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«Sammle meine Tränen» mit Kerzen wird unter diesem Titel der früh verstorbenen Kinder weltweit gedacht, jeweils am zweiten Sonntag im Dezember. Zum ersten Mal findet eine solche Gedenkfeier auch in Zug statt.

Ein Kind stirbt – während der Schwangerschaft, kurz nach der Geburt oder im Kindes- und Jugendalter. Immer ist es für die Eltern ein Schock, dem ein langer Verarbeitungsprozess folgt. Rituale und Begegnungen bieten dabei einen Rahmen, um Schmerz, Wut, Schuldgefühl und Trauer auszudrücken. Eine Gedenkfeier für Betroffene ist eine Möglichkeit, den eigenen Schmerz zu gestalten und andere Menschen am Trauerprozess teilhaben zu lassen.

Thema enttabuisieren

«Ich bin froh, dass eine solcher Gedenkfeier nun auch in Zug stattfindet», sagt Sabine Feierabend, die selbst den frühen Tod ihres Sohnes verarbeiten musste. Als Präsidentin des Vereins «Kind + Spital» möchte sie das Thema in der Öffentlichkeit enttabuisieren. Es seien in der Schweiz im Jahr rund 500 Kinder, die sehr früh sterben. Sie sei deswegen auf Pfarrer Kurt Schaller (Pfarrei Gut Hirt) zugegangen und auf eine grosse Offenheit gestossen. «Es ist eine wichtige Aufgabe der Seelsorge, Menschen in dieser schweren Zeit des Loslassens und des Abschieds zu begleiten und zu unterstützen.» Denn der Verlust eines Kindes stürzt jedes Elternpaar in eine tiefe Krise.

Nicht minder schwierig ist die Situation für Frauen, die eine Fehlgeburt erleiden oder deren Kind im Mutterleib stirbt. Hilfe bietet bei da der Verein «kindsverlust.ch». Anna Margareta Neff Seitz, Leiterin des Fachbereichs, erwähnt, dass häufig «alles sehr schnell geht». Noch freue man sich auf das kommende Kind, von einem Moment auf den anderen sei alles anders. «Die betroffenen Frauen brauchen Zeit, diesen Schock zu verarbeiten.» Es bestehe in den meisten Fällen kein Grund zur Eile, beispielsweise die Geburt einzuleiten, ausser bei medizinischen Notfällen. Für die ausgebildete Hebamme ist es wichtig, dass die betroffenen Mütter und ihre Familien den Verlust verarbeiten können – indem die Eltern ihr Kind begrüssen und verabschieden und ihm auch einen Namen geben können. Diese Kinder werden Sternenkinder genannt – sie sehen schon den Himmel und die Sterne, bevor sie das Licht der Welt erblickt haben.

Gedenken über alle Religionen hinweg

Einmal im Jahr soll der Raum eröffnet werden, um an die Sternenkinder, die verstorbenen Kinder und Jugendlichen zu denken. In Gemeinschaft mit anderen Menschen lässt sich Trauer manchmal besser ertragen. Pfarrer Kurt Schaller betont, dass der Gedenkgottesdienst in der Kirche St. Michael am Sonntag, 11. Dezember «für alle Menschen, unabhängig ihres Glaubens offen ist.» Denn der Gedenktag wird unter dem Motto «Worldwide Candle Lighting» weltweit begangen. Die Kirche ist ab 14 Uhr offen, die Gedenkstunde findet um 15 Uhr statt und im Anschluss sind alle zum Austausch im Pfarreiheim St. Michael eingeladen.

www.kindundspital.ch; www.kindsverlust.ch

 

Franz Lustenberger

 

Per 1. Januar 2023 wird Johannes Utters (55) in der Klinik Zugersee als neuer katholischer Seelsorger Menschen mit psychischen Leiden betreuen. Er folgt auf Alois Metz, der sich dieser Aufgabe während der vergangenen sieben Jahre widmete.

Nach dem Studium war Johannes Utters-Jungen an unterschiedlichen Stellen als Theologe in der Pfarrei, Gemeindeleitung und im Spital tätig. Während dieser Zeit qualifizierte er sich als Supervisor, Pastoralpsychologe und Ausbildner für Seelsorger (CPT). In den vergangenen zehn Jahren arbeitet er als Spital-/Klinikseelsorger in der Schulthess Klinik und in der Klinik Im Park in Zürich. Er wohnt im Pastoralraum Zugersee Südwest, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
«Nach den ersten Eindrücken in der Klinik freue ich mich besonders auf die interprofessionelle Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Teams und auf Begegnungen», sagt Johannes Utters. «Ich hoffe, mit meiner offenen Art und meinen seelsorglichen Fähigkeiten Menschen ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten zu können.»

 

Bernadette Thalmann

Im Garten beim Haus der Katholischen Kirche in Baar fand am 1. Dezember eine kleine Adventsfeier statt. Bei Kerzenlicht, Glühwein und selbstgebackenen Kuchen genossen die Mitarbeitenden das Zusammensein und eine schöne Weihnachtsgeschichte.

Bernadette Thalmann

Damit der Religionsunterricht in der Schule und die katechetischen Angebote in den Pfarreien erfolgreich sind, braucht es professionelle Lehrpersonen und Katechet:innen. Um diese zu unterstützen, liegt für die Katholische Kirche Zug ein revidiertes Qualitätskonzept vor.

Mit dem Konzept kann die Professionalität der katechetisch Tätigen und der Religionslehrpersonen erweitert werden. Das Konzept basiert auf dem Professionsverständnis des COACTIV-Modells. Werte, Überzeugungen, Spiritualität sowie Motivation und Selbstregulation machen nebst dem Professionswissen die vier Grundkompetenzen professionellen Handelns aus. Das Professionswissen wird dabei nochmals differenziert zwischen Fachwissen, fachdidaktischen Wissen, pädagogisch/psychologischem Wissen, Systemwissen und Beratungswissen. Diese verschiedenen Elemente des Professionswissen bilden die Steuerungsgrundlage für die Weiterbildungsgefässe.

Die Fachstelle Bildung-Katechese-Medien BKM bietet dafür entsprechende Aus- und Weiterbildungsangebote an. Ebenfalls stehen entsprechende Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, welche für die Umsetzung des Qualitätskonzeptes hilfreiche Dienste leisten.

 

Guido Estermann

 

«Eine Million Sterne» ist die grosse Solidaritätsaktion der Caritas. Ein schweizweites Kerzenmeer im Advent setzt ein sichtbares Zeichen für armutsbetroffene Kinder. Im Kanton Zug finden in Kooperation mit Caritas Luzern Veranstaltungen in Oberägeri, Steinhausen und Zug statt.

In der ganzen Schweiz setzt die Caritas mit der Aktion «Eine Million Sterne» ein leuchtendes Zeichen für die Solidarität mit armutsbetroffenen Kindern. Rund 100 Veranstaltungen, die meisten finden am 17. Dezember statt, bilden während der Adventszeit ein unübersehbares Kerzenmeer. Caritas Luzern begleitet die 30 Aktionen in der Zentralschweiz.

Oberägeri, Steinhausen und Zug sind dabei

Im Kanton Zug finden drei Aktionen statt. Am 17. Dezember leuchten die Kerzen in Oberägeri, Steinhausen und Zug. Die Veranstaltungen laden ein, alleine oder als Familie gemeinsam mit vielen weiteren Menschen ein paar ruhige und besinnliche Momente in der oft hektischen Adventszeit zu verbringen. Die Kerzen können vor Ort bezogen werden. Der Erlös aus dem Kerzenverkauf sowie Spenden im Rahmen der Aktion dienen der Caritas Luzern, um notleidende Kinder in der Zentralschweiz zu unterstützen.

Kinderarmut: auch in der Schweiz bittere Realität

Jede siebte Person in der Schweiz ist von Armut betroffen oder davon bedroht, weil sie nur knapp über der Armutsgrenze lebt. Besonders bestürzend ist der Blick auf die Jüngsten unserer Gesellschaft: 133’000 Kinder sind direkt von Armut betroffen und weitere 300’000 davon bedroht. Kinder bekommen es ganz unmittelbar zu spüren, wenn ihre Eltern aufgrund der aktuellen Teuerung für Lebensmittel, Nebenkosten oder Benzin drastisch mehr Geld ausgeben müssen. Dieses Geld fehlt bei Essen, Gesundheit oder Bildung – für Hobbys reicht es erst recht nicht mehr. Kinder sind die Leidtragenden, wenn ihre Eltern mit knappem Budget auskommen müssen.

«Eine Million Sterne» setzt ein Zeichen: Gegen Kinderarmut und für eine solidarische Gesellschaft, die sich den Schwächsten und Verletzlichsten zuwendet. Mitg.

 

Alle Aktionen der Zentralschweiz in der Übersicht
Pro Kanton, alphabetische Reihenfolge

Zug

  • Oberägeri, Kirche, 17. Dezember
  • Steinhausen, Dorfplatz, 17. Dezember
  • Zug, Bundesplatz, 17. Dezember

Luzern

  • Ballwil, Kirche, 3. Dezember
  • Buchrain, Kirche St. Agatha, 17. Dezember
  • Dagmersellen, Pfarrkirche, 17. Dezember
  • Emmenbrücke, Pfarrkirche Gerliswil, 17. Dezember
  • Grosswangen, Pfarrkirche, 17. Dezember
  • Hochdorf, Kirchenplatz, 17. Dezember
  • Kriens, Dorfplatz, 17. Dezember
  • Luzern, Hofkirche, 17. Dezember
  • Reussbühl, Pfarrkirche, 17. Dezember
  • Schongau, Pfarrkirche, 17. Dezember
  • Sempach, Pfarrkirche, 17. Dezember
  • Sursee, Rathausplatz, 10. Dezember
  • Zell, xxx, 17. Dezember

Nidwalden

  • Buochs, Dorfleuteried, 17. Dezember
  • Büren, Kirche, 17. Dezember
  • Emmetten, Kirche, 26. November
  • Stans, Kirche, 17. Dezember

Obwalden

  • Kerns, Pfarrhofplatz, 17. Dezember

Schwyz

  • Altendorf, Kirche, 17. Dezember
  • Brunnen, Weihnachtsmarkt, 26. November
  • Einsiedeln, Klosterplatz, 3. Dezember statt
  • Immensee, Kirche, 1. Dezember
  • Morschach, Ort und Datum offen
  • Wollerau, Kirche St. Verena, 18. Dezember

Uri

  • Bürglen, Kirchplatz, 16. Dezember
  • Schattdorf, Kirchplatz, 17. Dezember

 

Eine Million Sterne im Internet:
www.caritas-luzern.ch/sterne und national: www.einemillionsterne.ch

 

Auch in diesem Jahr gibt es verschiedene Anlässe, die es Menschen möglich machen, die Weihnachtstage und den Jahreswechsel auch ausserhalb der Familie in einer Gemeinschaft auf besinnliche Art zu feiern.

mehr

Der von der Zuger Regierung in Auftrag gegebene Forschungsbericht über die historische Aufarbeitung der sozialen Fürsorge im Kanton liegt vor. «Schweiz aktuell» blickt zurück auf die Geschichte des Heimkindes Margaretha Speich.

Klicken Sie via Link unten auf die Webseite von SRF 1 und dann auf den speziellen Beitrag unten. Sie finden darin auch eine Stellungnahme von Stefan Doppmann, Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden im Kanton Zug. Die Katholische Kirche Zug hat den Forschungsbericht mitfinanziert. Mitg/bth

Beitrag von «Schweiz aktuell» vom 17. November 2022 ansehen

 

In der Advents- und Weihnachtszeit werden im Rahmen der Aktion «Zuger für Zuger» wieder Lebensmittel gesammelt für Menschen im Kanton Zug, die unter Armut leiden. Auch die reformierte und die katholische Kirche beteiligen sich daran. Sammelorte und -zeiten finden Sie hier.

Die Aktion läuft vom 25. November 2022 bis zum 3. Januar 2023. Es besteht die Möglichkeit, Lebensmittel des täglichen Gebrauchs an Menschen im Kanton Zug zu spenden, die unter Armut leiden. Gesammelt werden Esswaren, die nicht schnell verderblich sind, Putzmittel und Produkte der Körperhygiene.

Die im Jahr 2008 von der «Zuger Woche» und der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ@Work) initiierte Aktion wird von der katholischen und der reformierten Kirche unterstützt. Sie nehmen die Lebensmittel entgegen, die anschliessend von der GGZ eingesammelt werden. Im Januar verteilt die GGZ die Lebensmittel in Paketen à 7 bis 8 kg an jene Bewohner des Kantons, die über einen Einkaufsausweis beim «Tischlein deck dich» oder beim Caritasladen verfügen.

 

Bernadette Thalmann

 

Lebensmittelabgabe bei den katholischen Pfarrämtern

Allenwinden: Di: 8.00-11.30, Do: 8.00-11.30 und 14.00-17.30, Fr: 8.00-11.30.
Baar: Mo-Fr: 8.00-11.45 und 13.30 bis 17.00.
Hünenberg: Mo-Fr: 8.30-11.30 und 13.30-17.00, Mi-Nachmittag geschlossen.
Meierskappel: gem. tel. Absprache.
Menzingen: Mo: 8.30-11.30 und 15.00-18.00, Di-Do: 8.30-11.30.
Neuheim: Mo-Fr: 8.00-11.00.
Oberägeri: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Mo/Di/Fr: 13.30-15.30.
Oberwil: Mo/Di/Do/Fr: 8.30-11.30.
Risch: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Di, Do, Fr: 14.00-17.00.
Rotkreuz: Mo-Fr: 9.00-11.30 und Di/Do/Fr: 14.00-17.00.
Steinhausen: Mo-Do: 8.00-11.45 und 13.30-17.00.
Unterägeri: Mo-Do: 9.00-11.00 und Mo, Di, Do, Fr: 14.00-17.00.
Walchwil: Mo-Fr: 8.00-12.00, Mo zusätzlich: 14.00-17.00.
Zug, Gut Hirt: Di/Do: 8.30-12.00 und 14.00-17.00, Fr: 9.00-12.00 oder nach telefonischer Vereinbarung.
Zug, St. Johannes: Mo-Fr: 8.45-12.00 und 14.00-17.30, Mi-Vormittag geschlossen.
Zug, St. Michael: Mo-Do: 9.00-12.00 und 14.00-17.00, Fr: 9.00-12.00.
Missione Cattolica Italiana Zug: Mo-Fr: 9.00-11.30, Di/Do: 14.00-16.45.

In diesem Advent lancieren das Katholische Medienzentrum, das Bistum Basel und das Schweizerische Katholische Bibelwerk einen digitalen interaktiven Adventskalender. Auch ein Postkarten-Adventskalender kann bestellt werden.

Der Adventskalender «Adventsworte» stellt einzelne Worte aus den alttestamentlichen Lesungen zum Advent aus dem Buch Jesaja ins Zentrum. Die täglichen Fenster bestehen aus einem Bild, dem Bibelwort und Impulsfragen. Sie können kommentiert und mit anderen Userinnen und Usern geteilt werden.

«Mit der Geburt Jesu feiern wir die Hoffnung auf eine Welt mit menschlichem Angesicht», sagt Detlef Hecking, Pastoralverantwortlicher des Bistums Basel. Winfried Bader vom Schweizerischen Katholischen Bibelwerk findet: «Diese Hoffnung wurzelt tief im Alten Testament. Wer wissen will, warum erzählt wird, dass Jesus in Bethlehem zur Welt kam, kommt an Jesaja, Micha und König David nicht vorbei.»

Sibylle Hardegger, Beauftragte für Radio und Fernsehen beim Katholischen Medienzentrum, betont: «Mit dem digitalen und interaktiven Adventskalender machen wir einen Schritt vorwärts im Bereich der digitalen Glaubenskommunikation.»

Vom ersten Adventssonntag an, dem 27. November, gibt es jeden Morgen im Internet ein «Adventswort» mit Impulsfragen. Zum Beispiel: «Welche Gefühle, Erinnerungen und Deutungen weckt dieses Wort bei Ihnen? Was verbinden Sie mit dem Wort? Was bleibt noch offen?»

Die Userinnen und User können ihre Gedanken online aufschreiben und mit anderen teilen. Der digitale, interaktive Adventskalender kann ab dem 27. November über die Seite kath.ch, bistum-basel.ch und bibelwerk.ch erreicht werden.

Der digitale Adventkalender basiert auf dem Postkarten-Kalender «Adventsworte 2022» des Deutschen Katholischen Bibelwerkes. Sie wurden für das digitale Projekt von Schweizer Autorinnen und Autoren um persönliche Impulsfragen erweitert. Der Postkarten-Adventskalender (ohne Impulsfragen) kann bei der Bibelpastoralen Arbeitsstelle bestellt werden: info@bibelwerk.ch.

 

 

Zur «Woche der Religionen» war der tamilische Kulturverein Zug zu Gast in der CityKircheZug. Zwei Priester gewährten einen Einblick in begeisternde lebendige Glaubenstraditionen des Hinduismus. Gefeiert wurde eine Puja (Gottesdienst) mit Gebet, Musik, Gesang, Tempeltanz und erlesenen Speisen.

Wie in christlichen Gottesdiensten spielen Glocken, Lichter und Gebete eine wichtige Rolle, um sich mit Gott zu verbinden. Die beiden Priester Baskaran Kurukkal und Somas Kurukkal erklärten verschiedene Rituale auf eindrückliche Weise und gaben Antworten auf die Fragen aus dem Publikum.

Das Programm «Woche der Religionen» findet seit vielen Jahren schweizweit anfangs November statt. Rund 10 Religionen beteiligen sich an über 100 Anlässen. Begegnungen zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sind eine Bereicherung für beide Seiten. Man lernt nicht nur Neues kennen, sondern fördert damit auch die gegenseitige Toleranz und damit ein friedliches Zusammenleben in der Schweiz. Dazu tragen verschiedene Religionsgemeinschaften wesentlich bei.

 

Gaby Wiss, CityKircheZug

 

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