Anlässlich des Nationalen Flüchtlingstags findet am Sonntag, 12. Juni, auf dem Dorfplatz und im Chilezentrum Steinhausen ein Sponsorenlauf zugunsten von Flüchtlingen statt. Nehmen Sie als Läufer oder Läuferin teil und bringen Sie Ihre Sponsoren mit!
Der diesjährige Nationale Flüchtlingstag findet in einem besonderen Spannungsfeld statt. Die eintreffenden Flüchtlinge aus der Ukraine zeugen von einem Krieg der Verwüstung und Vertreibung. Mit grosser Solidarität wurden sie hier bei uns empfangen. Der Nationale Flüchtlingstag erinnert uns auch daran, dass viele weitere Menschen aus anderen Kriegsgebieten zu uns geflohen sind, oft unter viel gefährlicheren Umständen. Gemeinsam ist allen Geflüchteten, dass sie wohl der unmittelbaren Gefahr entflohen sind, doch sind sie ihrer vertrauten Umgebung entrissen. Sie leben in einer ihnen fremden Kultur, können sich meist sprachlich nicht verständigen und fühlen sich allein mit ihren oft traumatischen Erinnerungen.
Für und mit all diesen Menschen wird am Sonntag, 12. Juni, von 14.00-17.00 Uhr auf dem Dorfplatz und beim Chilezentrum Steinhausen ein Zeichen der Solidarität gesetzt. Verschiedene Musik- und Tanzgruppen bringen Feststimmung auf den Platz und Kinder sowie Erwachsene können sich in einem Malatelier kreativ ausdrücken. Feines Gebäck aus fernen Ländern mit einem Kaffee oder Tee laden zum Plaudern ein. Zum Abschluss des Tages werden Köstlichkeiten aus dem Hindukusch vom Afghanischen Kulturverein serviert.
Gleich neben dem Festgelände lässt sich bei einem Sponsorenlauf mit Sport und Spass Gutes tun. Ob jung oder alt, ob fit oder träge, alle sind eingeladen, möglichst viele Runden in 12 Minuten zu rennen. Die zuvor gewonnenen Sponsoren werden die gelaufenen Runden mit einem vereinbarten Betrag vergüten. So soll ein Betrag zusammenfliessen, mit dem die Aktivitäten von Gruppen, die sich für die Geflüchteten engagieren, unterstützt werden.
Das Laufblatt mit allen nötigen Informationen ist unter www.frwzg.ch zu finden.
Markus Burri, Präsident FRW
Um die gesellschaftliche Integration von Flüchtlingen zu unterstützen, hat Eva Wimmer in den vergangen 10 Jahren FRW aufgebaut. Mit Freude über das Gewachsene übergab sie im Mai die Leitung an Katja Wipfli-Willeschek.
Der Verein FRW fördert den Frieden in der Gesellschaft, den gegenseitigen Respekt und das Achten der Würde jeder Person. Er sichert Rahmenbedingungen und Aktivitäten der Freiwilligen in den Bereichen Sprache, Begegnungen, Prävention und Berufsleben.
Neue Website
Bei ihrem Abschied dankte die FRW-Gründerin Eva Wimmer ihrem Team für die «grossartige Zusammenarbeit». Mit Stolz verwies sie auf eine der jüngsten Früchte dieser Kooperation, die neuen Webseiten. Die Plattform soll die Kommunikation innerhalb der Organisation unterstützen, den Dialog mit der Gesellschaft und die Zusammenarbeit im FRW-Netzwerk fördern. Einige Bereiche sind automatisiert und vereinfacht, beispielsweise die Anmeldung zu Kursen, der Beitritt zum Verein oder das Spenden von Beiträgen. Auf einer Karte sind die Veranstaltungsorte eingetragen.
Häufig gestellte Fragen, z.B. zu Integration und Migration, werden im Sommer aufgeschaltet.
Anlässlich seines Abschiedsbesuchs dankte Eva Wimmer dem Baarer Kirchenrat für die finanzielle Unterstützung und die Räume, die er der Organisation seit Jahren unentgeltlich zur Verfügung stellt.
Sponsorenlauf am Flüchtlingstag
Damit FRW seine Arbeit nach den grossen Herausforderungen der Zeit ausrichtigen kann, sind weitere finanzielle Mittel unabdingbar. Der Flüchtlingstag am 12. Juni 2022 in Steinhausen lädt mit einem Sponsorenlauf dazu ein, ein Zeichen der Solidarität zu setzen – entweder sportlich aktiv oder als SponsorIn einer Läuferin oder eines Läufers. Im Tandem zwischen LäuferIn und SponsorIn soll die Vereinskasse und ein Fond für Kulturvereine Zustupf erhalten. ew/bth
Die neue Schweizer Vertretung am Heiligen Stuhl wird im Frühjahr 2023 ihre Arbeit aufnehmen. Botschafter Denis Knobel, der bislang von Ljubljana aus die Schweizer Interessen vertrat, wird dann nach Rom wechseln.
«Tragt die Freude und Begeisterung der christlichen Gemeinschaft in die Welt hinaus!» Mit diesem Aufruf verabschiedete Bischof Markus die Teilnehmenden des Weltjugendtages in der abschliessenden Eucharistiefeier am 24. April in St. Gallen.
Bedient man sich der Jugendsprache, kommt man im Zusammenhang mit der Ambiance an den WJT in St. Gallen nicht um die Wendung «good vibes» herum. Diese positive Stimmung zog sich wie ein roter Faden durch die drei Festivaltage. Am Eröffnungsabend brachten die Acts «Les Guetteurs» und «O’Bros» mit ihrer beschwingten, christlich geprägten Musik zum Tanzen. Nach zweijähriger Absenz war es deutlich ersichtlich, wie die Jugendlichen die alte neue Gemeinschaft genossen. So erging es auch den Künstlern selbst. Samuel Harfst, der mit seiner tiefgreifenden Musik das Publikum berührte, war begeistert von der Textsicherheit des Publikums. Er selbst hatte in den letzten Coronajahren häufig nur die Möglichkeit, in Wunschkonzerten am Radio mit seinen Zuhörerinnen und Zuhörern zu kommunizieren.
Die Gemeinschaft im Fokus
«Steh auf, ich erwähle dich» – unter diesem Motto fanden die diesjährigen Weltjugendtage statt. Doch was heisst es, erwählt zu sein? In spannenden Workshops konnte man sich dieser und vieler weiterer (Glaubens)Fragen stellen. Ein wichtiger Punkt in der Auseinandersetzung und in den Diskussionen war die Gemeinschaft. Gerade die Eucharistiefeiern, welche von einer hervorragenden Lobpreisband unterstützt wurden, liessen Momente des Nachdenkens und der Stille innerhalb der Gruppe zu. Die Verbundenheit der jungen Christinnen und Christen zeigte sich in der Vigil am Samstagabend. Die grosse Prozession durch die Innenstadt St. Gallens, umrahmt mit Kerzen und Gesang, berührte manche zufälligen Passanten und bewegte sie dazu, der anschliessenden Begegnung mit Jesus Christus in der Anbetung beizuwohnen.
Nächstes Jahr in Lissabon
Die spürbare Energie und Begeisterungsfähigkeit der teilnehmenden Jugendlichen entzog sich auch den anwesenden Geistlichen nicht. In der abschliessenden Eucharistiefeier ermutigte Bischof Markus die Jugendlichen, die Freude und den persönlichen Glauben auch in den Alltag hinauszutragen, um so Zeugen zu werden. Bis zum WJT in Lissabon 2023!
Daniel Neidhart
Der in Zug aufgewachsene Missionsbenediktiner Adelrich Staub (78) hat in Nairobi ein Kloster aufgebaut und in einem Slum als Pfarrer gewirkt. Danach war er über 30 Jahre lang Prior von Otmarsberg. Am Mittwoch ist er gestorben.
Wie in anderen orthodoxen Kirchen wurde Ostern in der Ukraine dieses Jahr eine Woche später als in den westlichen Kirchen gefeiert. So auch in der Kirche Gut Hirt in Zug, wo eine Schar von Familien aus der Ukraine teilnahm.
Der griechisch-katholische Priester Ivan Machuzhak aus Zürich kam dafür extra nach Zug und wurde mit stimmungsvollen liturgischen Gesängen unterstützt von drei Frauen, die im Kanton Zug leben. Zum Abschluss wurden die Gläubigen mit der traditionellen Paska – dem ukrainischen Osterkuchen – und Ostereiern gesegnet. Die österliche Botschaft weist den Weg in dieser Welt der Gewalt in einen anderen Horizont: «Christus voskrese – Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaft auferstanden!»
Hans Ruedi Kilchsperger
Am 15. Mai entscheidet das Stimmvolk, ob jede verstorbene Person grundsätzlich zum Organspender oder zur Organspenderin wird. Es geht um den Wechsel von der Zustimmungs- zur Widerspruchsregel. Die Schweizer Bischöfe lehnen dies ab.
Ben Kintchimon ist Priester des Pastoralraumes Zug Berg. Er lässt sich für Ostern immer etwas Neues einfallen. Einmal schmückte er ein Kreuz mit Früchten – inspiriert von einem Katecheten aus Angola. In Benin essen manche Menschen etwas Kohle vom Osterfeuer – gegen böse Geister.
Im dritten Gespräch in der Karwoche am Mittwoch, 13. April, erzählte Bernadette Gardi, Wirtin aus Unterägeri, aus ihrem Leben. Mit Energie und Witz kamen Erlebnisse aus ihrer Kindheit, Jugendzeit und den Lehr- und Wanderjahren ins Gespräch.
Öfters konnten die rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer herzhaft lachen. Man spürte ihre Menschenliebe in den Erzählungen, aber auch in ihrer Mimik. Nach einem Zwischenspiel von Marcel Schmid mit dem Saxophon, leitete Urs Stierli, Diakon und Gemeindeleiter der Pfarrei Oberägeri, das Gespräch weiter zu den schwereren, ja sehr schweren Zeiten, die Bernadette Gardi nicht erspart blieben. Berührend liess sie die Anwesenden an ihrem Schmerz, aber auch ihrer Hoffnung und ihrem Glauben, der ihr in und durch diese schweren Zeiten geholfen haben, teilhaben. Keine Minute im Leben bleibt stehen, weder die schweren noch die frohen, es gilt jedoch das «Jetzt» zu gestalten. Und Bernadette Gardi gestaltet ihr bewegtes Leben, nebst der Arbeit als Wirtin, die sie aus vollem Herzen lebt und dabei manchmal auch als Seelsorgerin ein offenes Ohr für ihre Gäste hat, engagiert Sie sich auch noch als Lektorin und in weiteren sozialen Aufgaben. Die Menschen schätzen ihre offene, ehrliche Art, wie die Voten und Erzählungen aus dem Zuhörerkreis zeigten. Beim anschliessenden Apéro kamen lebhafte Gespräche in Gang. Waren doch die Erzählungen und Erfahrungen von Bernadette Gardi so lebensnah und gut nachzuvollziehen.
Alle Gespräche der Karwoche finden Sie auf www.pfarrei-oberaegeri.ch.
Jacqueline Bruggisser
Noch bis zum 22. Mai ist in der Kirche St. Johannes in Zug eine liebevoll gestaltete Ausstellung zu besichtigen. Es ist die Darstellung der letzten Tage Jesu. Die über 100 biblischen Figuren, meisterhaft gestaltet und inszeniert, machen das Ostergeschehen erlebbar.
Die beweglichen, ca. 30 cm hohen Figuren «sprechen» durch ihre aussagestarke Körperhaltung und Inszenierung eine eigne, unmittelbare Sprache. Claudia Oeschger aus Steinhausen hat die Ausstellung konzipiert und alle Figuren geschaffen.
Mit ihren vielen liebevollen Details ist die Ausstellung auch für Kinder sehr sehenswert. Sie ist in der Kirche St. Johannes Zug bis zum 22. Mai 2022 jeweils von 8 bis 18 Uhr zugänglich.
Der Eintritt ist frei.


Gaby Wiss, Pastoralraum Zug Walchwil