Seit Anfang Februar ist Roland Wermuth Mitarbeiter bei der Katholischen Kirche Zug und wirkt als neuer Leiter der ökumenischen Spitalseelsorge am Zuger Kantonsspital. Einblicke in seine Arbeit gibt er im folgenden Interview.
Herr Wermuth, erfolgen Ihre Besuche auf Bestellung oder kontaktieren Sie alle Patientinnen und Patienten?
Wie bei meiner bisherigen Arbeit in Kliniken, Spitälern und Heimen setze ich auch im Zuger Kantonsspital eine Mischung von beidem um. Erhalte ich den konkreten Wunsch nach einem Seelsorgebesuch, so hat dieser Vorrang. Patientinnen und Patienten, die länger als ein bis zwei Tage im Spital sind, erhalten in der Regel ebenfalls ein Besuchsangebot. Sie können es annehmen oder ablehnen.
Gibt es inmitten des regen Spitalbetriebs überhaupt noch Platz für ein Seelsorgegespräch?
Die Seelsorge ist mit ihrem Angebot ein integrativer Teil aller Dienstleistungen im Spitalbetrieb, die dem Wohl und der Genesung der Patientinnen und Patienten zudienen. Ich betrachte das als Bereicherung. Insbesondere wenn Patientinnen und Patienten eine schlechte Diagnose erhalten, kann ein Seelsorgegespräch vielen aufkommenden Fragen Raum geben und so Halt vermitteln. Darüber hinaus spendet ein Gebet oder ein Ritual oft Trost, Zuversicht und Kraft.
Die Seelsorge im Zuger Kantonspital erfolgt ökumenisch. Was heisst das konkret?
Wir arbeiten als 5-köpfiges Team mit insgesamt 230 Stellenprozent eng zusammen. Unsere Besuche organisieren wir nicht nach der Konfession des Patienten, sondern sind verschiedenen Stationen zugeteilt. So erhalten alle, die das wünschen, unabhängig von ihrer Religion oder Konfession Besuch. Besteht jemand darauf, eine Seelsorgeperson der eigenen Konfession oder Religion zu sehen, vermitteln wir weiter.
Was fordert Sie bei der Seelsorgearbeit im Spital heraus?
Jede Situation, in die ich komme, ist anders. Ich weiss nicht, was mich erwartet, wenn ich die Tür eines Spitalzimmers öffne. Ist der Besuch überhaupt erwünscht und kommt es zu einem Gespräch? Wenn ja, welche Themen, Anliegen und Fragen beschäftigen die Person, was braucht sie? Genau das macht aber meine Seelsorgearbeit spannend, auch wenn ich sehr gefordert bin, ganz im Hier und Jetzt zu sein, mich auf das Gegenüber einzulassen und diesen Menschen ein Stück weit zu begleiten.
Welches sind die besonderen Chancen der Spitalseelsorge?
Ich komme mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt. Mitunter habe ich mit jemandem ein Gespräch, der vorher keine oder eine unschöne Erfahrung mit der Kirche gemacht hat, und dann positiv überrascht ist von unserer Begegnung. Öffnet sich ein Mensch mir gegenüber, darf ich jedes Mal seine ganz persönliche Welt betreten, seine Spiritualität entdecken und ihn begleiten.
Welche Themen beschäftigen die Patientinnen und Patienten am meisten?
Das können alltägliche Themen sein rund um Arbeit, Beziehungen, usw. Es können aber auch spirituelle Fragen sein. Wenn eine Person schwer krank ist, eröffnen sich oft Sinnfragen, Fragen nach Leben, Sterben und Tod oder Fragen nach einem «guten» Abschied-Nehmen.
Welche Qualitäten sollte ein Spitalseelsorger/eine Spitalseelsorgerin mitbringen?
Man sollte zuhören können. Sensitivität und Empathie helfen zu erkennen, was dem Gegenüber dienen kann. Will man ihm religiöse Begleitung anbieten, braucht das Erfahrungen in Gesprächsführung und fundiertes theologisches Wissen, damit beispielsweise «stimmige» Rituale und Gebetsformen gefunden oder «ungesunde» Formen von Spiritualität thematisiert werden können. Gewisse Gottesbilder oder Glaubensformen können nämlich auch einengen, bedrohen und beängstigen. Nicht zuletzt ist auch ein Flair für Zusammenarbeit im Seelsorgeteam und mit anderen Mitarbeitenden im Spital gefragt.
Interview: Bernadette Thalmann
Siehe auch Artikel Roland Wermuth wird Leiter der ökumenischen Spitalseelsorge
Das Vaterunser – das Gebet von Jesus, das uns mit allen Christen verbindet, ist für Kinder nicht leicht zu verstehen und zu lernen. Mit Hilfe der «Vaterunser-Handschuhe» kann es einfacher auswendig gelernt und verstanden werden.
Die Farben an den Fingern der Handschuhe helfen, eine Verknüpfung zum Inhalt herzustellen. So steht zum Beispiel das Blau für den Himmel, das Braun für die Erde, das Schwarz für das Böse, das Bunte für die Vergebung, alles was wichtig ist, ist mit rot gekennzeichnet und das Reich Gottes glänzt golden. Speziell ist der zusätzliche rote Fingerling, der mit einer Kordel am Handschuh befestigt ist.
Diese neue Methode bringt eine schöne Abwechslung in den nicht immer einfachen Lernalltag der Kinder. Das Set aus der Mediothek der BKM besteht aus 16 Paar Handschuhen in Kindergrössen und zusätzlichen Informationen, Anleitungshilfen, Erzähl- und Vertiefungsideen, welche bei der Umsetzung helfen. Die «Vaterunser-Handschuhe» stehen – wie alle rund 7’000 Medien der Fachmediothek – Religionslehrpersonen und katechetisch Tätigen im Kanton Zug, aber auch der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung.
«Vaterunser»-Handschuhe reservieren
Judith Grüter, Katechetin und Mitarbeiterin BKM
Ab dem 1. April 2020 wird das Archiv der Katholischen Kirchgemeinde Zug durch das Stadtarchiv im Auftragsverhältnis betreut. Dies haben der Stadtrat von Zug und der Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Zug entschieden.
Mit diesem Schritt und dem Zusammenlegen der digitalen Verzeichnisse kann den Kundenbedürfnissen bei Recherchen nach bestimmten Archivalien noch besser entsprochen werden. Für beide Archive erfolgt die Kundenbetreuung in Zukunft durch die Mitarbeitenden des Stadtarchivs unter der Leitung von Stadtarchivar Thomas Glauser. Die Basis der Zusammenarbeit wurde in einer Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt Zug und der Katholischen Kirchgemeinde Zug geregelt. Die Verrechnung der Dienstleistungen erfolgt nach effektivem Aufwand und wird jährlich abgerechnet.
Medienmitteilung der Katholischen Kirchgemeinde Zug und der Stadt Zug vom 18. Februar 2020
Die Fastenkampagne 2020 macht die Problematik des Saatgutes zum Thema. Saatgutkonzerte bedrängen zusehends die lokale Landwirtschaft und zerstören auf diese Weise die Biovielfalt. Die Klimadebatte gibt der Kampagne eine zusätzliche Brisanz.
Papst Franziskus befürwortet derzeit keine Lockerung der Zölibatspflicht für katholische Priester. Auch lehnt er Weiheämter für Frauen vorerst ab. Dies geht aus dem nachsynodalen Schreiben Zur Amazonas-Synode hervor.
Mit dem Konzept «Pray and play» haben Oberstufenschülerinnen und -schüler in Hünenberg die Grundlage für gemeinsame Treffen geschaffen, an denen seit der Gründung vor drei Jahren immer mehr Kinder und Jugendliche teilnehmen.
In Cham erhalten Hinterbliebene am 15. Februar die Möglichkeit, längst verstorbener Menschen in einer ökumenischen Andacht noch einmal gemeinsam zu gedenken, bevor die Gräber geräumt werden.
Am 30. Januar fand in Zug der Jahresapéro von FRW Interkultureller Dialog statt. Präsident Markus Burri und Koordinatorin Eva Wimmer informierten über den Stand der Arbeiten und die aktuellen Vorhaben des Vereins. Lesen Sie das Interview dazu.
Eva Wimmer, wofür steht FRW und welches sind die Hauptanliegen?
FRW steht für Friede, Respekt und Würde in der Zivilgesellschaft. Der Verein unterstützt Einheimische, Zugezogene und Geflüchtete. Bei gemeinsamen Bildungs- und Freizeit-Aktivitäten entwickeln Freiwillige und Teilnehmende die eigenen Talente und erhalten Wissen und Lebensfreude. Menschen aller Nationen, Religionen und Generationen sind eingeladen, «miteinander zu leben und voneinander zu lernen».
Was hat Sie motiviert, diese Organisation zu gründen?
Es war eine persönliche Erfahrung, die mich aus gesundheitlichen Gründen beruflich ins Abseits stellte und eine Sinnkrise auslöste. Aufenthalte in arabisch-muslimisch geprägten Ländern und die Situation in Palästina haben mich dann motiviert, mich für ein friedliches Zusammenleben hier zu engagieren. Die ersten Aktivitäten starteten dann 2012, als fünf Personen in enger Zusammenarbeit mit der Asyl- und Durchgangsstation Steinhausen Projekte entwickelten, die sich die Sozialarbeitenden zur Unterstützung ihrer Klienten wünschten.
Welche konkreten Aktivitäten gehören zum Angebot von FRW?
Seit 2014 bieten wir das aussergewöhnliche Sprachprogramm «Deutsch als Heimatsprache» an. Es wurde mittlerweile von rund 700 Teilnehmern mit 26 verschiedenen Muttersprachen genutzt. Derzeit sind 38 Mütter auf diesem Weg, um damit später in einen Beruf einsteigen zu können. Und jede Woche besuchen 55 Kinder unsere vier Spielgruppen, während die Eltern das Sprachtraining besuchen. Unsere Kochteams werden im ersten Halbjahr 2020 26mal Rezepte aus ihrer Heimat kochen. Ein FRW-Serviceteam wird zusätzlich bei 17 Begegnungsessen in Steinhausen mithelfen. Bereits jetzt stehen für 2020 über 1’000 Begegnungsanlässe in unserer Agenda. Drei von vier organisieren wir selbst, die anderen besuchen wir mit Gruppen bei unseren Netzwerkpartnern.
Markus Burri, über wie viele freiwillige und angestellte Mitarbeitende verfügt FRW?
180 Ehrenamtliche führen jeden Monat 50-70 Anlässe durch, die mehrheitlich in den Pfarreien stattfinden. Dabei übernimmt ein Koordinationsteam die administrativen Arbeiten. Diese machen derzeit 160 Stellenprozente aus.
Wie finanziert sich der Verein?
Die Kirchgemeinden und Gemeinden unterstützen die Tätigkeit von FRW und stellen die benötigten Räume gratis zur Verfügung. In der Anfangsphase finanzierten verschiedene Stiftungen FRW mit namhaften Beiträgen. Im vergangenen Jahr konnte der Vereinsvorstand erreichen, dass sowohl der Kanton als auch die Kirchen jährliche Beiträge leisten. Diese sind vorerst begrenzt auf die nächsten drei Jahre. Die Projektkosten werden nach wie vor durch Gönnerbeiträge und Gelder von verschiedenen Stiftungen gedeckt.
Welche Akzente sind geplant für dieses Jahr?
Auf finanzieller Ebene suchen wir nun langfristige Vereinbarungen, insbesondere mit dem Kanton. Zudem beschäftigt uns die Situation, dass viele Menschen – besonders Geflüchtete – ihre traumatischen Erlebnisse nicht verarbeiten können und so einen belasteten Alltag und einen schwierigen Einstig in die Arbeitswelt haben. Wir wollen in diesem Bereich mit zusätzlichen Angeboten die laufenden Bemühungen des Kantons unterstützen.
Eva Wimmer, wann und wo können unsere Leserinnen und Leser Kontakte zu Flüchtlingen oder neu Zugezogenen knüpfen?
Am besten beginnt man mit dem Besuch eines Begegnungsessens oder eines Kontaktcafés und informiert sich dann dort weiter. Oder man schaut sich ganz einfach die Agenda auf www.frwzg.ch an. Dort gibt es für jeden etwas zu finden.
Welche Möglichkeiten gibt es, den Verein zu unterstützen?
Jede Form der Unterstützung ist willkommen. Da wir unsere Angebote möglichst kostenfrei anbieten wollen, sind Geldspenden für uns die Arbeitsgrundlage. Aber auch zusätzliche Freiwillige sind immer herzlich willkommen und können bei uns ihre Fähigkeiten und Vorlieben einbringen. Die Freiwilligenarbeit ist die Grundlage unserer Vielfalt und Voraussetzung für die hohe Qualität unserer Angebote.
Spendenkonto FRW Interkultureller Dialog
Interessierte an Freiwilligenarbeit melden sich unter info@frwzg.ch oder bei Eva Wimmer, +41 79 205 59 19
Interview: Bernadette Thalmann
Guido Estermann skizziert im folgenden Beitrag das spannungsreiche Verhältnis zwischen Religion und Schule. Er ist Leiter der Fachstelle Bildung-Katechese-Medien (BKM), welche Religionslehrpersonen berät und mit Aus- und Weiterbildungskursen unterstützt.
Geht es um Religion im Allgemeinen, sind Interessen, Emotionen und vielschichtige Erfahrungen im Spiel. Geht es um Religion und Schule ist das nicht viel anders. Zwar gibt es gesetzliche Bestimmungen, welche das Verhältnis offiziell regeln. Und trotzdem stellen sich Fragen, die nach konkreten Lösungen suchen.
Um was geht es?
Die religiöse Bildung in der Schule will Kindern und Jugendlichen die religiös-kulturellen Wurzeln der Gesellschaft eröffnen. Sie will ihnen damit eine Brücke bieten, dass sie die eigene Welt wahrnehmen, erschliessen, deuten und in ihr handeln können. Dieser Grundsatz ist pädagogisch unbestritten und nicht in Frage gestellt.
Aber wie umsetzen?
«Staatlicher Religionsunterricht»
Von den bildungspolitischen Vorgaben her ist die Sache geklärt. Es gibt zwei «Schienen», auf denen die religiöse Bildung passiert. Auf der einen Schiene «fahren» die staatlichen Lehrpersonen. Ihre Vorgaben und Unterstützung erhalten sie im neuen Lehrplan 21, wo die fachperspektive Ethik-Religion-Gemeinschaft kompetenzorientiert im Rahmen des Faches Natur-Mensch-Gesellschaft NMG beschrieben ist. Dies gilt für die 1.-6. Klasse. In der 7.-9. Klasse wird ein eigenes Fach Ethik-Religionen-Gemeinschaft umgesetzt. Entsprechend werden staatliche Lehrpersonen an den pädagogischen Hochschulen für diese Fachperspektive ausgebildet. Erfahrenere Lehrpersonen können sich in Weiterbildungskursen für diese Fachperspektive fit machen. Es nehmen alle Kinder daran teil, egal ob sie und welcher Religion sie angehören.
«Kirchlicher Religionsunterricht»
Auf der anderen Schiene «fahren» die kirchlichen Lehrpersonen. Sie unterrichten einen kirchlichen Religionsunterricht. Er kann konfessionell oder ökumenisch sein. Die Ausrichtung für diesen Unterricht ist im neuen kirchlichen Lehrplan für Religionsunterricht und Katechese LeRUKa beschrieben. Es geht um christlich orientierte Wertvermittlung und -entwicklung, um Identitätsbildung und um die Vermittlung der christlich-religiöser Weltdeutungen, die sich durch Geschichten, Kunst oder konkrete Lebensentwürfe von Menschen zeigen. Man vermittelt ein gesamtheitliches Glaubenswissen als Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Der Unterricht kann von Kindern der reformierten und katholischen Kirche besucht werden. Bezahlt wird er von den Kirchen.
Es geht nicht darum, Kinder und Jugendliche in eine bestimmte Kirche hinein zu sozialisieren. Die kirchliche Beheimatung findet demgegenüber in pfarreilichen oder gemeindlichen Feldern statt. Dort ist der Ort, wo Begegnungen, Erfahrungen und kirchliches Leben erlebt wird.
Wo liegen die Stolpersteine?
Stolperstein «Möglichkeiten»
Für staatliche Lehrpersonen ist das Thema «Religion» nicht zuoberst auf der pädagogischen «Traktandenliste» – verständlich aufgrund der Vielfalt ihres Auftrages. Kommt hinzu, dass sie selbst teilweise unsicher sind, was denn zu vermitteln ist. Oder ihnen fehlt auch das nötige Fachwissen, weil die schmal dotierten Ausbildungen an den Pädagogischen Hochschulen für die Breite des erforderlichen Religionswissens nicht ausreichen. So fehlen Möglichkeiten.
Stolperstein «Haltung»
Kirchliche Lehrpersonen verstehen ihren Unterricht nicht immer als Vermittlung eines «gesamtheitlichen Glaubenswissen». Eher möchten sie den Unterricht so sehen, dass eine Beheimatung in eine bestimmte Kirche möglich wird. Ob dieser Ansatz jedoch tatsächlich wirksam ist, bleibt offen. Oft fehlen auch Angebote in den Pfarreien oder Gemeinden für die kirchliche Sozialisation und Beheimatung.
Stolperstein «Ansprüche»
Der Fächerkanon der Volksschule ist breit und die Zeitgefässe beschränkt. Die Frage stellt sich, wie staatliche und kirchliche Lehrpersonen ihren Teil der religiösen Bildung in dieser Situation umsetzen können. Die Ansprüche der Lehrpläne sind kaum umsetzbar.
Stolperstein «Blickwinkel»
Viele Blickwinkel, Meinungen und Überzeugungen spielen in die Diskussion hinein, manchmal geklärt, manchmal unbewusst. Das gilt letztlich nicht nur für Entscheidungsträger oder Lehrpersonen, sondern auch für Eltern, Kinder oder die Gesellschaft im Allgemeinen. Kommen die Fragestellungen dann auf die politische Bühne oder werden in der Presse diskutiert, kann es ideologisch werden.
Wie kann die Diskussion geführt werden?
«Zwei Schienen» wahrnehmen und Vorteile daraus ziehen
Setzt man die Grundausrichtung der religiösen Bildung in ihrer Ausrichtung auf den beiden «Schienen» um, ergeben sich für alle Beteiligten Vorteile. Es ist damit besser möglich, trotz der «Stolpersteine» doch redlicher mit der religiösen Bildung umzugehen.
Es «profitieren» fachlich alle Beteiligten
Die Kinder und Jugendlichen profitieren davon, dass sie eine religiös-kulturelle Bildung erhalten und sie damit die Vielfalt der Welt erkennen und deuten können. Sie bekommen die Chance, sich in der heutigen Welt zu orientieren. Staatliche Lehrpersonen können auch entlastet werden vom Beitrag der Kirchen. Und die Kirchen als Träger von Glaubenswissen können ihren gesellschaftlichen Beitrag wahrnehmen, ohne eine «geheime Agenda» der kirchlichen Beheimatung zu verfolgen. Diese wichtige kirchliche Beheimatung kann in der Pfarrei, Pastoralraum oder Gemeinde gelebt werden.
«Perspektive einnehmen», damit Lösungen gefunden werden
Kirchliche sowie staatliche Entscheidungsträger und Lehrpersonen nehmen die Perspektive der «zwei Schienen» ein, um konkrete Probleme der Planung, Umsetzung und Ausrichtung zu klären. Denn der Teufel liegt ja bekanntlich im Detail. Es braucht Schulräume, Zeitgefässe oder gegenseitige Absprachen. Wenn mit Wohlwollen und Respekt, in gegenseitiger persönlicher Achtung und fachlicher Wertschätzung diskutiert wird, können auch immer Lösungen vor Ort gefunden werden. Dazu braucht es die Bereitschaft aller, auch eigene Vorstellungen zu verändern.
Guido Estermann, Leiter Fachstelle Bildung-Katechese-Medien
Unter den Patientinnen und Patienten der Klinik Zugersee befinden sich immer auch einige Menschen mit Fluchthintergrund. Sie bringen Erlebnisse mit, wie sie sich unsereins kaum vorstellen kann. Klinikseelsorger Alois Metz erzählt.