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22.05.2023, 16.39

Der Kanton Zug hat die Geschichte der sozialen Fürsorge mit einer Studie aufgearbeitet. In einer ersten Dialogveranstaltung standen die Geschichten von Betroffenen im Zentrum. Am zweiten Abend diskutieren Fachleute, wie sich damalige Zwangsmassnahmen auf spätere Generationen auswirken. 

Im Rahmen der Studie konnten Betroffene  ihre persönliche Geschichte erzählen. Dabei machten sie die Erfahrung, dass Historikerinnen und Historiker ihnen zuhörten und auch wahrgenommen haben, was in der Seele der Betroffenen passiert ist. Persönliche Geschichten sorgten am ersten Dialogabend zur Studie der sozialen Fürsorge im Kanton Zug für emotionale und bewegende Momente. Die Schicksale machten auch deutlich, wie wichtig eine umfassende Aufarbeitung des Themas ist.

Übertragung sozialer Benachteiligung auf Folgegeneration

Studien zeigen, dass soziale Benachteiligung häufig von einer Generation auf die nächste übertragen werden. Viele Betroffene von fürsorgerischen Massnahmen haben Bevormundung, Geringschätzung, Repression und Demütigung erlebt.

Wie wirken sich diese Erfahrungen auf ihre Söhne und Töchter aus? Diesem Thema widmet sich die zweite Dialogveranstaltung unter dem Titel «Vorbei, verdrängt, aber nicht vergessen – Auswirkungen von Zwangsmassnahmen auf Nachkommen» am Donnerstag, 25. Mai um 19 Uhr im Kantonsratssaal in Zug. Als Fachmann ist auch Stefan Horvath auf dem Podium. Er ist verantwortlicher Leiter des Sozial- und Beratungsdienstes der Pfarrei St. Martin in Baar.

Stefan Horvath, Leiter Sozial- und Beratungsdienst Pfarrei St. Martin in Baar. Foto zVg