarten der Kirche der Pfarrei Gut Hirt steht eine imposante Buche. Diese muss gefällt werden, weil sie geschwächt ist und ein Sicherheitsrisiko für Passantinnen und Passanten sowie andere Verkehrsteilnehmer darstellt.

Der Baum ist 27 Meter hoch und gehört zum Bild der Pfarrei. Von einem Pilz angegriffen, ist er mit der Zeit instabil und zum Sicherheitsrisiko geworden.
Die Kirchgemeinde Zug hat einen Baumpflegespezialisten aufgeboten. Er empfiehlt nach eingehender Analyse, den Baum dringend, möglichst noch im Winterhalbjahr 2020/21, zu entfernen. Es besteht keine Möglichkeit, den Baum zu retten.
Die Fällarbeiten sind für den 15. Januar 2021 geplant.

 

Medienmitteilung der Kirchgemeinde Zug vom 18. Dezember 2020

 

Weil die gemeinschaftlichen Anlässe rund um die kleine Kapelle auf Rädern abgesagt werden mussten, wird nun an jedem Adentssonntag ein Podcast ausgestrahlt. Junge Erwachsene diskutieren über Lebenssinn und -Unsinn.

Seit Pfingsten ist die Kapelle in den Berggemeinden unterwegs. Das fahrbare Gotteshaus, von 25 jungen Menschen aus dem Pastoralraum Zug Berg gegründet, dient als Ort der Begegnung, der Ruhe und Besinnung.
Die Begegnungen mussten wegen Corona leider drastisch eingeschränkt werden. Daraus entstanden ist die Idee eines Podcasts: Svenja, Rebecca und Dominic unterhalten sich über die Zeit vor Weihnachten, die Adventszeit. Ein Gespräch junger Erwachsener und Gästen über diese spezielle Zeit, in einer speziellen Zeit.
Die Episoden sind hier zu hören. /Bth

 

Standorte der Kapelle im Advent
2. – 9. Dezember
Morgarten, Parkplatz Denkmal
9. – 16. Dezember
Oberägeri, Verzweigung Hauptstrasse / Poststrasse
16. – 23. Dezember
Alosen, Gyreggstrasse
die.kapelle ist in dieser Zeit ein Teil der Aktion «Lichtblick» der Pfarrei Oberägeri

Der WhatsApp-Gottesdienst ist ein Weg, um gemeinsam Gottesdienst du feiern ohne Platzbeschränkungen in der Kirche oder Ansteckungsgefahr durch Corona. Die Pfarrei Baar hat positive Erfahrungen damit gemacht.

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Ende Oktober 2020 wurde die E-Plattform auf der Homepage der Fachstelle BKM aufgeschaltet. Sie dient der Schulung von Religionslehrpersonen, wenn persönliche Kontakte nicht möglich sind. Bereits wurden diverse Weiterbildungen erfolgreich durchgeführt.

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Bei der Advents- und Weihnachtsgestaltung sind die Pfarreien in diesem Jahr besonders kreativ. Was sich Christof Arnold, Gemeindeleiter der Pfarreien Menzingen und Neuheim, zusammen mit seinem Seelsorgeteam ausgedacht hat, erfahren Sie im folgenden Interview.

War Ihr Team schon mal direkt betroffen von Corona?

Christof Arnold: Krank war zum Glück noch niemand. Aber eine Person musste in Quarantäne.

Was fordert Sie besonders heraus in der jetzigen Corona-Situation?

Als Gemeindeleiter muss ich langfristig planen, aber kurzfristig immer wieder Anpassungen machen. Das bedeutet, ich habe stets zwei bis drei Szenarien vor Augen.

Sehen Sie auch Chancen in all diesen ungewohnten Rahmenbedingen?

Ich würde weniger von Chancen sprechen, eher von Möglichkeiten. Mit Corona kommt sicher mehr Ruhe in den Advent.

Wie geht es den Mitgliedern der Pfarreien Menzingen und Neuheim?

Es leben viele ältere Menschen hier. Ich erlebe die Mitglieder unserer Gemeinschaft derzeit als zurückhaltender. Einige kommen nicht mehr in die Kirche, andere wiederum sind froh, dass sie − anders als im Frühling − trotzdem noch Gottesdienste besuchen können.

Wie stark sind die Kirchen Menzingen und Neuheim von der 50-Personen-Beschränkung für Gottesdienste betroffen? Werden zusätzliche Gottesdienste angeboten?

Für Menzingen, wo vor der zweiten Corona-Welle zwischen 80 und 100 Menschen den Sonntags-Gottesdienst besuchten, machen wir zusätzlich einen Samstagabend-Gottesdienst. Für Neuheim ist die Beschränkung kein Problem.

Welche Aktivitäten laufen im Advent?

Auch in diesem Jahr finden sowohl in Menzingen als auch in Neuheim die traditionellen Rorate- und Vorabendgottesdienste statt. Jede Woche liegen in beiden Kirchen ein Familienbrief und ein Impulsbrief auf. Im ersten gibt es Geschichten und Bastelanleitungen für Eltern mit Kindern, im zweiten spirituelle Anregungen. Sie sind auch auf der Homepage zu finden.
Etwas Besonderes ist in diesem Jahr die ökumenische Aktion «Haltepunkte» in Menzingen. Im ganzen Dorf sind Plakate mit verschiedenen Impulsen aufgestellt, die zum Einhalten anregen. Über einen QR-Code lässt sich das Thema vertiefen, beispielsweise mit Musik oder der Weihnachtsgeschichte.

Was haben Sie und Ihr Team für Weihnachten geplant?

An Heiligabend gibt es in beiden Pfarreien am Nachmittag drei kurze Familiengottesdienste von je einer halben Stunde und einen Mitternachtsgottesdienst. An Weihnachten findet in Menzingen zusätzlich zu den morgendlichen Festgottesdiensten ein ökumenischer Gottesdienst um 17 Uhr statt. Ich hoffe, dass sich die Pfarreiangehörigen an Weihnachten für die Gottesdienste anmelden. Dann können wir bei Bedarf einen zusätzlichen Gottesdienst anbieten.
Ab dem 24. Dezember bis Neujahr steht Eltern und Kindern ausserdem ein «Weihnachtsweg» in der Neuheimer und Menzinger Kirche zur Verfügung, auf dem sie quasi ihren eigenen Gottesdienst gestalten können. An verschiedenen Stationen haben sie die Möglichkeit, beispielsweise um den Segen zu bitten, die Krippe mit dem Kind anzusehen, die Weihnachtsgeschichte anzuhören oder das Friedenslicht abzuholen.

Wie würde das Szenario aussehen, wenn keine Gottesdienste möglich wären?

Dann würde die Kirche am 24. Dezember hell beleuchtet sein, es würde Musik gespielt und das Seelsorgeteam wäre vor Ort, um die Menschen zu begrüssen und sie auf den Weihnachtsweg einzuladen.

Gibt es in diesem Jahr vielleicht mal wirklich «Stille Nacht»?
Ich weiss nicht, ob es eine stille Nacht wird. Ich hoffe, es wird eine heilige Nacht.

 

www.pfarrei-menzingen.ch / www.pfarrei-neuheim.ch

 

Interview: Bernadette Thalmann

 

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