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Die Katholische Kirche Zug startet am 4. Juli eine Sommerferienaktion. Wer mitmacht, entdeckt religiöse Kulturschätze im Kanton Zug und unterstützt gleichzeitig Menschen in Not.

Sommerzeit ist auch Kulturzeit. In diesem Jahr bietet sich eine besondere Chance, denn viele bleiben in der Schweiz. Spannende Aktivitäten vor Ort sind deshalb willkommen. Auch die Katholische Kirche Zug hat solche zu bieten: «Kultur tut gut» heisst ihre Sommerferienaktion.

Kulturelles Erbe des Kantons Zug entdecken…

Die Aktion dauert vom 4. Juli bis zum 16. August. Im Zentrum stehen rund 50 Kulturpunkte wie Kirchen, Klöster, Kapellen, Bildstöcke oder Wegkreuze. Sie laden ein, die heimatliche Landschaft des Kantons Zug neu zu entdecken. Auf Informationsschildern, die bei den Sehenswürdigkeiten stehen, können die Besucherinnen und Besucher Hintergründe, Geschichten und Zusammenhänge abrufen. Ein QR-Code macht es möglich, übers Handy Filme, Audiodateien und Bildgalerien herunterzuladen. Unkompliziert und lustvoll können so Interessierte das kulturelle Erbe des Kantons selbständig entdecken und dabei Unbekanntes und Überraschendes erfahren. Beispielsweise, weshalb das Altarbild in Menzingen einen Mann mit Turban zeigt, oder warum man in der Kirche in Oberwil die Wandmalereien jahrelang verhüllte.
Welche Routen man am besten wählt, um dieses kleine Abenteuer anzugehen, zeigt die Homepage «www.kulturpunkte-zug.ch». Sie ist das Herzstück des digitalen Projekts «Kulturpunkte Zug» der katholischen Kirche.

…und gleichzeitig Menschen in Not unterstützen

Mit dem Besuch von 5 Kulturpunkten ihrer Wahl können die Mitmachenden eine karitativ wirkende Organisation im Kanton Zug unterstützen. Dabei machen sie jeweils bei jeder Station ein Foto von ihnen und dem Kulturpunkt. Die Fotoreihe mit 5 Sujets senden sie an info@kulturpunkte-zug.ch. Die Katholische Kirche Zug spendet daraufhin in ihrem Namen 100 Franken an GGZ@work zugusten von Bedürftigen im Kanton Zug. Damit werden Menschen unterstützt, die mit Geldsorgen zu kämpfen haben und auf Hilfe angewiesen sind.

Mit dem Einsenden der Fotoserie geben die Teilnehmenden auch ihr Einverständnis, dass die Bilder am Schluss der Aktion auf der Homepage der «Kulturpunkte Zug» veröffentlicht werden dürfen.

Mitmachen können sowohl Einzelpersonen wie auch Familien und Gruppen. Sie haben die Chance, ihren Kanton neu zu entdecken, Kultur zu geniessen und gleichzeitig zu einer solidarischen Gesellschaft im Kanton Zug beizutragen.

www.kulturpunkte-zug.ch

 

Guido Estermann

 

 

 

Ende Mai wurde sie fertiggestellt, am 8. Juni auf dem Strassenverkehrsamt geprüft. Nun geht die moderne fahrbare Kapelle in den Pfarreien des Pastoralraums Zug Berg auf Tournee.

Seit Montag 15. Juni ist die fahrbare Kapelle im Tiny-House-Stil unterwegs in den Bergpfarreien. Mit einer Länge von 7.2 Metern und einer Breite von 2.5 Metern kann sie innert kurzer Zeit an neue Standorte gebracht werden. «die.kapelle» ist ein kirchliches Projekt von, für und mit jungen Erwachsenen, das getragen wird vom «Verein die.kapelle». Beheimatet ist der Verein und das Projekt im Pastoralraum Zug Berg.

In der Kapelle sind alle willkommen. Man kann eine eine Kerze anzünden, Stille finden, meditieren, beten, Gespräche führen, Mini-Workshops besuchen, Kleinstkonzerte geniessen, Taizé-Lieder singen oder einfach eine Pause machen. «Heute stelle ich mir die.kapelle als modernes Wohnzimmer Gottes vor, in dem sich gläubige, suchende, kritische oder einfach neugierige (junge) Menschen willkommen fühlen und mit dem Göttlichen in Berührung kommen können.» sagt Thomas Betschart, Initiant von des Projekts.
Die Segnung der Kapelle findet am Freitag, 25. September 2020, 19.00 Uhr durch Bischofsvikar Hanspeter Wasmer voraussichtlich in Menzingen statt. Im Herbst wird sie das Zentrum des Messeauftritts der Katholischen Kirche Zug an der Zuger Messe sein, falls dies die Corona-Situation erlaubt. mitg./bth

Den aktuellen Standort der Kapelle finden Sie jederzeit unter www.die-kapelle.ch.

Siehe auch Artikel «Ein Wohnzimmer Gottes für die Zuger Messe 2020»

 

Vor 10 Jahren begann Christoph Balmer, das «Forum Kirche und Wirtschaft» als Fachstelle der Katholischen Kirche Zug aufzubauen. Im Interview blickt er zurück.

Christoph Balmer, vor 10 Jahren begann der Aufbau der Fachstelle. Mit welchem Ziel?

Es ging darum, über den Dialog zwischen Menschen in der Kirche und Menschen in der Wirtschaft einen gegenseitigen Mehrwert zu schaffen; gegenüber der Wirtschaft durch die Vermittlung von ethischen Ansätzen und christlichen Werten, gegenüber der Kirche durch das Näherbringen von wirtschaftlichen Gesetzmässigkeiten. Um dies zu erreichen, suchte ich nach geeigneten Formaten. Mit dem halbjährlichen Vortragsforum in Kappel am Albis spreche ich primär Menschen aus der Wirtschaft, Bildung und Politik an. Begegnungen mit lokalen Unternehmen innerhalb einzelner Kirchgemeinden richten sich an deren Mitarbeitende und Behördenmitglieder. Und in einer regelmässigen Gesprächsgruppe findet ein vertraulicher Austausch über Arbeit und Verantwortung, Glaube und Ethik unter Führungskräften statt.

Wie hat sich die Kappeler Veranstaltung inzwischen entwickelt?

Mit dem Vortragsforum «Wirtschaft und Werte» ist es gelungen ist, die Auseinandersetzung mit wirtschaftsethischen und gesellschaftspolitischen Themen in der Region Zug zu verankern. Das zeigt sich nicht nur in den beständigen Besucherzahlen und den engagierten Diskussionen, sondern auch im Zuspruch der hochkarätigen Referierenden und Podiumsteilnehmenden. An den bisher 21 Veranstaltungen sind 69 Referentinnen und Referenten aufgetreten. Es haben 3’041 Besucherinnen und Besucher teilgenommen, davon waren 76% aus der Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Bildung, 24% aus dem kirchlichen Umfeld. Der Anteil an Stammgästen beträgt 40%, 22% davon aus dem kirchlichen Umfeld. Erfreulicherweise stossen bei jeder Veranstaltung, dank neuen Themen, neue Teilnehmende dazu.

Wie gelingt es, immer wieder hochkarätige Referenten zu gewinnen?

Ich verfolge das Tagesgeschehen, die wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen, intensiv und stosse dabei auf aktuelle Themen. Dafür suche ich die besten Fachleute für ein Grundlagereferat und weitere Experten für Co-Referate und/oder die Podiumsteilnahme. Dabei ist es mir wichtig, dass sie ganz unterschiedliche Haltungen vertreten. Die nach wie vor ungewohnte Verbindung von «Kirche» und «Wirtschaft» ist für die Angesprochenen attraktiv, so dass ich in der Regel spontan eine Zusage bekomme. Die Liste der bisherigen Referierenden ist ausserdem Motivation genug, an einem Forum teilzunehmen.

Die Wirtschaft strebt nach Profitmaximierung, die Kirche nach Menschlichkeit. Ist das überhaupt zu vereinen?

Gemäss der katholischen Soziallehre hat die Wirtschaft dem Menschen und seinem umfassenden Wohle zu dienen. Zielt das Wirtschaften einzig auf Profit, steht das im krassen Widerspruch zu jener Lehre. Es hat sich längst herausgestellt, dass die Maximierung des Shareholder Value keine bessere Welt und zufriedenere Menschen hervorbringt. Zudem favorisieren Investoren auch immer häufiger nachhaltige Unternehmen. So kann festgestellt werden, dass eine lediglich freiwillige Zusage von Verantwortung, beispielsweise im Rahmen von sogenannter «Corporate Social Responsability» kritisch hinterfragt wird und Unternehmensverantwortung etwa für Menschenrechte und Umwelt nun gesetzlich eingefordert werden.

Gab es ein besonders schönes Erlebnis in den vergangen zehn Jahren?

Ich hatte Abt Martin Werlen, Banker Oswald Grübel und Reputationsmanager Bernhard Bauhofer im Oktober 2013 zur Thematik eingeladen, wem man heute noch vertrauen könne. Das Panel führte zu einem derart grossen Ansturm, dass ich 3 Tage vorher einen Anmeldungstopp auslösen musste. Als ich am Schluss zwei jungen Berufsleuten, die auf der Warteliste standen, die Teilnahme ermöglichen konnte, waren sie dankbar und kamen später öfters wieder.

Vom Buchhändler zum Stellenleiter des Forum Kirche und Wirtschaft: Wie kam es dazu?

Nach drei Jahrzehnten strategischer und operativer Führung der familieneigenen Buchhandlungen und Verlagsauslieferung habe ich mich 2008 aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Das gab mir die Gelegenheit zu einer Neuorientierung. Als Generalist und in Zug verwurzelter und vernetzter Unternehmer evaluierte ich verschiedene Möglichkeiten in verschiedenen Branchen. Meinen Entscheid für den Aufbau der neu geschaffenen Fachstelle Forum Kirche und Wirtschaft habe ich nie bereut.

Wie sieht die Zukunft des «Forum Kirche und Wirtschaft» aus?

In den letzten 10 Jahren war einer meiner meist benutzten Ausdrücke «Berührungsängste abbauen». Schon daraus ist erkennbar, dass das ursprüngliche Ziel, mit dem Forum Kirche und Wirtschaft den Dialog zu fördern, richtig war und immer noch aktuell ist. Aber natürlich sollen auch neue Formate entwickelt werden, um die Einzigartigkeit dieser Fachstelle – es gibt keine vergleichbare in der Schweiz – aufrecht zu erhalten.

 

Interview Bernadette Thalmann

 

Am 1. Juli findet im Casino Zug die Jubiläumsveranstaltung 10 Jahre Forum Kirche und Wirtschaft statt. Sie sind herzlich eingeladen.

 

 

Am 1. Juli tritt Brigitte Glur-Schüpfer die Stelle als Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Viktor an. Im Interview erklärt sie, wo sie bei der Katholischen Kirche Zug mitwirkt und was sie herausfordert.

Frau Glur, als neue Regionalleiterin der Bistumsregion St. Viktor sind Sie vor allem Managerin und nicht mehr Seelsorgerin. Wie fühlt sich das an?

Ja, ich werde mit der neuen beruflichen Aufgabe im Bistum nicht mehr als Pfarreiseelsorgerin arbeiten, ich bin und bleibe jedoch Seelsorgerin. Als Regionalverantwortliche werde ich weiterhin vielen Menschen begegnen. Ich werde in einer Leitungsaufgabe im Bistum Basel arbeiten und dadurch auch Menschen begleiten. Ich bin der Überzeugung, dass man Menschen nicht «managen» kann. Es wird die Kunst sein, Menschen so zu führen, dass ein Klima des gegenseitigen Vertrauens geschaffen wird, um miteinander dialogisch offen unterwegs zu sein. Es geht mir vom Auftrag des Evangeliums her darum, Menschen zu ermutigen und zu stärken.

Das Bischofsvikariat vertritt den Bischof in der jeweiligen Bistumsregion. Um welche Aufgaben handelt es sich konkret?

Konkret sind dies folgende Aufgaben:

  • Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden auf lokaler und den Landeskirchen auf kantonaler Ebene in finanziellen und anderen Fragen
  • Verbindung zwischen den Parlamenten der Landeskirchen und dem Bischof gewährleisten
  • Personelle Aufgaben wie Mitarbeitergespräche mit den Pastoralraumleitungen und Stellenleitungen und die Beteiligung, wenn solche Leitungsstellen neu besetzt werden
  • Führungsverantwortung in der Umsetzung der pastoralen Konzepte des Bistums zusammen mit den Pastoralraumleitungen/Pfarreileitungen
  • Führen der Spezialseelsorgestellen sowie der Fachstellen in Bereichen wie Spital, Kliniken, Behinderte, Gehörlose, Gefängnis, Katechese, Jugendarbeit, Hochschule und Ökumene in allen vier Kantonen
  • Sitzungen von Fachkommissionen oder Steuergruppen, Mitarbeitergespräche und Wahrnehmung der Aufsichtspflicht gegenüber Fachbereichs- oder Fachstellenleitenden und anderssprachigen Missionen und Gemeinschaften
  • Teilnahme an den Sitzungen und Mitarbeit im Bischofsrat in Solothurn

Wie sieht die Aufgabenteilung zwischen Ihnen und dem Bischofsvikar Hanspeter Wasmer aus und welche Aufgaben übernehmen Sie im Raum des Kantons Zug?

Grundsätzlich haben wir uns die Zuständigkeit für die Pastoralräume in allen Kantonen aufgeteilt. Bei den kantonalen Körperschaften und Institutionen werde ich für zwei Jahre für den Kanton Thurgau und den Kanton Zug zuständig sein. Zudem werde ich für die Spezialseelsorge in allen vier Bistumskantonen verantwortlich sein.

Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie auf sich zukommen?

Eine grosse Herausforderung ist, die faszinierende und befreiende Botschaft von Jesus Christus in der heutigen Zeit glaubwürdig zu leben und zu verkünden. Die Fragen nach Frauen und Kirche – und damit verbunden die Fragen nach Macht, Klerikalismus, Partizipation, Dienste und Ämter in der Kirche – stehen im Zentrum notwendiger Reformen. Weitere Herausforderungen sind:

  • Wie kann sich die Kirche für mehr Gerechtigkeit (Solidarität mit den Armen, Flüchtlinge, Randständige, ect.) und für die Bewahrung der Schöpfung respektive die Klimafrage noch besser einsetzen?
  • Wie können sich die Kirchen zu existentiellen Themen des Menschen wie Geburt, Sterben, Tod, Vorstellungen vom Himmelreich, Schuld, Gnade oder Sehnsucht stärker einbringen?
  • Wie werden in einer künftigen Pastoral die Fragen der Menschen, ihr Suchen und Zweifeln, ihr Sehnen und Hoffen ernst genommen und wie kann christlicher Glaube in vielfältiger Verbundenheit so gelebt werden, dass die biblische Botschaft und die Geistkraft Gottes die Menschen stärkt?

Welche Verbindungen haben Sie bereits zu unserem Kanton?

Ich war schon mehrfach im Kanton Zug beruflich tätig: 2003 hatte ich für ein Schuljahr einen Lehrauftrag im Fach «Religion bzw. Weltreligionen» an der Kantonsschule Zug. Bis 2018 war ich an der Kantonsschule Zug jeweils auch Expertin für die Maturitätsprüfungen in diesem Fach. Von 2004 bis 2006 arbeitete ich als Dozentin und Fachleiterin «Fachdidaktik Ethische Bildung» an der Pädagogischen Hochschule in Zug und war auch als Co-Leiterin für den Vorbereitungskurs mitverantwortlich. Zudem absolvierte ich die Berufseinführung des Bistums Basel als Pastoralassistentin in der Pfarrei St. Johannes d. T. in der Stadt Zug.

 

Interview: Bernadette Thalmann

 

Die Einsetzungsfeier von Brigitte Glur-Schüpfer als Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Viktor und die Verabschiedung ihrer Vorgängerin Margrith Mühlebach-Scheiwiller finden am 21. August 2020, 17.15 Uhr, in der Kathedrale in Solothurn statt. Anmeldung bitte bis Montag, 17. August 2020 an die bischöfliche Kanzlei: kanzlei@bistum-basel.ch, 032 625 58 41.

 

siehe auch Medienmitteilung «Brigitte Glur-Schüpfer wird neue Regionalverantwortliche der Bistumsregion St. Viktor»

 

Der Bundesrat hat entschieden, dass ab 19. Juni nur noch die «besondere Lage» gilt. Das Bistum Basel hat darauf hin ebenfalls eine Aktualisierung seiner Schutzmassahmen kommuniziert.

Die Wochen des Übergangs zur Normalität würden ansprungsvoll und die Eigenverantwortung noch wichtiger, betont der Bistumssprecher Hansruedi Huber. Es sei weiterhin auf Hygiene und Distanz zu achten. Die Schutzkonzepte müssten eingehalten werden. Wo es zu engen Kontakten komme, seien Kontaktdaten zur Nachverfolgung aufzunehmen.

Hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  • Ab 28. Mai sind öffentliche Gottesdienste wieder erlaubt, sofern das Schutzkonzept eingehalten wird.
  • Ab 30. Mai sind spontane Versammlungen bis 30 Personen erlaubt  (Schutzmassnahmen beachten).
  • Ab 6. Juni sind Veranstaltungen bis 300 Personen erlaubt (mit Schutzkonzept).
  • Ab 6. Juni sind Aktivitäten der Jugendarbeit, ausserschulische Katechese, Vereins- und Gruppenanlässe wieder möglich (mit Schutzkonzept). Als Referenzschutzkonzept für diese Aktivitäten gilt im Bistum Basel das Musterkonzept der Jugendfachstellen. Es ist auf der Internetseite des Bistums aufgeschaltet.

Der Bundesrat wird am 24. Juni weitere Entscheidungen kommunizieren. Das Bistum Basel wird am 25. Juni, 10.00 Uhr, allfällige Anpassungen mitteilen.

Auf der Corona-Seite des Bistums Basel finden Sie jederzeit die aktualisierten Infos zu den Präventionsmassnahmen. Mitg./Bth

Der Pastoralraum Zugersee Südwest erhält eine neue Leitung: Frau Dr. theol. Michèle Adam Schwartz wird ab 1. August als Gemeindeleiterin ad interim der drei Pfarreien Risch, Rotkreuz und Meierskappel wirken.

Gemäss der Medienmitteilung vom 14. Mai freuen sich die Kirchenräte Risch und Meierskappel sehr, dass dank der engen Zusammenarbeit mit dem zuständigen Bischofsvikar bereits eine Nachfolgelösung für die Leitung des Pastoralraums Zugersee Südwest gefunden werden konnte. Frau Adam wird ab 1. August als Gemeindeleiterin ad interim der drei Pfarreien Risch, Rotkreuz und Meierskappel angestellt werden. Der Bischof wird ihr für diese Aufgabe die kirchliche Beauftragung (missio canonica) erteilen und sie zur Pastoralraumleiterin ernennen. Da das Bistum für Seelsorgende, die das Pensionsalter erreichen, nur noch befristete Beauftragungen erteilt, wird auch jene von Frau Adam auf 3 Jahre befristet sein. Deshalb findet keine Wahl durch die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde statt. Eine weitere Beauftragung ist nach Ablauf der Frist möglich.

Für die priesterlichen Aufgaben ist das Bistum noch auf der Suche nach einem leitenden Priester. Bis ein solcher gefunden ist, obliegt die Pfarrverantwortung für die Pfarreien dem Bischofsvikar.

Michèle Adam ist Doktorin der Theologie. Ihre Dissertation im Jahre 2012 trägt den Titel «Pfarrei und Kirchgemeinde». Seit 2013 ist Frau Adam Dozentin im Fach Kirchenrecht an der Universität Fribourg. Ebenso bringt sie langjährige Erfahrung als Theologin, Seelsorgerin und Gemeindeleiterin mit.
Frau Adam ist verheiratet und Mutter von vier erwachsenen Söhnen. Mit ihrer Familie wohnt sie in Oberägeri. Sie hat sich entschieden, gemeinsam mit ihrem Ehegatten im Sommer 2020 ins Pfarrhaus Risch einzuziehen. Für die vielfältigen Aufgaben, welche Frau Adam im Pastoralraum Zugersee Südwest übernehmen wird, möchte sie vor Ort sein.

 

Medienmitteilung vom 14. Mai 2020

 

 

 

 

Auch das wird es geben an der Zuger Messe: Ein Stand, an dem nichts angepriesen wird. Es ist derjenige der Katholischen Kirche Zug. Dort nämlich entsteht ein «Wohnzimmer Gottes» mit allem, was dazu gehört.

In Zeiten der Krise suchen viele Menschen vermehrt die Nähe zu Gott. Doch wo finden sie diese? Und wie sprechen sie mit Gott? «Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen», heisst es in der Bibel, oder auch: «Du bist der Tempel (das Wohnzimmer) Gottes». Gott kann überall sein, also auch am Stand der katholischen Kirche an der Zuger Messe!

Franz Lustenberger neuer Leiter der Arbeitsgruppe

«Wir bereiten für unsere Gäste ein besonderes «Wohnzimmer Gottes» vor, sagt Franz Lustenberger, der neue Leiter der Arbeitsgruppe Zuger Messe und Präsident des Seelsorgerats der Katholischen Kirche Zug. «Sie dürfen sich entspannen, etwas kleines essen oder trinken und miteinander ins Gespräch kommen. An den Wänden finden sie besonders beliebte «Wohnzimmern Gottes» und ausgewählte Gebete. Und natürlich können sie zur Stille kommen und beten.»

Fahrende Kapelle als Zentrum des Standes

Eine attraktive Gelegenheit zum Beten bietet die Kapelle auf Rädern im Zentrum des Standes. Auch sie ist ein «Wohnzimmer Gottes» – und darüber hinaus noch ein fahrbares. Vom Katecheten Thomas Betschart initiiert und von einem Verein aus jungen Erwachsenen getragen, wird sie voraussichtlich bis an Auffahrt fertiggestellt und dann im Pastoralraum Zug Berg zu verschiedensten Zwecken im Einsatz sein. Und so fährt die Kapelle dann Ende Oktober extra den Berg hinunter nach Zug zu den Besucherinnen und Besucher der Zuger Messe. Vorausgesetzt natürlich, die Corona-Entwicklung lässt das zu. Denn der definitive Entscheid, ob die Zuger Messe stattfindet, wird bis spätestens am 31. August gefällt.

Für weitere Information zur Kapelle: www.die-kapelle.ch
Für Spenden: www.die-kapelle.ch/spende

 

Bernadette Thalmann

 

Freiwillige willkommen!

Wie immer sind Freiwillige, die am Stand die Messebesucherinnen und -besucher betreuen und Auskünfte geben, herzlich willkommen. Als Volunteer helfen Sie mit, die Kirche sichtbar und erlebbar zu machen.

Anmeldungen unter zugermesse@zg.kath.ch

 

 

 

 

 

 

Die Mediothek der Fachstelle Bildung Katechese Medien (BKM) steht seit dem 11. Mai wieder offen. Über die weiterhin wichtigen Schutzmassnahmen informiert ein Schutzkonzept.  

Mehr zum Schutzkonzept

Zur Mediothek

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Koster Stadler wird per Anfang Juni Co-Leiterin von seelsam, der ökumenischen Seelsorgestelle für Menschen mit Beeinträchtigung. Sie folgt auf Anna-Marie Fürst, die auf diesen Zeitpunkt hin seelsam verlässt.

Andrea Koster Stadler (58) ist verheiratet, Mutter von fünf Kindern und wohnt in Sempach (LU). Sie freut sich, ihre breiten Erfahrungen in der Seelsorge bei seelsam einzubringen: «Menschen mit Handicaps berühren mein Herz. Gerne lerne ich von Menschen, die ihr Leben ausserhalb der Norm gestalten. Mit all meinen Kräften und Möglichkeiten möchte ich dazu beitragen, dass Menschen sich gegenseitig finden, stützen und bereichern können.»

Andrea Koster Stadler wurde in Bern geboren. Nach der Lehre als Chemielaborantin absolvierte sie in Bern die Katechetinnen- und Jugendarbeiterinnen-Ausbildung, dann die Ausbildung für körperintegrierendes Coaching und ganzheitliche Beratung. Danach war sie in verschiedenen pfarreilichen und regionalen Anstellungen tätig, zuletzt in der Seelsorge- und Pastoralarbeit der Pfarrei St. Stefan in Sempach, wo sie zusammen mit ihrem Mann als Gemeindeleitungspaar wirkte. Ihre Kompetenzen baute sie in verschiedenen Weiterbildungen aus, beispielsweise in der Gruppensupervision, in der Katastrophenseelsorge und Sterbebegleitung. Beim Hilfswerk Fastenopfer amtiert sie als Stiftungsrätin.

Dank an Anna-Marie Fürst

Anna-Marie Fürst (66) verlässt seelsam nach 8 Jahren Einsatz. In einem Teilzeitpensum wird sie weiterhin in der Gefängnisseelsorge tätig sein. Im Namen des VKKZ-Präsidiums dankt ihr Markus Burri, Gesamtleiter Fachstellen der Katholischen Kirche Zug, herzlich für ihr grosses Engagement: «Seit vielen Jahren ist Anna-Marie Fürst das prägende Gesicht seitens der katholischen Kirche bei Menschen, die eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung haben. Zusammen mit ihrem reformierten Arbeitspartner hat sie so manchen Gottesdienst und geselliges Treffen organisiert. Ihren herzlichen Umgang bei den Gottesdiensten durfte ich persönlich erleben. Ich danke ihr für das gewissenhafte und kompetente Engagement und für das gute Miteinander. Für die Zukunft wünsche ich ihr alles Gute und Gesundheit.»

Artikel «Wie eine grosse Seele» zum Abschied von Annamarie Fürst im Pfarreiblatt

Am 29. August findet im reformierten Kirchenzentrum Hünenberg um 14.30 Uhr ein Abschieds- und Begrüssungs-Gottesdienst statt.

 

Bernadette Thalmann

 

Der Leuchtturm, Diakonie & Soziales, der Katholischen Kirchgemeinde der Stadt Zug verteilt jedes Jahr Lebensmittel an seine Kundschaft – heuer wegen der Corona-Krise in Zusammenarbeit mit einem Velokurier.

Vom Schweizerischen Roten Kreuz veranstaltet, findet alljährlich die Aktion «2x Weihnachten» statt. Im Dezember und Januar werden Lebensmittel für Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen gesammelt. Der Leuchtturm verteilt dann jeweils diese Lebensmittel an seine Klientinnen und Klienten. Im Rahmen der bundesrätlichen Anordnung «Bleiben Sie zuhause» stellte sich dem Team dieser sozialen Institution nun das Problem, wie die Menschen unter den erschwerten Bedingungen zu den Lebensmitteln kommen sollten.

Gelegenheit für wertvolle Gespräche

So kam die Idee auf, die Velokurier Luzern Zug AG – die schnellste und sinnvollste Transportlösung – anzufragen, die dann auch zusagte. Dann klärten die Mitarbeiterinnen des Leuchtturms bei ihren Klientinnen und Klienten ab, ob sie Interesse an einer Tasche mit Lebensmitteln hätten. In diesem Zusammenhang ergab sich für die Beraterinnen auch zugleich die Möglichkeit, mit ihren Klientinnen und Klienten wertvolle Gespräche zu führen. Diese telefonische Kontaktnahme wurde sehr geschätzt. Am 6. Mai lieferte dann der Velokurier die Lebensmitteltaschen aus.

Projekt erfüllt strategische Ziele

Für die Mitarbeiterinnen des Leuchtturms stecken in diesem Projekt viele für sie wichtige Aspekte: Schnelle, sichere und ökologische Verteilung der Lebensmittel, Aufrechterhalten von Kontakt mit der Kundschaft per Telefon sowie Zusammenarbeit mit einer regionalen Firma, dem Velokurier. Ganz nach dem Motto: Dienst am Menschen – gelebte Diakonie – zusammen zum Ziel – gemeinsam stark.

 

Raffaela Herzog,  Sozialarbeiterin Leuchtturm

 

Mehr Informationen zum Wirken des «Leuchtturms»

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