Vitus Huonder ist nicht mehr Bischof von Chur. Papst Franziskus hat den 73-jährigen Oberwalliser Peter Bürcher zum Apostolischen Administrator in Chur ernannt. Damit entschied er sich für eine Interimslösung.
Die Katholische Kirche Zug unterstützt das Projekt des Kantons zur «historischen Aufarbeitung der sozialen Fürsorge im Kanton Zug» mit einem Betrag von 100’000 Franken.
Über die grundsätzliche Beteiligung am kantonalen Projekt herrschte bei der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug (VKKZ) bereits seit der Delegierten-Versammlung vom vergangenen September Einigkeit. Am 16. Mai verabschiedetet das Gremium nun in Menzingen den Betrag von 100’000 Franken definitiv. «Mit der Unterstützung des Projekts wollen wir unserer moralischen Verpflichtung gegenüber den Betroffenen Ausdruck geben, sagt Karl Huwyler, Präsident der VKKZ. «Wir brauchen Wissen und Transparenz zu diesem noch im Dunkeln liegenden Abschnitt der Vergangenheit, um unter anderem auch die richtigen Lehren für die Zukunft daraus zu ziehen.»
Seit Jahren ist bekannt, dass zahlreiche von den so genannt «fürsorgerischen Zwangsmassnahmen» betroffenen Personen Unrecht geschehen ist – auch im Kanton Zug. Ein umfassendes Bild über die damaligen Geschehnisse, die Gesetze und Ausführungsbestimmungen, die Vorgehensweisen und insbesondere das Ausmass fehlen aber derzeit. Deshalb hat der Kanton Zug geschlossen, die Umstände der sozialen Fürsorge im Zeitraum von 1850 bis zur Gegenwart im Rahmen eines Projekts zu untersuchen und zu publizieren.
Medienmitteilung vom 20. Mai 2019
Am vergangenen Samstag fand im Ländli, Oberägeri, ein Besinnungstag von seelsam – ökumenische Seelsorge für Menschen mit Behinderung statt. Im Zentrum stand das Entdecken von Veeh Harfen, bei dem es zu innigen Momenten kam.
Eine bunt gemischte Gruppe trifft sich am Bahnhof Zug. Mit dem Bus reist sie unter der Leitung von Seelsorgerin Anna-Marie Fürst und einem kleinen Team von Betreuenden nach Oberägeri. Das feucht-kalte Wetter ist ideal für einen Tag drinnen an der Wärme.
Der kurze, aber steile Fussmarsch zum Seminarzentrum Ländli geht flott. Wer nicht so gut zu Fuss ist, wird mit dem Auto hinaufchauffiert. Oben erwartet Sr. Martha Häusermann die Gruppe mit Kaffee und Gipfeli. Nach und nach stossen weitere Teilnehmer dazu, die mit dem Tixi Taxi oder einem privaten Transport anreisten.
«Lobet und preiset ihr Völker den Herrn» – mit diesem Kanon eröffnen Sr. Martha und ihre beiden Kolleginnen mit den Veeh Harfen den Besinnungstag. Schon bald stimmen die ersten Teilnehmer ein in den Kanon. Inniger kann ein solcher Besinnungstag nicht beginnen.
Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die einen vertraute Lieder singen, tanzen und in sich hinein lauschen, nutzen die anderen die Gelegenheit, auf einer Veeh Harfe erste Versuche zu machen.
Sr. Martha stellt 10 Veeh Harfen zur Verfügung, so dass wirklich alle auf ihre Rechnung kommen. Zaghaft wird erst über die Saiten gestrichen und das Instrument betrachtet. Schon bald trauen sich die ersten an den Saiten zu zupfen. Mit etwas Hilfe von den Betreuenden gelingt es allen, dem feinen Instrument Töne zu entlocken. Mit viel Hingabe und Geduld wird geübt bis dann gemeinsam «Ubi Caritas» gespielt werden kann. Die Freude steht den Musizierenden ins Gesicht geschrieben. Nach dem feinen Mittagessen wechseln die Gruppen. Noch einmal wurde musiziert, gesungen und getanzt. Einige würden ihre Harfen am liebsten mit nach Hause nehmen.
«Preist den Herrn auf der Leier, auf der zehnsaitigen Harfe spielt ihm!» Diese Worte aus Psalm 33 flossen in den abschliessenden Gottesdienst ein. Wieder erklangen die feinen Töne der Veeh Harfen. Die wohlwollende dichte Atmosphäre öffnete die Herzen. An diesem Samstag wurden viele zarte «Saiten» berührt – nicht nur die der Veeh Harfen.
Margot Beck-Zeller
Ein Video-Wettbewerb soll mit dazu beitragen, die Attraktivität des beruflichen Engagements in der Kirche sichtbar zu machen. Als Preis winkt die Umsetzung eines Videoauftritts, als Einzelvideo oder als Serie.
Fünf Pfarreien und 130 Freiwillige aus Hünenberg beteiligten sich an einem Film über eine Pilgerreise von Zug nach Taizé. Am 26. Mai wird er nun in der Kirche Heilig Geist von Hünenberg uraufgeführt.
Der im Dienst der Bevölkerung stehende Verein «FRW Interkultureller Dialog» wählte an der Generalversammlung vom 24. April 2019 ein neues Präsidium. Präsident wurde Markus Burri, Diakon und Gesamtleiter Fachstellen bei der Katholischen Kirche Zug.
FRW steht für «Friede, Respekt, Würde». Dahinter steckt die Überzeugung der Gründerin Eva Wimmer und ihrem Team, dass Friede nur möglich ist, wo sich Menschen mit Respekt begegnen, um die gegenseitige Würde zu wahren. Seit 2012 trägt die Organisation Wesentliches zur Integration von Asylsuchenden und anderen Fremdsprachigen im Kanton Zug bei (siehe Kasten). Die Sprache als Schlüssel zur Integration betrachtend, bietet sie ein breites Programm an Lern- und Begegnungsmöglichkeiten an. Unter dem Leitspruch «miteinander leben – voneinander lernen» finden jeden Monat rund 60 kostenfreie Veranstaltungen für Einheimische und Zugewanderte statt.
Nach der beeindruckenden Aufbauphase wurde FRW Interkultureller Dialog vor zwei Jahren in einen Verein überführt. Dessen Leitung wurde nun an der jüngsten Generalversammlung in neue Hände übergeben. Der gewählte Vorstand verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit mit dem Kanton auszubauen. Im Gremium sitzen ausser Markus Burri, Angela Hess-Schmid, Barbara Gysel und Thomas Schmid.
Am Sonntag, 28. April 2019, starten die 37. Internationalen Zuger Orgeltage mit sieben Konzerten in verschiedenen Zuger Kirchen. Der Auftakt findet um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Rotkreuz statt.
Liebhaber von sakraler wie weltlicher Orgelmusik auf hohem Niveau kommen jetzt auf ihre Rechnung: Im April, Mai und Juni finden sieben Konzerte von Berufsorganisten aus der Schweiz und dem Ausland in Zuger Kirchen statt. Seit 1983 werden die Orgeltage organisiert und durchgeführt vo Olivier Eisenmann aus Weggis.
Der Eintritt zu sämtlichen Konzerten ist frei (Kollekte).
Das Programm:
Bischof Felix spricht in einem Interview über den «Missbrauchsgipfel» in Rom, über Klerikalismus und darüber, weshalb sich die Kirche beim Thema Sexualität zurückhalten sollte.
Die Verabschiedung von Pastoralraumpfarrer Pfarrer Thomas Schneider steht kurz bevor. Er wird den Pastoralraum Zugersee Südwest verlassen.
Seit Jahrzehnten lagerte das Heiliggrab in Teile zerlegt auf dem Kirchenestrich der Kapelle St. Nikolaus. Aus Anlass des 400-Jahre-Jubliläums der Kapelle wurde es nun restauriert und wieder aufgestellt.
Das vom Zuger Carl Josef Speck im Jahr 1774 gemalte Heiliggrab ist ein für die Zeit typisches Kulissenheiliggrab, das aus einer Abfolge von hintereinander aufgestellten Kulissen besteht und sich von der Theaterbühnenarchitektur herleitet. «In den Zeiten des Barocks war es beliebt, religiöse Inhalte durch Inszenierungen zu vermitteln», sagt Mathilde Tobler, Kulturgutverantwortliche der Katholischen Kirchgemeinde Zug, «daher wurden Tod und Auferstehung Christi den Gläubigen gerne als Heiliges Theater, «Theatrum sacrum» vor Augen geführt.
Doch Stile wandeln sich. Im 19. Jahrhundert geriet der Barock als zu verspielt und zu theatralisch in Verruf. Nachdem im Jahr 1900 in der Kapelle St. Nikolaus die Wand- und Deckenbilder übermalt worden waren, liess man auch das Heiliggrab „verschönern“. Auf mehrere Kulissen wurden Engel von makelloser Demut und Reinheit gemalt, deren Stil unschwer den Stanser Kirchenmaler Melchior Paul von Deschwanden als Vorbild erkennen lässt. Damit sie vollständig sichtbar waren, verzichtete man auf das Aufstellen von zwei Kulissen.
Bei der Frage, wie das Karwochengrab restauriert werden solle, war sich die zuständige Fachgruppe einig: «Wir wollten ihm seine ursprüngliche Kulissengestalt zurückgegeben, sagt Mathilde Tobler weiter, «ohne aber auf die später hinzugefügten Engel zu verzichten, die nunmehr Teil seiner Geschichte sind.»
Die Restaurationsarbeiten erfolgten durch Andreas Lohri, Luzern, (Malerei) und die Schreinerei Pius Furter, Beromünster, in Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege Zug.
Das Heiliggrab ist vom 10. bis 28. April 2019 aufgestellt.
Führungen mit Elisabeth Feiler und Mathilde Tobler durch Kapelle und Heiliggrab finden an folgenden Tagen statt:
Medienmitteilung der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug vom 9. April 2019