Am 30. Januar fand in Zug der Jahresapéro von FRW Interkultureller Dialog statt. Präsident Markus Burri und Koordinatorin Eva Wimmer informierten über den Stand der Arbeiten und die aktuellen Vorhaben des Vereins. Lesen Sie das Interview dazu.
Eva Wimmer, wofür steht FRW und welches sind die Hauptanliegen?
FRW steht für Friede, Respekt und Würde in der Zivilgesellschaft. Der Verein unterstützt Einheimische, Zugezogene und Geflüchtete. Bei gemeinsamen Bildungs- und Freizeit-Aktivitäten entwickeln Freiwillige und Teilnehmende die eigenen Talente und erhalten Wissen und Lebensfreude. Menschen aller Nationen, Religionen und Generationen sind eingeladen, «miteinander zu leben und voneinander zu lernen».
Was hat Sie motiviert, diese Organisation zu gründen?
Es war eine persönliche Erfahrung, die mich aus gesundheitlichen Gründen beruflich ins Abseits stellte und eine Sinnkrise auslöste. Aufenthalte in arabisch-muslimisch geprägten Ländern und die Situation in Palästina haben mich dann motiviert, mich für ein friedliches Zusammenleben hier zu engagieren. Die ersten Aktivitäten starteten dann 2012, als fünf Personen in enger Zusammenarbeit mit der Asyl- und Durchgangsstation Steinhausen Projekte entwickelten, die sich die Sozialarbeitenden zur Unterstützung ihrer Klienten wünschten.
Welche konkreten Aktivitäten gehören zum Angebot von FRW?
Seit 2014 bieten wir das aussergewöhnliche Sprachprogramm «Deutsch als Heimatsprache» an. Es wurde mittlerweile von rund 700 Teilnehmern mit 26 verschiedenen Muttersprachen genutzt. Derzeit sind 38 Mütter auf diesem Weg, um damit später in einen Beruf einsteigen zu können. Und jede Woche besuchen 55 Kinder unsere vier Spielgruppen, während die Eltern das Sprachtraining besuchen. Unsere Kochteams werden im ersten Halbjahr 2020 26mal Rezepte aus ihrer Heimat kochen. Ein FRW-Serviceteam wird zusätzlich bei 17 Begegnungsessen in Steinhausen mithelfen. Bereits jetzt stehen für 2020 über 1’000 Begegnungsanlässe in unserer Agenda. Drei von vier organisieren wir selbst, die anderen besuchen wir mit Gruppen bei unseren Netzwerkpartnern.
Markus Burri, über wie viele freiwillige und angestellte Mitarbeitende verfügt FRW?
180 Ehrenamtliche führen jeden Monat 50-70 Anlässe durch, die mehrheitlich in den Pfarreien stattfinden. Dabei übernimmt ein Koordinationsteam die administrativen Arbeiten. Diese machen derzeit 160 Stellenprozente aus.
Wie finanziert sich der Verein?
Die Kirchgemeinden und Gemeinden unterstützen die Tätigkeit von FRW und stellen die benötigten Räume gratis zur Verfügung. In der Anfangsphase finanzierten verschiedene Stiftungen FRW mit namhaften Beiträgen. Im vergangenen Jahr konnte der Vereinsvorstand erreichen, dass sowohl der Kanton als auch die Kirchen jährliche Beiträge leisten. Diese sind vorerst begrenzt auf die nächsten drei Jahre. Die Projektkosten werden nach wie vor durch Gönnerbeiträge und Gelder von verschiedenen Stiftungen gedeckt.
Welche Akzente sind geplant für dieses Jahr?
Auf finanzieller Ebene suchen wir nun langfristige Vereinbarungen, insbesondere mit dem Kanton. Zudem beschäftigt uns die Situation, dass viele Menschen – besonders Geflüchtete – ihre traumatischen Erlebnisse nicht verarbeiten können und so einen belasteten Alltag und einen schwierigen Einstig in die Arbeitswelt haben. Wir wollen in diesem Bereich mit zusätzlichen Angeboten die laufenden Bemühungen des Kantons unterstützen.
Eva Wimmer, wann und wo können unsere Leserinnen und Leser Kontakte zu Flüchtlingen oder neu Zugezogenen knüpfen?
Am besten beginnt man mit dem Besuch eines Begegnungsessens oder eines Kontaktcafés und informiert sich dann dort weiter. Oder man schaut sich ganz einfach die Agenda auf www.frwzg.ch an. Dort gibt es für jeden etwas zu finden.
Welche Möglichkeiten gibt es, den Verein zu unterstützen?
Jede Form der Unterstützung ist willkommen. Da wir unsere Angebote möglichst kostenfrei anbieten wollen, sind Geldspenden für uns die Arbeitsgrundlage. Aber auch zusätzliche Freiwillige sind immer herzlich willkommen und können bei uns ihre Fähigkeiten und Vorlieben einbringen. Die Freiwilligenarbeit ist die Grundlage unserer Vielfalt und Voraussetzung für die hohe Qualität unserer Angebote.
Spendenkonto FRW Interkultureller Dialog
Interessierte an Freiwilligenarbeit melden sich unter info@frwzg.ch oder bei Eva Wimmer, +41 79 205 59 19
Interview: Bernadette Thalmann
Unter den Patientinnen und Patienten der Klinik Zugersee befinden sich immer auch einige Menschen mit Fluchthintergrund. Sie bringen Erlebnisse mit, wie sie sich unsereins kaum vorstellen kann. Klinikseelsorger Alois Metz erzählt.
Mit dem «Hospiz Zentralschweiz» in Littau existiert seit Januar 2020 ein Ort, an dem todkranke Menschen durch eine spezialisierte Palliative Care-Betreuung ihre letzte Lebensphase in einer ruhigen Atmosphäre erleben dürfen.
Am 24. September 2018 erfolgte der Spatenstich für das neue Hospiz Zentralschweiz. Am 6. Januar 2020 fand die Eröffnung dieser einzigartigen Einrichtung statt. Sie schliesst in der Zentralschweiz eine Versorgungslücke.
Das renovierte Haus an der Gasshofstrasse 18 im luzernischen Littau bietet zwölf Einzelzimmer an. Patientinnen und Patienten können diese mit persönlichen Gegenständen von zu Hause einrichten. Betreut werden sie von einem Team, das auf Palliative Care spezialisiert ist. Das umfassende Angebot von multiprofessioneller palliativer Beratungspraxis, Tageshospiz und stationärem Hospiz unter einem Dach ist einmalig. Das Haus versteht sich als Ort der Ruhe, an dem körperlich-seelische, aber auch soziale und spirituelle Leiden von Schwerkranken gelindert werden.
Kirchen finanzieren spirituelles Angebot
Die katholischen und reformierten Kirchen der fünf Kantone Zug, Luzern, Uri, Nid- und Obwalden sowie die christkatholische Kirchgemeinde Luzern unterstützen die Einrichtung. Sie haben einen jährlichen Beitrag von 100’000 Franken für die nächsten drei Jahre zugesagt. Finanziert werden die Stelle einer Theologin mit einem 60-Prozent-Pensum und der übrige Aufwand für die Seelsorge. Darüber hinaus wurden weitere 37’500 Franken pro Jahr vonseiten der katholischen und reformierten Kirche Zug für die Spiritual Care gesprochen, die im Hospiz angeboten wird. Karl Huwyler, Präsident der Vereinigung der katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ) zum Engagement: «Der Tod gehört zum Leben wie die Geburt. Daher wollen wir als Kirche allen im Hospiz unsere Begleitung auf dem letzten, schwierigen Weg anbieten».
Der Stiftungsrat müsse jedoch weiterhin Gelder für das Hospiz generieren, betont Andreas Haas, Stiftungsratspräsident und reformierter Pfarrer von Zug. «Wir sind für jede Spende dankbar».
Spendenkonto
Luzerner Kantonalbank AG, 6003 Luzern
IBAN CH34 0077 8207 4640 0200 1
Vermerk «Hospiz Zentralschweiz»
Gasshofstrasse 18
6014 Luzern
Bernadette Thalmann
«Pastoral der Zukunft» heisst das Konzept, das die Pfarreien des Pastoralraums Zug Walchwil in diesem Jahr umsetzen. Dabei geht es darum, Fachkräfte zu bündeln und und professionalisieren und dabei den örtlichen Charakter weiterhin zu bewahren.
Religion als soziale Identität ist für 50 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz und für 57 Prozent in Deutschland wichtig. Dies zeigen erste Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Forschenden der Universitäten Luzern und Leipzig.
Rund 1000 Suizide pro Jahr werden von Sterbehilfeorganisationen begleitet. Die Schweizer Bischöfe halten die Seelsorger dazu an, vor Sterbewilligen, die ihre Begleitung wünschen, die Werte der Kirche und die Botschaft des Evangeliums in aller Deutlichkeit zu vertreten.
Vielfältige Angebote laden Alleinstehende wie auch die übrige Bevölkerung im Kanton Zug ein, das Weihnachtsfest und die Jahreswende gemeinsam zu feiern: besinnlich, festlich oder musikalisch. Hier die Übersicht.
Sr. M. Anna Nerlich, Oberin des Klosters Maria Opferung, ist am 4. Dezember im Alter von 89 Jahren gestorben. Nach ihrem Eintritt ins Kloster 1956 unterrichtete zuerst als Primarschullehrerin, später als Mittelschullehrerin während 26 Jahren mit viel Herzblut in der klostereigenen Schule.
Sr. M. Anna, mit Taufnamen Christa, ist in Plagow, Pommern, zusammen mit vier Schwestern aufgewachsen. Dort erfuhr sie mit ihrer Familie die Leiden der Kriegszeit. 1947 kam Christa in die Schweiz und absolvierte das Lehrerinnen-Seminar in Ingenbohl. Bei einem Botendienst ins Kloster Maria Opferung in Zug spürte sie die Berufung und trat 1956 ins Kloster Maria Opferung ein. Voller Freude unterrichtete sie mehrere Jahre als Primarlehrerin in der klostereigenen Schule.
1964 absolvierte Sr. Anna die Handelsmaturität. Die anschliessenden Studienjahre in Fribourg schloss sie mit mag. oec. und lic.rer. pol.ab. Als frischgebackene Mittelschullehrerin setzte sie sich im Institut des Klosters während 26 Jahren mit viel Herzblut für die jungen Frauen ein. Aus den Berichten des Schulinspektors war damals zu lesen: «Eine begabte Lehrerin mit bestem Einfluss auf die Mädchen und sehr gutem Schulerfolg.»
Neben ihrem Amt als Präfektin des Institutes, das sie während 16 Jahren ausübte, stand Sr. Anna ab 1993 gleichzeitig auch als Oberin dem Kloster Maria Opferung vor. Diese Aufgabe erfüllte Sr. Anna bis zu ihrem Tode. Unerwartet und mitten in ihrem aktiven Leben ereilte sie eine unheilbare Krankheit. Ruhig sagte sie dazu ja und durfte ihre letzten irdischen Wochen zuhause im Kloster Maria Opferung, umgeben von lieben Menschen verbringen.
Verein Kloster Maria Opferung
Beerdigung: Montag, 09. Dezember 2019, 14.00 Uhr
auf dem Klosterfriedhof Maria Opferung, Zug,
anschliessend Eucharistiefeier in der Institutskapelle
Die Römisch-Katholische Zentralkonferenz hat die Luzernerin Renata Asal-Steger zur neuen Präsidentin gewählt. Sie tritt ihr Amt am 1. Januar 2020 an und folgt auf Luc Humbel, der die RKZ seit 2015 präsidiert.
Auch in diesem Jahr werden im Rahmen der Aktion «Zuger für Zuger» wieder Lebensmittel gesammelt für Menschen im Kanton Zug, die unter Armut leiden. Sammelorte und -Zeiten finden Sie hier.
In der Advents- und Weihnachtszeit besteht die Möglichkeit, Lebensmittel des täglichen Gebrauchs an Menschen im Kanton Zug zu spenden, die unter Armut leiden. Gesammelt werden Esswaren, die nicht schnell verderblich sind, Putzmittel und Produkte der Körperhygiene.
Die katholische und die reformierte Kirche nehmen die Lebensmittel entgegen. Anschliessend werden sie von der Gemeinnützigen Gesellschaft (GGZ) eingesammelt. Im Januar verteilt die GGZ die Lebensmittel in Paketen à 7 bis 8 kg an jene Bewohner des Kantons, die über einen Einkaufsausweis beim «Tischlein deck dich» oder beim Caritasladen verfügen.
Allenwinden: Mo/Do/Fr: 9.00-11.00.
Baar: Mo-Fr: 8.00-11.45 und 13.30 bis 17.00.
Hünenberg: Mo-Fr: 8.30-11.30 und 13.30-17.00, Mi-Nachmittag geschlossen.
Meierskappel: gem. tel. Absprache.
Menzingen: Mo: 8.30-11.30 und 15.00-18.00, Di-Do: 8.30-11.30.
Neuheim: Mo-Fr: 8.00-11.00.
Oberägeri: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Mo/Di/Fr: 13.30-15.30.
Oberwil: Mo/Di/Do/Fr: 8.30-11.30.
Risch: Bitte im Pfarramt Rotkreuz abgeben.
Rotkreuz: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Di/Do/Fr: 14.00-17.00.
Steinhausen: Mo-Do: 8.00-11.45 und 13.30-17.00, Mo bis 17.45.
Unterägeri: Mo-Fr 9.00-11.30.
Walchwil: Mo-Fr: 8.00-11.45 und Mo/Di/Do/Fr: 13.45-17.00.
Zug, Gut Hirt: Di/Do: 8.30-11.00 und 14.00-17.00, Mi/Fr: 8.30-11.00.
Zug, St. Johannes: Mo-Fr: 8.45-12.00 und 14.00-17.30, Mi-Vormittag geschlossen.
Zug, St. Michael: Mo-Do: 9.00-12.00 und 14.00-17.00, Fr: 9.00-12.00.
Missione Cattolica Italiana Zug: Mo-Fr: 9.00-11.30, Di/Mi: 14.00-16.45.