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23.09.2024, 12.16

Soll eine Machbarkeitsstudie für das Kloster auf dem Gubel mitfinanziert werden? Wie entwickelt sich die Kirche im Kanton Zug weiter und wie wird künftig das Pfarreiblatt produziert? Einige Traktanden an der Delegiertenversammlung sorgten für Diskussionsstoff.

Delegiertenversammlung im Herbst gleich Budgetversammlung. In Menzingen genehmigten die Delegierten der Kirchgemeinden des Kantons Zug am 19. September das Budget 2025, das eine Kostenzunahme von 298’000 Franken verzeichnet. Unter anderem entsteht diese aufgrund von Projekten und des Teuerungsausgleichs. Zudem ist für die Unterstützung des italienischsprachigen Missionars eine 30 % – Stelle geplant.

Zukunftsperspektiven für das Kloster Gubel

Breit diskutiert wurden zwei Anträge, die die Mitfinanzierung einer Projektleitungsstelle für das Kloster Maria Hilf auf dem Gubel beinhalteten. Seit vergangenem Jahr hat eine kirchliche Stiftung die Trägerschaft des Klosters inne. Diese verfügt jedoch über keine finanziellen Mittel. Der Stiftungsrat möchte während einer dreijährigen Projektphase eine Zukunftsperspektive entwickeln, sodass die Klosteranlage auch künftig als Wallfahrtsort bestehen bleibt und wenn möglich einer Gemeinschaft einen Lebens- und Wirkungsort bietet. Der erste Antrag sah vor, eine Projektleitungsstelle während drei Jahren mit je 80’000 Franken mitzufinanzieren – die Inländische Mission würde sich jeweils mit weiteren 40’000 Franken jährlich daran beteiligen. Aus den Voten ging hervor, dass vor allem Unklarheit besteht bezüglich der Projektierungsdauer von drei Jahren. So nahmen die Delegierten den zweiten Antrag an und sprachen 80’000 Franken nicht für drei Jahre, sondern erstmal für das Jahr 2025. Zugleich führt VKKZ-Präsident Stefan Doppmann aber auch Gespräche mit dem Stiftungsrat, um das weitere Vorgehen zu klären.

Ebenfalls angeregt diskutiert wurde das Redaktionssystem des Pfarreiblatts. Mehrere Faktoren haben dazu geführt, dass über die langfristige Weiterverwendung des derzeitigen Systems nachgedacht wird und mögliche Alternativen ins Auge gefasst werden müssen. Da in der Entscheidungsfindung derzeit kein Zeitdruck besteht, werden von der VKKZ bis zur nächsten Delegiertenversammlung im Frühling 2025 gangbare Wege skizziert.

Weiter wurde über den Steuerausgleich, das Reporting der Verwendung der Steuergelder und die Fachstelle Kommunikation informiert. Für die Katholikinnen und Katholiken dürfte das Projekt Kirche mit Zug von Interesse sein, über dessen aktuellen Stand die Projektverantwortliche Sandra Dietschi berichtete. Die öffentliche Veranstaltung anfangs Oktober, zu welcher ausdrücklich auch die Basis eingeladen wurde, bildet einen Meilenstein, danach wird in Interessengruppen an der Zukunft der katholischen Kirche im Kanton Zug weitergearbeitet.

Marianne Bolt