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Der Bundesrat hebt per Donnerstag, 3. Februar, die Homeoffice-Pflicht und die Kontaktquarantäne auf. Aus Sicht der Regierung lässt die Situation in den Spitälern diesen Schritt zu. An der Zertifikatspflicht für Gottesdienste ändert sich vorerst nichts.

Für Gottesdienste gilt weiterhin: Nehmen weniger als 50 Personen teil, gilt keine Zertifikatspflicht. Bei religiösen Veranstaltungen ab 50 Personen gelten die gleichen Vorgaben wie für andere Veranstaltungen: Der Zugang ist auf genesene oder geimpfte Personen beschränkt (2G). Das Tragen einer Maske in einer Kirche oder einer anderen Kultstätte ist weiterhin obligatorisch. Seit dem 22. Januar müssen keine Kontaktdaten mehr erhoben werden.

Für die übrigen Bereiche gilt sogar, zusätzlich zu 2G, je nachdem weiterhin eine Testpflicht. Dies dort, wo die Maske nicht getragen oder nicht am Tisch gegessen und getrunken werden kann, etwa an Blasmusikproben oder in Clubs. Dort braucht es zusätzlich einen negativen Test. Personen, deren Impfung, Auffrischimpfung oder Genesung nicht länger als vier Monate zurückliegt, sind von dieser 2G-plus-Testpflicht ausgenommen. /kath.ch

Die neusten Schutzmassmahmen des Bistums Basel finden Sie hier

Yves Bossart, Philosoph und SRF-Moderator, sprach in der CityKircheZug zum Thema Gelassenheit. Sie sei eine ethische Tugend, vertrat er, warnte aber vor der Gefahr, sie mit Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit zu verwechseln.

Gleich zu Beginn des Anlasses vom 2. Februar in der CityKircheZug machte es Yves Bossart deutlich: Auch er ist immer wieder auf der Suche nach Gelassenheit. Und dies, obwohl er theoretisch genau weiss, wie man stoisch durchs Leben gehen kann. Aber der Alltag mit zwei kleinen Kindern holt auch ihn immer mal wieder aus der Komfortzone.

«Ein Freund deiner selbst»

«Sei ein Freund deiner selbst» hat Seneca schon vor mehr als 2000 Jahren gesagt. Die Philosophen des Altertums suchten Antworten auf die Frage, wie gutes Leben gelingen kann. Gelassenheit, Gemüts- und Seelenruhe galten als erstrebenswert, in einer Welt, die bereits damals als hektisch empfunden worden war.

Und heute? Hektik, Zeitdruck, Beschleunigung, Informationsflut, Klimakrise und Corona: Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen. Viele technische Errungenschaften (Eisenbahn, Waschmaschine, E-Mail) wurden erfunden, um die Arbeiten schneller zu erledigen und damit Zeit zu gewinnen. Und das Paradox: Wir reisen weitere Distanzen, waschen und schreiben mehr, haben aber dennoch weniger Zeit als zuvor.

«In den Willen Gottes ergeben»

Auch in der Mystik finden sich viele Anregungen: Hier wird Gelassenheit als «vertrauensvolles sich Ergeben in den Willen Gottes» verstanden.

Yves Bossart nennt auch Gefahren der Gelassenheit wie z.B. Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit. Bei Fragen wie Diskriminierung oder Klimaschutz dürfen wir nicht einfach die Augen schliessen, denn die Gelassenheit ist eine ethische Tugend.

Alessandro d’Episcopo, virtuoser Jazzmusiker am Klavier, setzte die Denkanstösse von Yves Bossart gekonnt musikalisch um und liess für einen Moment Alltag, Stress und Sorgen vergessen. Das ausserordentlich zahlreich erschienene Publikum dankte mit grossem Applaus für den gelungenen Abend.

 

Für die CityKircheZug: Gaby Wiss

 

Drei Tage lang haben im Bistum Basel rund 80 Personen die Ergebnisse aus der «Wir sind Ohr»-Umfrage der Basis diskutiert. Auch «heisse Eisen» wurden angerührt. So verlangt die synodale Versammlung, dass auch Frauen und Verheiratete Zugang zu den Weiheämtern erhalten.

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Die CityKircheZug lud am Montag zu einem Abend ein, der dem Tabu-Thema Einsamkeit gewidmet war. Als Einstieg wurde der feinfühlig gedrehte Fernsehfilm von Ursula Brunner gezeigt, in dem vier Personen von ihrem Umgang mit der Einsamkeit berichten.

«Tabu Einsamkeit – Geschichten über das Alleinsein» hiess der Film. Rund 30-40% der Bevölkerung erleben häufig Gefühle der Einsamkeit. Ob alt oder jung – es kann jeden treffen, unabhängig von der Bevölkerungsschicht. In der anschliessenden Podiumsdiskussion wurden verschiedene Aspekte der Einsamkeit beleuchtet.

Auch Junge sind betroffen

Grundsätzlich ist Einsamkeit ein bedrückendes Gefühl, das einem Hoffnung, Antrieb und Lebensfreude nimmt und traurig stimmt. Einsamkeit schadet der Gesundheit und wird damit auch zum wirtschaftlichen Faktor. Einsamkeit gehört zu den drei Top Themen bei der «Dargebotenen Hand», verschärft im Corona Jahr. Entgegen der landläufigen Meinung, dass nur ältere Menschen von Einsamkeit betroffen sind, steigt die Einsamkeit ganz besonders unter jungen Menschen. Ausgerechnet die digital vernetzte Bevölkerungsgruppe ist einsam. Es ist eine Einsamkeit, die mit einer Gesellschaft zu tun hat, die immer digitaler, individualistischer und auch unverbindlicher wird.

d’Bauhütte als Ort der Begegnung

Wir als Gesellschaft könnten an kleinen Orten beginnen, der Einsamkeit entgegenzuwirken, indem wir Menschen unsere Aufmerksamkeit schenken, die neu im Arbeitsumfeld, im Verein oder im Freundeskreis sind, und ihnen damit den Einstieg erleichtern. Oder indem wir das Thema Einsamkeit grundsätzlich thematisieren. Menschen wünschen sich, gesehen zu werden, von einem Gegenüber, das versteht, einfühlsam und verlässlich ist.

Das neu eröffnete Café «d’Bauhütte» in Zug ist ein Ort, an dem sich Menschen unkompliziert begegnen können. Die katholische und reformierte Kirche Zug haben dieses Angebot auch als Mittel gegen die Einsamkeit initiiert.

Anlaufstellen in Zug

Die im Film genannten Institutionen gibt es auch in Zug: KISS Nachbarschaftshilfe Zug, Fachbereich Psychiatrische Pflege der Spitex Zug, Website: www.sozialkontakt.ch, Telefon 143.
Hilfe gibt es auch bei Pfarreien und Bezirken der Kirchen.

 

Für die CityKircheZug: Gaby Wiss

Knapp 5400 Menschen haben sich an der «Wir sind Ohr»-Umfrage zum synodalen Prozess im Bistum Basel beteiligt. Nun liegen die Ergebnisse vor. Die Menschen fühlen sich von Papst Franziskus besser gehört als von Führungspersonen im Bistum Basel.

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Das Präsidium der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ) schlägt den Kirchenrechtler Urs Brosi (56) als Nachfolger von Daniel Kosch als Generalsekretär vor. Gewählt wird im März. Brosi ist bislang Generalsekretär der Thurgauer Landeskirche.

Das Präsidium der RKZ hat beschlossen, der Plenarversammlung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz der Schweiz vom 25./26. März 2022 die Wahl von Urs Brosi, dipl. theol., lic. iur. can. zum Generalsekretär der RKZ zu beantragen. Stimmt das Plenum der RKZ der Wahl zu, nimmt Urs Brosi seine Arbeit bei der RKZ am 1. November 2022 auf und tritt sein Amt als Nachfolger von Daniel Kosch am 1. Dezember 2022 an. Kosch ist seit 2001 Generalsekretär der RKZ und tritt altershalber zurücktritt.
Urs Brosi (*1965) hat das Gymnasium in Basel absolviert, studierte Philosophie, Theologie und Kirchenrecht in München, Luzern, Rom, Basel und Münster i.W. Beruflich war er in der Pfarreiseelsorge, als wissenschaftlicher Assistent an der Universität und als Bildungsverantwortlicher im Bistum Basel tätig. Seit 2008 ist er Generalsekretär und Geschäftsführer der Katholischen Landeskirche des Kantons Thurgau. Hinzu kommen nebenberufliche Tätigkeiten als Dozent für Kirchenrecht und Staatskirchenrecht, Diözesanrichter und Gutachter sowie Leitungsfunktionen im Bereich der Armeeseelsorge.

Als Generalsekretär wird Urs Brosi neben seinen Aufgaben im Dienste der RKZ als Dachverband der kantonalkirchlichen Organisationen in der Schweiz auch die Geschäftsführung für gemeinsame Gremien von SBK und RKZ übernehmen, die sich unter anderem mit der Mitfinanzierung pastoraler Aufgaben der katholischen Kirche auf gesamtschweizerischer und sprachregionaler Ebene befassen.

 

Medienmitteilung der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ) vom 10. Januar 2022

In den Pfarreien des Pastoralraums Zug Walchwil sorgten vielfältige Begegnungen für Freude, Zuversicht und Ermutigung. Viele Menschen durften erfahren, was tief im Herzen glücklich macht. In Musik, Worten und Zeichen drückten sie ihre Dankbarkeit dafür aus.

Dankbarkeit wurde geäussert dafür, dass wir hier in Frieden leben können, ein funktionierendes Gesundheitssystem haben, in eine Familie integriert sind, die uns trägt, und dass man tief in sich eine Geborgenheit spürt, die sich durch nichts und niemanden stören lässt.

Unzählige Hände sorgten für ein weihnachtliches Ambiente in vielen Wohnzimmern, Empfangsräumen und Kirchen: Teils mehrere Meter hohe Tannen wurden aufgestellt und liebevoll geschmückt. Auch die Krippen waren liebevoll angeordnet und zeigten sich im besten Licht. Musiker und Sängerinnen bereiteten sich akribisch vor oder sprangen in letzter Minute für eine erkrankte Person ein. All das geschah, damit ein zauberhaftes Ambiente erzeugt werden konnte, zuhause oder beim offenen Singen in der kalten Nacht, beim Freiluftkonzert auf dem Landsgemeindeplatz und auch in feierlichen Gottesdiensten für Klein und Gross. Nach wie vor waren von Kindern und Jugendlichen vorgetragene Krippen- oder Weihnachtsspiele sehr beliebt. Das gemeinsam gesungene «Stille Nacht» sorgt auch am Tag für einen Hühnerhaut-Moment.

Wenn an einem so kleinen unscheinbaren Ort wie dem Stall in Betlehem etwas so Wundervolles beginnen kann, dann ist doch bei uns auch immer wieder Veränderung möglich. Das sind die frohen Botschaften zum Weitererzählen: Veränderung ist möglich – das Licht begleitet uns.

 

Gaby Wiss, Pastoralraum Zug Walchwil

 

 

Die Kirchen sind kurz vor Weihnachten nochmals herausgefordert, für grosse Gottesdienste und Veranstaltungen die Covid-Massnahmen anzupassen. Für Gottesdienste bis 50 Personen ändert sich nichts. Ab 50 Personen gilt neu die 2G-Zertifikatspflicht (genesen oder geimpft).

«Die Spannungen in der Gesellschaft und in den Kirchen werden noch steigen. Einfach wird es nicht. Packen wir die Chance, als Christinnen und Christen Frieden zu verbreiten, da wir den willkommen heissen, der «Friedensfürst» genannt wird», schreibt das Bistum Basel zu den verschärften Massnahmen.

Hier geht’s zu den aktuellen FAQ.

Pfarrerin Rita Famos, Bischof Felix Gmür und Bischof Harald Rein, die drei «Gesichter» der Schweizer Landeskirchen, sprechen dieses Jahr einen gemeinsamen Weihnachtsgruss aus der Crypta der Peter und Paulkirche in Bern.

Vereint um den Adventskranz machen sie klar, dass es in der heutigen Welt dringendere Probleme gibt, als die Uneinigkeit der Kirchen. Gemeinsam gehen sie auf die Frage ein, wie in einer Welt, die durch das Coronavirus als brüchig erlebt wird, der biblischen Botschaft eine Bedeutung zukommen kann. Fündig werden sie in einem Kapitel des Buches Jesaja, das einen richtigen Trümmerhaufen beschreibt. Wie soll es weitergehen? Die Schweizer Kirchen geben darauf eine zutiefst religiöse und zugleich handfeste Antwort.

Link zu ökumenischem Weihnachtsgruss

 

Per Ende Jahr übergibt VKKZ-Präsident Karl Huwyler sein Amt in neue Hände. Im folgenden Interview blickt er auf seine 8-jährige Amtszeit zurück und verrät, was ihn besonders herausgefordert hat und weshalb er auch mit Freude geht.

Karl Huwyler, was war besonders reizvoll am Amt des VKKZ-Präsidenten?

Die Zusammenarbeit und die Gestaltungsmöglichkeiten in all den unterschiedlichen Teams auf kantonaler Ebene, aber auch im Bistum und in der rkz. Nicht immer war es einfach, im dualen System voranzukommen. Letztlich braucht es irgendwann einen Entscheid – auch wenn dieser nicht immer allen passt. Beispielsweise bei der Umstellung des Pfarreiblattes vor 7 Jahren auf eine zweiwöchentliche Ausgabe, dafür in Farbe. Als Präsident, der nur der Sache verpflichtet ist, hatte ich die Möglichkeit für eine klare Stellungnahme.

Transparenz zur Verwendung der Kirchengelder zu schaffen, war dir immer ein besonderes Anliegen. Weshalb?

Die Katholische Kirche Zug nimmt via Steuern pro Jahr mehr als 40 Millionen Franken ein. Unsere Mitglieder haben das Recht zu wissen, was mit den Geldern passiert. Dabei dürfen wir uns nicht hinter den fachtechnischen Strukturen der kantonalen Vorgaben (HRM2) verstecken. Wir müssen klar und verständlich aufzeigen, in welche Leistungen unsere Steuergelder fliessen, nicht nur was wir ausgeben.

Weshalb ist es für die VKKZ schwieriger, auf kantonaler Ebene Transparenz zu schaffen als für andere Landeskirchen?

Die VKKZ ist eben keine Landeskirche, sondern ein Zweckverband der katholischen Kirchgemeinden. Wir haben keine Weisungsbefugnis, wie die Zahlen im Sinne einer Wirkungstransparenz zu rapportieren sind. Alles basiert auf Freiwilligkeit. Überzeugungsarbeit bei den 10 Kirchgemeinden ist daher das A und O. Manchmal hilft aber auch etwas Druck von aussen, wie z.B. die Motion zur Freiwilligkeit der Kirchensteuern für juristische Personen. Das Damoklesschwert einer nächsten Motion hält den Druck aufrecht, unsere Leistungen besser zu kommunizieren.

Die besagte Motion war wohl die grösste Herausforderung deiner Amtszeit?

Wir haben in der VKKZ ein ausgezeichnetes Team, welches das «Tagesgeschäft» prima erledigt. So konnte ich mich in diesem Jahr voll auf die Abwehr der Motion konzentrieren. Dies war in der Tat zeitaufwändig. Herausfordernd war aber auch die Umstellung des Pfarreiblattes auf ein neues Redaktionssystem. Auch hier sollten wir dank dem Einsatzwillen vieler Angestellten und der Einsicht, dass IT-Probleme keine Eintagsfliegen sind, die Hürde bald endgültig geschafft haben.

Den grossen Angriff auf die Kirchensteuern haben die beiden Zuger Kirchen vorerst überstanden. Was sollten sie aus den Erfahrungen für die Zukunft lernen?

Wir haben dutzende von Gesprächen und Argumentationen im Kantonsrat analysiert und folgende Schlüsse daraus gezogen:

  • Die Zeiten, in denen die Kirche als gesellschaftliche Taktgeberin wirkte, sind vorbei. Heute hat sie ein Relevanzproblem. Konfessionelle Dogmatik führt in eine Sackgasse. Sie muss die neuen gesellschaftlichen Realitäten (40 Prozent der Bevölkerung ist konfessionslos) akzeptieren und Antworten darauf finden, bei welchen gesellschaftlichen Problemen sie wertvolle Lösungsbeiträge leisten kann.
  • Die Kirche muss ihre Leistungen besser kommunizieren, denn nach wie vor ist der Wissenstand darüber, was die Kirche alles leistet, tief. Mit der Schaffung einer Kommunikationsstelle vor ein paar Jahren haben wir einen ersten Schritt getan. Mit der Bewilligung des Budgets 2022, welches mehr Geld für Öffentlichkeitsarbeit zu Verfügung stellt, kann das neue Präsidium nun einen weiteren Schritt vorankommen.
  • Den schönen Worten müssen Taten folgen! Das betrifft die Rolle der Frau, das Thema Übergriffe und das Zölibat. Ansonsten nützt auch die beste Öffentlichkeitsarbeit über das viele positive Wirken der Kirche wenig. Jetzt braucht es Initiativen und neue Lösungen auf der pastoralen Seite. Das ist die Mammutherausforderung für unsere Kirche.

Mit welchen Gefühlen gibst du nun Ende Jahr dein Amt ab?

Mit Freude darüber, dass ich eine sehr spannende Zeit in der VKKZ erleben durfte und nun zum Abschluss auch fähige neue Mitglieder fürs Präsidium finden konnte. Aber auch mit der Freude, nun Neues anzupacken, insbesondere als Grossvater.

 

Interview: Bernadette Thalmann

 

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