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Das Konklave hat am 8. Mai Kardinal Robert Francis Prevost zum neuen Papst gewählt. Dieser hat den Namen Leo XIV. angenommen.

Gross war der Jubel auf dem Petersplatz, als kurz nach 18 Uhr aus dem Kamin der sixtinischen Kapelle weisser Rauch aufstieg und kurz darauf die Glocken des Petersdomes zu läuten begannen.

Der 1955 in Chicago geborene Kardinal Robert Francis Prevost gehört dem Augustinerorden an. Nach der Begrüssung der Gläubigen mit dem Friedensgruss nahm er mehrfach Bezug auf das Thema Frieden. Er dankte auch seinem Vorgänger Papst Franziskus und betonte, die Kirche müsse Dialog herstellen und eine synodale Kirche sein. In seiner kurzen, in einfacher Sprache und flüssig gehaltenen Ansprache erinnerte er auch an ein Zitat des Ordensgründers Augustinus: «Mit euch bin ich Christ, für euch bin ich Bischof». Seine marianische Frömmigkeit zeigte sich, indem er zusammen mit den Gläubigen nicht etwa ein Vaterunser, sondern ein Ave Maria betete.

Schliesslich spendete er seinen ersten päpstlichen Segen.

Papst Leo XIV erteilt seinen ersten päpstlichen Segen. Screenshot VaticanNews

Führt Leo XIV. das Erbe von Franziskus weiter?

Mit seinem ersten Auftreten setzte Papst Leo XIV. mehrere Zeichen, die seine Ausrichtung andeuten könnten. Der letzte Papst Leo, der XIII. gilt als Arbeiterpapst. Er hatte 1891 die erste Sozialenzyklika «Rerum Novarum» geschrieben, welche damals als revolutionär galt und den Grundstein für die kirchliche Soziallehre legte. Papst Leo XIII. zeichnete sich auch durch eine tiefe Marienfrömmigkeit aus,  ie in mehreren Schreiben zum Ausdruck kam.

Einsatz für die einfachen Menschen, Vertrauen in die Fürsprache Mariens und die Kirche zur Synodalität anstossen – das waren auch Merkmale des verstorbenen Papstes Franziskus. Führt die Namenswahl Leo XIV. programmatisch das Erbe seines Vorgängers weiter? Es bleibt spannend.

Die Internationalen Zuger Orgeltage bringen jeweils unbekannte Literatur anderer Länder nach Zug. Vor mehr als 40 Jahren führte Olivier Eisenmann diese Konzertreihe erstmals durch, dieses Jahr finden sie in dieser Form zum letzten Mal statt. Eigene Orgelkonzerte von ihm und eingeladenen Gast-Solisten im Kanton Zug sind aber auch in Zukunft möglich.

Seit 1983 führt Olivier Eisenmann im Frühling die Internationalen Zuger Orgeltage durch, stets darauf bedacht, auch unbekannte Literatur zum Klingen zu bringen. Eingeladen waren und sind Organistinnen und Organisten aus anderen Staaten, deren Repertoire an den Internationalen Zuger Orgeltagen mindestens zu einem Drittel aus hierzulande unbekannter Literatur aus ihrer Heimat bestehen soll. So wird, unabhängig von der Epoche, authentisch die eigene Kultur wiedergegeben.

Die Anfänge der Internationalen Zuger Orgeltage reichen in die 1970er Jahre zurück, als Olivier Eisenmann – zuerst als Pianist, dann als Organist – in nord- und osteuropäischen Staaten Orgelkonzerte spielte. Der Reichtum der dortigen musikalischen Literatur beeindruckte ihn, sodass er nach und nach begann, Orgelkonzerte zu organisieren und die Werke zu erklären.

Dieses Jahr führt Olivier Eisenmann die Internationalen Zuger Orgeltage zum letzten Mal durch. Damit die vielen Werkserklärungen erhalten bleiben, die er in den vergangenen 43 Jahren verfasst hat, schliesst er nicht aus, diese zusammenzutragen und zu veröffentlichen.

Olivier Eisenmann lehrte jahrelang am Gymnasium der Kantonsschule Zug und spielte Orgelkonzerte in fast allen europäischen Ländern wie auch in den USA, Südamerika und Asien. Von der Stadt Zug erhielt er den Ehrenpreis der Zuger Kulturschärpe 2022 für sein Engagement für die von ihm gegründeten und künstlerisch geleiteten Internationalen Zuger Orgeltage.

Text: Marianne Bolt

 

Programm der Internationalen Zuger Orgeltage 2025

Zum Auftakt am 4. Mai interpretierten die Estin Marju Riisikamp und die Dänin Viola Chiekezi in der Pfarrkirche Rotkreuz vierhändig, an zwei Orgeln und solistisch neben Werken aus dem 18. Jahrhundert auch folkloristisch geprägte Kompositionen.

Neben J.S. Bachs Triosonate BWV 525 und «Toccata, Adagio und Fuge BWV 564 sowie zwei Sätzen aus Charles-Marie Widors 6. Orgel-Symphonie befinden sich auf dem Programm des deutschen Organisten Frank Scheffler aus Bad Nauheim, der am 11. Mai um 17.00 Uhr in der Pfarrkirche Baar spielt, auch eine Fantasie im empfindsamen Stil von Gottlieb Müthel sowie der hierzulande selten aufgeführte «Tanz der Schulamit» aus den «Biblischen Tänzen» von Petr Eben.

Stark vertreten sind Kompositionen aus Finnland, die Riikka Viljakainen aus ihrem Heimatland am 18. Mai um 15 Uhr in der Klosterkirche Frauenthal in Hagendorn präsentieren wird: von Kaj-Erik Gustafsson, Armas Maasalo, Harri Viitanen, Jonas Kokkonen und Osmo Honkanen. Sie erklingen nach vertrauten Werken von J.S. Bach, G.A. Homilius und Felix Mendelssohn.

Am Orgelkonzert in St. Jakob in Cham am 21. Mai um 19.30 Uhr spielt die Organistin Ursula Grahm neben begeisternden Stücken von J.S. Bach, Bedřich Janáček, Henri Mulet und H.B. Orlinski virtuose und emotional berührende Kompositionen aus ihrem Wirkungsfeld Schweden: von Johan-Magnus Sjöberg und Oskar Fredrik Lindberg.

Am 15. Juni um 19.00 Uhr bringt Alessandra Mazzanti aus Bologna in der Bruder Klaus Kirche Oberwil neben beliebten und virtuosen Werken von J.S.Bach, den Spätromantikern J.G. Rheinberger und Théodore Dubois hier selten aufgeführte Stücke von drei Italienern, darunter Marco Enrico Bossi, zu Gehör.

Das Schaffen dieses berühmten Orgelpioniers, der vor 100 Jahren starb und die Musikbegeisterten in seiner Heimat mit der romantischen Musik aus Deutschland und Frankreich bekannt machte, steht auch im Zentrum des Abschlusskonzerts am 22. Juni um 11.00 Uhr in der reformierten Kirche in Zug. An diesem Duo-Konzert mit der Flötistin Verena Steffen konzentriert sich Olivier Eisenmann auf Werke von Bossi: die Idylle, ein an César Franck erinnerndes Charakterstück, sowie sein letztes Orgelwerk von 1922, die mehrteilige, stilistisch schon durch impressionistische Klangatmosphäre geprägte «Meditation in einer Kathedrale». Attraktiv sind auch die Duo-Werke von Rheinberger, Dubois und vor allem die Uraufführung der «Lurnfelder Miniaturen» des Österreichers Helmuth Franz Luksch. Von ihm spielte das Duo schon letztes Jahr in Zug eine Uraufführung. Für Abwechslung sorgt auch ein melodiöses, technisch anspruchsvolles Flötensolo von Jacques Ibert. Umrahmt wird die Matinee von zwei virtuosen Orgel-solo-Delikatessen: eine Passacaglia von Rheinberger als Auftakt und als fulminantes Finale die brillante «Marche triomphale» von Théodore Dubois.

Alle Konzerte sind frei zugänglich. Kollekte am Ausgang.

Dr. Olivier Eisenmann

Im Mai werden das Leben und damit die Fruchtbarkeit im Summen und Zwitschern hörbar und im leuchtenden Blühen und Wachstum sichtbar. Im Kirchenjahr ist der Mai daher Maria gewidmet. Das jüngste Bild von der Zugerin Andrea Roder Honegger zeigt Maria als Licht der Liebe. Die Künstlerin erzählt, was Maria für sie bedeutet.

Eine moderne, leuchtende Mariendarstellung aus der Hand einer Künstlerin, die sich ansonsten nicht christlichen Motiven widmet? Das gibt’s. «Maria ist einfach zu mir gekommen», sagt die Zugerin Andrea Roder Honegger*. Sie blickt zurück und erzählt, dass es kein bewusster Entscheid gewesen sei, Maria darzustellen.

Ohne zu wissen, was entstehen will, habe sie zu malen begonnen. Nach und nach sei die Silhouette eines Menschen aufgetaucht. Aus dem Menschen ging eine Frau hervor und daraus eine Frau, die einen blauen Schleier trägt. «Das sieht ja aus wie Maria!», habe sie bei diesem Anblick erstaunt festgestellt. Erst von diesem Moment an war es für Andrea Roder ein bewusster Prozess, Maria zu malen. «Sie kam still, weich, stark und leuchtend. Ich bin ihr gefolgt, mit Farbe, mit Intuition und mit meiner ganzen Weiblichkeit.»

«The light of love», Andrea Roder Honegger

Ansprechpartnerin in jeder Lebenssituation

Die Künstlerin verbindet unterschiedliche Erinnerungen, Gefühle und Rollen mit Maria. «Meine Mutter sang jeweils Marienlieder an meinem Bett. Und als Kind lernte ich Mariengebete.» Dieses Bild hat sich in der erwachsenen Künstlerin verändert. Maria ist für sie ein Urbild, eine Urfrau. Ein Archetyp, eine Erinnerung an das, was Frauen sind: tief verbunden mit dem Leben, mit Mutter Erde und miteinander. Maria steht für sie für das Mütterliche in allen Frauen: Wie sie halten, hüten, fühlen und lieben. Und Maria wurde mit Schicksalen konfrontiert, sodass sie in jeder Lebenssituation Ansprechpartnerin ist.

In der lauten, schnellen und harten Welt sieht Andrea Roder die Notwendigkeit von weichen, weiblichen Räumen, in denen sich Frauen echt, verletzlich und kraftvoll begegnen. Und sie äussert den Wunsch, dass sich Frauen gegenseitig sehen, nähren und feiern. Dass sie nicht gegeneinander, sondern miteinander wirken. «Und dass wir wieder vermehrt in Kreisen sitzen, um einander in unsere Grösse zu begleiten, uns gegenseitig an das zu erinnern, was wir schon immer waren. Und ja ich glaube, Maria würde sich spontan dazu setzen. Ohne Vorurteil. Von Frau zu Frau, von Herz zu Herz.»

Das Marienbild – Andrea Roder nennt es «The light of love», das Licht der Liebe. Es soll an das Heilige im Weiblichen erinnern.

Text: Marianne Bolt

*Andrea Roder Honegger stammt aus Zug und ist auch heute noch hier wirksam.

Das 1,2 x 1,7 Meter grosse Bild «The light of love» ist vom 1. bis 31. Mai jeweils von 7.00 bis 18.30 Uhr in der Kapelle Mariahilf zu sehen. Die Mariahilfkapelle liegt zwischen der St. Oswaldskirche und dem Parkhaus Casino in Zug.

Der Verlust eines nahestehenden Menschen kann einen tiefen Einschnitt im Leben darstellen und den Umgang mit Trauer zu einem herausfordernden Prozess machen. Um Menschen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen, lancieren die ökumenische Seelsorge Palliative Care und Palliativ Zug ein neues Angebot: eine begleitete, feste und zeitlich befristete Trauergruppe.

Diese Trauergruppe bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, über acht aufeinanderfolgende Abende ihre persönliche Situation zu reflektieren und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die erfahrenen Trauerbegleiterinnen Rita Kälin aus Steinhausen und Irmgard Schmid-Schuler aus Baar werden die Gruppe leiten und den Teilnehmenden wertvolle Unterstützung bieten.
Flyer „Begleitung in der Trauer“

  • Daten: 2./9./16./23. April, 7./21. Mai, 4./18. Juni 2025, 17.30-20 Uhr,
  • Ort: Reformiertes Kirchenzentrum Zug
  • Kosten: CHF 400.-
  • Auskunft: Irmgard Schmid-Schuler (Mobile 079 777 37 04) Mail
  • Anmeldung bis 19. März 2025 an info@palliativ-zug.ch

Nach zweijähriger Planungs- und Umsetzungsphase hat der Kirchenschatz von St. Oswald in der Kapelle Maria Hilf seinen neuen Bestimmungsort gefunden.

 Der Kirchenschatz der Stadtzuger Kirche St. Oswald umfasst eine beachtliche Sammlung bis zu 500 Jahre alter, herausragender Gold- und Silberschmiedearbeiten sowie andere Kunstschätze. Nach einer zwei Jahre dauernden Planungs- und Umsetzungsphase ist er ab anfangs März in der Kapelle Maria Hilf im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich.

Rare Kunstschätze zugänglich gemacht

«Die qualitativ ausserordentlich hochwertigen und beeindruckenden Kunstschätze, insbesondere die Silberstatue des heiligen Michael, sind in dieser Art sehr rar» erklärt Elisabeth Feiler, Kuratorin für Kunst- und Kulturgüter der Katholischen Kirchgemeinde Zug. Entsprechend war es dem Kirchenrat und der Pastoral ein Anliegen, diese einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der neue, barrierefreie Standort in der Kapelle Maria Hilf ist ideal. Im bestehenden historischen Schrank wurde eine speziell gefertigte, mehrfach gesicherte, klimatisierte Vitrine integriert. Um die Kapelle weiterhin als Andachtsort zu respektieren, wird die Vitrine nur im Rahmen von Führungen geöffnet.

Silberstatue des heiligen Michael. Foto: Beni Suter

Einsegnung und Führungen

Die Einsegnung mit anschliessender Führung findet am Sonntag, 2. März 2025, 11.15 Uhr in der Kapelle Maria Hilf statt. Die Einsegnung nimmt Pfarrer Reto Kaufmann vor. Die Führung übernimmt Kuratorin Elisabeth Feiler.

Die nächsten Führungen finden

  • am Internationalen Museumstag vom 18. Mai,
  • am 23. Mai anlässlich der langen Nacht der Kirchen
  • und am 1. August 2025 statt.

Private Führungen sind auf Anfrage möglich via info@kath-zug.ch.

Alte Tradition

Die Tradition, Kunstschätze in Schränken zu bewahren, reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als fürstliche und wohlhabende Bürger repräsentative Sammlungen anlegten, die nur zu besonderen Anlässen gezeigt wurden. Die im Gottesdienst verwendeten Objekte wie Monstranzen oder Kelche, wurden meistens in der Sakristei der jeweiligen Kirche aufbewahrt.

Ein Esstisch, an welchem die Portionen die Weltbevölkerung widerspiegeln – das gibt es am Risky Dinner. Das Los entscheidet, wer ein üppiges Mehrgangmenu, ein Menu, das der Mittelschicht entspricht oder aber ein ganz einfaches Essen der ärmsten Bevölkerungsschicht erhält. Im März wird in Oberwil ein Risky Dinner durchgeführt.

Pfarreiblatt: Barbara Vollmeier-Widler, die Pfarreiräte Oberwil und St. Michael führen in der Fastenzeit ein «Risky Dinner» durch. Der Name bedeutet auf Deutsch «risikoreiches Abendessen». Was hat es damit auf sich?
Barbara Vollmeier-Widler: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen sich auf einen Abend ein, an dem sie nicht wissen, was und wie viel sie zu essen kriegen. Aber keine Angst, bei diesem Experiment muss niemand hungrig nach Hause gehen.

Wie kommt es, dass unterschiedlich grosse Speisen aufgetischt werden?
Die Speisen widerspiegeln die Mahlzeiten gemessen an der Weltbevölkerung. Eine kleine Oberschicht isst gut, abwechslungsreich und viel. Die Mittelschicht erhält eine eher gewohnte Portion, und eine grosse – von Armut betroffene – Schicht erhält beispielsweise einen Teller Reis oder Polenta.

Beim Risky Dinner erfahren die Teilnehmenden erst am Tisch, zu welcher Gesellschaftsschicht sie an diesem Abend gehören. Foto: zVg

Wer entscheidet, wer welches Menu erhält?
Bei der Ankunft bezahlen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer 25 Franken und setzen sich dorthin, wo sie möchten. Dann ist es das Los, das über das Mahl entscheidet. Die Sitzplätze werden nicht getauscht, und so sitzen die verschiedenen Gesellschaftsschichten bunt gemischt zusammen.

Sie haben letztes Jahr gemeinsam mit einer anderen Pfarreirätin an einem Risky Dinner teilgenommen. Wie haben Sie das erlebt?
Es war für mich ein spannender Abend. Ich fand es sehr angenehm, dass wir Wissen vermittelt bekamen, ohne dass uns ein schlechtes Gewissen gemacht wurde. Dieser Anlass hat mir vor Augen geführt, was für Glückspilze wir sind, dass wir in der Schweiz geboren wurden.

In welcher Gesellschaftsschicht hatten Sie gegessen?
Ich hatte das 5-Gang-Menu der Oberschicht gewonnen. Das empfand ich maximal unangenehm, weil mir die meisten beim Essen zuschauen mussten. Unmittelbar neben mir sass eine Person der untersten Schicht, die ziemlich lange warten musste, bis sie endlich auch etwas zu Essen bekam. Wenigstens dürfen sich am Schluss alle am Dessertbuffet bedienen.

Durften Sie das Essen mit anderen teilen?
Ich habe einem Herrn meinen Wein zugunsten von Mary’s Meals verkauft. Die Portionen beim 5-Gang-Menü sind aber so gewählt, dass man es gut allein schafft. Ich denke, es geht an diesem Abend vor allem darum, ein «Was-wäre-wenn-Gefühl» zu entwickeln.

Das Risky Dinner ist von der Organisation «Mary’s Meals» ins Leben gerufen worden. Ist an diesem Abend etwas von Mary’s Meals spürbar?
Während den Essenspausen gibt es Minivorträge von Mary’s Meals mit Videos, Bildern und Grafiken. Dabei wird über die Ziele der Organisation und ihre Wirkungsorte berichtet.

Die 25 Franken Teilnahmegebühr dürften weitestgehend für die Kosten des Abendessens verwendet werden. Wie profitiert Mary’s Meals dennoch davon?
Alles, was von den Teilnahmegebühren übrigbleibt, wird an Mary’s Meals gespendet. Da zwischen den verschiedenen Gängen über die Organisation berichtet wird, entscheiden sich jeweils viele dazu, anschliessend für Mary’s Meals zu spenden.

Im März findet nun in Oberwil ein Risky Dinner statt. Wer darf daran teilnehmen?
Es dürfen alle kommen, die sich für ein Risky Dinner interessieren! Wir haben Platz für 100 Personen. Aufgrund der begrenzten Personenzahl und um zu wissen, ob sich jemand vegetarisch ernährt oder Lebensmittelunverträglichkeiten hat, ist eine Anmeldung erforderlich.

Interview: Marianne Bolt

 

Risky Dinner in Oberwil

Freitag, 21. März, 18.30 Uhr, Pfarreizentrum Bruder Klaus, Oberwil. Anmeldung bis 14. März unter www.marysmeals.ch/machen-sie-mit/risky-dinner-oberwil-zug oder via Pfarramt Oberwil, Tel. 041 726 60 10.

Mary’s Meals

Die Organisation Mary’s Meals versorgt täglich mehr als 2’400’000 Kinder mit einer guten Mahlzeit an ihrer Schule. Dadurch werden viele Kinder zum Schulbesuch ermutigt und erhalten die Bildung, die sie dereinst aus der Armut herausführen kann. Für 24.50 Franken kann ein Kind ein Jahr lang an der Schule gesättigt werden. www.marysmeals.ch

Erst am Tisch erfahren die Teilnehmenden, zu welcher Gesellschaftsschicht sie an diesem Abend gehören.

Die Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug (VKKZ) präsentiert im Jahresbericht die vielfältigen Aktivitäten der Fachstellen und Spezialseelsorgen.

Vielfältige Präsenz in der Gesellschaft

Die VKKZ ist mehr als nur eine Verwaltungsorganisation. Zu ihren Aufgaben zählt es, im Auftrag der Delegiertenversammlung, verschiedenste Fachstellen, Spezialseelsorgen und Missionen zu organisieren. So ist die katholische Kirche im Kanton Zug auch an speziellen Brennpunkten des Lebens präsent: im Spital, in der Psychiatrie, im Gefängnis oder bei Menschen mit Beeinträchtigung. Die spezialisierten Fachstellen bilden Katechetinnen und Katecheten aus, regen Politik und Wirtschaft an, Antworten auf aktuelle wirtschafts- und sozialethische Fragen zu finden, sorgen für Präsenz in der Öffentlichkeit und pflegen den Dialog mit Medien.

Ein erfüllender Auftrag

VKKZ-Präsident Stefan Doppmann betont die Sinnhaftigkeit seiner Aufgabe: «Als VKKZ haben wir den Auftrag, die Fachstellen und Spezialseelsorgen zu ermöglichen. Das erfahre ich als Präsident als sehr sinnstiftend und erfüllend».

Abschied mit Weitblick

Sandra Dietschi verabschiedet sich in diesem Jahresbericht als Gesamtleiterin der Fachstellen und Spezialseelsorgen und plädiert für wohlwollende Offenheit, um eine zukunftsorientierte Kirche zu gestalten. Im Abschiedsgruss wünscht sie der katholischen Kirche im Kanton Zug «Offenheit, Neugierde und immer wieder den Mut, Neues auszuprobieren – ohne Netz und doppelten Boden.»

Die Fachstellen und Spezialseelsorgen geben im Jahresbericht 2024 Einblick in ihr Wirken.

Lesen Sie mehr

Der vollständige Jahresbericht 2024 aller Fachstellen, Spezialseelsorgen und Missionen ist hier verfügbar.

In vier Kursen innerhalb eines Jahres wurden 150 kirchlich und seelsorgerlich Mitarbeitende im Kanton Zug für das Wahren von Grenzen in ihrer Arbeit sensibilisiert.
In verschiedenen Bereichen sei es in Katechese, Jugendarbeit, Seelsorge oder Behörde tragen diese Mitarbeitenden besondere Verantwortung für das Wohlergehen der jungen und älteren Menschen, mit denen sie in Kontakt stehen. Angesichts der dringenden Notwendigkeit, die Missbrauchsthematik konsequent aufzuarbeiten, kommt der Präventionsarbeit hohe Bedeutung zu.

Organisation der Kurse

Für die katholische Kirche im Kanton Zug übernahm die Gesamtleiterin der Fachstellen, Sandra Dietschi, die Organisation der entsprechenden Kurse. Für die Kurse im Januar 2025 wurde Sieglinde Kliemen beigezogen, die seit Dezember 2022 als Präventionsbeauftragte des Bistums Basel tätig ist.

Sieglinde Kliemen bringt umfangreiche Erfahrung als systemische Beraterin mit, spezialisiert auf Trauma, psychiatrische Diagnosen und Opfer-Täter-Dynamiken. Zudem ist sie Co-Präsidentin des Vereins Zwüschehalt und mit dem Thema häusliche Gewalt vertraut, indem sie sich für betroffene Männer und Väter mit deren Kindern einsetzt.

Inhalt der Kurse

In den vier Kursen mit dem Titel «Nähe und Distanz – Grenzwahrung in der kirchlichen und seelsorgerischen Arbeit» wurden die gut 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Inhalten und Massnahmen zur Prävention und Intervention des Schutzkonzeptes des Bistums Basel geschult. Mit Instrumenten zur Selbstreflexion wurden sie sensibilisiert und setzten sich mit dem Thema Nähe und Distanz auseinander. Ein zentraler Aspekt war die Bewusstseinsarbeit darüber, wie Grenzverletzungen bis hin zu sexuellen Übergriffen entstehen können.

Analytische Perspektiven

Im Rahmen des Präventionskurses vermittelte Sieglinde Kliemen auch einen analytischen Blick auf Ungleichgewichte und Abhängigkeiten in Beziehungen sowie die Strategien von Täterinnen und Tätern. Sie gab den Teilnehmenden konkrete Hilfestellungen für den professionellen Umgang, falls sie von Übergriffen betroffen sind, Zeugen davon werden oder einen Verdacht schöpfen.

Spannungsfeld von Übergriffen

Besonders aufschlussreich war die Betrachtung des Themas Übergriffe im Spannungsfeld von Vernachlässigung, Überforderung und Hypersensibilität:

  • Wer sich (zu) sicher fühlt, läuft in Gefahr, unachtsam zu werden.
  • Wer überfordert ist, schiebt das Thema beiseite.
  • Wer hypersensibel reagiert, kann sich in einen permanenten Angstzustand hineinsteigern, dass etwas geschehen könnte.

«Gesunder Umgang bewegt sich im Mittelfeld zwischen Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und gesundem Menschenverstand», brachte Kliemen das Spannungsfeld prägnant zusammen.

Austausch und Reflexion

Im Austausch mit den Kursteilnehmenden beantwortete die Spezialistin Sieglinde Kliemen Fragen analytisch und klar und forderte mit präzisen Rückfragen zum Weiterdenken an.

Basisschulung zum Schutzkonzept für Seelsorgende, Verantwortliche in Kirchenräten und Fachstellen. Foto: Arnold Landtwing

Kirche schaut hin: alle Informationen und Massnahmen

Unter dem Link «Kirche schaut hin» finden Sie auf der Homepage der Katholischen Kirche im Kanton Zug sämtliche Massnahmen im Kanton sowie im Bistum und national.

Ende Januar hat Sandra Dietschi ihre Tätigkeit als Gesamtstellenleiterin der Fachstellen und Spezialseelsorgen der katholischen Kirche im Kanton Zug beendet. Beim Abschiednehmen wird deutlich, wie vielfältig ihre Aufgaben waren.

Als Gesamtleiterin Fachstellen und Spezialseelsorge war Sandra Dietschi seit Oktober 2022 verantwortlich für die Fachstellen Bildung-Katechese-Medien (BKM), Forum Kirche und Wirtschaft, Kommunikation, kirchliche Jugendarbeit sowie die Seelsorge in Spital, Psychiatrie, Gefängnis und Seelsam, die Seelsorgestelle für Menschen mit Behinderung. Als Mitglied im Beirat der FRW unterstützte sie den interkulturellen Dialog. Als Co- Leiterin förderte sie Freiwilligenarbeit im Kanton durch die ökumenische Wegbegleitung. Neben fachlichen und personellen Fragen lag ihr Herzensanliegen im Austausch und der Vernetzung. Es war Sandra Dietschi wichtig, dass die einzelnen Stellen voneinander wissen, Kooperationen suchten und ein gemeinsames Bewusstsein als katholische Kirche im Kanton Zug entwickelten. Diese Anliegen brachte sie mit beratender Stimme ins Präsidium der VKKZ ein und konkretisierte sie auch in der regelmässig verschickten «Sunnemattpost».

Sandra Dietschi hat vielfältige Aufgaben in der katholischen Kirche im Kanton Zug wahrgenommen. Foto: Arnold Landtwing

Mit dem Projekt «Kirche mit Zug» brachte sie frischen Wind in die Entwicklung von Visionen, wie die Kirche in Zukunft für die Menschen im Kanton Zug aussehen könnte. Ihre Begeisterungsfähigkeit war eine treibende Kraft, um brachliegende Veränderungsenergien zu kanalisieren und ihnen eine Richtung zu geben. Ob Grossanlässe wie die «Lange Nacht der Kirchen» oder die «Zuger Messe», Sandra Dietschi war überall engagiert und präsent.

Als Mitglied der Konferenz der Leitungspersonen der Pastoralräume vernetzte sie im pastoralen Bereich sowohl im Kanton als auch im Bistum. In letzterem präsidierte sie auch die Diözesane Diakonie-Kommission und arbeitete in der Vorbereitungsgruppe zur Synodalen Versammlung 2025 mit. Als Präsidentin des Konkordatsrates der Modularisierten Innerschweizer Ausbildungskooperation Modu-IAK war ihr die Weiterentwicklung und Kooperation der katechetischen Ausbildung in der Zentralschweiz ein grosses Anliegen.

Mit hoher Sensibilität erkannte sie im Zeitraum der kirchlichen Pilotstudie nicht nur das Bedürfnis nach persönlichem Austausch, sondern organisierte auch gleich die Möglichkeit zu einem Treffen. Im Haus Sunnematt lud sie jahreszeitengemäss zu spirituellen Impulsen ein.

Liebe Sandra, das Präsidium der VKKZ dankt dir herzlich für deinen Einsatz und wünscht dir für die neue Aufgabe als Altersseelsorgerin im Pastoralraum Zug-Walchwil alles Gute.

Stefan Doppmann, Präsident VKKZ

Das Präsidium der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug VKKZ und die Bistumsregionalleitung haben gemeinsam entschieden, die Stelle Gesamtleitung der Fachstellen und Spezialseelsorgen nicht mehr weiterzuführen. Auf dem Hintergrund dieses Entscheids kommt es auf der Fachstelle Bildung-Katechese-Medien BKM zu Veränderungen in den Zuständigkeiten.

  • Stefanie Meier übernimmt ab 1. Februar 2025 die Leitung der Fachstelle Bildung-Katechese-Medien BKM.
  • Marlen Schärer erhöht ihr Pensum um 10% und übernimmt das Ressort Weiterbildung der BKM.
  • Martina Schneider zeichnet für die Kommunikation der Fachstelle BKM verantwortlich.

Anja Petersen ist weiterhin für das Fachstellensekretariat zuständig. Für die pastorale Führung der Fachstellen und Spezialseelsorgen ist ab 1. Februar 2025 die Bistumsregionalleitung zuständig. Zudem vertritt Christian Kelter als Pastoralraumleiter Zug Lorze die Konferenz der Leitungspersonen im Bistumskanton Zug im Präsidium der VKKZ.

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