Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Rund 300 Zügelkisten voll von Hilfsgütern gespendet von 600-700 Zugerinnen und Zugern wurden am 7. März von vier Liefertransportwagen beim Haus der Katholischen Kirche in Baar abgeholt, um sich auf den Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze zu machen.

Vom Mittag des vergangenen Donnerstags bis zum Montagabend, 7. März, stapelten sich im und vor dem gelben Haus beim Zuger Kantonsspital riesige Mengen von Hilfsgütern. Gesammelt wurden sie von der katholischen und der reformierten Kirche im Kanton Zug. Conny Weyermann, stellvertretende Leiterin der Fachstelle Bildung-Katechese-Medien, leitete die Aktion. Im Namen der beiden Kirchen spricht sie allen Spenderinnen und Spendern sowie den freiwillig Helfenden ihren grossen Dank aus. Nebst Gütern des täglichen Gebrauchs wie Nahrungsmittel und Hygieneprodukte wurden auch Zügelkisten und Geld gespendet. Mit den Geldspenden konnten medizinische Produkte im Wert von über 800 Franken die Hilfslieferung ergänzen.

«Überwältigt von der Solidarität»

Conny Weyermann ist «überwältigt von der Solidarität der Zugerinnen und Zuger». Ganz besonders freut sie sich auch darüber, dass sich die beiden Kirchen mit dieser Aktion tatkräftig und ganz im Sinne von «ora et labora» (bete und arbeite) engagierten. Im Kontakt mit der spendenden Bevölkerung sei es auch immer wieder zu berührenden Momenten mit Menschen ukrainischer Herkunft gekommen, erklärt sie.

Initiative einer jungen Russin

Die Aktion kam auf Initiative der in der Schweiz lebenden 23-jährigen Russin Victoria Bucher zustande. Sie scheute keinen Aufwand, um die notleidenden Menschen in der Ukraine, zu denen auch ein Teil ihrer Familie gehört, zu unterstützen.

Beim Bepacken der Transporter: Conny Weyermann und Guido Estermann, Katholische Kirche Zug, mit Victoria Bucher (Mitte)

Mehrere Tonnen Hilfsgüter unterwegs

Mehrere Tonnen gesammelte Hilfsgüter wurden schliesslich von vier Liefertransportwagen abgeholt. Nun sind nun auf dem langen Weg zur polnisch-ukrainischen Grenze unterwegs. Dort sollen sie die zahlreichen Flüchtlinge, darunter auch viele Kinder und Babys, unterstützen.

 

Medienmitteilung der katholischen und der reformierten Kirche Zug vom 8. März 2022

 

Die Schweizer Bischofskonferenz, die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz und die Christkatholische Kirche der Schweiz sind bestürzt über das Leid, das die Menschen im Krieg in der Ukraine erleiden müssen. Landesweit werden die Glocken am 9. März 2022 um 10.00 Uhr läuten.

Die Kirchen laden ein zu Gebet und Innehalten und sind ein Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit allen Aktionen, die dem Frieden, der Nothilfe vor Ort und der Aufnahme von Geflüchteten dienen.

Die drei Schweizer Landeskirchen verurteilen den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der auch den Frieden in Europa bedroht. Wir fordern den russischen Präsidenten auf, die Kriegshandlungen sofort zu stoppen und weiteres Leiden zu verhindern. Unsere Solidarität gilt allen Menschen in der Ukraine und ihrer Angst und Sorge.

Am kommenden Mittwoch, dem 9. März 2022, werden deshalb die Glocken der Kirchen von 10.00–10.03 Uhr als Protest gegen den Krieg und für den Frieden in der Ukraine läuten. Während des Geläuts laden wir alle in der Schweiz ein, für drei Minuten innezuhalten und für Frieden zu beten.

Viele Menschen möchten sich in der jetzigen Situation engagieren. Die drei Kirchen sehen zwei Schwerpunkte:

  • Leisten von Nothilfe in der Ukraine und den Nachbarländern
  • Bereitschaft zur Aufnahme von Geflüchteten in der Schweiz

So werden die Glocken am Mittwoch als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität mit allen Aktionen, die dem Frieden, der Nothilfe vor Ort und der Aufnahme von Geflüchteten dienen, ertönen. Protest und Handeln werden getragen durch das persönliche Gebet sowie gemeinsame Friedensgebete und Friedensgottesdienste.

 

Bischof Felix Gmür, Schweizer Bischofskonferenz

Präsidentin Rita Famos, Evangelisch-reformierte Kirche der Schweiz

Bischof Harald Rein, Christkatholische Kirche der Schweiz

 

Die Katholische Kirche Zug zeigt sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Sie beteiligt sich zum einen an nationalen kirchlichen Hilfsaktionen, lanciert aber zum andern auch eine eigene kantonale Sammlung von Hilfsgütern zusammen mit der reformierten Kirche.

 Stefan Doppmann, Präsident der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug, äussert sich zum «unsäglichen Leid, das der Krieg über die Menschen in der Ukraine gebracht» hat, folgendermassen. «Wir zeigen unser Mitgefühl, indem wir Solidaritätsaktionen zur Linderung der grossen Not unterstützen, wie sie etwa die Caritas Schweiz organisiert». Dabei betont er, wie wichtig es ist, sich nicht nur kurzfristig zu engagieren: «Bei aller momentanen Betroffenheit dürfen wir nicht vergessen, dass unsere Unterstützung auch morgen und übermorgen noch notwendig sein wird und einen langen Atem verlangt».

Aktionen in Abstimmung mit der Gesamtkirche…

Das Engagement der Zuger Pfarreien folge grundsätzlich in Abstimmung mit der Gesamtkirche, betont auch Markus Burri, Mitglied der Konferenz der Pastoralraumleitenden. Damit ist beispielsweise der bischöfliche Aufruf von Felix Gmür auf der Website des Bistums Basel gemeint, für den Frieden zu beten. Die Pfarreien setzen das in Form von Fürbitten in den Gottesdiensten und Veranstaltungen mit Gebeten um.
In der Kirche St. Michael findet beispielsweise am Freitag, 11. März um 19.30 Uhr ein Benefiz-Konzert (Gesang und instrumental) mit internationalen Kunstschaffenden statt. Die Kollekte geht an die Glückskette Schweiz.

…aber auch eine lokale Initiative

Auch eine eigene, kantonale Hilfsaktion ist gemäss Markus Burri im Gange. Sie erfolgt in Zusammenarbeit mit der reformierten Kirche und unterstützt die Initiative der 23-jährigen schweizerisch-ukrainischen Doppelbürgerin Victoria Bucher, die seit 11 Jahren in der Schweiz lebt. Mitglieder ihrer Familie sitzen in der Ukraine im Bunker oder sind auf der Flucht. Die beiden Zuger Kirchen unterstützen die junge tatkräftige Ukrainerin, die durch persönliche Betroffenheit alle Hebel in Bewegung setzt, um «ihrem» Land zu helfen.

Haus der Katholische Kirche als Sammlungsort

Ab sofort können bis zum kommenden Montag, 7. März 2022, Hygieneartikel, Esswaren, Medizinische Produkte, Decken und Schlafsäcke (siehe Kasten) beim Haus der Katholischen Kirche in Baar abgegeben werden. Die Hilfsgüter werden dann in einem Kovoi in die notleidende Ukraine transportiert.

 

Diese Hilfsgüter können Sie spenden!

Hygieneartikel:
Seife, Windeln, Zahnbürsten, Zahnpasta, Tampons, Binden, Feuchttücher

Lebensmittel:
Müsli, Trockenfrüchte, Kaffee, Tee, Zucker, Riegel, Nüsse, Trinkwasser, Mehl, Babybrei Baby-Milchpulver, nahrhafte Konserven

Gesundheit:
Erste-Hilfe-Sets, Verbandsmaterialien, Desinfektionsmaterialien, Sterile Binden, Medizinische Handschuhe, Wundsalben, bakterientötende Pflaster, Schmerzmittel, Defibrilator

Sonstiges:
Schlafsäcke, Zelte, Taschenlampen, Touristenmatten, Power-Banks, Batterien, Kopfkissen, warme Decken.

Bitte spenden Sie keine Kleider und Spielsachen.

Abgabeort: Haus der Katholischen Kirche an der Landhausstrasse 15, Baar
Ab sofort bis Montag, 7. März täglich von 9.00-17.00 Uhr (auch am Samstag und Sonntag)

 

Bernadette Thalmann

 

Nach dem gestrigen Entscheid des Bundesrats werden per Donnerstag, 18. Februar 2022, fast sämtliche Corona-Massnahmen aufgehoben. Das betrifft auch die Gottesdienste. Für sie gilt ab sofort keine Zertifikatspflicht und keine Maskenpflicht mehr.

Die Maskenpflicht gilt nur noch im öffentlichen Verkehr, in Spitälern und Heimen – wobei für Heimbewohnende die Maskenpflicht wiederum entfällt. Den Kantonen stehe es allerdings frei, strengere Schutzmassnahmen anzuordnen oder aber bestimmte Einrichtungen von der Maskenpflicht auszunehmen», teilte der Bundesrat am Mittwoch mit.

Auch für Gottesdienste bedeutet die neue Regelung, dass keine Maskenpflicht mehr besteht. Auch fällt die bislang geltende Zertifikatspflicht für Gottesdienste mit über 50 Menschen. An Eingängen muss nicht mehr gezählt werden, Kirchenchöre können sich wieder wie früher treffen, proben und singen.

Das Bistum Basel empfiehlt, weiterhin an den Eingängen Desinfektionsmittel bereitzuhalten und Abstände zu beachten. Vor der Austeilung der Kommunion sollten sich die Kommunionspenderinnen und Kommunionspender die Hände desinfizieren.

Die im Bistum Basel noch bis Ende März 2022 geltenden Massnahmen und Empfehlungen

 

Bernadette Thalmann

 

 

Im ersten Corona-Lockdown hat Christian Kelter, Gemeindeleiter der Pfarrei Hünenberg, den Podcast «GlaubensZeit» lanciert. Inzwischen haben über 2’500 Menschen seine Online-Predigt fest abonniert. Mehr dazu im folgenden Interview.

 

Christian, wie würdest du selbst den Podcast «GlaubensZeit» umschreiben?

Mit der «GlaubensZeit» möchte ich zeigen, dass Glauben weder kompliziert, noch eng ist. Die Botschaft von Jesus ist auch nicht von gestern. Sie ist dauernd aktuell! Der Podcast möchte versuchen, den Menschen in knapp acht Minuten einen Impuls aus dem Evangelium mitzugeben. Etwas, worüber sie weiterdenken können und im Idealfall auch innerlich wachsen können. «GlaubensZeit» zeigt: Der Glaube hilft mir im Alltag. Er ist relevant.

 

Wann und weshalb ist die Idee entstanden?

Entstanden ist die «GlaubensZeit» im ersten Lockdown. Da waren ein bisschen mehr Zeit und innere Ruhe da. Ich dachte darüber nach, wie man Menschen im grösseren Stil erreichen könnte. André Sidler, ein Freund, der mit James FM sehr erfolgreich Radio macht, hat mich auf die Idee gebracht. Er ist auch für die Produktion verantwortlich.

 

Kannst du ein paar Beispiele nennen, was du jeweils thematisierst?

Der grösste Teil der Produktionen nahm bis Ende 2021 das Evangelium des jeweiligen Sonntags auf. Da war das Thema quasi vorgegeben. Der Podcast versteht sich in diesem Sinne als Predigt zum Nachhören. Während meines Sabbaticals im Frühsommer 2021 haben wir dann eine kleine «Special-Edition» eingeschoben. Die hiess «Mee(h)rSinn» – einfach, weil ich an der Ostsee war. Im Januar 2022 mache ich jetzt eine kurze thematische Serie: Es geht um die Frage, wie du Gott im eigenen Leben finden kannst und was dir helfen könnte, in seinem Sinne gute Entscheidungen zu treffen. Das gibt vielleicht drei bis vier Folgen. Mal sehen, wo wir rauskommen. Ich mache vieles intuitiv.

 

Was möchtest du mit dem Angebot erreichen?

Es gilt, das Evangelium in die Welt zu sprechen. Das scheint mit dem Podcast nicht schlecht zu klappen. Also ist das wichtigste Ziel erreicht: Mehr Evangelium wagen! Weiter haben wir auch gemerkt, dass Menschen sehr wohl ein Interesse an relevantem Glauben haben. Doch stehen die wenigsten dafür am Sonntagmorgen auf. Mit dem Podcast kann man die Botschaft auch im Auto hören, beim Staubsaugen oder abends mit einem Bier oder Tee auf dem Sofa. Die Botschaft kommt eigentlich genau dahin, wo sie hingehört: in den Alltag.

 

Welches Publikum willst du damit ansprechen? Eines, das sonst nicht in die Kirche kommt?

Die Hörerinnen und Hörer sind bunt gemischt. Einige unserer Firmlinge hören den Podcast, aber auch Leiter und Leiterinnen von Ministranten und Blauring. Sie geben öfters gutes Feedback. Überhaupt sind es tendenziell jüngere Menschen, die zuhören. Daneben gibt es auch solche, die in ihren eigenen Gemeinden nichts hören, was sie als relevant erachten. Auch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen (katholisch und reformiert) hören mit. Der Podcast bewegt etwas. Darüber staune ich bis heute selbst.

 

Die Sprache und auch der Inhalt wirken erfrischend weltlich.

Na, hoffentlich klingt das «weltlich»! Dahinein – in die Welt – ist Gott ja schliesslich auch gekommen. Aber ich weiss, was du meinst. Der kirchlich-pastorale Ton ist ja tatsächlich nicht zum Anhören. Warum reden manche im Gottesdienst ganz anders als sie es daheim am Küchentisch tun? Kein Wunder, dass kirchliche Sprache oft als fremd und damit irrelevant empfunden wird. Mir ist das Evangelium schlicht zu heilig, um es zu Verkauderwelschen. Während der Vorbereitung stelle ich mir immer ein paar meiner kirchlich distanzierten Kolleginnen und Kollegen vor. Imaginär versuche ich, denen klarzumachen, was mir zu diesem Bibeltext einfällt und was das mit ihnen zu tun haben könnte. Erst wenn die es verstehen, ist ein Text gut und eine Predigt brauchbar.

 

Wie gut kommt der Podcast an?

Der Erfolg hat uns alle ein wenig überrascht. Bis heute wurden 69 Ausgaben von «GlaubensZeit» publiziert. Die wurden gesamthaft mehr als 60’000-mal abgerufen. Jede Ausgabe wurde im Durchschnitt rund 900 Mal angehört, einzelne Folgen erreichten bis zu 2’500 Aufrufe. Im Spätsommer waren es weniger. Aktuell haben jetzt rund 2’500 Menschen die «GlaubensZeit» fest abonniert.
Über die Hörerschaft insgesamt wissen wir nicht sehr viel. In letzter Zeit werde ich aber in Zug oder Luzern öfters von Unbekannten auf den Podcast angesprochen. Das finde ich schon enorm. Was wir wissen: 80% der Hörerinnen und Hörer leben in der Schweiz, 5% hören aus Deutschland zu, und sage und schreibe 10% leben in den USA. Dafür habe ich keine Erklärung. Ich freue mich aber darüber.

 

Der Podcast kann auf www.pfarrei-huenenberg.ch (ganz unten auf der Startseite) angehört und über iTunes und Spotify abonniert werden.

Schauen Sie sich auch die «Impulse aus der Stille» von Bernhard Lenfers, Gemeindeleiter Pfarrei St. Johannes, Zug, an.

 

Interview: Bernadette Thalmann

Heuer feiert die St. Thomas Kirche in Inwil ihr 50-jähriges Jubiläum. Während des ganzen Jahres sind diverse Anlässe geplant. Den Höhepunkt bildet die Ebeler Chilbi vom 3. Juli. Dann findet auch die Uraufführung einer eigens dafür komponierten Messe statt.

Eigentlich wäre das Jubiläum bereits im vergangenen Jahr fällig gewesen. Wegen Corona musste das Organisationskomitee die Feierlichkeiten jedoch verschieben. In diesem Jahr findet nun eine ganze Reihe von Anlässen mit Bezug auf das Jubiläum statt.

Ebeler Chilbi am 3. Juli

Den Höhepunkt bildet die Ebeler Chilbi am 3. Juli. «Der St. Thomas Chor freut sich jetzt schon auf die Uraufführung der eigens komponierten Messe zu Ehren des Apostels Thomas, dem Namenspatron der Kirche», sagt Roger Kaiser, der verantwortliche Diakon für St. Thomas. Die Messe wurde komponiert von Roland Küng, Text und Konzept stammen von Charlotte Küng. Der Chor wird unterstützt durch die Appenzeller Streichmusik-Geschwister Küng. Bischof Denis Theurillat wird Ehrengast sein.
Am Nachmittag findet im Saal des Thomaszentrums noch eine Fotoschau statt.

Familientag am 7. Mai

Ein weiterer Schwerpunkt der Feierlichkeiten findet bereits am 7. Mai statt. Es handelt sich um einen Familientag, für den ein Clown engagiert wird. Der Anlass mit anschliessendem Zvieri richtet sich vor allem an die Kinder. «Der Clown führt sie zur Orgel und wird ihnen zusammen mit dem Organisten auf humorvolle Art deren Funktionsweise erklären», führt Roger Kaiser weiter aus.

Gala-Abend und Adventskonzert zum Abschluss

Zwei weitere Höhepunkte schliessen dann das Jubiläumsjahr ab: Am 25. November gibt es einen Gala-Abend mit Musik, feinem Essen und weiteren Überraschungen. Eingestimmt wird diese Feier mit einer Präsentation und Ausstellung zur Geschichte der St. Thomas Kirche mit anschliessendem Apéro. Und schliesslich findet am 2. Dezember noch das Adventskonzert mit dem St. Thomas Chor statt, der ebenfalls sein Jubiläum feiert.

Alle Anlässe zum Jubiläumsprogramm finden Sie auf www.pfarrei-baar.ch.
(Klicken Sie in der Agenda oben bei der Kategorie «50 Jahre St. Thomas» an)

 

Bernadette Thalmann

 

Der Bundesrat hebt per Donnerstag, 3. Februar, die Homeoffice-Pflicht und die Kontaktquarantäne auf. Aus Sicht der Regierung lässt die Situation in den Spitälern diesen Schritt zu. An der Zertifikatspflicht für Gottesdienste ändert sich vorerst nichts.

Für Gottesdienste gilt weiterhin: Nehmen weniger als 50 Personen teil, gilt keine Zertifikatspflicht. Bei religiösen Veranstaltungen ab 50 Personen gelten die gleichen Vorgaben wie für andere Veranstaltungen: Der Zugang ist auf genesene oder geimpfte Personen beschränkt (2G). Das Tragen einer Maske in einer Kirche oder einer anderen Kultstätte ist weiterhin obligatorisch. Seit dem 22. Januar müssen keine Kontaktdaten mehr erhoben werden.

Für die übrigen Bereiche gilt sogar, zusätzlich zu 2G, je nachdem weiterhin eine Testpflicht. Dies dort, wo die Maske nicht getragen oder nicht am Tisch gegessen und getrunken werden kann, etwa an Blasmusikproben oder in Clubs. Dort braucht es zusätzlich einen negativen Test. Personen, deren Impfung, Auffrischimpfung oder Genesung nicht länger als vier Monate zurückliegt, sind von dieser 2G-plus-Testpflicht ausgenommen. /kath.ch

Die neusten Schutzmassmahmen des Bistums Basel finden Sie hier

Yves Bossart, Philosoph und SRF-Moderator, sprach in der CityKircheZug zum Thema Gelassenheit. Sie sei eine ethische Tugend, vertrat er, warnte aber vor der Gefahr, sie mit Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit zu verwechseln.

Gleich zu Beginn des Anlasses vom 2. Februar in der CityKircheZug machte es Yves Bossart deutlich: Auch er ist immer wieder auf der Suche nach Gelassenheit. Und dies, obwohl er theoretisch genau weiss, wie man stoisch durchs Leben gehen kann. Aber der Alltag mit zwei kleinen Kindern holt auch ihn immer mal wieder aus der Komfortzone.

«Ein Freund deiner selbst»

«Sei ein Freund deiner selbst» hat Seneca schon vor mehr als 2000 Jahren gesagt. Die Philosophen des Altertums suchten Antworten auf die Frage, wie gutes Leben gelingen kann. Gelassenheit, Gemüts- und Seelenruhe galten als erstrebenswert, in einer Welt, die bereits damals als hektisch empfunden worden war.

Und heute? Hektik, Zeitdruck, Beschleunigung, Informationsflut, Klimakrise und Corona: Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen. Viele technische Errungenschaften (Eisenbahn, Waschmaschine, E-Mail) wurden erfunden, um die Arbeiten schneller zu erledigen und damit Zeit zu gewinnen. Und das Paradox: Wir reisen weitere Distanzen, waschen und schreiben mehr, haben aber dennoch weniger Zeit als zuvor.

«In den Willen Gottes ergeben»

Auch in der Mystik finden sich viele Anregungen: Hier wird Gelassenheit als «vertrauensvolles sich Ergeben in den Willen Gottes» verstanden.

Yves Bossart nennt auch Gefahren der Gelassenheit wie z.B. Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit. Bei Fragen wie Diskriminierung oder Klimaschutz dürfen wir nicht einfach die Augen schliessen, denn die Gelassenheit ist eine ethische Tugend.

Alessandro d’Episcopo, virtuoser Jazzmusiker am Klavier, setzte die Denkanstösse von Yves Bossart gekonnt musikalisch um und liess für einen Moment Alltag, Stress und Sorgen vergessen. Das ausserordentlich zahlreich erschienene Publikum dankte mit grossem Applaus für den gelungenen Abend.

 

Für die CityKircheZug: Gaby Wiss

 

In diesem Jahr veröffentlicht die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ) erstmals eine Zusammenstellung von kurz gehaltenen Jahresberichten der kantonalen Fachstellen für das Jahr 2021.

«Wir wollen vermehrt auf die umfangreichen und wertvollen Leistungen der Katholischen Kirche Zug für die Bevölkerung hinweisen», sagt Markus Burri zur Erstausgabe der Fachstellenberichte. «Auf die neuen Bedürfnisse ihres Zielpublikums infolge Corona haben beispielsweise alle betroffenen Fachstellen umgehend reagiert, indem sie entweder ihre Angebote angepasst oder sogar neue kreiert haben.»

Zu den Fachstellenberichten

 

Bernadette Thalmann

Drei Tage lang haben im Bistum Basel rund 80 Personen die Ergebnisse aus der «Wir sind Ohr»-Umfrage der Basis diskutiert. Auch «heisse Eisen» wurden angerührt. So verlangt die synodale Versammlung, dass auch Frauen und Verheiratete Zugang zu den Weiheämtern erhalten.

mehr

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Weitere Nachrichten

aus der Kirche Schweiz