23.06.2023, 08.19
Mit grossem Engagement hat der kantonale Seelsorgerat in seinem 27-jährigen Wirken Meilensteine gesetzt. Die Veränderungen der pastoralen Strukturen haben konkrete Auswirkungen, eine davon ist die Auflösung des Seelsorgerats.
Die Geschichte ist geprägt vom Wandel. Das gilt für alle Bereiche der Gesellschaft, auch für die Kirche – und zwar im Grossen der Weltkirche wie im Kleinen in der Pastoral für die Menschen vor Ort. Dieser Wandel verändert kirchliche Strukturen im Bistum und erreicht jetzt auch den Seelsorgerat auf kantonaler Ebene. Ursprünglich zur Beratung der Dekanatsleitung gegründet, löst sich der Seelsorgerat im Sommer auf.
Der Seelsorgerat entstand 1996 aus der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Pfarreiräte aller Pfarreien. Ziel des neuen Gremiums war, den Zusammenhalt unter den engagierten Laien in allen Pfarreien zu stärken und gemeinsame Impulse für die Kirche zu setzen.
Mit den neuen pastoralen Strukturen stellte sich die Frage nach der Rolle des Seelsorgerats. In gemeinsamen Überlegungen mit dem Bistum ist der Entscheid gefallen, dass nach 27 Jahren die Ziellinie erreicht ist und der Seelsorgerat sich auflöst. Um diesen Entscheid hat der Seelsorgerat gerungen – haben sich doch viele Frauen und Männer jahrelang mit Herzblut engagiert und Meilensteine gesetzt.

Plakataktion „7 Tage Auferstehen“ von 2006 | © zVg
Der Austausch zwischen den Ehrenamtlichen in den Pfarreien wurde gestärkt; die Spezialseelsorge wurde in den Pfarreien besser verankert; Das Projekt «7 Tage Auferstehen» trug 2006 den Zusammenhalt aller Pfarreien in die Öffentlichkeit. Ganz besonders zu erwähnen ist die Präsenz der Kirche an der Zuger Messe. Seit 2009 präsentiert sich die Kirche in diesem Schaufenster einer breiten Öffentlichkeit. Diese Präsenz und der direkte Kontakt zu den Menschen haben viel zum positiven Image der Kirche in unserem Kanton beigetragen.
Das Engagement von Frauen und Männern in der Kirche bleibt wichtig, es wird in den neuen pastoralen Strukturen weiterleben, denn engagierte Menschen verändern und bringen die Kirche vorwärts. Ein Abschlussfest am 19. August würdigt das 27-jährige segensreiche Wirken des Seelsorgerats und sorgt für einen Ausklang in Dankbarkeit.
Franz Lustenberger, Präsident Seelsorgerat