Vom 7. September bis am 9. September findet in Bern die Synodale Versammlung statt. Unter den 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist auch eine Vertretung aus dem Kanton Zug dabei. In der Cafeteria im Haus Sunnematt brennt während der Synodalen Versammlung eine Kerze. Die VKKZ lädt ein mit einem besinnlichen Text von Lothar Zenetti einen Moment innezuhalten und sich so symbolisch mit dem Prozess in Bern zu verbinden.
Der Liedermacher Konstantin Wecker hat diesen Text erfolgreich musikalisch umgesetzt:
Unter den 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Synodalen Versammlung bringen acht Personen die Stimme der Katholische Kirche im Kanton Zug ein: Roman Ambühl , Rita Bieri-Luthiger, Sandra Dietschi, Sr. Mattia Fähndrich, Christian Kelter, Susanne Klass-Auf der Maur, Peter Lüthi und Lea Schlienger. Das Treffen beginnt um 18 Uhr mit einem öffentlichen Gebet in der Deifaltigkeits-Basilika und schliesst am Samstag um 15.30 Uhr mit einem Gebet in der Heiliggeist-Kirche
In einem intensiven Programm erarbeitet die Versammlung pastorale Wegweiser auf Grundlage von Herausforderungen und Chancen in Gesellschaft und Kirche der Zukunft und sucht nach optimierten synodalen Strukturen im Bistum Basel. Die Vorbereitungsdokumente haben durchaus das Potenzial für einen synodalen Mutausbruch, der Veränderungen in der Kirche anstossen kann.

Im Haus Sunnematt begleitet eine Kerze die Synodale Versammlung in Bern | © Arnold Landtwing
Pater Martin Schmid zog im 18. Jahrhundert in die Jesuiten-Mission in Bolivien. Bis heute ist sein Name dort ein Begriff und die Kirchen, die er im bolivianischen Tiefland Chiquitania errichtet hat, gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eine multidisziplinäre Inszenierung regt zum Erinnern und Nachdenken an.
„Berühmte Baarerinnen und Baarer? Da kommen viele ins Grübeln. Hans Waldmann vielleicht, der Haudegen aus Blickensdorf, der es als Heerführer bis zum Bürgermeister von Zürich gebracht hatte. Aber Pater Martin Schmid – bei den allermeisten hierzulande Fehlanzeige.“ schreibt Franz Lustenberger einleitend in seinem zweiseitigen Pfarreiblatt-Beitrag zum Baarer Jesuiten.
Franziska Schmid hat sich in Bolivien auf Spurensuche gemacht und ist als Nachfahrin von P. Martin Schmid mit Dankbarkeit und als Ehrengast willkommen geheissen worden. Alles zur Geschichte dieses Baarers und dem Kulturprojekt, das im Monat September eine vertiefte Auseinandersetzung mit dessen Missionstätigkeit ermöglicht, finden Sie hier im aktuellen Pfarreiblatt (Seite 6 und 7).
Vom 5. September bis 1. Oktober 2023 widmet sich ein dreiteiliges Kulturintermezzo in Baar und Zug dem Baarer Jesuiten. Mit zwei Ausstellungen «Pater Martin Schmid – Auf den kolonialen Spuren seines Erbes» und «Pater Martin Schmid – Menschen bauen Welten!» beleuchtet der Verein Pater Martin Schmid dessen Geschichte, Rollen und Wirken.
Alle Informationen finden Sie hier auf der Website Pater Martin Schmid.
Nach elf Jahren hat P. Antonio Enerio kürzlich die Leitung der deutschschweizerischen philippinischen Mission seinem Nachfolger Julipros Dolotallas übergeben. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in der vollen Kirche Maria-Lourdes in Zürich-Seebach wurde er verabschiedet.
Weil er in der gesamten Deutschschweiz Gottesdienste feierte, war für den philippinischen Priester viel Reisen angesagt und das Zugabteil wie ein zweites Zuhause. Im Namen der Katholischen Kirche Zug bedanket sich Geschäftsstellenleiterin Melanie Hürlimann für die intensive Zeit: «Du warst für Gottesdienste unterwegs in Aarau, Basel, Bern, Brugg, Lucerne, Thun, Wil, Winterthur, Zürich sowie bei uns im Kanton Zug. Dabei war es Dir immer wichtig, für die Menschen da zu sein, ihre Bedürfnisse und Anliegen wahrzunehmen.» Für den neuen Abschnitt als Seelsorger in einer österreichischen Pfarrei wünsche sie ihm alles Gute und dem neuen Leiter der Philippinenmission viel Geduld, Kraft für die neuen Aufgaben und freudige Begegnungen. Beiden Seelsorgern überreichte als Reiseproviant einen Korb mit typischen Schweizer Produkten.
Über 20 Jahre war Guido Estermann für die Katholische Kirche im Kanton Zug tätig: Zuerst zwölf Jahre als Redaktor des Pfarreiblatts und anschliessend zehn Jahre als Leiter der Fachstelle Bildung Katechese Medien BKM. Jetzt verlässt er die VKKZ und wechselt ins Generalvikariat Zürich-Glarus.
In den vergangenen zehn Jahren hat Guido Estermann als Leiter das Gesicht der BKM geprägt und mit der Fachstelle über den Kanton Zug hinaus als Kompetenzzentrum ausgestrahlt. Er engagierte sich für Entwicklungen von Strategien und Projekten, welche auf der Grundlage des «Leitbildes Katechese im Kulturwandel» und des «Lehrplans Religionsunterricht und Katechese» – in Fachkreisen bekannt unter dem Kürzel «LeRuKA» – umgesetzt wurden.
Neben Aufgaben wie dem Entwickeln, Konzipieren und Durchführen von Ausbildungsmodulen wirkte er auch in der Ausbildungsleitung im Zentralschweizer Bildungsraum Modu-IAK mit. Mit seiner «Vision 2030» verfolgte er das Ziel, «mündiges Christsein zu leben, damit die Faszination des Christentums wach bleibt.» Konkret hatte er damit eine neue Rolle der katechetisch Tätigen vor Augen, die sich aktiv in die Gestaltung der Pastoral einbringen sollen und damit Katechese und Religionsunterricht Teil einer gesamtpastoralen Entwicklung werden.
«Die Kirche muss sich als eine Garantin christlicher Werte und christlicher Menschenbilder stark machen. Deshalb muss sie ihre eigenen Hausaufgaben machen, die Kritik zum Anlass nehmen, sich zu verändern. Sie darf sich nicht in Strukturdiskussion verlieren und stagnieren. Dazu braucht es alle: Sie, du, wir -arbeiten wir an dieser Vision.» Guido Estermann
Das vielfältige Wirken von Guido Estermann kann nur summarisch gewürdigt werden – die Liste reicht von ökumenischer Zusammenarbeit über die Vernetzung mit der Direktion für Bildung und Kultur bis hin zur Rektorenkonferenz des Kantons Zug. Sehr wertvoll und für beide Seiten erkenntnisbereichernd war auch seine Tätigkeit als Dozent an der Pädagogischen Hochschule Schwyz.
Besondere Erwähnung verdient abschliessend das Projekt «Kulturpunkte Zug», welches spannende Geschichten und Hintergrundinformationen zu katholischen Kulturstätten im ganzen Kanton Zug vermittelt. Historisch, kulturgeschichtlich, theologisch: typisch Guido Estermann.

Guido Estermann verabschiedet sich von Kolleginnen und Kollegen | © Arnold Landtwing
Im Namen aller Mitarbeitenden der VKKZ und des Präsidiums dankte Gesamtstellenleiterin Sandra Dietschi in einer Abschiedsfeier Guido Estermann für sein enormes Schaffen und Wirken, «für deine hohe Kompetenz, für dein Da-Sein und So-Sein».
Ab September übernimmt Guido Estermann im Generalvikariat der Bistumsregion Zürich und Glarus die Verantwortung als «Beauftragter des Generalvikars für Pastoral».
Ein ausführliches Interview mit Guido Estermann unter dem Titel «Die BKM hat mich fachlich weitergebracht» finden Sie im Pfarreiblatt Seite 5 hier.
Ende Juni ist Alfredo Sacchi als Domherr des Kantons Zug zurückgetreten. Stefan Doppmann würdigt als Präsident der VKKZ das zehnjährige Engagement.
Danke, Alfredo!
Mehr als zehn Jahre lang warst Du «unser» Domherr für den Kanton Zug und damit der direkte Draht in die Bistumsleitung. Beide Seiten – die pastorale und die staatskirchenrechtliche – konnten darauf vertrauen, dass Du ihre Interessen und Bedürfnisse aufmerksam wahrnimmst und sie diplomatisch austariert einbringst. Wir konnten darauf zählen, dass Du als Domherr für uns da warst, wenn wir ein Anliegen hatten.
Wer dich kennt und schätzt, nimmt dich wahr als offen, ehrlich, interessiert, engagiert, kommunikativ, herzlich, unkompliziert, kompetent, glaubwürdig und noch vieles mehr.
Ende Juni hast Du kräftebedingt Deinen Rücktritt als Domherr eingereicht und Du übergibst diese Verantwortung einem jüngeren Priester. Im Namen der VKKZ danke ich Dir herzlich für all das, was Du als Domherr für den Kanton Zug geleistet und bewirkt hast. Wir wünschen Dir viel Zeit, die Du als Künstler in Deinem Atelier und ganz einfach als Alfredo mit anderen Menschen verbringen und geniessen kannst.
Stefan Doppmann
Präsident VKKZ
Das Kommunikationsteam der VKKZ wünscht Ihnen schöne, erholsame Ferientage. Wir wünschen Ihnen, dass Sie viel Interessantes erleben und Energie tanken können, ob zuhause, in den Bergen, am Meer, irgendwo unterwegs oder in einer fremden Stadt.
Das Kommunikationsteam schaltet in den Sommerferien auch einen Gang zurück und lässt sich für neue Ideen inspirieren. Wir freuen uns, Sie im August gut erholt wieder hier auf unserer Homepage begrüssen zu können.
Der Regierungsrat hat Reto Kaufmann per 1. Juli 2023 zum neuen Domherrn des Kantons Zug ernannt. Damit ist der Zuger Stadtpfarrer auch Mitglied des Domkapitels des Bistums Basel.
Seit 2016 leitet Reto Kaufmann als Pfarrer die Stadtzuger Pfarrei St. Michael und den Pastoralraum Zug-Walchwil. Erfahrungen in der Seelsorge im Kanton Zug brachte er bereits von seinem früheren Einsatz 1998 – 2004 als Vikar in der Chamer Pfarrei St. Jakob mit, bevor er dann elf Jahre als Pfarrer in der Luzerner Pfarrei St. Anton wirkte und auch für eine zweite Pfarrei verantwortlich war. Mit seiner Ernennung zum Domherrn des Kantons Zug löst er Alfredo Sacchi ab, welcher dieses Amt seit 2013 wahrgenommen hat.
Als Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug VKKZ freut sich Stefan Doppmann sehr über diese Ernennung und gratuliert dem frischgebackenen Domherrn herzlich: «Die Ernennung des Regierungsrats ist doppelter Grund zur Freude. Einerseits bekommt der Kanton Zug einen Domherrn, der als beliebter Seelsorger bestens mit Land und Leuten vertraut ist. Gleichzeitig darf sich die Bistumsleitung über Verstärkung freuen. Ich bin davon überzeugt, dass Reto Kaufmann seine Aufgabe als diplomatisches Bindeglied zwischen der Kantonsregierung und dem Bistum mit viel Fingerspitzengefühl und Würde wahrnehmen wird. Dem zurückgetretenen Domherrn Alfredo Sacchi danken wir herzlich für sein umsichtiges Wirken in den vergangenen zehn Jahren».
Mit grossem Engagement hat der kantonale Seelsorgerat in seinem 27-jährigen Wirken Meilensteine gesetzt. Die Veränderungen der pastoralen Strukturen haben konkrete Auswirkungen, eine davon ist die Auflösung des Seelsorgerats.
Die Geschichte ist geprägt vom Wandel. Das gilt für alle Bereiche der Gesellschaft, auch für die Kirche – und zwar im Grossen der Weltkirche wie im Kleinen in der Pastoral für die Menschen vor Ort. Dieser Wandel verändert kirchliche Strukturen im Bistum und erreicht jetzt auch den Seelsorgerat auf kantonaler Ebene. Ursprünglich zur Beratung der Dekanatsleitung gegründet, löst sich der Seelsorgerat im Sommer auf.
Der Seelsorgerat entstand 1996 aus der Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Pfarreiräte aller Pfarreien. Ziel des neuen Gremiums war, den Zusammenhalt unter den engagierten Laien in allen Pfarreien zu stärken und gemeinsame Impulse für die Kirche zu setzen.
Mit den neuen pastoralen Strukturen stellte sich die Frage nach der Rolle des Seelsorgerats. In gemeinsamen Überlegungen mit dem Bistum ist der Entscheid gefallen, dass nach 27 Jahren die Ziellinie erreicht ist und der Seelsorgerat sich auflöst. Um diesen Entscheid hat der Seelsorgerat gerungen – haben sich doch viele Frauen und Männer jahrelang mit Herzblut engagiert und Meilensteine gesetzt.

Plakataktion „7 Tage Auferstehen“ von 2006 | © zVg
Der Austausch zwischen den Ehrenamtlichen in den Pfarreien wurde gestärkt; die Spezialseelsorge wurde in den Pfarreien besser verankert; Das Projekt «7 Tage Auferstehen» trug 2006 den Zusammenhalt aller Pfarreien in die Öffentlichkeit. Ganz besonders zu erwähnen ist die Präsenz der Kirche an der Zuger Messe. Seit 2009 präsentiert sich die Kirche in diesem Schaufenster einer breiten Öffentlichkeit. Diese Präsenz und der direkte Kontakt zu den Menschen haben viel zum positiven Image der Kirche in unserem Kanton beigetragen.
Das Engagement von Frauen und Männern in der Kirche bleibt wichtig, es wird in den neuen pastoralen Strukturen weiterleben, denn engagierte Menschen verändern und bringen die Kirche vorwärts. Ein Abschlussfest am 19. August würdigt das 27-jährige segensreiche Wirken des Seelsorgerats und sorgt für einen Ausklang in Dankbarkeit.
Franz Lustenberger, Präsident Seelsorgerat