Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Im April 2021 findet in der Schweiz zum dritten Mal die «Lange Nacht der Kirchen» statt. Als 11. Kanton wird nun auch Zug mit dabei sein. Sowohl mit der katholischen als auch der reformierten Kirche.

Diakon Markus Burri, Gesamtleiter Fachstellen bei der Katholischen Kirche Zug, informierte am 1. September über die «Lange Nacht der Kirchen». Sie findet am 28. Mai des kommenden Jahres, von 18-24 Uhr statt. Den Kirchen bietet sie die Möglichkeit, sich auf vielfältigste Weise zu präsentieren und mit der Bevölkerung in den Dialog zu treten. So könne beispielsweise der Kirchenschatz gezeigt, Kirchturmbesichtigungen durchgeführt werden oder spirituelle Impulse, Konzerte und Grilladen, regt Markus Burri an. Der Kreativität seien fast keine Grenzen gesetzt.

Spürbare Begeisterung

Bei den anwesenden Pfarreivertreterinnen und -Vertretern kam spürbare Begeisterung auf für die Aktion und das Mitwirken des Kantons Zug. Auch der Vertreter der reformierten Kirche äusserte sich positiv. Er stellte das Vorhaben inzwischen im Pfarrkonvent vor und fand ebenfalls breite Unterstützung.
Die reformierten Bezirke entscheiden bis Ende September, ob sie mitmachen wollen, die katholischen Pfarreien bis Mitte Oktober, wie an der Versammlung beschlossen wurde. Markus Burri teilt inzwischen der schweizerischen Koordinationsstelle die Teilnahme des Kantons Zug an der Aktion mit. Für die künftigen Aktivitäten übernimmt er die Funktion des Koordinators.

www.langenachtderkirchen.ch

Den Pfarreien und Bezirken werden für die Werbung Banner und Give-aways zur Verfügung gestellt. Unterstützend sind kantonale Werbeaktivitäten geplant. Bis Februar 2021 stellen alle Mitmachenden ihr Programm auf die überregionale Website langenachtderkirchen.ch. Dort sind dann jederzeit die Aktivitäten aller Pfarreien schweizweit aufzufinden.

 

Bernadette Thalmann

 

Seit Pfingsten ist die fahrbare Kapelle unterwegs im Ägerital. Am 25. September wurde sie nun in Menzingen durch Bischofsvikar Hanspeter Wasmer feierlich gesegnet, nachdem der bereits für den Frühsommer geplante Anlass wegen Corona abgesagt werden musste.

Bis Sonntag, 11. Oktober 2020, kann die Kapelle in Neuägeri, an der Abzweigung Mühleschwändi, besucht werden. Sie ist von Morgen bis Abend öffentlich zugänglich.
Nächster Standort ist der Gottschalkenberg. Mitg/Bth

 

Fotos von Tim Meyer zur Segnungsfeier

Die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug hat an der Delegiertenversammlung vom 23. September im Pfarreiheim St. Michael in Zug beschlossen, den Caritas-Markt in Baar mit 200’000 Franken zu unterstützen.

Die gesprochenen Unterstützungsbeiträge werden über 4 Jahre (2020-2023) in Tranchen zu 50’000 Franken ausbezahlt. Mit diesem sozialen Engagement will die Katholische Kirche Zug auf die aktuelle Krisensituation reagieren und Bedürftige in der Bevölkerung unterstützen. Dazu VKKZ-Präsident Karl Huwyler: «Unsere Kirche ist längst nicht nur spirituell-konfessionell tätig, sondern in starkem Masse auch sozial, denn sie will dort sein, wo man sie braucht. Auch im reichen Kanton Zug geraten aktuell zunehmend Menschen in Notlage. Im Caritas-Markt können sie sich mit vergünstigten Lebensmitteln eindecken. Wir rechnen damit, dass sich die Nachfrage in Zukunft als Folge von Corona noch verstärken wird.»

Auch die soziale Anstellungspolitik des Caritas-Marktes spielte beim Entscheid für die Unterstützungsbeiträge der VKKZ eine Rolle. So bietet der Markt Jugendlichen mit sozialen oder bildungsmässigen Beeinträchtigungen, Stellensuchenden mit geringen beruflichen Qualifikationen, Erwerbslosen über 50 und qualifizierten MigrantInnen aus Drittstaaten Arbeitsmöglichkeiten in seinen Märken an.

 

Medienmitteilung der Katholischen Kirche Zug vom 24. September 2020

 

Der Corona-Lockdown bot Diakon Christian Kelter die nötige Zeit, um gemeinsam mit Pfarreiangehörigen einen Potcast zu realisieren. Inzwischen erreicht dieser wöchentlich mehrere hundert Personen.

mehr

Die Beziehung gehöre wieder vermehrt in den Fokus der Psychotherapie. Alois Metz, katholischer Spitalseelsorger in der Klinik Zugersee, und sein Arbeitskollege Benedict Wildeisen, Leitender Psychologe, fordern dies in ihrem neuen Buch.

Benedict Wildeisen, was gab den Anlass für das neu erschienene Buch* mit dem Titel «Liebes Leben in der Psychiatrie. Zwischenmenschliche Beziehungen als Antidepressiva»?

Das Wichtigste in der Psychotherapie ist die therapeutische Beziehung. Hier ist die Studienlage ganz klar. Und entscheidend für die therapeutische Beziehung sind Empathie, positives Beachten und Echtheit. Wenn dies nicht gegeben ist, können wir aufhören.
Leider geht im Moment der Trend in eine andere Richtung, weg vom Fokus auf die therapeutische Beziehung hin zu mehr Technik. Unser Buch soll ein Aufruf, ein Weckruf sein, die therapeutische Beziehung wieder ins Zentrum zu setzen.

Wie entsteht eine tragfähige therapeutische Beziehung?

Eine tragfähige Beziehung kann entstehen, wenn der Therapeut dem Gegenüber mit echtem Interesse und auf Augenhöhe begegnet, wenn er berührbar bleibt, mitfühlend zu verstehen versucht und offen bleibt für die Reaktionen des Vis-à-vis. So entsteht Vertrauen, der Patient oder die Patientin kann sich öffnen, der Genesungsprozess kann beginnen. Dies wird im Buch ausgeführt und erläutert. Martin Buber hat einmal gesagt: «Der Mensch wird am Du zum Ich». Erst in einer echten Begegnung auf gleicher Höhe wird der Mensch zum Mit-Menschen, wird aus dem «man» ein Du und aus dem «es» ein Gegenüber.

Alois Metz, was genau findet man in eurem Buch?

Das Buch besteht aus Berichten von ganz unterschiedlichen Menschen, die alle an den hohen Stellenwert von Beziehungen glauben. Sie schreiben darüber, wie sie ihre Beziehungen leben, jeder in seinem eigenen Umfeld. Die Beiträge stammen zwar mehrheitlich aus den Fachbereichen Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Aber auch die Kultur ist vertreten – mit Gedanken von Willy Astor (Kabarettist, Musiker und Komponist) und Konstantin Wecker (Musiker, Komponist, Schauspieler und Autor).

Ihr persönlicher Artikel im Buch trägt die Überschrift «Beziehung ist mehr als zwei sich treffende Menschen». Was meinen Sie damit?

Ich berichte über meine Erfahrungen als Seelsorger in der Klinik Zugersee, wie ich auf die Menschen eingehe, Beziehungen im Sinne unseres Postulats aufbaue und was zurückkommt von denen, die ich begleiten darf. In der Psychiatrie erlebe ich viel Leiden. Dennoch arbeite ich nach all den Jahren immer noch mit Leidenschaft, denn ich erhalte viel zurück. Die Patientinnen und Patienten sind dankbar für meine Arbeit und dies wiederum empfinde ich als Geschenk. Tief in die Seele eines anderen hineinschauen zu dürfen, ist ein grosser Vertrauensbeweis. Das berührt und bewegt mich. In einer Beziehung mit starker gegenseitiger Bezogenheit liegt enormes Potential für die Therapie und ich meine, für das Menschsein überhaupt.

Können Sie ein Beispiel aus dem Klinikalltag erzählen?

Eine 25-jährige Patientin sass gut fünf Jahre wegen einer dissoziativen Störung im Rollstuhl. Obwohl die Beine rein körperlich völlig intakt waren, trennte ihr Gehirn alles unterhalb des Unterleibes ab.  Sie war längere Zeit bei uns und ich lernte sie sehr gut kennen. Neben ihrem Krankheitsbild auch ihre Vorlieben für Indianergeschichten, ihre liebevolle Beziehung zu ihrem elektrischen Rollstuhl, den sie Frida (Name geändert) nannte, ihre Ängste und ihren Humor. Mit Frida und ihr machte ich oft längere Touren. Eis und Schnee konnten uns nicht abhalten und wir lachten auf unseren Erkundungen viel. Aus meinem Bücherregal suchte ich Jugendgeschichten mit Indianern heraus, die ich selbst verschlungen hatte, und gab sie ihr zu lesen oder las ihr vor. So verbrachten wir trotz ihres schweren Krankheitsbildes viele unbeschwerte Stunden. Eines Tages rief sie mich an und fragte mich, ob ich sie besuchen möchte. Ja klar, antwortete ich am Telefon. An Tag des Besuches kam sie mir gehend, mit einem verschmitzten Lachen und voller Stolz entgegen. Wenige Monate nach der Entlassung aus der Klinik hat ihr Gehirn plötzlich ihre Beine erweckt und seitdem übt sie unermüdlich und mit grosser Begeisterung den sicheren Gang.
Tränen der Freude liefen mir über die Wangen.

*A. Metz und B. Wildeisen /Hrsg.): Liebes Leben in der Psychiatrie. Beziehungen als Antidepressivum, Bod-Verlag, Norderstdedt, erste Auflage 2020.

 

Interview: Bernadette Thalmann

 

 

 

 

 

Die Katholische Kirche Zug wird keine Abstimmungsempfehlung zur Konzernverantwortungsinitiative abgeben, die der Bevölkerung Ende November vorgelegt wird. Persönlich lehnt VKKZ-Präsident Karl Huwyler die Kovi ab, wie er im Interview mit kath.ch bekannt gibt.

mehr

Ferdinand Gehrs Fresken in der Kirche Bruder Klaus in Oberwil sorgten vor gut sechzig Jahren für Zwist im Dorf. Die Bilder mussten jahrelang bedeckt werden. Zwei Zuger Kunstschaffende bringen die Geschichte mit einer multimedialen Inszenierung in die Gegenwart.

Oberwil in den Jahren 1955/56: Eine moderne Kirche wird gebaut, die Kirche Bruder Klaus. Rund, aus Beton. Ferdinand Gehr erhält den Auftrag, im Kirchenraum Fresken zu malen. Nach deren Fertigstellung entflammt ein Streit, die Bevölkerung ist gespalten. Handelt es sich um gotteslästernde Kinderzeichnungen oder um sakrale Kunst, deren Tiefe in der Einfachheit wurzelt? Während Jahren werden die Bilder mit grossen Vorhängen verhüllt. Der «Oberwiler Bilderstreit».

Vor diesem Hintergrund arbeiten derzeit zwei Zuger Künstler an den Vorbereitungen einer multimedialen Inszenierung, mit welcher sie die Geschichte rund um den Oberwiler Bilderstreit mit Projektion, Licht, Musik, Film, Ton und Stimmen in die Gegenwart holen. «Die Ereignisse der 50er Jahre waren der Kulminationspunkt einer Entwicklung, die bereits im Barock eingesetzt hatte», sagt der in Oberwil wohnhafte Projektleiter und Regisseur Daniel Christen. Der Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg sei zum Teil für die Kirche aber auch für die Bevölkerung als Bedrohung wahrgenommen worden. «Und dann kam Gehr, der mit seinen Bildern ebenfalls in diese Richtung ging. Das war vielen zu viel.»

Gespaltenes Dorf, gespaltene Familien

Gemeinsam mit Michael van Orsouw, der für die Dramaturgie zuständig ist, zeigt Christen die damalige Stimmung und Tiefe multimedial auf. «Zum Schluss kommt der Namenspatron Bruder Klaus zu Wort. «Die Leute sollen verstehen, wie es damals war im Dorf und dass der Bilderstreit sogar zu Zwist innerhalb von Familien führte.»
Um die Geschichte auf unterschiedlichen Wegen erfahrbar zu machen und aufzuzeigen, wie emotional aufgeladen die damalige Situation war, werden mit fünf Beamern Bilder an Wände und Decken projiziert. «Wir zeigen, wie Gehrs Bilder entstanden sind. Auch Zitate von damals werden zu hören sein», sagt Daniel Christen. Der Historiker Michael van Orsouw hat die historischen Aspekte herausgearbeitet. «Viele Menschen waren damals überfordert. Neuartiges lehnten sie ab, weil sie es nicht verstanden.» Ein Verhalten, das heute noch zu beobachten sei. «Wir tragen den Umgang mit Konflikten ins Heute hinein. Und wagen dabei eine moderne Neuinterpretation.»

Aufarbeitung braucht Zeit

Der Projektleiter erklärt, dass eine Sprecherin und ein Sprecher die Geschehnisse von damals linear erzählen werden. Luigi Laveglia, Musiklehrer an der Musikschule Zug, habe für die Projektionen eigens Stücke geschrieben, die er mit Schülerinnen und Schülern während des Abends mit dem Piano, dem Synthesizer, der Orgel und mit Schlaginstrumenten live begleiten werde.

Seit drei Jahren arbeiten Daniel Christen und Michael van Orsouw an den Vorbereitungen für die Inszenierung. Finanzielle Unterstützung erhalten sie unter anderem von den Kirchgemeinden des Kantons Zug. Was Christen festgestellt hat: «Wir hätten das Projekt vor zehn Jahren noch nicht umsetzen können, die Erinnerung an den Bilderstreit hätte damals bei einigen Betroffenen noch zu hohe Wogen geschlagen.» Es bedürfe der Zeit, um gewisse Themen aufzugreifen.

Trailer zum Multimedia-Spektakel ansehen

 

Marianne Bolt

 

 

Der Priester und Autor Andreas Knapp setzt sich seit Jahren für geflüchtete Christen ein und hat in einem Buch die Erfahrungen einer Irakreise festgehalten. Anfangs September kommt er für eine Lesung nach Oberwil.

mehr

 

Zum Abschluss ihrer Sommeraktion spendet die Katholische Kirche Zug im Namen der Teilnehmenden 5’000 Franken an die GGZ@Work. Die Gelder unterstützen Menschen im Kanton Zug, die in Armut leben.

Die Sommeraktion sollte die Bevölkerung auf die vielen religiösen Kulturschätze im Kanton aufmerksam machen, Spass bereiten und gleichzeitig einem guten Zweck dienen. Die digital aufgearbeiteten «Kulturpunkte Zug» boten geradezu ideale Voraussetzungen für Corona-Zeiten. Wer bei der Ferienaktion mitmachen und Kultur geniessen wollte, konnte das ohne Führung und zeitlich völlig unabhängig tun. Man suchte sich die Kulturpunkte, die man besuchen wollte, auf den Webseiten von www.kulturpunkte-zug.ch aus und machte sich alleine, als Paar, Gruppe oder Familie auf Entdeckungsreise.

Selfies zeugen von Spass

Wer der katholischen Kirche fünf Selfies von verschiedenen Kulturpunkten zuschickte, löste die versprochene Spende von 100 Franken in eigenem Namen – aber finanziert durch die Kirche – aus. Teilnehmende aus allen Altersklassen interessierten sich für die Aktion. Auch Ständerat Matthias Michel war beispielsweise mit dabei. Er war schon vorher begeistert von der «kunsthistorischen Fundgrube», wie er die Kulturpunkte Zug bezeichnet. Seine Entdeckungstour brachte ihn zu weiteren interessanten Erkenntnissen, wie er in einem Interview im Pfarreiblatt verrät. Wer sich seine eingeschickten Selfies anschauen möchte, findet diese auf der Homepage der Kulturpunkte Zug. Dort zeugen übrigens viele weitere lebendige Fotos davon, dass Kultur auch Spass machen kann. Die Katholische Kirche Zug dankt allen Teilnehmenden herzlich fürs Mitmachen.

Soforthilfe für Notleidende im Kanton

Das Präsidium der VKKZ (Vereinigung der katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug) entschied, den Spendenbetrag, der durch die Teilnahme an der Aktion entstand, auf 5’000 Franken aufzurunden und der GGZ@Work zu überweisen. Der Betrag ist für Menschen im Kanton Zug bestimmt, die derzeit in Armut leben.

 

Bernadette Thalmann

Weil die Zuger Messe aufgrund der Corona-Pandemie für dieses Jahr abgesagt werden musste, verschiebt die Katholische Kirche Zug ihr Messethema auf das kommende Jahr.

Die Vorbereitungen der Arbeitsgruppe Zuger Messe liefen bereits auf Hochtouren. Mit einem «Wohnzimmer Gottes» wollte die Katholische Kirche Zug die Gäste an ihrem Stand überraschen. Doch es sollte wie vieles in diesem Jahr anders kommen: Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Zuger Messe 2020 abgesagt. Zum Glück ist das Messethema nicht zeitgebunden. So kann im kommenden Jahr auf die vielen Ideen und die bereits geleistete Arbeit zurückgegriffen werden.

Auf die Kapelle, welche im Zentrum des Messeauftritts der Kirche stehen sollte, muss die Bevölkerung nicht verzichten, denn dieses fahrbare «Wohnzimmer Gottes» ist nach wie vor auf Tournee. Aktuell steht die Kapelle bis zum 30. August auf dem Dorfplatz in Neuheim. Die nächsten Standorte der «Kennenlern- und Einbeten-Tour» sind:

01.9. – 13.9.20 | Menzingen
15.9. – 28.9.20 | Maria vom Berg, Kloster Menzingen

Mitg./bth

 

Artikel Ein Wohnzimmer Gottes für die Zuger Messe 2020

 

 

 

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Weitere Nachrichten

aus der Kirche Schweiz