Das Jahr beginnt,
das Christuskind
liess einen Stern aufgehen.
Wer anderen
seine Liebe schenkt,
kann ihn heute noch sehen.
Christus segne dieses Haus.

Eine Sternsingerin bringt an der Wohnung des St. Galler Bischofs Markus Büchel den Dreikönigssegen an | © Alex Ortiz
Möge das weihnächtliche Geheimnis der Menschwerdung Gottes Sie mit Kraft und Zuversicht begleiten, Ihnen Ruhe und Sicherheit schenken und Sie mit Mut und Kraft segnen für alles, was kommt.
Spät abends im Herbst erreichten aufrüttelnden Worte eines Familienmitglieds der Familie Tabash aus Betlehem Italienermissionar Mimmo Basile. In einer Sprachnachricht über Whatsapp erzählte der Sohn der Familie:
«Don Mimmo, es ist bedrückend, was ich dir erzähle. Wir wissen nicht mehr wie weiter. Es ist das erste Mal, dass wir in Betlehem Angst haben. Der Ort, wo Jesus zur Welt gekommen ist, ist leer, niemand ist da. Die Geburtskirche, die sonst voll von Menschen war, ist jetzt leer. In Betlehem leben wir einzig von Pilgertourismus. Dieser ist zum Erliegen gekommen, zuerst durch Corona und jetzt durch den Krieg. Unser kleines Geschäft beschäftigt und ernährt 25 Familien. Don Mimmo, wir brauchen Hoffnung, um bis Weihnachten durchhalten zu können. Was wir brauchen, ist Arbeit.»
Dazu schickte er folgendes Video aus der Geburtskirche:
Bei seinen zahlreichen Besuchen des Heiligen Landes hatte der Zuger Italienerseelsorger die Familie kennengelernt und jeweils deren kleines Geschäft besucht, um Rosenkränze und einheimisches Handwerk zu kaufen. Über die Jahre sind sie freundschaftlich verbunden in Kontakt geblieben.Als Zonenkoordinator handelte Don Mimmo sofort, um den Familien zu helfen. Er holte die Missionen der Kantone Thurgau, Schaffhausen, Luzern und Zug an Bord und gemeinsam sorgten sie für ein Zeichen der Geschwisterlichkeit.

Material für Rosenkränze und Krippen wird verarbeitet. Foto: Familie Tabash, Betlehem
Unter dem Motto «Weihnachten der Geschwisterlichkeit» bekommen alle Besucherinnen und Besucher der italienischsprachigen Weihnachtsgottesdienste einen Rosenkranz geschenkt. Damit setzt die italienischsprachige Gemeinschaft ein starkes Zeichen der Nähe und der konkreten Hilfe, die an Weihnachten in Betlehem Hoffnung schenkt.

Rosenkränze werden geknüpft. Foto: Familie Tabash, Betlehem
Die Erzählerin Brigitta Troller und die Violinistin Ines Rikli trugen den Patientinnen und Patienten des Zuger Kantonsspitals Weihnachtsgeschichten vor. Ohne Brigitta Trollers eigene Krankheitsgeschichte wäre dieser besondere Anlass jedoch nie entstanden.
Ein Krankenhaus ist ein Ort voller individueller Geschichten, die sich unweigerlich kreuzen. So kürzlich im Zuger Kantonsspital: Brigitta Troller, eine professionelle Geschichtenerzählerin, trug Geschichten vor, begleitet von Ines Rikli auf der Violine.
«Geschichten berühren uns immer wieder, vor allem in der Weihnachtszeit. Sie sollen den Zuhörenden einfach guttun», sagte Thomas Habegger, Pfarrer und reformierter Spitalseelsorger, der den Nachmittag gemeinsam mit dem Team der Spitalseelsorge organisiert hatte. Die Idee für diese Veranstaltung stammte jedoch von Brigitta Troller, die seit 30 Jahren als professionelle Geschichtenerzählerin tätig ist.

Beim Geschichtenerzählen entführte Brigitta Troller die Zuhörenden in eine andere Welt. | © Melanie Schnider
Von der eigenen Krankheit zur heilenden Erzählung
Im vergangenen Jahr war Brigitta Troller selbst Patientin im Zuger Kantonsspital. Während ihrer Therapie verbrachte sie oft Zeit im Raum der Stille – einem Ort für Einkehr, Besinnung und das Gebet. «Ich fühlte mich immer sehr wohl dort», erzählte Brigitta Troller. Ihren Aufenthalt im Spital erlebte sie sehr positiv und weckte in ihr den Wunsch, etwas zurückzugeben. So entstand die Idee, Weihnachtsgeschichten – sowohl heitere als auch tiefgründige – als Anlass im Raum der Stille vorzutragen. Die Wirkmächtigkeit von Geschichten widerspiegelte sich besonders in der Geschichte eines Jongleurs.
In der Kunst Gott erfahren
In einer Erzählung von Brigitta Troller erheiterte Giovanni, ein junger Italiener, die Marktbesuchenden stets mit seinen Jonglierkünsten. Nach vielen Jahren sprach er mit einem Mönch, der ihm offenbarte, dass sie beide dasselbe tun: «Indem du den Menschen mit deiner Kunst Freude schenkst, erzählst du ihnen wie ein Mönch von der Liebe und Herrlichkeit Gottes», sagte der Mönch zu Giovanni.
Solche erzählerischen Höhepunkte begleitete Ines Rikli stimmungsvoll mit ihrer Violine. Zu hören waren unter anderem Schweizer Volkslieder, eine italienische Tarantella und schwedische Tanzmusik. «Die Akustik im Raum der Stille ist wunderbar», schwärmte sie. Besonders bewegt hätte sie, wie präsent die Zuhörenden waren, fügte sie hinzu. Eine Patientin äusserte nach dem Geschichtennachmittag tief berührt: «In unserer hektischen Zeit haben wir oft keine Zeit mehr, uns Geschichten zu erzählen. Aber das Zuhören tut so gut und bringt uns zurück zur Schlichtheit des Lebens.»

Ines Riklis Violinspiel erfüllte den Raum der Stille mit wunderschöner Musik. | © Melanie Schnider
Text: Melanie Schnider
Um die 200 Leute feierten am Freitag gemeinsam am traditionellen Adventsfenster in der Psychiatrischen Klinik in Oberwil. Der Anlass war viel mehr als ein klassischer Weihnachtsmarkt.
Am Freitagabend, 13. Dezember 2024 verwandelte sich der Kiesplatz vor der Psychiatrischen Klinik Oberwil in einen zauberhaften Ort. Mehrere Feuer knisterten in grossen Schalen, Tannenbäume waren mit Lichterketten und die Fenster der Klinik mit farbigen Motiven geschmückt. Weihnachtsmusik spielte im Hintergrund und an zwei Ständen teilten Mitarbeitende der Klinik Essen und warme Getränke aus. «Wir freuen uns sehr, auch dieses Jahr wieder Teil des Oberwiler Adventsfensters zu sein», teilte Yvonne Raudzus mit, Fachfrau Marketing und Kommunikation der Klinik. Gemäss der Tradition in Oberwil beleuchtet jeden Abend im Advent ein Privathaushalt oder eine Firma ein Fenster mit weihnachtlichen Bildern. Seit letztem Jahr ist auch die Klinik Oberwil dabei. Aus einem bestimmten Grund.

Von links: Die beiden Mitarbeiterinnen der Klinik Oberwil Patricia Scherrer, Praxislehrerin Pflege, und Lara Weingartner, stellvertretende Reinigungsleiterin, schenkten warme Getränke aus. | © Melanie Schnider
Ein Weihnachtsanlass für die Gemeinschaft
«Für die Patientinnen und Patienten ist es wichtig zu spüren, dass sie im Dorf Oberwil dazugehören. Das möchten wir ihnen mit dem Adventsfenster mitteilen», erklärte Seelsorger Johannes Utters-Jungen. Gemeinsam mit sieben weiteren Mitarbeitenden der Psychiatrie sowie dem Verein Treff.punkt hat er den Weihnachtsanlass organisiert. «Mit dem Anlass möchten wir auch dem Dorf etwas zurückgeben», betonte Dario Baggenstos, Mitarbeiter des technischen Diensts der Klinik und Teil des Organisationskomitees. So gestalteten die Patientinnen und Patienten als kleines Geschenk für die Gäste weisse Tonsterne. Auf diesen standen Begriffe wie «Freude», «Umsicht», «Mut», «Toleranz» oder «Liebe». «Das sind Wünsche für die Besuchenden», erklärte Astrid Neuweiler, Leiterin der Spezialtherapien. Die Wunschsterne waren jedoch nicht die einzige Überraschung beim Adventsfenster der Klinik Oberwil.

Astrid Neuweiler, Leiterin Spezialtherapien der Klinik Oberwil, initiierte die Weihnachtsüberraschung für die Besuchenden. | © Melanie Schnider

Von links: Seelsorger Johannes Utters-Jungen, Küchenchef Jürg Wegmüller und Pflegefachfrau Christa Bosshard reichten den Besuchenden Gerstensuppe, Wienerli und Brot. | © Melanie Schnider
Magische Märchenstunde
An der Wärme in der Klinik erzählte Isabelle Hauser, professionelle Geschichtenerzählerin aus Oberwil Weihnachtsmärchen. Zu Beginn der Märchenstunde durften sich alle Kinder ganz nach vorne setzen und die Oberwilerin stimmte mit einem Harfenstück auf die Geschichte ein. «Wer von euch weiss, wie man ins Zwergenland kommt?», fragte Isabelle Hauser die Kinder. Nach einigen Rufen aus dem Publikum erzählte sie von einem magischen Winterweihnachtsfest im Land der Zwerge. Die Kinder lauschten gebannt. «Ich konnte mich der Stimmung selbst kaum entziehen», meinte eine Grossmutter nach der Märchenstunde. Eine andere Frau sagte: «Die Geschichte passte bezaubernd. Das Adventsfenster ist wirklich ein zauberhafter Anlass.»

Die Oberwilerin Isabelle Hauser entführte die Zuhörenden mit ihren Weihnachtsmärchen in eine mystische Welt. | © Melanie Schnider
Text: Melanie Schnider
Vor, an und nach Heilig Abend finden im Kanton Zug offene Weihnachtsfeiern statt. Herzlich willkommen!

Weihnachtskugeln | © Arnold Landtwing
Abtprimas Jeremias Schröder ist der Leiter der Benediktinischen Konföderation und damit der höchste Repräsentant der Benediktiner weltweit. Ende September haben Äbte aller benediktinischen Kongregationen sich im römischen Kloster Sant’Anselmo getroffen, um Jeremias Schröder in sein neues Amt zu wählen. Der Abtprimas leitet die von allen Benediktinern gemeinsam finanzierte Abtei Sant’Anselmo in Rom und ist Grosskanzler der dort ansässigen Päpstlichen Hochschule. Letztere ist weltweit führend in Forschung und Weiterentwicklung der Liturgie.
Weltweites Wirken der Universität Sant’Anselmo
Aufgrund persönlicher Kontakte der Hünenberger Kirchenrätin Tamara Bucher zu Pater Markus Muff, dem engsten Mitarbeiter des Abtprimas, kam im Rahmen einer Reise des Abtprimas in die Schweiz ein Treffen zustande, bei dem Stefan Doppmann und Ambros Birrer das VKKZ-Präsidium vertraten. Bei dieser Gelegenheit erzählte der Abtprimas von seinen vielfältigen Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten. Besonders interessant waren Ausführungen, wie stark Schweizer Professoren in den vergangenen achtzig Jahren die Geschicke von Sant’Anselmo mitgeprägt haben.

Gedankenaustausch und Stärkung bei gemeinsamer Kaffeepause. | © Arnold Landtwing
Liturgie, Stärkung der Rolle der Frauen und Nachhaltigkeit
Mit ihrer weltweiten Ausrichtung leistet die römische Hochschule einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Kirche und zunehmend auch zur Stärkung der Rolle der Frauen. Ganz im Sinn der Umweltenzyklika «Laudato si» von Papst Franziskus engagieren sich die Benediktiner in Sant’Anselmo auch für Nachhaltigkeit, indem sie mit einer Solaranlage nicht nur die eigenen Stromkosten senken, sondern auch ökologisch ein Zeichen setzen wollen.
Querverbindungen zur katholischen Kirche im Kanton Zug
Der Gedankenaustausch zeigte auch überraschend, wie viele Querverbindungen der Benediktiner zum Kanton Zug bestehen. Neben der Landeswallfahrt zur Schwarzen Madonna in Einsiedeln, dem Kloster der Olivetaner-Benediktinerinnen in Heiligkreuz, persönlichen Beziehung von P. Markus Muff, dem Mitarbeiter von Jeremias Schröder, verwunderte es am Schluss nicht mehr, dass der Abtprimas, sein Mitarbeiter und der Kommunikationsverantwortliche der VKKZ, Arnold Landtwing, sich von gemeinsamer Studienzeit in Sant’Anselmo bestens kannten.

Kennen sich aus gemeinsamen Studienzeiten in Sant’Anselmo: Arnold Landtwing, Abtprimas Jeremias Schröder und P. Markus Muff. | © Stefan Doppmann
Bei so vielen Anknüpfungspunkten lag es auf der Hand, den Kontakt des Abtprimas und dem Kloster Sant’Anselmo zur Kirche des Kantons Zug aufrecht zu erhalten und zu vertiefen.
Im Laufe der vergangenen gut 150 Jahre haben sich im Kloster Heiligkreuz in Cham mehr als 200 Krippen angesammelt. Sie stammen von Schwestern, waren Geschenke oder wurden gekauft. An den Adventswochenenden zeigt das Kloster einen Grossteil davon der Öffentlichkeit.
Gewohnte und ungewohnte Darstellungen der Geburtsszene Jesu prägen derzeit einige Innenräume des Klosters Heiligkreuz in Cham. Einige der etwa 200 Krippen sind ganz schlicht, andere wiederum bis ins Detail verziert. Sie sind aus Wachs, Holz, Bananenblättern, Stein, Seide oder anderen Materialien und weisen ganz unterschiedliche Grössen auf. Die ältesten von ihnen dürften aus dem 18. Jahrhundert stammen. Während all diese Figuren und Landschaften das Jahr hindurch fein säuberlich beschriftet und katalogisiert verstaut bleiben, hat sie Sr. Agnes Widmer für die Adventszeit hervorgeholt und in Szene gesetzt. Letztmals war das im Jahr 2017 der Fall.
Die Krippen stammen aus der Schweiz und weiteren europäischen Staaten, aus dem Nahen Osten, Afrika, Asien und Lateinamerika. Bei einigen ist die Herkunft aufgrund der Gesichtszüge, Kleidung und Hautfarbe der Figuren gut erkennbar, bei anderen fehlen Informationen. «Wir wissen nicht bei allen Krippen, woher sie kommen», sagt Sr. Agnes, die im Kloster für das Archiv und das Museum zuständig ist. Viele der Krippen würden von Schwestern und Häusern des Klosters stammen. Mit der Übergabe an das Mutterhaus in Cham seien jedoch Informationen über deren Herkunft teilweise verlorengegangen.
Wer die Ausstellung besucht, taucht bereits nach der Klosterpforte ins Geburtsgeschehen Jesu ein. Mehrere Krippen säumen den Weg zum Museumsraum, dem Zentrum der Sammlung. Den Abschluss bildet eine grosse Krippe von Bildhauer Romano Galizia in der Kirche. Sie setzt sich aus drei Skulpturen zusammen und wurde aus demselben Marmor gefertigt wie der Altar.
Beim Betrachten der zahlreichen Krippen sinniert Sr. Agnes. Ob junge Familien heute wohl noch eine Krippe haben zu Hause, ob sie ihnen noch etwas bedeuten mag?
Text: Marianne Bolt

Mehrstufige Krippe. Foto: Marianne Bolt

Krippe aus Nigeria. Foto: Marianne Bolt

Matroschka-Krippe. Foto: Marianne Bolt

Krippe auf Seide gemalt. Foto: Marianne Bolt
An den Adventswochenenden im Kloster Heiligkreuz, Cham, samstags und sonntags geöffnet von 14.00–16.30 Uhr. Führungen werden keine angeboten, es wird aber immer eine Ansprechperson anwesend sein, um Fragen zu beantworten.
www.kloster-heiligkreuz.ch / 041 785 02 00.

Krippe der Armen aus Nigeria. Foto: Marianne Bolt
Wie unterstützt die Resonanzpädagogik den Religionsunterricht? Diese Frage thematisierten 36 Religionslehrpersonen aus dem Kanton Zug am Ökumenischen Jahrestreffen.
Ein Klassenzimmer voller begeisterter und leuchtender Kinderaugen – das ist das Ziel vieler Lehrpersonen. Doch im Schulalltag bleibt dieser Moment häufig aus. Wie gelingt es den Lehrpersonen, angemessen auf die Schulkinder einzugehen und sie für den Lernstoff zu begeistern? Ein Ansatz ist die Resonanzpädagogik, die die Bedeutung von Beziehungen und Empathie im Lernprozess hervorhebt.
36 katholische und reformierte Religionslehrpersonen aus dem ganzen Kanton Zug beschäftigten sich Mitte November bei ihrem Jahrestreffen intensiv mit dieser Lern- und Unterrichtsmethode. Organisiert wurde das Treffen von Maria Oppermann, Leiterin der reformierten Fachstelle für Religionspädagogik, in Absprache mit der katholischen Fachstelle Bildung, Katechese und Medien. Als Referent sprach Wolfgang Endres. Er ist selbst Lehrperson sowie Sozialpädagoge und Co-Autor des berühmten Soziologen Hartmut Rosa, der die Resonanztheorie entwickelt hat. Endres eröffnete das Jahrestreffen mit den Worten: «Wir lernen von klein auf. Doch was noch viel wichtiger ist: Lernen ist keine Kopfsache.» Vielmehr geht es beim Lernen um die Verbindung zum Gegenüber. Und damit ist der Kerngedanke der Resonanzpädagogik schon fast getroffen.

Beim Erklären ist der Referent Wolfgang Endres in seinem Element. | © Melanie Schnider
Resonanzpädagogik möchte von einem rein sachbezogenen Lernen wegkommen und zu einem Lernen in Beziehungen gelangen, zu einem Lernen durch aktives Zuhören und Kommunizieren. Auf der Seite der Religionslehrpersonen geht es bei der Resonanzpädagogik darum, ein Gespür für das Schulkind zu entwickeln und auf es eingehen zu können. «Haben Lehrpersonen und Lernende einen guten Draht zueinander, können sie eine Resonanzbeziehung empfinden», führte Endres aus. Dies sähe man am Leuchten in den Augen. Augen sind somit «Resonanzfenster».
«Für Kinder ist es sehr wichtig, von den Lehrpersonen gesehen zu werden, um eine Beziehung entwickeln zu können», betonte der Referent. Dabei das richtige Mass zwischen Nähe und Distanz zu finden, sei zentral. Der Philosoph Bernhard Waldenfels beschreibt dies treffend: «Hören im Resonanzmodus ist immer schon ein Antworten. Antworten im Resonanzmodus ist immer noch ein Hören.» Um Nähe und Distanz abzuwägen und Resonanz zu erzeugen, probierten die Religionslehrpersonen in Gruppen verschiedene Übungen aus.

Angeregt diskutierten die Religionslehrpersonen zu den Inputs aus den Gruppenübungen. | © Melanie Schnider
In Zweiergruppen mussten die Teilnehmenden beispielsweise in kürzester Zeit möglichst viele Gemeinsamkeiten voneinander aufzählen. Oder sie diskutierten eine Herausforderung aus dem Religionsunterricht aus unterschiedlichen Perspektiven: aus einer rein emotionalen, einer optimistischen, einer pessimistischen, einer faktenbasierten und einer innovativen. «Es ist toll, dass wir solche Spiele gleich für unseren Unterricht übernehmen können», meinte Gaby Schärli, Religionslehrerin im Pastoralraum Zugersee, nach dem Jahrestreffen im reformierten Kirchenzentrum Zug. Marek Stejskal, Religionslehrer im Pastoralraum Zug Berg, sagte: «Die Inputs haben mir Mut gemacht, auf das, was die Schulkinder senden, noch mehr einzugehen, um positive Resonanz zu erzeugen.»

Mit farbigen Zetteln drückten die Religionslehrpersonen während einer weiteren Übung ihre Meinung zu Unterrichtsthemen aus. | © Melanie Schnider
Text: Melanie Schnider
Zwei Zuger Pfarreien bieten dieses Jahr einen kostenlosen WhatsApp-Adventskalender an.
Ein kleines Türchen öffnen und dahinter ein farbiges Bild oder Schoggi finden. Ein Adventskalender kann aber auch ganz anders – moderner – funktionieren. Das zeigen die Pfarreien Oberägeri und Hünenberg. Beide bieten vom 1. bis 24. Dezember einen digitalen Adventskalender an. Via WhatsApp schickt die Pfarrei allen Abonnentinnen und Abonenten im Advent jeden Tag eine weihnachtliche Nachricht direkt aufs Handy. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, den WhatsApp-Adventskalender zu abonnieren.
Das ist im digitalen Adventskalender drin
Der digitale Adventskalender der Pfarrei Oberägeri enthält weihnachtliche Comics mit Witzen. «Wir möchten mit diesen 24 Mal ein Lächeln auslösen», sagt Thomas Betschart von der Pfarrei Oberägeri, der den Adventskalender gemeinsam mit Jacqueline Bruggisser und Urs Stierli entwickelt hat.
Der WhatsApp-Adventskalender «Lichtblick» der Pfarrei Heilig Geist in Hünenberg beinhaltet Bilder mit kurzen Texten aus dem Evangelium. «Die Leute sind eingeladen, in ihrem Alltag einen Glaubensimpuls zu erhalten», sagt Beatrice Ruckli-Boos von der Pfarrei Hünenberg.
Anmeldung
Für den digitalen Adventskalender «Lichtblick» der Pfarrei Heilig Geist in Hünenberg können Sie sich hier anmelden oder im Pfarreisekretariat (041 784 22 88) anrufen.
Um den digitalen Adventskalender der Pfarrei Oberägeri zu erhalten, schicken Sie das Schlagwort «Advent» an die Nummer 079 537 99 80 oder scannen Sie diesen QR-Code:
